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Ann McCalls

Wie vom Donner gerührt saß Laura auf ihrem Platz. Sie hatte ihr Besteck auf ihren Teller fallen gelassen. Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass , wiederholte sie die Stimme ihres Schulleiters in ihren Gedanken, Miss Ann McCalls nicht freiwillig von unserer Schule ging. Laura wurde schwindelig. Sie erinnerte sich nur vage an das Hufflepuffmädchen, erinnerte sich, dass sie in der fünften Klasse gewesen ist. Doch für Laura war es viel Schlimmer, dass sie nicht bemerkt hatte, dass jemand fehlte. Sicher, sie war wenige Klassen unter ihr, doch sie hatten sich einige Male über den Schulstoff ausgetauscht - hauptsächlich weil das Mädchen hatte wissen wollen, was in ihrer Prüfung vorkommen könnte.

Wörter wie Tot, Verstümmelt und Ertrunken schlichen sich in ihre Gedanken. 

"Laura?", ertönte Lizzys Stimme, holte sie damit wieder ins hier und jetzt zurück. In ihrem Gesicht spiegelte sich derselbe Schock, der wie ein Sturm in ihr tobte. Sie blickte an Liz vorbei in Kates geweiteten, eisblauen Augen, ehe sie auf die smaragdgrünen ihrer Freundin traf. Sie schien gefasster. Als Laura in Lilys Augen sah, regte sich etwas in ihr. Lily Evans war ... gefasst. Bei dieser Nachricht. 

"Du hast es gewusst", flüsterte Laura. Die Köpfe ihrer beiden Freundinnen drehten sich ruckartig in Lilys Richtung, die ihren Blick senkte. "Deswegen wart ihr bei Dumbledore", sagte Kate leise an Lily gewandt. Ein unmerkliches Nicken war die Einzige Antwort, die das rothaarige Mädchen von sich gab. "Du hast es einen ganzen Tag lang gewusst?", hauchte Laura kaum hörbar, "Einen Tag? Und du hast es nicht für nötig gehalten uns davon zu berichten?" - "Ich durfte nicht!", platzte es aus Lily heraus, "glaubt mir, ich wollte ja ... Aber ich durfte nicht! Dumbledore ..." - "Dumbledore?", unterbrach Laura sie, "meinst du nicht auch, dass wir eine so wichtige  Nachricht hätten von dir hören sollen?" Abermals senkte Lily ihren Blick. "Ja, sicher", nuschelte sie schuldbewusst, "Aber ... ich durfte nicht! Dumbledore hat uns eindringlich gesagt, dass wir niemandem davon berichten sollten!" Lily holte tief Luft, ehe sie fortfuhr: "Glaubt mir, ich wollte es euch so dringend gesagt haben. Niemanden sonst hätte ich es anvertrauen können, aber ich durfte es einfach nicht." - "deswegen warst du heute so abgelenkt", schlussfolgerte Kate, was Lauras anfängliche Wut verrauchen ließ. Sie sackte in ihrem Stuhl zusammen. "Was denkt ihr", nuschelte sie, "Wer wird der Nächste?" - "Der Nächste", fragte Liz ängstlich. Laura nickte leicht. "Ich denke nicht, dass es aufhören wird. Ann, Mary ... Es ist nur eine Frage der Zeit. Die Slytherins brüskieren sich doch schon mit dem, was da draußen los ist." Lauras Blick fiel auf den Slytherintisch. Snape saß stumm da, während die anderen Slytherins sich angeregt unterhielten. Die gesamte große Halle war in einem unaussprechlichem Schockzustand ... und die grüne Pest schmiedete bereits Pläne, wie sie das Schloss säubern sollen - um es in ihren Worten auszudrücken.

"Ich weiß nicht", meinte Kate nachdenklich, "ob dies die Botschaft war, die Dumbledore uns geben wollte." Laura runzelte die Stirn. "Natürlich war es das! Warum sonst hätte er es der gesamten Schülerschaft mitteilen wollen? Mädels, da draußen braut sich etwas zusammen. Etwas, was Muggelgeborene ... verschwinden lässt." Ängstlich sah Laura zu Lily, die wieder nicht überrascht aussah. Etwas zu spät schüttelte sie ihren Rotschopf und meinte: "Quatsch. Ich schätze einfach, dass Dumbledore uns einfach nicht im Unklaren lassen wollte." Laura runzelte ungläubig ihre Stirn, beließ es jedoch dabei. 

Ein betretenes Schweigen breitete sich unter den Freundinnen aus. Schweigen, welches für jeden eine andere Bedeutung hatte. Für Laura bedeutete es eine Andacht an eine Mitschülerin sowie der traurige Gedanke daran, dass es dort draußen nicht mehr sicher sein wird. Wenn sie erst einmal den Abschluss hätten, würde sie ihre Freunde beschützen - egal, wie hoch der Preis auch sein würde. 

