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Kapitel 2

Kanada 1137

Eigentlich fing alles an diesem einen Tag an. Ein Tag den wir nie vergessen würde.

Es war ein Mittwoch und an diesem Morgen hatten wir verschlafen.

Unser Zuhause war eine kleine Garage die uns eine alte Dame, der meine Mutter früher geholfen hatte, vermietete. Wir hatten noch Glück, wir waren zwar am unteren Rand der Gesellschaft aber es gab noch einige die schlimmer dran waren als wir.

Ich und mein kleiner Bruder Jacob schliefen auf dem Sofa im hintersten Teil der Garage, meine Mum daneben auf einer Matratze. Den hintersten Teil hatte wir mit bunten Tüchern vom restlichen abgetrennt, so dass es fast den Anschein hatte wir hätten zwei Zimmer.

Im vorderen Teil lag auf der linken Seite die Küche, ein alter Elektroherd den wir angeschlossen hatten und eine notdürftig selbstgebaute Spüle.

Auf der rechten Seite unser Tisch für sechs Personen, ebenfalls ein Geschenk der alten Dame. Aber mich erinnerte er nur jeden Tag daran, dass wir eigentlich mehr hätten sein müssen. Mein Vater war abgehauen, nachdem ihm meine Mutter von ihrer Schwangerschaft berichtet hatte. Feigling. Ich hatte gar nicht das Bedürfnis, ihn kennenzulernen denn für mich war er kein Vater sondern jemand, der mich verlassen hatte. Für mich war er tot.

Aber diejenige, um den ich trauerte war Ethan, Jacobs Vater. Eigentlich war er für mich immer der Vater gewesen, den ich mir gewünscht hatte. Und er hatte meine Mutter geliebt und wäre mit uns durch Himmel und Hölle gegangen.

Als meine Mutter ihr drittes Kind erwartete war es für uns alle eine Überraschung. Aber wir freuten uns riesig und konnten es gar nicht erwarten, das neue Familienmitglied in Empfang zu nehmen.

Aber dann wurde Ethan auf offener Straße angegriffen. Ein Überfall, wie wir ihn fast täglich kannten, es gab genug die auf der Straße um ihr Überleben kämpften und das macht schließlich jeden zum Tier, oder?

Aber der Angreifer beließ es nicht dabei, er verletzte Ethan mit einem Messer. Er überlebte, aber der Schnitt entzündete sich. Er weigerte sich zum Arzt zu gehen, wir musste schließlich Geld sparen, wie immer. Auch in Hinsicht auf den neuen kleinen Menschen in Mums Bauch. Und zwei Wochen später war Ethan tot.

Wir musste die kleine Wohnung in der wir bis dahin gelebt hatten verkaufen und fanden durch Glück die Garage. Als ob das noch nicht genug wäre hatte meine Mutter eine Fehlgeburt. Alles, was ich ihr je gewünscht hatte hatte sie verloren.

Aber wir ließen uns nicht unterkriegen und machten das beste aus der Situation, wenn es irgendwie ging. Ein Jahr voller Trauer ging vorüber und wir fanden Halt und meine Mutter eine neue, bessere Stelle als Lehrerin.

Es war nicht selbstverständlich das jedes Kind in die Schule ging da viele ihre Eltern unterstützen mussten und ihnen auf dem Markt halfen oder sich anderweitig nützlich machten.

Aber ich hatte einen Traum. Ich wollte Architektin werden, armen Leuten kleine Wohnungen zu minimalen Preisen anbieten und so die Armut auf der Straße minimieren. Irgendwo musste man ja schließlich anfangen. Und für diesen Traum arbeitete ich hart, ich hatte die besten Noten und machte meinen Abschluss in einem Jahr. Ich brauchte ein Stipendium, anders konnten wir uns das Studium nicht leisten. Aber ich konnte es schaffen.

Wie in jedem Land herrschten in unserer Stadt starke Unterschiede zwischen Arm und Reich. Leute, die auf der Straße verhungerten und Leute, die sich in ihren Penthäusern mit immer noch mehr Reichtum eindeckten. Es war eine ungerechte Welt aber was konnte man schon daran ändern?

