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Das Lager - Teil 2

Leon
Ich suchte in der Menge der Freiwilligen nach Aiko und Daiki, doch ich fand sie nicht.
Akari und Mai wollten im Lager bleiben und Essen machen helfen. Ich drehte mich zu dem Mädchen, das ich aus dem Jeep gerettet hatte. Sie schaute mich an, und fiel mir dankbar um den Hals. Ich drückte sie weg. 

,, Ich war vorhin noch so im Schock, aber jetzt möchte ich dir danken. Danke, danke, danke.", freute sie sich. "Ja, schon gut.", sagte ich, von ihrer überschwänglichen Art etwas genervt.

,,Mein Name ist Sayuki Ito.", stellte sie sich vor, ,, Und wie ist dein Name?", sie legte ihren Kopf schief. ,,Leon.", antwortete ich knapp.

Herr Yamada teilte uns, kurz nach dem Aufbruch, in fünf etwa gleich große Gruppen auf, damit alle verschiedene Gebiete des Waldes absuchen konnten, und wir genügend Feuerholz für alle finden würden. Yamada verteilte 2 - 3 Taschenlampen an die verschiedenen Gruppen und drückte mir eine in die Hand. Sayuki hakte sich an meiner rechten Seite ein und wir betraten das Waldstück. Wir waren in einer Gruppe mit einem jüngeren Ehepaar, das kontinuierlich flirtete und dessen Schwiegereltern. Aiko musste sich in einer der anderen Gruppen befinden.

Ich schüttelte meinen Arm, um Sayuki darauf hinzuweisen, dass ich es nicht leiden konnte, dass sie sich untergehakt hatte. Sie ließ von mir ab, und suchte, im Lichtkegel meiner Taschenlampe, den Boden nach Hölzern ab. ,,Woher kommst du?", fragte sie neugierig, als sie einige Stöcker auf ihrem Arm platziert hatte. ,, Aus Europa.", antwortete ich kurz angebunden, und hob ein paar dicke Äste auf. 

Ich wollte nicht, dass Fremde gleich alles über mich wussten.
,,Was?!", jubelte sie," Ich liebe Europa." Es interessierte mich nicht wirklich, und ich gab ein "Hmhm" zurück. Einige Minuten vergingen und manche hatten schon kleine Ladungen mit Laub, zum Anzünden, und Holz zurück zum Lager gebracht.

Auf einmal vernahm ich Daikis Stimme, und folgte ihr, durch ein Gebüsch.
Hinter mir hörte ich, wie Sayuki sich in ein paar Ästen verfing und vor sich her fluchte.
,, Leon.", erschreckte mich Daiki, als ich mich durch einen Busch drückte. ,,Ist Aiko bei dir?", fragte ich und sah ihn dabei ernst an. 

,,Ja, ich bin hier.", antwortete sie sichtlich erleichtert, als sie mich sah. Sayuki trat aus dem Busch, ließ die Sachen, die sie bereits gesammelt hatte, fallen und zupfte sich hastig die Blätter aus ihren Haaren. Aikos Gesicht verfinsterte sich, als sie Sayuki bemerkte. War sie eifersüchtig? ,,Was war vorhin los?", erkundigte sich Daiki. Bevor ich anfangen konnte zu erzählen, fiel mir Sayuki ins Wort:,, Leon hat mich gerettet. Ich bin Sayuki Ito.", dabei schaute sie mich mit strahlenden Augen an. 

Ich stieß unbewusst ein Seufzen aus. Aiko die mittlerweile neben mir stand, flüsterte kaum hörbar:,, Da bist du nicht die einzige." Ich musste mir das Lachen verkneifen, und grinste sie an. Ich  erzählte in Kurzform was passiert war. Währenddessen sammelten wir mehr Hölzer, und Daiki und Aiko stellten sich Sayuki vor. 

Mit voll bepackten Armen liefen wir zurück zum Lager. Ganz plötzlich fing mein Gehirn an die Geschehnisse zu verarbeiten, und mir wurde schlagartig übel. Ich hatte drei Menschen getötet.

