Teil 10🎈
PoV Eddie
Wir beide standen auf und liefen die Treppe runter zu Richies Haustür.
Richie riss sie auf und Bev und Mike stolperten uns entgegen.
Lachend ließen wir uns oben auf Richies Teppichboden nieder.
Ben kam auch nach einigen Minuten und gesellte sich zu uns.
"Nun fehlen nur noch Stan und Bill!", lachte Mike, "wer auch sonst?"
"Ach lasst sie doch. Die haben andere Sachen im Kopf.", trug Bev leise lächelnd zum Gespräch bei.
Daraufhin brach Richie in Gelächter aus.
Als es dann, 15 Minuten später, endlich erneut klingelte sprang Richie auf und kam wenig später mit unseren Freunden wieder.
Nun lachte er noch doller.
"Wow...Bill...", flüsterte Mike anerkennend.
Stanleys kompletter Hals war mit Knutschflecken bedeckt.
Man hätte sie nun kaum mehr von seiner knallroten Gesichtsfarbe unterscheiden können.
Ich schüttelte nur lächelnd den Kopf und rückte etwas näher an Richie.
Seine Nähe löste immer noch ein wohliges Kribbeln in mir aus.
"Na Spaghetti?", flüsterte Richie grinsend in mein Ohr, sodass nur ich es hören konnte, und küsste mich sanft auf die Wange.
Ich lief sofort wieder knallrot an, was Rich allerdings nur zum Lachen brachte.
"Du bist niedlich.", ergänzte er und ich musste kichern.
"So, was wollen wir machen?", fragte Ben plötzlich in die Runde.
"Ich weiß, dass ist irgendwie so Standart, aber Wahrheit oder Pflicht?", schlug Bev vor und alle waren einverstanden.
Stan holte die leere Wasserflasche von Richies Nachttisch - es war ein Wunder, dass er überhaupt von Bill loskam - und legte sie in die Mitte.
"Ich fange an!", schrie Richie überschwänglich.
"Komm runter!", lachte ich, woraufhin ich nur einen zarten Kuss von Richie bekam.
"So besser?", hauchte er in mein Ohr.
Ich konnte nur nicken.
Richie drehte also die Flasche und sie zeigte auf Ben.
"Wahrheit.", sagte dieser.
"Okay also...wen von uns Verlierern magst du am liebsten?", fragte Richie.
Ich wusste, worauf er hinaus wollte und der Brillenträger schien mal wieder Recht zu haben.
"Ähm~ich- ich glaube...Beverly...", stotterte er.
Richie grinste mir zufrieden zu und auch Beverly wurde nun rot.
Nun drehte Ben die Flasche und sie deutete auf Stan.
"Okay Stanny!", schrie Richie enthusiastisch.
"Mach dich auf was gefasst!"
Ben begann zu lachen und auch ich musste etwas grinsen.
Richie konnte so aufgedreht sein.
"Also Stan, was nimmst du?"
Stanley entschied sich für Wahrheit.
Lamgweiler, hätte Richie jetzt gesagt, doch dieses Mal hielt er sich zurück.
"Okay, wie lange läuft jetzt eigentlich schon etwas zwischen Bill und dir?", fragte der etwas dickliche Junge schelmisch grinsend.
Bill und der Nudelkopf wechselten nachdenkliche Blicke.
"Ich weiß nicht genau seit wie vielen Tagen oder so.", zuckte der Dunkelhaarige mit den Schultern.
"Ist ja egal, sagt uns nur, wann ihr zusammengekommen seid."
Stan nickte.
"14. Dezember letzten Jahres.",
Beverly nickte anerkennend.
Die Runden gingen weiter, ohne dass etwas Erwähnenswertes passierte.
Beverly musste Ben auf die Wange küssen und Mike musste Bev einen Heiratsantrag machen.
Alles in allem war es zwar sehr schön und lustig, aber eben nicht besonders spannend.
PoV Richie
"Hey Rich", murmelte Eddie irgendwann in mein Ohr, "ich bin müde."
Ich kicherte.
Der Kleinere legte sich einfach auf den Boden, seinen Kopf in meinem Schoß.
Ich begann, seine Haare zu kraulen und durch sie hindurch zu fahren.
'Wie kann man nur so weiche Haare haben?', dachte ich schmunzelnd und blickte auf meinen kleinen Ed's hinunter, welcher die Augen geschlossen hatte.
"Hey Rich! Hörst du mir überhaupt zu!", unterbrach mich die Stimme von Stan irgendwann.
Wie lange redete er schon?
Bill neben seinem Freund schüttelte lächelnd den Kopf und erklärte dann:
"Stan hat gefragt, wo wir denn schlafen sollen."
Bald schon hatten alle ein Bett.
Stan und Bill im Zimmer meiner Mutter, Bev und Ben im Bett im Gästezimmer, Mike auf einer Matratze vor deren Bett und Eddie und ich bei mir im Zimmer.
"Hey Richie.", durchbrach seine Stimme die Dunkelheit meines Zimmers.
"Ja?", antwortete ich.
"Ich- ich habe Angst, wegen meiner Mutter. Du weißt schon."
Ich legte meine Arme sanft um Eddie und zog ihn an den Hüften nach näher zu mir.
