
Der erste Tag...
(Pov. Rye)
Ich wusste ja bereits wie wunderschön Andy's Stimme alleine klang, aber als wir zusammen sangen entstand etwas komplett neues. Seine Stimme war heller und etwas rauer als meine, trotzdem weich. Er sang die hohen Töne mit einer Leichtigkeit, die ich nicht beschreiben konnte und verzog dabei nur ganz leicht sein Gesicht, was ich irgendwie noch niedlicher fand. Ihr müsst euch vorstellen, dass ich, wenn ich die hohen, langen Töne singen muss, mein Gesicht so stark verziehe, dass ich nach den Shows manchmal Muskelkater im Gesicht bekomme.
Als das Lied vorbei war blieb es still, bis Jack vor Freude fast zu platzen schien „Wow! Andy, Rye eure Stimmen! Das war unglaublich! Können wir sowas bitte öfter machen? Das war echt richtig schön!"
Ich sah wie Andy rot wurde, ich musste grinsen und nickte dann hoffnungsvoll. Von mir aus könnten wir das jeden Tag machen. Dann blickte ich zu Harvey, der etwas traurig aussah. Er hatte kein Wort mitgesungen. „Harvey alles in Ordnung bei dir?", fragte ich ihn direkt und er nickte nur. Als ich Mikey ansah, wusste auch er, dass Harvey gelogen hatte. Vermutlich war er einfach nur neidisch, dass wir Andy so gut fanden, aber wir hätten uns ohne Blair tatsächlich einstimmig nur für Andy entschieden.
„Leute ich will ja nicht nerven oder so, aber es ist mittlerweile ziemlich spät und ich bin echt müde von der Fahrt heute. Eigentlich wollten wir ja noch ins Fitnessstudio, aber ich glaube das können wir auf morgen verschieben", meldete sich Mikey gähnend zu Wort, stand auf und verschwand kurz ins Bad.
„Gute Idee", stimmte ich ihm zu, als er wiederkam und ging ebenfalls ins Bad, um meine Zähne zu putzen und mich umzuziehen.
(Pov. Andy)
Schlafen klang für mich gerade genau richtig, ich war genau wie Mikey ziemlich fertig von der Fahrt, aber auch von der ganzen Aufregung. „Andy, dein Bett ist das hier", sprach mich Jack an und deutete auf das obere Stockbett auf der Wandseite. „Danke", gähnte ich leicht und Jack lachte, „da ist wohl jemand auch ziemlich fertig!" „Oh ja und wie", gab ich zurück. Mikey war schon wieder aus dem Bad gekommen und rief leise „Harvey du kannst in meinem Bett schlafen, ich werde mir mit Rye das Bett teilen" „Ist das nicht ein Bisschen eng?", gab der lachend zurück, aber Mikey schüttelte nur, auch lachend, den Kopf. „Wir haben das schon öfter gemacht. Bis Jack in die Band kam hatten wir hier nur Sofas und nicht mal richtige Betten, also ist ein geteiltes Bett noch ganz in Ordnung. Außerdem haben wir kaum mehr Berührungsängste voreinander. Wir kuscheln gerne, nicht wahr?", stieß er nun Ryan an, der gerade in Boxershorts und T-Shirt aus dem Bad kam. „Ja das tun wir", gab er gähnend zurück und zog Mikey kurz an sich, bevor er auf sein Bett (das obere auf der Seite am Fenster, also mir gegenüber) kletterte. Ich hatte die ganze Szene beobachtet und als Rye Mikey so an sich zog hatte ich einen kleinen Stich in der Brust gespürt.
War ich etwa eifersüchtig auf Mikey? Hör sofort auf damit Andy! Sie sind beste Freunde, also stell dich nicht so an! Du bist nicht mit Rye zusammen und wirst es vermutlich auch nie sein!
Der Gedanke ansich tat schon weh, aber ich musste der Realität langsam mal ins Auge blicken und mich damit abfinden, dass Rye nichts von mir wollte. Bei der Berührung am Arm nach meinem Casting und bei der längeren Umarmung zur Begrüßung musste ich mir etwas eingebildet haben.
Nach Rye ging nun ich ins Bad. Es war, wie zu erwarten, ziemlich klein. Es gab eine Badewanne mit Vorhang ein Klo und ein kleines Waschbecken. Schnell machte auch ich mich fertig, ging zurück in den Raum, kletterte in das Bett und legte mich hin. Ich konnte immer noch nicht glauben, dass ich tatsächlich hier war. Ziemlich schnell schlief ich ein und konnte vorher nur noch mit einem Murmeln auf das „Gute Nacht Leute" von Brooklyn antworten.
(Pov. Rye)
Als ich die Augen aufschlug, war es bereits hell. Mikey saß mir gegenüber am Laptop und schnitt anscheinend wieder Videos. Er konnte das echt gut und tat es deshalb auch meistens. Auch Jack und Brook waren schon wach. Harvey und Andy schliefen noch und wir beschlossen sie schlafen zulassen. Dennoch kletterte ich vorsichtig aus dem Bett, ging in die Küche und machte Tee für Mikey und mich.