Für Viele kehrte am nächsten Morgen bereits der Alltag zurück - so auch für Laura. Doch ihre Gedanken wirbelten weiterhin um Ann McCalls und die Tatsache, dass Laura den Unterricht von nun an noch weniger Interesse entgegen brachte als ohnehin schon. Doch niemand wollte hören, was sie zu sagen hatte. Lily wich ihr aus, wann immer sie mit diesem Thema begann, während Kate und Liz ihr beschwichtigten, dass Hogwarts der sicherste Ort sei, an dem sie sich in dieser Zeit aufhalten konnten. Doch es ging Laura überhaupt nicht um Hogwarts.

Der einzige Mensch, der ihr sein Ohr schenkte, war Steve. Der Steve, den sie mit dem Schläger den Arm gebrochen hatte. Er bot sogar an mit ihr Verteidigung gegen die dunklen Künste zu trainieren, was sie dankend annahm. Sie war nicht sonderlich schlecht in diesem Fach - es war eines ihrer besten Fächer - doch in diesen Zeiten konnte sie nie genügend Verteidigungszauber lernen. Also machten sie einen Plan, in dem sie Quidditch und Extratraining einbanden, um nicht mit dem Quidditchtraining zu kollidieren. Zum ersten Mal seit Langem fühlte Laura sich wieder wichtig, fast gebraucht. Und das fühlte sich unheimlich gut an - auch wenn sie zugeben musste, dass es sie traurig stimmte, dass ihre Freundinnen sie in dieser Sache nicht ernst nahmen uns sie deshalb ein kleines Geheimnis draus machen musste. Ein wenig schuldig fühlte sie sich ebenfalls, da sie Lily genau diesen Vorwurf an den Kopf geknallt hatte. Andererseits jedoch ... Ja, sie hatten Laura nicht ernst genommen, warum also sollte Laura ihnen jetzt davon berichten?

"Wer ist A.M.?", fragte Kate, nachdem Lily ihnen im Gemeinschaftsraum davon berichtet hatte, eine heimliche Botschaft bekommen zu haben. Nervös trommelte Laura mit den Fingern auf ihr Knie, um den Gedanken loszuwerden, der ihr seit dem Erhalt der Nachricht vom Verschwinden von Ann McCalls nicht mehr aus dem Kopf ging. Aber Todesser würden es doch sicher geschickter anstellen? Aber was, wenn es keine Todesser waren ... Sondern Slytherins, die beginnen wollten Hogwarts zu reinigen? Lauras Augen blitzten auf. Lily musste dahin gehen. Sie musste einfach - und herausfinden, welcher Slytherin sich ein Spaß draus machte. Sie musste, um zu beweisen, dass Muggelgeborene nicht wehrlos waren. Sie musste, um den dreckigen Schlangen das Grinsen aus dem Gesicht zu wischen. Sie musste einfach.

"Aber findest du nicht, dass du damit lieber zu Dumbledore gehen solltest?", fragte Liz wie aus dem Nichts. Dass Liz und Kate nun besorgt sein würden, war absehbar - und auch Laura hatte eine heidenangst um ihre beste Freundin. Aber Lily musste einfach! Und Laura könnte sie begleiten oder ihr hinterherschleichen und den Slytherin verfluchen, der dafür verantwortlich war. Ihn und seine dreckigen Freunde, die Muggelgeborene wie Abschaum behandelten.

"Jetzt spiel hier mal nicht immer gleich die Gonni im Haus!", jammerte Laura also, "Wo bleibt denn da der Spaß?"
"Laura, wir wissen nicht wer das ist!", entgegnete Liz, "Was, wenn es ein Todesser ist? Hast du schon einmal darüber nachgedacht, was er ihr antun könnte?" Ja, die ganze Zeit!, hätte Laura ihr am Liebsten ins Gesicht geschrien, doch sie hielt sich damit vorerst zurück. Ihre Freundinnen hatten wohl vergessen, wer die Vermutung hatte, dass auch Hogwarts bald nicht mehr sicher sein würde. Stattdessen sagte sie also: "Du hyperventilierst wohl wieder. Als ob die das über so einen Weg machen würden, den man ganz leicht handschriftlich nachvollziehen könnte! Das ist bestimmt nur ein Junge aus unserer Schule, der anonym bleiben will, weil er noch nicht weiß, wie Lily zu seinen Gefühlen steht."
"Oder weil er ihr einen Streich spielen will." Laura schnaubte, war aber froh, dass Liz auf diesen Zug aufgesprungen ist. "Ja bestimmt, weil auch jeder hier in der Schule rumtreibermäßig Streiche spielt!"
"Wahrscheinlicher als ein anonymes Date. Ich bitte Dich! Wer würde sich sowas denn ausdenken?" - "Vielleicht sogar ein Rumtreiber?", zwinkerte Laura in Lilys Richtung, was ihr nur ein Augenverdrehen einbrachte.

