
Die Reise beginnt
Yuna P.O.V
Mit Eleganz schaffte ich es, auf allen Vieren zu landen. Schnell schüttelte ich mir den Schnee aus meinem weißen Fell, obwohl man ihn sowieso nicht gesehen hätte. ,,Yuna,kommst du bitte runter zum Essen Schatz?", hörte ich meine Mutter rufen. Sie muss gehört haben, dass ich wieder da bin.
Schnell verwandelte ich mich wieder zurück in meine Menschenform, und lief runter. Mir war etwas kalt, da ich ein schwarzes Seidenkleid trug. Unten angekommen, sah ich schon, wie meine Eltern und meine Schwester am Tisch saßen.
Ich lief zu ihnen und setzte mich neben Yumi. In dem Moment ging die Tür auf und meine Brüder kamen herein. Ihnen sah man jedoch an, dass sie im Schnee waren. Ich grinste sie an und sie lächelten zurück.
Wir wohnten in einem großen Dorf in der Mitte des Waldes, in einem großen Haus. Dieses Haus war in der Mitte des Dorfes, sodass wir direkt beim Rudel waren. Hyungwon, mein älterer Bruder, setzte sich neben mich und danach fingen wir an zu essen. Am Anfang war es still, doch ich konnte förmlich spüren, wie hibbelig Yumi neben mir war.
,,Hey Yumi, gab es heute was Interessantes, was du erzählen möchtest?", fragte ich sie deshalb. Sofort wurde sie leicht rot, fing jedoch an zu erzählen. ,,Also ich war ja gestern kurz draußen, aber dann hab ich ihn gesehen und hab überlegt ob ich ihn nochmal anspreche. Auf einmal hat er dann aber zu mir geschaut und ich Tollpatsch stolpere über einen Zweig und finde mich im Schnee wieder.
Aber ich hab ihn zum Lachen gebracht!", erzählte sie mit strahlenden Augen. Ich kicherte. Ich wusste schon seit geraumer Zeit, dass meine liebe Schwester ein Auge auf den Anführer der Krieger, Son Hyungwoo geworfen hatte. Und das war meistens eins unserer Gesprächsthemen. Die anderen hatten sich schon daran gewöhnt.
Mir war bisher noch nie jemand interessantes aufgefallen. Hyungwon neben mir riss mich aus meinen Gedanken. ,,Vater, was ist eigentlich passiert, dass der Herrscher der Vampire sich mit dir treffen wollte?", fragte er. Mein Vater seufzte und rieb sich die Schläfen. Er war erst heute morgen wieder mit der Kutsche angekommen.
,,Die Schattenjäger wurden angegriffen. Es waren Wesen, die wir nur Katunas nennen. Katzenähnliche Wesen, die das Reich der Vampire übernehmen wollen. Doch das wollen wir nicht zulassen. Deshalb haben wir beschlossen, dass wir ihnen beistehen werden. Ich habe mich auch schon entschieden in welcher Form."
Wir alle hörten gespannt zu. ,,Hyungwon, Yumi und Yuna, ihr werdet einige unserer Krieger begleiten und erstmal bei den Vampiren bleiben. Minhyuk, du bleibst hier und hilfst mit, hier die Stellung zu halten, falls unser Rudel angegriffen wird."
Wir waren etwas geschockt von den Neuigkeiten, aber dieser Schock legte sich. Yumi fragte sofort, wer alles mitkommen würd, und Vater nannte einige Namen. Als ich hörte, dass Changkyun und Hyungwoo mitkommen würden, war ich erleichtert, dass ich Freunde dabei hatte.
Ich war besorgt, da ich mir Sorgen machte, mich nicht zurecht zu finden, oder dass mich alle hassen werden. Meine Mutter meldete sich zu Wort.
,,Hyungwon, tu mir einen Gefallen und pass auf deine Schwestern auf. Ich weiß dass ihr beide auch kämpfen könnt, aber ihr seid noch so jung. Ich will euch eigentlich aus sowas raushalten, aber das geht nunmal nicht." Ich nickte, und doch war ich unzufrieden. Ja, ich war die jüngste dieser Familie, aber ich konnte dennoch nützlich sein.
Wir gingen nach oben und fingen an zu packen. Ich war gerade dabei, einige Kleider zu verstauen, als Minhyuk herein kam. Er setzte sich auf mein Bett und sah mir beim packen zu. Als ich fertig war, stand er auf und lief zu mir. Dann nahm er mich in den Arm und streichelte mir über den Rücken.
,,Yuna du magst die jüngste sein, aber pass auf die beiden auf. Du warst bisher schon der Kleber dieser Familie. Und dieser Zusammenhalt ist genau jetzt am wichtigsten. Vergiss nie, wer du bist. Ich hab dich lieb kleine Schwester, und ich wird dich vermissen. Kommt bald zurück." Ich lächelte. ,,Ich hab dich auch lieb und ich werde dich auf vermissen Minhyukie."
Dann löste ich mich von ihm und lief nach unten, wo schon eine Kutsche auf uns wartete. Yumi stieg als erstes ein, dann ich und zum Schluss Hyungwon. Er zündete noch die Kerze an und dann fuhren wir auch schon los. Hinter und konnte ich weitere Kutschen erkennen. Die Krieger.
Ich seufzte und schaute erwartungsvoll nach draußen. Die Bäume zogen langsam an uns vorbei und wir blieben relativ still. Yumi neben mir war eingeschlafen, doch ich konnte sehen, dass Hyungwon noch wach war. Ich sah wieder nach draußen und bemerkte, wie sich mit der Zeit die Landschaft veränderte. Jetzt würde ein neuer Abschnitt beginnen.
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