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Kapitel 31

Den darauffolgenden Tag beschäftigte mich Grants Erzählung weiterhin. Ich hatte das Gefühl, dass es ihm genauso ging. Dass oder er ließ sich kaum in der Wohnung blicken, weil er ausnahmsweise wirklich viel zu tun hatte. Vorige Woche, als er mich geholt hatte, hatte er keinen Hehl darum gemacht, wie schlecht er bezahlt wurde. Und ich sah es ja selbst anhand seiner Wohnung. Klein und gemütlich, dennoch einen Ticken zu klein für zwei. Deswegen vermutete ich die erste Variante. Ich verbrachte den Freitag mit Grübeleien, einer mündlichen Hausaufgabenkontrolle im Geographiekurs und einem Treffen mit Corine am Nachmittag. Ich erfuhr, was ich eigentlich bereits wusste. Ihr nerviger Freund, ihre ehemaligen Wohnorte, "Sieh nur wie schön der Sonnenuntergang aussieht", und verriet ihr selbst so ziemlich alles, was ich ihr zuvor verraten hatte. Einerseits langweilte ich mich, andererseits schadete es nicht, ein wenig den Umgang mit Menschen zu üben. Dieses Treffen bereitete mich auf weitere Freundschaften vor, versuchte ich mir einzureden. Allerdings zweifelte ich daran, noch mehr Freunde zu finden. Ich mochte Corine, weswegen mich diese Tatsache nicht allzu enttäuschte.

Am Samstagmorgen schien das Gespräch zwischen GGG und mir in Vergessenheit geraten zu sein, jedenfalls verhielt er sich wieder normal. Auch ich hatte augehört, ihn zu ignorieren. Zwar waren die Lügen nie geklärt worden, aber ich baute darauf, sehr bald zu erfahren, woran ich war. Spätestens Sonntag wollte ich den Rest seiner Geschichte gehört haben. Doch für heute hatte ich genug vor. Das Fest. Den Plan, Niall ordentlich auf den Zahn zu fühlen, hatte ich nicht in den Sand gesetzt. Obwohl Grant und ich wieder mit einander auskamen, änderte es nichts an Nialls Verhalten oder seinen Lügen. Wir mussten keine Freunde werden, ganz zu schweigen davon, uns im Flur zu grüßen. Ich wollte bloß die Wahrheit wissen - und ihm eventuell eins auswischen. "Wo gehst du hin?", fragte Grant, als ich zu abgestimmter Uhrzeit meine Schuhe zuband. "Den Beginn der Footballsaison feiern", antwortete ich wahrheitsgetreu. Das war schließlich nicht verboten.

Kim hatte mich gestern irgendwann vorbereitet. Er meinte, diese Fete sei das komplette Gegenteil, von dem, was ich erwartete. Dabei hatte ich selbst keinen blassen Schimmer, was ich erwarten sollte. Eine Feier zur Eröffnung der Footballsaison klang harmlos und ungezwungen, vor allem, da es die Fete eines Kinder-Footballvereins sein würde. Mich würde schon niemand klauen wollen. Jedenfalls war ich mir nach Kims Rede in dieser Hinsicht nicht mehr vollkommen sicher. "Meistens ist es total unverbindlich. Meine Brüder sind noch klein und ihre Eröffnungsfeier ist echt nicht der Rede wert. Wenn du aber zu lange dort bleibst, bekommst du die Party der Älteren mit und...das bringt nur Ärger", behauptete Kim. Vermutlich konnte ich in Sachen Feiern und Partymachen wenig auf meine Erfahrungen aus Büchern vertrauen, aber ich überlegte dennoch, länger zu bleiben. Einfach, um Kim ein bisschen zur Weißglut zu bringen. Ganz fest stand trotzdem noch nichts. "So früh schon?" GGG hielt seine Armbanduhr in die Höhe. "Ich helfe Kim und seinen Brüdern." Ein raues Lachen ertönte.

