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Kapitel 28

Einen Tag nach dem Brand sah es noch schlimmer aus. Die Kneipe existierte nicht mehr. Nicht mal die Aschehaufen erinnerten noch daran, dass hier mal was gewesen war. Obwohl ich es gestern hautnah miterlebt hatte, versetzte mich diese Tatsache in Schock. Vielleicht war die Luft hier nicht gut, sowas hatte ich irgendwann mal im Geographie-Unterricht gelernt, denn mir wurde schwummrig. Alles drehte sich. Ein dumpfes Geräusch ertönte. Plötzlich klarte alles wieder auf. Dann ein Flüstern. Jemand murmelte verdammt leise vor sich hin. So leise, dass ich Mühe beim Verstehen hatte. "Wolllte....nur...Leben...hatte...nicht vor...Sterben...was...mit mir?" Mehrfach wiederholten sich diese Worte, aber ich sah keinen Besitzer. Merkwürdig. Leben und Sterben? "Hallo?", rief ich. Keiner meiner besten Schachzüge. Dennoch wirkungsvoll. Das Murmeln stoppte abrupt. Neue Worte wurden in die Runde geworfen. Nun lauteten sie:"OhGottohGottohGott." Immer wieder. Eine Gänsehaut bildete sich auf meinen Armen. Allmählich bekam ich es mit der Angst zu tun.

"Moment, gibt es Gott? Oh Gott." Derjenige hörte auf zu flüstern, weil er sich in einem Konflikt mit sich selbst befand. Darüber, ob es Gott nun gab oder nicht. "Ich meine, wenn ich gestorben bin und hier nirgendwo Gott ist. Oh Gott." Sie, wie ich feststellte, brabbelte immer weiter. Gestorben? "Hallo?", rief ich erneut. Die vorige Angst verschwand von einer Sekunde auf die nächste, nur um zurückzukehren, als die Person - die Frau - auf einmal aus dem Nichts erschien. Heilige Scheiße. "Du warst tot", sagte ich und bereute es direkt wieder. Die Barista stand vor mir, in Fleisch und Blut. Sie begann zu weinen wie ein kleines Baby. Und ich hatte gedacht, die Barista sei arrogant und aufreißerisch. Anstatt einer Sexbombe, stand vor mir ein Häuflein Elend. Im Ernst, wäre ich mir nicht absolut sicher gewesen, dass sie tot war, hätte ich mich vermutlich über sie lustig gemacht. Doch an dieser Situation fand ich reichlich wenig Lustiges. Ich konnte mir nicht einmal vorstellen, wie sie sich fühlte. Stopp. Begann ich wirklich Mitleid für sie zu empfinden, obwohl sie eigentlich tot und im Jenseits sein sollte? Ja.

"Schhh", machte ich, weil ich mal in einem Film gesehen hatte, dass Menschen aufhörten zu weinen, wenn man diese Laute nachahmte. Es funktionierte. Bei Gelegenheit könnte ich mir den Film ein zweites Mal anschauen. Die Barista hob den Kopf. Sie trug noch die Unterwäsche von gestern, auch wenn ich mir einbildete, dass der BH ein bisschen ausgestopft worden war. Ihre Wimperntusche war verlaufen, die Füße schmutzig. Ehe sie erneut anfangen konnte zu flennen, redete ich nicht länger um den heißen Brei. "Was ist mit dir passiert?" Sie sah mich an. Also, so richtig. Und in ihren Augen befand sich dieselbe Leere, wie gestern. Keine Seele. Eindeutig. Ich fragte mich, wieso ich mir dabei so sicher war. Immerhin hatte es quälend lange gedauert, herauszufinden, ob Niall eine Seele besaß. Da hatte ich beispielsweise immer noch keine genaue Gewissheit. Aber die Barista. Ihre Seele fehlte. Ich wusste es einfach. "Keine Ahnung", schluchzte sie und rieb sich dabei über das Gesicht. Aha. Schön, die verschmierte Schminke. Hätte sie einen Spiegel gehabt, wäre sie bestimmt ausgeflippt. Ich verkniff mir einen Kommentar. "Ruhig." Ich versuchte meine Stimme so beruhigend wie möglich klingen zu lassen, doch ich war noch nie für einen entspannten Umgangston bekannt gewesen. Sie steigerte sich wieder in eine Panikattacke rein und fing an, erneut Gottes Existenz anzuzweifeln. Ich hatte keinen blassen Schimmer, inwiefern sie gläubig oder nicht-gläubig war, aber sie schien sich einen riesen Hehl drum zu machen.