"Eddie, ich habe dir gesagt, dass du hier bleiben kannst, solange du willst und solange du deine Mutter nicht sehen willst, doch das alleine wollte ich dir damit nicht sagen.", ich machte eine kleine Pause.
"Was denn noch?", fragte Eddie schließlich zaghaft.
"Naja, eben dass ich dich immer unterstützen werde und dir immer helfen werde."
Ich spürte, wie mein Gesicht rot wurde.
Diese sentimentale Seite kannte ich gar nicht von mir.
"Danke Rich."
Eddie kuschelte sich an meine Brust und ich konnte seinen Atem durch mein dünnes Oberteil hindurch auf meiner Haut spüren.
Er schmiegte sich noch ein Stück näher an mich, dann wurden seine Atemzüge langsamer und gleichmäßiger.
Eddie war wohl eingeschlafen.
Ich jedoch musste wieder daran denken, wie es übermorgen in der Schule sein würde.
Weder Eddie noch ich waren geoutet an der Schule und dann gab es da auch noch Lucas.
Ich beschloss, mir nicht länger Gedanken darüber zu machen.
Es würde sowieso alles anders kommen, als ich es mir ausmalen würde, würde ich noch weiter darüber nachdenken.
So schlief ich mit Eddie in meinen Armen und seinem kleinen Kopf auf meiner Brust ein.
Der nächste Tag brach an, wie man es eben erwarten würde, wenn man mit einem Haufen Verlierer in einem Haus schläft:
Mir flog ein Kissen ins Gesicht...
...geworfen von Bev.
Sie versuchte noch, Eddie zu wecken, als ich die Situation realisierte.
Mike, Ben und Bev schien langweilig geworden zu sein und die drei haben sich aufgeteilt.
Bev sollte uns wecken und Ben und Mike waren warscheinlich gerade bei Stan und Bill.
"Was zum-" ich blickte meine Freundin verärgert an, der Rotschopf lachte nur.
Später am Frühstückstisch hatten alle relativ gute Laune, außer Stan und Bill.
Beide hatten augenscheinlich kaum geschlafen, wer weiß warum, und waren dementsprechend müde.
Nachdem die Loser alle weg waren, beschlossen Eddie und ich, den Nachmittag ruhig zu verbringen.
Morgen müssten wir nach einem längeren Wochenende wieder in die Schule und keiner von uns hatte große Lust, nach draußen zu gehen.
"Sollen wir Netflix schauen?", schlug ich vor und Eddie stimmte zu.
Ich machte uns also irgendeine Serie an und wir kuschelten uns zusammen auf unser Sofa.
Ich bemerkte irgendwann, dass ich schon lange nicht mehr auf mein Handy geguckt habe.
Ich hatte ja schließlich jemand viel besseren. Jemanden, der nun wieder halb auf mir lag.
Trotzdem nahm ich mein Handy und schaltete es an.
*3 verpasste Anrufe*
*5 neue Nachrichten von 'Lucas😎👊'*,
hieß es auf dem Bildschirm.
L: Ey Mann, ich muss dir was dringendes sagen!
L: Alter, man antworte!
L: Rich? Alles okay?
L: Mann, es ist echt dringend! Antworte doch? Wurdest du überfallen? Gekidnappt?😂😂
L: Richard Tozier?! Soll ich persönlich vorbei kommen? Hast du wieder nh Mädel bei dir?😂😏
R: Ey chill mal.
R: Und NEIN! Hier ist kein Mädchen, ich war nie wirklich 'so einer'.
Aber egal jetzt, was ist so dringend? Ich hab zu tun...
L: Ich habe eine Freundin!!!!
R: Wow👏👏
Aber mal im Ernst, ich hoffe für dich, du spielst nicht nur mit ihr!
L: Keine Sorge,
ich meine es wirklich ernst!
R: Freut mich für dich!😁😀 Wie heißt sie denn?
L: Max! Maxine Mayfield.😁😊
R: Ja, ich kenne sie!
_________
Ich musste etwas lachen.
Egal wie fies Lucas sein konnte, er hatte auch eine weiche, liebe Seite.
"Was denn?", brummte Eddie.
Hatte ich ihn etwa aufgeweckt?
"Du kennst doch Lucas, oder?"
sogleich hätte ich die Frage am liebsten zurückgezogen.
"Nein, weißt du?", antwortete er etwas verletzt.
"Tut mir leid, ich- ich hab nicht nachgedacht...", erklärte ich mich kleinlaut.
"Alles gut.", lachte mein Freund jetzt.
"Was ist denn mit ihm?"
"Er hat eine Freundin. Du kennst sie vielleicht, Max Mayfield?"
"Ja, ich kenne sie. Wir haben Deutsch und Sozialkunde zusammen."
Ich nickte nur und zog Eddie zu mir hoch, sodass ich nun direkt in sein Gesicht sehen konnte.
Wir näherten uns langsam, dann spürte ich auch schon die weichen Lippen meines Freundes auf meinen.
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Wer hätte das gedacht, Lucas kommt mit Max zusammen...🤔😂😂
Ich hoffe, dass euch das Kapitel gefallen hat😁💕♡
Bye😂💕
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