"Du ahnst nicht, was du dir da antust", scherzte er. Naja, zumindest dachte ich, dass er bloß einen Witz riss. "Dustin und Karmo sind ziemlich wild." Dustin und Karmo. Gemerkt. Auf den Fotos, die ich angeschaut hatte, wirkten sie eher ruhig und gelassen. Ich schätzte sie auf zehn, höchsten elf Jahre. Und in diesem Alter stand man doch nicht mehr darauf, sich gegenseitig darum zu streiten, wer das schönste Schwert hatte, oder? "Mit wilden Kindern komme ich klar", log ich. Einmal hatten wir Neulinge im Waisenheim bekommen, etwa dieses Alter. Sie waren total auf mich abgeflogen. Ich zog Kinder praktisch magisch an. Um ehrlich zu sein, verbinde ich wenig mit diesem Erlebnis. Wenn ich ein bestimmtes Gefühl dazu nennen sollte, dann wäre es Reizbarkeit. Ich konnte nur hoffen, dass Kims Brüder die nötige Reife hatten, mir nicht direkt auf den Geist zu gehen. "So siehst du auch aus", gab er zurück. "Vielen Dank." "Hast du eine bestimmte Hilfs-Ader oder warum gehst du da hin?" Nein, eine Hilfs-Ader besaß ich vermutlich nicht. "Ich wollte Kontakte knüpfen. Mir fiel das nie einfach, aber alles muss irgendwann mal anfangen." Den wirklichen Grund, nämlich, dass ich vorhatte, Niall solange zu terrorrisieren, bis er nachgab, verschwieg ich ihm lieber. Natürlich würde er mich damit aufziehen. Ich war selbst nicht viel besser wie er, fiel mir in diesem Moment auf. Lügen über Lügen. Man sollte meinen, ich sei inzwischen allergisch dagegen.

"Das ist aber...erwachsen von dir." Grants Skepsis war nicht zu überhören. "Ach, halt die Klappe." Ich lachte beschämt auf. "Ne, das hört sich doch gut an. Ich hatte schon angefangen, mich zu fragen, ob du ein Einsiedler bist." Er machte sich über mich lustig. Na toll. "Nicht jeder verbringt seine Zeit gerne mit Staubsauger borgen und Hunde ausführen", konterte ich. Er seufzte. Dann stand er auf und fischte sich seine Jacke von der Garderobe. "Eigentlich hatte ich vor, erst später dazu zu stoßen. Du wirst merken, warum. Aber wenn du jetzt schon gehst, begleite ich dich." Es knisterte, als er sich die hell-braune Lederjacke überwarf und in seine Stiefel schlüpfte. "Du gehst auch hin?" Ich war schockiert. Anders als er, hatte ich wirklich den Gedanken gehabt, er sei ein Einsiedler. "Selbstverständlich. Meine Neffen spielen. Das lasse ich mir garantiert nicht entgehen. Meistens gehe ich aber erst abends, kurz bevor das Spiel beginnt." Ich versuchte, mir meine Enttäuschung nicht anmerken zu lassen. Wenn er mitkam, würde ich die Chance verpassen, Niall alleine zu erwischen. Verdammt. Wieso war mir nicht in den Sinn gekommen, dass Grant ebenfalls zuschauen und mitfeiern würde? Er hatte recht. Seine Neffen spielten. "Damit ich keine riesigen Unterhaltungen mit den anderen führen muss." Ich lachte erneut auf. "Lass mich raten: Ich werde sehen, warum."

Die Schuhe waren an seinen Füßen, die Jacke hing um seine Schultern und seinen Schlüssel verstaute er griffbereit in der rechten Hosentasche. "Genau." Ich fragte mich, was Grant dazu veranlasste, so unglaublich für sich zu sein. Nahm man es genau, unterschied er sich in keinster Weise von Niall. Ich konnte beide nicht durchschauen. Das machte mich schier wahnsinnig. Klar, ich war ein waschechter Kontrollfreak.

Endlich Ferien xxx 


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