Eine gute Stunde später, während der ich endlich mal wieder Zeit gehabt hatte um zu lesen, wachte Harvey auf. „Guten Morgen", flüsterte ich ihm über das Geländer meines Bettes gebeugt zu und er grinste mich verschlafen an „Morgen". „Tee?", fragte ich ihn und als er nickte, ging ich zusammen mit ihm in die Küche.
Als wir wieder ins Zimmer kamen, fiel mein Blick auf Andy's leeres Bett. „Wo ist denn Andy hin?" „Ich war nur kurz im Bad", antwortete jemand hinter mir und da ich seltsamerweise im Türrahmen erstarrt war, legte sich seine Hand kurz an meine Hüfte und schob mich beiseite. Wie ein kleiner Stromstoß durchzuckte es meinen Körper und die Stelle, die er berührt, hatte kribbelte auf einmal. Harvey's Lachen riss mich aus der Starre „Möchtest du jetzt in das Zimmer gehen, oder sollen wir noch warten?". „Oh, sorry", erwiderte ich nur, machte einen Schritt in das Zimmer und Harvey schlängelte sich mit seiner Teetasse zwischen mir und dem Stockbett in den Raum.
„Heute wird's erstmal sportlich!", rief Mikey fröhlich von unserem Bett aus und brachte mich somit in der Realität zurück. Schließlich konnte ich nicht ewig so halb erstarrt mit meiner Tasse in der Hand vor der Couch stehen. „Wir zeigen euch schließlich wie das hier so abläuft und dazu gehört auch, dass wir fast jeden Tag mindestens einmal ins Fitnessstudio gehen. Schließlich müssen wir für unsere Tour fit sein."
(Pov. Andy)
Sport? Oh Gott! Das kann was werden. Bei dem Gedanken musste ich lachen und als Mikey mich fragend ansah, erklärte ich es ihm „ich bin so ungefähr der unsportlichste Mensch des ganzen Universums! Alles was ich an Sportgeräten anfasse ist entweder viel zu groß oder zu schwer!" Auch er fing an zu lachen „Das bekommen wir schon hin. Ich sage dir, falls du mit zur Tour kommst, hast du bis dahin Muskeln!" „Wenn du meinst!", gab ich zurück und nachdem wir alle Müsli gefrühstückt hatten und uns angezogen hatten, gingen wir los.
Am Ende der Straße, also ziemlich nah bei der Wohnung, befand sich ein großer Spielplatz, auf dem die Jungs nach eigener Aussage ab und zu Fußball spielten.
Beim Fitnessstudio ankommen, gingen wir in die Umkleide und danach hieß es laufen. Danach war ich zwar schon etwas aus der Puste, aber es hielt sich in Grenze. „Und ich dachte ich hätte das Schlimmste schon hinter mir!", stöhnte ich, als die Jungs Harvey und mich in den Freigewichtsbereich schoben und einen Zirkel aus verschiedensten Bauch-, Rücken- und Armübungen aufbauten. „Hey, mindestens vier Runden", lachte Rye und wieder stöhnte ich auf. „Und das macht ihr jeden Tag?", fragte ich entgeistert nach der ersten Runde. „Keine Sorge, manchmal sind sie gnädiger mit den nicht ganz so sportlichen von uns!", flüsterte Jack mir ins Ohr und zwinkerte mir zu. Ich grinste hoffnungsvoll zurück und begann meine zweite Runde. Nach der dritten tat mir bereits alles weh und nach der vierten hatte ich das Gefühl mich nicht mehr richtig bewegen zu können.
„Wie bitteschön soll ich die nächsten Tage auch nur mehr als ein T-Shirt hochheben", lachte ich komplett erschöpft und am Ende meiner Kräfte in der Umkleide. „Irgendwann wird es bestimmt besser!", lachte Harvey, dem das ganze sichtlich Spaß gemacht hatte.
Als ich nur mit einem Handtuch bekleidet wieder aus der Dusche kam, sah ich Rye im Augenwinkel. Er hatte zwar bereits seine Hose an, trug aber noch kein Shirt, wodurch ich sein ausgeprägtes Sixpack begutachten konnte. Oh mein Gott! Ich war nicht nur schwer beeindruckt, sondern in meinem Bauch schlugen die Schmetterlinge Purzelbäume...
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So. Guten Morgen Leute. Hier ist das nächste Kapitel, ich hoffe es gefällt euch. Wie immer, bei Fragen, Sorgen, Wünschen, Anträgen, ab in die Kommentare damit, ich freue mich drüber. Vielleicht kommt heute noch ein weiteres Kapitel. Ich kann es nicht genau sagen, aber es sieht gut aus. Bis dahin einen schönen Tag und vielen Dank für's Lesen,
Eure Lisa
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