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Kapitel 22

Aus dem Schornstein der doch relativ kleinen Kneipe stieg Rauch empor und schaute man durch die Fenster hinein, konnte man orange-rote Flammen sehen. Mein Magen krampfte sich zusammen, bei dem Gedanken, dass wir genauso gut noch hätten dort sitzen können. In diesem Falle wären wir gemeinsam mit den anderen Gästen verbrannt. Eine Gänsehaut bildete sich auf meinen Armen. "Oh mein Gott", rief Corine aus. Ich schwieg. In brenzlichen Situationen hielt ich den Mund, einfach, weil ich nie wusste, was angepasst war zu sagen. Kim fiel auf die Knie. Er hielt sich die Hand vor den Mund. "Kim?", krächzte ich. "Sie...brennt. Da drinnen brennt es!" Er klang verzweifelt. Die Kneipe musste ihm verdammt viel bedeutet haben. Und jetzt war sie so gut wie hin. "Was sollen wir tun?", fragte Corine, die neben mir mit den Zähnen klapperte. Schulterzuckend musterte ich Kimberley von oben. Ich stand rechts von ihm und legte ihm die Hand auf die Schulter. Es kam mir in diesem Moment richtig vor. "Lasst uns die Polizei rufen."

Erst nach einigen Sekunden erkannte ich, dass es Kim war, der diese Idee in den Raum gestellt hatte. "Spinnst du?" Meine Stimme überschlug sich beinahe. Die Flammen bahnten sich einen Weg aus der Kneipe. Schon bald würde auch die Umgebung, inklusive uns, brennen. Wir mussten verschwinden. Ich verschwendete schon gar keinen Gedanken mehr an meinen dämlichen Schal. "Die stecken uns doch direkt hinter Gitter, wenn sie herausfinden, dass wir schon wieder in sowas verwickelt sind!" Kim vergrub eine Hand in der Erde zu unseren Füßen. Er riss eine Wurzel heraus, warf sie ein paar Meter weiter und machte sich an die nächste. Ehe wir uns versahen, hatte er fünf Wurzeln aus dem Boden gezogen. So ging Kimberley also mit Aggressionen um. Interessant. "Aber wir müssen die Feuerwehr rufen!", protestierte Corine. "Wozu? Bis die hier sind, lebt keiner mehr, der sich im Umkreis befindet. Die Kneipe könnte auch nicht mehr gerettet werden", entgegnete ich. Kim schüttelte meine Hand von seiner Schulter. Ich fragte mich, was ihn so sehr mit dieser Kneipe verband. GGG und er waren bestimmt nicht nur sonntags dort gewesen. Ich hatte das Gefühl, dass sie mehr für ihn war als eine öde Sonntagstradition. "Corine hat recht, Ruby!" Meinem Namen verpasste er einen scharfen Unterton.

"Kim, wir wissen beide, dass die das nicht auf sich sitzen lassen! Willst du riskieren, dass man uns.." Aber er unterbrach mich. "Es geht hier um Leben und Tod und du scherst dich nur um dich. Ich hätte nie gedacht, dass du so egoistisch sein kannst, Ruby. Ehrlich, das ist unfassbar!" Aufgebracht putzte er sich die Hände an der Hose ab. Der Rauch erreichte uns, versperrte mir den Atem. Ich konnte nichts erwidern, weil mein Hals zu schmerzen begann. Kim stand auf, nahm die Leine fester und rannte davon. Im Rennen holte er sein Handy aus der Hosentasche. Ich sah ihm nach, sah wie er wild gestikulierte, irgendwelche Worte in den Hörer brüllte und schließlich auflegte. Er setzte unsere Freiheit aufs Spiel. In diesem Augenblick konnte ich wirklich an nichts anderes denken, außer an diese eine Tatsache. Ich wollte nicht wieder eingesperrt werden. Ich wollte frei sein, von niemandem beobachtet werden. Es hatte zu viele Menschen gegeben, die mich notorisch beobachteten. Ich wollte leben und bloß weil wir eine Leiche und ein brennendes Haus gefunden hatten, sollte mir diese Sache nicht genommen werden. Mein Verstand drehte durch.

Heute weiß ich, dass ich total überreagiert habe. Dennoch fing ich an zu schreien, hielt mit geöffnetem Mund inne. Der Rauch grub sich einen Weg tiefer in meine Lunge. Ich bekam kaum noch Luft. In einiger Entfernung hörte ich Sirenen. Mir wurde die Sicht versperrt und alles war grau. Hier und da blitzte etwas glänzend rotes hindurch. Wie von der Tarantel gestochen blieb ich stehen, unfähig davon zu rennen oder meinen beiden Freunden in Sicherheit zu folgen. "Ruby!?" Das war Corines Stimme. Suchten sie nach mir? Ich wusste nicht, ob ich mir ihre Stimme nicht einbildete. Dann stellte ich fest, dass ich immer noch schrie. Mein Schrei hallte durch den Wald, schreckte bestimmt irgendwelche Tiere auf. Schließlich wurde er erstickt. Keine Ahnung woher ich die Kraft genommen hatte, zu kreischen. Plötzlich besaß ich keinen Funken Energie mehr. Jemand packte mich an der Taille. Ich drehte durch, eine Sicherung brannte durch. Niemand sollte mich retten. Ich konnte das selbst. Ich konnte leben. Oder? Doch derjenige hatte mich fest im Griff, zog mich aus dem Rauch und weg von der Kneipe. Für kurze Zeit verlor ich das Bewusstsein.

Als ich wieder zu mir kam, war der Rauch fort. Ich warf den Kopf herum, aber da war niemand, der meine Taille hielt. Mein Blick fiel auf meine Arme. Sie waren voll von Schrammen und Verbrennungen durch den Rauch. Schmerz durchfuhr mich. Autsch. Ich stand neben einer der Pfützen, durch die ich vorhin gestolpert war, blickte direkt hinüber zur Kneipe. Die Feuerwehr war eingetroffen. Jemand bespritzte das Haus mit Wasser. Aber eigentlich konnte man es nicht mehr Haus nennen. Es war eine Ruine. Die Tür stand als einziges noch. Auf einmal öffnete sie sich und jemand kam heraus gerannt. Es war die Barista. Wie hatte sie überlebt? Alle anderen Insassen lagen als Aschehäufchen in der Ruine. Aber die Barista stand davor, schien nicht mitzubekommen, was vor sich ging. Sie trug nichts außer knappen Dessous und einem Spitzen-BH. Ich wunderte mich nicht. Der Brand musste sie aus wichtigen Angelegenheiten gerissen haben. Doch bei näherem Betrachten, fiel mir ihr Blick auf. Da bekam ich es mit der Angst zu tun. Denn ich konnte ihr in die Augen schauen, ohne in ihre Seele zu blicken. Nichts passierte. Ihre Augen waren leer. Ihre Seele fehlte. Und ich begriff. Halbnackt, dem Tod geweiht. Jede Minute würde sie tot umfallen und wir würden einen Biss finden. Sie war das zweite Opfer.

Wer denkt ihr, hat Ruby gerettet? Muhahaha und was stimmt mit der Barista nicht? Was denkt ihr hat es mit dem zweiten Opfer auf sich? Aiiiiiii xxx



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