"Hör zu, das ist mir gerade wirklich wichtig!" Allmählich platzte mir der Geduldsfaden. Sie konnte weiter weinen, sobald ich hier weg war. Es gab schlimmeres. Scheiße, es gab nichts schlimmeres. Ich schluckte hörbar, als mir die Bedeutung ihres Erscheinens bewusst wurde. Sie war tot. Für sie musste es ein riesiges Problem darstellen. Und für mich erst. Dass ich nun auch noch Geister sah, verhieß nichts gutes. Doch das Irrenhaus.

"Na gut." Sie schniefte. Kim lag richtig. Ich war ja sooo egoistisch und selbstsüchtig. "Kannst du dich an gar nichts erinnern?", fragte ich. Sie nickte. Dann schüttelte sie mit dem Kopf. "Was denn nun?" Hoffentlich hatten die Bullen ihre Arbeit hier erledigt. Andernfalls trafen sie womöglich ein und sahen zu, wie ich mit der Luft redete. Ich nahm jedenfalls nicht an, dass andere den Geist, oder was auch immer, der Barista genauso sahen wie ich. Nichts für ungut. "Da ist...Nichts", seufzte sie. Ein Stöhnen entwich mir. "Hey! Ich bin tot, ein bisschen Respekt." Heiliger Stohsack. Endlich konnte sie den Tatsachen ins Auge blicken, ohne in Tränen auszubrechen. "Tschuldige", grummelte ich. "Ich erinnere mich an nichts, was gestern Abend hier passiert ist. Aber an alles, was danach geschah." Vielleicht wurde es doch noch interessant. Sie legte eine dramatiche Kunstpause ein und ich zog schon in Erwägung ihr in den Geist-Hintern zu treten, als sie weiter sprach. "Ich bin aufgewacht und lag...neben mir." Igitt. Es musste schrecklich gewesen sein, sich selbst beim Verwesen zuzusehen. "Einer der Feuerwehrmänner hat telefoniert, während sie das Feuer löschten. Ich konnte nicht verstehen, was er gesagt hat. Verstehst du, ich war tot und lag neben mir selbst und irgendwie war ich ja doch nicht tot, weil ich schließlich noch hier bin. Du siehst mich stimmt's, also bin ich noch am Leben. Und..."

Ich unterbrach sie. "Was passierte danach?" Reichlich taktlos von mir, dass war mir bewusst. Aber hey, sie war sowieso längst tot und mein Gewissen reichte nicht an die Neugier in mir heran. Außerdem konnte sie Ablenkung jeglicher Art gut gebrauchen. "Ich bin aufgestanden. Keiner von ihnen hat mich wahrgenommen, sie haben nur alle auf das andere Mich gestarrt. Einer musste sich übergeben. Oh Gott, ich sah scheußlich aus, richtig?" Ich verschwieg ihr besser, dass ein Bild von ihrer Leiche in der Zeitung erschienen war.

Dieses Kapitel hat wieder normale Länge. Und ich weiß nicht, aber es gefällt mir von allen Kapiteln bisher am besten. Idk. Jedenfalls kann ich ja mal mit der Wand reden gehen. Hi Wand. Man sieht sich. xxx       

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