Die meisten der Freiwilligen waren bereits zurückgekommen, und hatten auf Herr Yamadas Befehl hin, mehrere kleine Holzhaufen aufgestapelt, damit jeder genug Wärme bekam. Daikis Eltern, Isamu und Masato hatten sich zu Akari und Mai gesetzt. Wir verteilten das Feuerholz auf die vorgesehenen Plätze und gesellten uns dann zu Isamu und den anderen.

Isamu zündete das Feuer an. Wir saßen um die Feuerstelle herum. Ich schaute mich um. In die vorhin noch aufgebrachte Menge war mittlerweile etwas Ruhe eingekehrt und alle saßen in Grüppchen verteilt an den wärmenden Feuerstellen. Man konnte die Menschen über die Vorfälle in Tokio und Yokoze diskutieren hören. Die Stimmung war, trotz des gemütlichen Lichts des Feuers, angespannt. Herr Yamada saß auf der Kofferraumklappe seines Trucks und prüfte seine Waffen. War das Militär so unterbesetzt, dass nur ein Soldat geschickt werden konnte?  

Ich schaute in die Runde. Sie unterhielten sich. Aiko saß bei Daiki und links von mir. Neben ihm saßen Takashi und Daikis Mutter Megumi, außerdem Masato und Isamu. Sayuki saß rechts von mir. Mai lag schlafend mit dem Kopf auf Akaris Schoß. Mein Gewissen erdrückte mich fast. Sie wünschten sich sicherlich Hiroko an ihre Seite, der sie stärken könnte. 

Isamu und Masato redeten über den nächsten Tag und wie es wohl weitergehen würde. Ich schaute ins Feuer. ,,Alles ok, Leon?", erkundigte sich Sayuki und tippte mich an. Ich nickte und ließ mich nach hinten ins Gras fallen. Mittlerweile war es schon dunkel geworden, und die Sterne waren zwischen einzelnen Wolken zu erkennen. Ich pustete und schloss die Augen.

Mir schossen die Bilder vom Dorfplatz durch den Kopf. Hirokos verblasste Iris. Der Schuss. Sein Tod. Hätte er Akari wirklich getötet, wenn ich ihn nicht... 

Ich merkte wie sich mein Magen umdrehte, als ich daran dachte, wie Teile seines Gehirns auf dem Boden gelandet waren. Dieses Geräusch beim Austritt der Kugel.

,, Leon, möchtest du auch einen Tee?", riss Aiko mich zurück in die Realität. Ich setzte mich auf und nickte. ,, Du bist ganz blass.", bemerkte sie. ,, Ich bin nur müde.", log ich, ohne ihr in die Augen zu sehen. Hiroko mochte sie. Wie sollte ich ihr das nur erklären? Und Mai ? Mai würde mich hassen. 

Aiko hielt mir den Tee entgegen und ich nahm ihn entgegen. Mein Hand zitterte leicht. Ich nippte am Tee und stellte ihn vor mir auf den Boden. Vom Tee wurde mir nur noch schlechter. Ich stand auf und hockte mich, um runter zukommen, etwas abseits der Gruppen, hin. 

War das, das schlechte Gewissen, oder dass mir bewusst wurde, dass ich getötet hatte? Ich wuschelte mir durch die Haare. ,, Du wirst früher oder später damit klar kommen..", sagte Herr Yamada, und blickte geradeaus in den Wald. Er war, ohne dass ich es bemerkt hatte, neben mich getreten. 

Ich schaute zu ihm hoch. ,, Was meinen Sie?", fragte ich. ,, Ich hab dich auf dem Dorfplatz gesehen. Ich konnte nicht eingreifen, aber du hattest alles im Griff.", informierte er mich und zündete sich eine Zigarette an, " So wie du jetzt dasitzt, saß ich damals auch da." Ich musterte ihn skeptisch. Er hielt mir fragend eine Zigarette hin. ,,Normalerweise halte ich nichts von diesen Dingern, aber in Zeiten wie diesen.." Ich setzte mich auf den Boden, nahm die Zigarette dankend entgegen und steckte sie mir an. Yamada klopfte mir tröstend auf die Schultern und schlenderte wieder zu seinem Truck.

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