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25 | Alte Feinde

„So wie ich das hier überblicke, scheint der Schlüssel zu unserem aktuellen Fall Dr. Clarissa Franklin zu sein", stellte Peter nach eingehender Betrachtung der Zettelwirtschaft auf dem Teppich vor dem Bett fest.

„Skinny hat den entscheidenden Hinweis gegeben", erklärte Justus. „Eigentlich hat sie die Aufgabe übernehmen sollen, Charles hinter Gitter zu bringen. Doch nun verbürgt sie sich für ihn, bringt ihn ins Best Hope und übernimmt sogar seine Sitzungen. Die Frage, die sich hier zwangsläufig stellt, ist, warum tut sie das?"

„Ganz einfach, die Frau ist verrückt. Es gefällt ihr anscheinend, sich mit einem Psychopathen zu umgeben", meinte Peter.

„So einfach ist das nicht", erklärte Skinny. „Dr. Franklin ist ein gieriges altes Miststück. All ihre Taten in der Vergangenheit, waren von dem Wunsch nach Geld getrieben. Bei Mrs. Holligan waren es mehrere Millionen, bei dem Radiomoderator nicht ganz so viel, doch da stand ihre Freiheit im Vordergrund. Und bei mir..." Skinny machte eine kurze Pause, bevor er weitersprach. „Bei mir war es ein wertvolles Amulett, dass ich als Junge gestohlen habe."

„Moment, du kennst Dr. Franklin von früher?" Bob hatte bisher nur schweigend am Rand gestanden, während seine Freunde bereits wild diskutierten. Doch bei Skinnys Erwähnung, dass er Clarissa schon vor ihnen gekannt hatte, schlug sein Herz auf einmal wild. Er war nicht mehr der einzige, dem die Psychologin nahegekommen war. Vielleicht konnte Skinny nachvollziehen, warum er jedes Mal, wenn ihr Name fiel, einen schweren Klotz auf seinem Herzen spürte und gleichzeitig eine unangenehme Erregung in ihm aufstieg.

„Sagen wir mal, ich habe meine Erfahrungen mit der Hexe gemacht", hielt Skinny sich wage. Justus berührte Peter am Arm. „Sag mal Zweiter, hast du auch so einen Riesenhunger wie ich? Komm, wir schauen mal, was der Kühlschrank zu bieten hat", schlug er vor.
„Jetzt?", fragte Peter überrascht, waren sie doch gerade mitten in den Ermittlungen.
„Ja, jetzt!", bestätigte Justus und zog Peter hinter sich her zur Tür.
Bob und Skinner waren allein.

„Dr. Franklin hat mich hypnotisiert, als ich versucht habe, sie abzulenken, während Peter und Justus bei ihr zuhause waren", begann Bob zu berichten, nachdem er die Tür geschlossen hatte. Auch wenn sie Peter und Justus bestimmt später einweihen würden, blieb dieses Gespräch erst einmal eines unter vier Augen.

„Clarissa hat mich dazu gebracht, ihr unseren Plan zu verraten. Danach hat sie mich betäubt und zurückgelassen. Das Problem ist nur, ich erinnere mich nicht mehr an alles." Skinny saß auf dem Bett und nickte wissend. Vielleicht war ihm etwas ähnliches passiert?

„Ich erinnere mich, dass wir über Brenda sprachen, eine Verliebtheit, die ich zu dem Zeitpunkt hatte, obwohl ich mit Liz zusammen war. Sie redete mit mir und ich begann langsam wegzudämmern. Als ich aufwachte, war ich völlig neben der Spur. Meine Hände zitterten, kalter Schweiß lag auf meiner Stirn und ich hatte das Gefühl, dass irgendwas mit mir geschehen war, dass ich nicht greifen konnte.

Als wir viel später Clarissa wiedertrafen, fühlte ich erneut dieses merkwürdige Gefühl zwischen Anziehung und Abneigung, das ich mir nicht erklären konnte. Und falls du mir mehr zu dieser Frau sagen kannst, als ich selbst weiß, würde ich vielleicht endlich verstehen, was da mit mir passiert sein könnte."

Als Bob geendet hatte, fühlte er so etwas wie Erleichterung. Seine Freunde kannten zwar Teile der Geschichte, doch die dunkle Ahnung, die in seinen Worten mitschwang, teilte er heute zum ersten Mal überhaupt mit jemandem. Zu seinem Erstaunen nickte Skinner, so als wüsste er genau, was Bob versuchte, anzudeuten.