Es war Kate, die die Diskussion der beiden Mädchen unterbrach: "Wirst du hingehen, Lily?" Für kurze Zeit hielt Laura den Atem an, während sie auf die Antwort der Rothaarigen wartete. Ihr zögerliches "Ich weiß es nicht" war mehr, als Laura sich erhofft hatte. Sicher, Lily war neugierig und etwas naiv, wenn man die Vergangenheit ihrer Freundeswahl betrachtete, aber sie war nicht dumm. Und sie würde sich niemals absichtlich in Gefahr bringen. Nicht, ohne Vorbereitungen zu treffen - und hier könnte Laura ihr etwas unter die Arme greifen. Nicht nur, wenn es um Kleidungsberatung ging - sondern auch, weil Laura sich sicher war, dass ein Slytherin dies geschrieben hatte.

Vielleicht sogar Severus Schniefelus Snape höchstpersönlich?

Bei genauerem Nachdenken ergab dies sogar Sinn. Lily hatte ihn nicht umsonst von sich gestoßen, er war es schließlich, der sie beschimpft hatte - und dies nicht gerade mit einem harmlosen Begriff. Er war es, der seine letzte Chance vermasselt hatte und er war es auch, der sich verdammt gut darin machte unsichtbar zu sein und nicht erkannt zu werden. Vielleicht hatte er ja vor sich nochmals zu entschuldigen und war erbärmlich genug einen Decknamen zu benutzen? Und dann war er auch noch so dumm, dass er sich nicht mal nen Namen ausdenken konnte.

Laura schmunzelte.

Vielleicht hatten die anderen Slytherins ihn auch vorgeschickt, weil sie zu Feige waren?

Ja, das ergab Sinn. Das ergab alles einen Sinn.

Laura betrachtete ihre Freundin, während sie nachdenklich ins Feuer starrte. "Wir werden dich auf das Treffen vorbereiten", versprach sie, was die Blicke ihrer Freundinnen auf sich zog. "Denkt ihr etwa, ich lasse unsere Lily ganz alleine in die Arme eines Unbekannten laufen?" 

Liz lächelte zufrieden. Während Lily sich verabschiedete, um zu Bett zu gehen, steckten die anderen drei Mädchen die Köpfe zusammen, um Lily diesen Weg nicht allein bestreiten zu lassen. Laura schlug sogar vor, eine Fake-Nachricht an James zu schicken, um ihm zu Lily zu lotsen - man könnte dem prädestinierten Paar ja einen Schubs in die richtige Richtung geben - doch sie verwarfen den Gedanken sehr schnell wieder, da James und Lily so weit voneinander entfernt waren wie ein Schlickschlupf von der Realität entfernt war. 

"Einen Aufspürzauber - falls Lily entführt wird?", schlug Liz vor, was von Laura mit einem "So weit lassen wir es gar nicht erst kommen" abgeschmettert wurde. "Eine Art Kompass, um Lily immer wieder zu finden?" - "Einen Lily-Kompass oder was?" - "Was ist ein Kompass?" Liz und Kate starrten sie verblüfft an. "Hast du in Muggelkunde nicht aufgepasst?" - "Ich habe kein Muggelkunde!" Kate runzelte die Stirn. "Doch! Hast du!" - "Nein, habe ich nicht! Ich werde ja wohl wissen, was ich habe!", empörte Laura sich darüber, dass Kate ihr unterschieben wollte, dass sie nicht wisse, welche Fächer sie habe. Entrüstet ließ sie ihre Tasche aufschnappen und holte ihren Stundenplan hervor. Sie knallte ihn triumphierend auf den Tisch. "Siehst du!", rief sie aus. Kate studierte ihren Stundenplan. Ein Lächeln schlich sich auf ihre Lippen, ehe sie sagte: "Ja, ich sehe Muggelkunde. Donnerstags, die zweite Schulstunde." - "WAS?", fragte Laura verblüfft und riss den Stundenplan wieder an sich. Und tatsächlich erblickte sie das Fach Muggelkunde. Sie stöhnte auf, ehe sie in den Sessel sank. "Ich schwör's, ich hab's abgewählt!" - "Und ich hab's für dich wieder angekreuzt. Lily stammt von Muggeln ab, wir müssen ein höheres Verständnis für sie entwickeln!" Laura sah Kate ungläubig an. "Ist nicht dein Ernst!" Kate zuckte ihre Achseln. 

"Was ist nun mit dem Kompass?", lenkte Liz das Gespräch wieder auf das eigentliche Thema. Laura seufzte. "Wir haben nicht vor, Lily verloren gehen zu lassen. Also lassen wir das." 

Sie verbrachten bis weit nach Mitternacht damit sich einen Plan zurecht zu legen, der so lückenfrei war, dass nicht einmal eine Lily Evans etwas dagegen auszusetzen hätte. Dies war jedenfalls der Gedanke gewesen. Doch einen Plan zu schmieden, den Lily nicht kannte, sie aber beschützen sollte - gegen eine vollkommen unbekannte Person ... Dies stellte sich als schwieriger heraus als es anfangs schien. Zumindest wussten sie nun, dass Kate den Tarnzauber ausführen, Laura sich in eine alte, buckelige Hexe verwandeln und Liz unscheinbar ein Butterbier trinken würde. 

Sie benötigten nur noch Ort und Zeit. Und Lilys Einverständnis ...

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