Es war ein Fakt das diese Welt kaputt war, zu lange hatte man über alle Verhältnisse gelebt und wir zahlten nun die Rechnung.

Als ich die Augen aufschlug schimmerten bereits die ersten Sonnenstrahlen unter dem Garagentor durch und ich wusste das es schon spät war. Wir zahlten eine kleine Miete für die Garage, so dass wir, anders als andere noch genug zum Leben hatte.

Dafür hatte die Garage keine eigene Sanitäranlage, unser Bad lag auf der anderen Seite der Einfahrt. Und wir hatten kein Fenster, wenn man Licht wollte, musste man das Tor offen lassen. Aber wir hatten uns noch nie beschwert.

Ich stand normalerweise um sechs Uhr auf. Und zu dieser Uhrzeit, jedenfalls im Frühling, schien noch keine Sonne. Schon deswegen waren die Strahlen verräterisch.

„Jacob?" Er schlief noch selig und ich tastete mich im Halbdunkeln langsam zum Tor vor und ließ die Sonne herein.

„Gabs?" Die Stimme meiner Mutter klang verschlafen und als ich die bunten Tücher zur Seite schon sah ich das auch sie gerade erst wach geworden war.

„Wie viel Uhr ist es? Oh nein." Ein Blick auf den Wecker reichte um zu wissen das dieser nicht geklingelt hatte und es schon acht war.

„Verdammt, ich muss los!" Sie sprang hastig auf und gab Jacob und mir einen Kuss. Zu spät kommen hatte oft Lohnkürzungen in Folge und das konnten wir ganz und gar nicht gebrauchen.

„Kannst du das Wasser abkochen, Gabs? Und beeilt euch, ich will nicht noch einmal zu einem Termin mit euren Lehrern auftauchen müssen!"

„Kein Problem, jetzt geh schon." Ich lächelte ihr aufmunternd zu und scheuchte sie dann zur Tür. Freiwillig würde sie ja doch nicht gehen. Ich setzte Wasser auf den Herd und schaltete ihn an, während ich in aller Eile meine Klamotten zusammensuchte. Jacob tauchte bereits umgezogen hinter dem Vorhang auf.

„Das Wasser kocht schon, nichts anfassen, okay?", versicherte ich meinem kleinen Bruder und wuschelte ihm ein Mal kurz durch die Haare.

„Ich gehe mich kurz anziehen." Während ich hinter dem Vorhang verschwand hörte ich wie Jacob im Küchenschrank herumkramte und dabei eine Schale umstieß.

„Jacob?"

„Alles gut, ist nichts kaputt!" Ich durfte mir nicht immer so viele Sorgen machen, er war doch schon neun. Manchmal vergaß ich das.

Als ich mich in größter Hektik angezogen hatte stürmte ich wieder in die Küche, nur um Jacob diesmal mit einem Glas in der Hand zu sehen.

„Nicht, Jacob! Das ist doch noch total heiß!" Aber er schluckte ohne weiter darauf zu achten.

„Nicht so schlimm, komm, lass uns gehen." Ich füllte mir selbst etwas von dem heißen Wasser in eine Flasche, um es in die Schule mitzunehmen. Dabei fiel mein Blick auf den Wasserstand im Topf der eigentlich noch genau so hoch war wie zuvor, als ich das Wasser auf den Herd gestellt hatte. Eine schreckliche Ahnung erfüllte mich, die ich aber kopfschüttelnd ausschloss. Das würde er nicht machen.

„Gaby, komm!" Ich packte meine Tasche und rannte Jacob nach, der bereits auf dem Weg nach draußen war.

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Hey! :)

Erstmal möchte ich alle Leser herzlich zum Anfang meines neuen Buches begrüßen- ich verspreche es wird wieder spannend! :D

Jeder einzelne Kommentar zählt- also haut in die Tasten wenn ihr was zu sagen habt! 

Viel Spaß beim Lesen! 

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