„Ich habe dir ja schon von meinem Verbrechen und meiner Flucht erzählt. Long Story short, sie fanden mich und verdonnerten mich zu einer Gesprächstherapie", begann er und Bob nahm neben ihm auf dem Bett Platz. Geduldig, ohne Zwischenfragen zu stellen, hörte er zu.

Die Psychologin saß mit überschlagenen Beinen auf einem bequem aussehenden Sessel und blickte Eddy über den Rand ihrer Brille hinweg emotionslos an. Eddy starrte mit vor der Brust verschränkten Armen finster zurück. Er hatte keine große Lust, die Fragen der Psychologin zu beantworten. Sicherlich würde sie wissen wollen, warum er das Amulett gestohlen hatte. Und warum er geflohen war. Vielleicht würde sie ihn auch nach seiner schrecklichen Kindheit befragen. Und ja, da gab es Einiges, dass er gerne mal erzählt hätte.

Doch der einzige Grund, warum er heute hier war, war der, dass er als minderjähriger Erststraftäter eine Chance, in Form eines psychologischen Gutachtens erhalten konnte. Wenn er denn Willens war, die Fragen der Frau zu beantworten, die ihn so nichtssagend anstarrte. Richtig. Sie sagte gar nichts. Es waren schon mehrere Minuten vergangen und sie hatte noch keine einzige Frage gestellt.

Eddy, der sich eigentlich sehr gut mit Menschen auskannte, versuchte anhand irgendeiner Regung seines Gegenübers auszumachen, was der nächste Schritt sein würde. Was er antworten konnte, um hier möglichst schnell und mit einem guten Ergebnis wieder herauszukommen. Doch das eiserne Gesicht ließ keine Interpretation der nächsten Schritte zu. Was war das bloß für eine Seelen-Klempnerin, die keine einzige Frage stellte?

Nach einer endlosen weiteren Weile des Schweigens, fing Eddy schließlich an, nervös auf der Couch hin und her zu rutschen. „Sollten sie mich nicht irgendetwas fragen?", platzte es schließlich aus ihm heraus.

„Eigentlich solltest du mir etwas erzählen", meinte sie und sah ihn lächelnd an. Eddy schnaubte. „Sie müssen mich schon was fragen", meinte er nun etwas unsicherer. Die Psychologin lachte kurz auf. „Das ist das Gute, Edward, ich werde fürs Zuhören bezahlt. Ich muss also gar nichts."

Eddy sah sie sprachlos an. So hatte er sich das nicht vorgestellt. Die Frau mit den braunen Haaren nahm ein Notizbuch zur Hand und begann etwas dort hineinzuschrieben. Minuten der Stille vergingen, in denen die Psychologin immer mal wieder den Blick zu Eddy schweifen ließ und dann den Stift über das Papier kratzen ließ. Irgendwann hielt es Eddy nicht mehr aus. „Was schreiben sie da, ich habe doch gar nichts gesagt!", beschwerte er sich.

„Richtig, Edward, du scheinst zur Mitarbeit nicht bereit zu sein und das wird die Polizei in meinem Bericht zu lesen bekommen. Es sei denn...", sagte sie und ließ den Stift sinken. Einige elendig lange Sekunden sahen sich die Frau und der Junge in die entschlossenen Augen. Keiner von ihnen wollte nachgeben. Doch die Psychologin saß am längeren Hebel und das ließ sie ihren Patienten, wie es Eddy schien, auch mit einer gewissen Freude spüren. Während Eddy noch darüber nachdachte, wie er gegen diese Frau vorzugehen hatte, klingelte auch schon ein kleiner Wecker, der als Timer gedient hatte.

„So, Edward, unsere Stunde ist nun vorbei, du darfst gehen", sagte die Frau, stand auf und öffnete die Tür. Sie stand ein paar Sekunden aufrecht im Türrahmen und wartete, bis Eddy sich langsam erhob und schweigend hindurchging. Als sie die Tür gerade wieder schließen wollte, stellte Eddy schnell einen Fuß in den Rahmen.

„Was werden Sie der Polizei sagen, Dr. Franklin?", entkam es ihm, wobei er panischer klang, als er es beabsichtigt hatte. Ein unverschämtes Grinsen breitete sich auf dem Gesicht von Dr. Clarissa Franklin aus.

„Ich werde ihnen sagen, dass du heute noch nicht bereit warst, für ein Gespräch. Doch ich hoffe, dass wir uns nächste Woche mehr zu sagen, Edward." Sie zwang sich zu einem mütterlichen Lächeln und schloss dann die Tür vor Eddys Nase. Mit einem Gefühl des Unbehagens, machte sich Eddy auf den Weg nach Hause.

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