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50 | Die Höhle des Drachen

Bobs Hände waren schwitzig, als er Peters Hand losließ und die letzten Meter allein auf den Empfangstresen im Best Hope zuging. Die ältere, hagere Frau, die ihn begrüßte, musterte ihn und den Officer an seiner Seite streng, ehe sie die Besucherausweise an sie aushändigte und mit ihnen zum Fahrstuhl ging. Bob warf einen letzten Blick zurück zu Peter, der ihm aufmunternd zunickte und es dennoch nicht schaffte, Bobs Nervosität zu bändigen.

Der Anruf von Inspektor Cotta war nicht mal eine halbe Stunde nach ihrem Gespräch gekommen. Anscheinend hatte Doktor Franklin ein großes Interesse daran, diesen Besuch so schnell wie möglich durchzuführen. Justus Vermutung war, dass die Ärztin irgendeinen noch nicht bekannten Vorteil aus dem Gespräch zwischen Collin und Bob ziehen würde. Während Peter darauf bestand, Bob zu dem Termin am Nachmittag zu begleiten, wollte Justus die Zeit nutzen, um ein paar Dinge aus Skinnys Wohnung zu holen. Da Tante Mathilda und Onkel Titus zu Hause waren, musste er Skinner nicht allein lassen.

Während Bob nun neben Officer Hastings nach oben in den zweiten Stock fuhr, ging er im Geiste noch einmal durch, warum er überhaupt hergekommen war. Er musste es irgendwie schaffen, mit Charles zu sprechen, um ihn zu seiner Vergangenheit zu befragen. Vielleicht verriet Charles ihm sogar das Versteck der Karte. Dann würde Bob gleich wieder gehen können. Aber so weit traute sich Bob erst gar nicht zu hoffen. Vermutlich würde er schon daran scheitern, dass seine Angst ihm im Wege stehen würde. Das letzte Mal, als er Collin gesehen hatte, hatte dieser mit einer geladenen Waffe auf ihn gezielt und hätte ihn sicher umgebracht oder schwer verletzt, wenn Peter ihn nicht in letzter Sekunde gerettet hätte. Egal, was Dr. Franklin nun Gegenteiliges behauptete, Collin war noch immer gefährlich und skrupellos. Und Bob würde nicht den Fehler begehen, ihn zu unterschätzen.

Mit einem leisen ‚Ping' öffnete sich die Fahrstuhltür und der Officer schob Bob auf den Flur hinaus, wo sie sich nach rechts wandten. Vor der Tür mit der Nummer 207 stand eine hübsche Krankenschwester mit einem Schlüssel in der Hand. „Sie müssen der Besuch für Collin sein", sagte sie freundlich und musterte Bob, der daraufhin tief einatmete und sich dann straffte. Er würde da jetzt reingehen und versuchen, seine Angst und Unsicherheit nicht zu zeigen. Er würde sich von diesem Menschen nicht beherrschen lassen. Er und seine Freunde hatten dafür gesorgt, dass Collin nun hier war und Hilfe erhielt. Er hatte ihn schon einmal besiegt. Er würde es auch ein zweites Mal schaffen sich ihm zu stellen. „Kann losgehen", sagte er mit fester Stimme und die Krankenschwester schloss die Tür auf.

„Wenn ich etwas höre, bin ich sofort da", sagte der Officer zuversichtlich, als Bob kurz zögerte. Dann nickte er und ging durch die Tür. Direkt in die Höhle des Drachen!

Collin hörte den Schlüssel in der Tür und straffte sich. Er saß auf einem Stuhl, die in Handschellen gelegten Hände gefaltet auf dem Tisch vor ihm abgelegt, und wartete. Als er die Tür aufschwingen sah, zwang er sich zu einem Lächeln.

Der junge Mann, der den Raum betrat, gab sich große Mühe, stark und gefasst zu wirken, doch Collin sah, dass es in ihm brodelte. Die Gefühle anderer Menschen zu sehen war schon immer seine Stärke gewesen. Ob es der nervöse Dealer oder ein aufgeregtes Date war, ein wütender Boss oder eine siegessichere Ärztin. Er konnte es spüren, was sie fühlten, und Bob verströmte pure Angst. Er war unsicher, seine Stirn glänzte unter seinen blonden Locken und seine Hände steckten in den Taschen seiner Jeans, wo er sich festzuhalten versuchte. Seine Haltung war angespannt, seine Schulter zu weit oben und sein Blick huschte nervös im Raum umher, eher er Collin ansah und dann auf dem Stuhl vor sich blickte.

„Hallo Bob", begrüßte Collin seinen Besuch mit betont sanfter Stimme. Er hatte nicht vergessen, welchen Rat ihm die Frau Doktor gegeben hatte. Und obwohl er nicht damit gerechnet hatte, dass sie es tatsächlich schaffen würde, dass Bob ihn besuchen käme, wollte er die Zeit nun auch nutzen. „Setz dich", bot er an.

Bob zögerte. Dann zog er den Stuhl weit genug vom Tisch weg, dass Collin ihn nicht würde erreichen können, sollte er plötzlich aufspringen und nach ihm greifen, und ließ sich auf dem unbequemen Sitz nieder. „Hallo, Collin", sagt er mit Bedacht. Der lächelte. „Du brauchst keine Angst vor mir zu haben, Bob! Dr. Franklin und ich sind auf einem sehr guten Weg. Ich bin fast geheilt", sagte Collin wohl etwas zu enthusiastisch, denn Bob zog eine Augenbraue hoch. „Ach ja?", meinte er fragend. „Ich kenne nicht einen Patienten, dem es nach Dr. Franklins Behandlung besser ging als vorher", ergänzte er beinahe bissig. Collin wurde neugierig.

„Du sprichst aus Erfahrung?", bohrte der Schwarzhaarige.
„Das tut hier nichts zur Sache." Bobs Gesicht nahm eine ernste Miene an. „Warum bin ich hier?"

Als Bob nach circa dreißig Minuten das Best Hope wieder verließ, wartete Peter bereits bei seinem MG auf ihn. Sobald Offizier Hastings sich verabschiedet und in seinem Wagen auf den Weg gemacht hatte, ließ sich Bob in die willkommene Umarmung seines Freundes fallen.

„Wie geht es dir?", wollte Peter wissen und drückte Bob fest an sich.
„Es ist okay. Wir haben geredet. Den Rest muss ich dir in der Zentrale erzählen."
„Ich bin nur froh, dass du da heil wieder rausgekommen bist!", gab Peter zu und drückte einen liebevollen Kuss auf Bobs feuchte Stirn.
„Ich auch", bestätigte Bob. „Ich auch!"

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