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Kapitel 17 - Überzeugungskraft

Drei Tage vergingen in denen ich feststellen musste, dass Tamar wunderbar meinen Platz bei Tarim eingenommen hatte. Ich bekam ihn kaum noch von der Schlange weg, welche ein ganzes Zimmer für sich beanspruchte, samt Wasserbecken, Klettermöglichkeiten, riesigen Glasfenstern, und genügend Bodenmaterial und Versteckmöglichkeiten. Ein wahres Paradies für eine Schlange, besonder durch die tägliche und ausführliche Pflege des Besitzers.
Auch wenn ich seine Anwesenheit ein wenig vermisste, so hatte ich andere Dinge um welche ich mich kümmern musste. Sinan gehört zu einer davon. Er war wieder in seiner menschlichen Form, und darüber wohl auch selber froh. Ganz normal verrichtete er seine Tätigkeiten als Sklave, wenn auch nicht mehr als persönlicher. Die Gefahr bestand, dass der Blutdrache es tatsächlich auf mich abgesehen hatte, weswegen ich vorsichtig sein musste.
Laut Sinans Beschreibung hatte Fari schulterlange weiße, glatte Haare und rote Augen. Er war etwas blasser als die übliche Bevölkerung und konnte sich wohl extrem gut unter Leute mischen. Mir war es ein Rätsel wie er, als Blutdrache, unentdeckt bleiben konnte. Wenn er mächtige Gaben besaß, dann würde seine Aura ihn im Normalfall sofort verraten. Also ist er entweder schwach oder er weiß wie er seine mächtige Ausstrahlung unterdrücken kann.

Nunja.. so viel zum Blutdrachen, der sich hoffentlich noch etwas Zeit ließ bis er erneut zuschlug. Die Fehde zwischen Hikari und Zephyr schwächte ab, so wie ich das hier im Süden mitbekam. Die Stimmung war zwar noch immer angespannt und konnte jeden Moment erneut explodieren, doch bisher hielten sich Drohungen und Anfeindungen im Zaun. Auch schien viel weniger Spannung in der Luft zu liegen, welche die See vom Festland anschleppte und bis ins tiefste Inland unserer Inseln trug. Sobald der Hass zwischen ihnen erlosch, würde ich Zephyr über den Blutdrachen aufklären. Ich konnte nur hoffen, er zeigt sich gnädig wenn ich ihm erläuterte weshalb ich mich anfangs zurückhielt und ihn nicht sofort informierte. Wenn wir Glück hatten, dann war es tatsächlich nur ein Blutdrache welcher schwach war und nicht viele bemerkenswerten Gaben besaß - aber vielleicht war das auch nur Wunschdenken. Im Schlimmsten Falle nämlich, könnte er bereits eine ganze Armee im Rücken haben und jeden Moment bei uns einmarschieren. Mehr als wachsam sein, und ein Auge auf merkwürdige Vorkommnisse - wie zum Beispiel, dass Menschen sich in Drachen verwandelte, behalten.

Auf meinem Weg zum Thronsaal, für die Bürgeranhörungen, kam ich an einem eigentlich unbenutzten Zimmer vorbei, welches eigentlich für Gäste reserviert war. Die zielich verdächtigen Geräusche, welche den Weg durch die dicke Massivholztür fanden, konnten aber unmöglich von eben solchen Gästen kommen, aus dem einfachen Grund, da momentan niemand bei mir residierte. Keuchen, leises Stöhnen und das aufeinandertreffen von Haut ließ nicht viel der Fantasie übrig. Ich hielt inne und überlegte kurz ob ich es ignorieren sollte, doch ein Impuls in mir, ließ meine Hand zum Türknauf schnellen. Es war das Bild von Tarim, welcher sich unter einem anderen Mann im Laken räkelte, welches meine Snypasen durchbrennen ließ, und mich zu dieser Handlung trieben. Ich drückte schwungvoll die Tür auf und der Geruch nach diversen Körperflüssigkeiten schlug mir entgegen. Die beiden Liebenden fuhren erschrocken auseinander, und zum Glück waren es nicht braunes Haar welche sichtbar wurden sondern Blondes mit blauen Strähnchen darin. "Levi?!", entfuhr es mir mehr als nur überrascht als ich den mit Knutschflecken übersähten Wyvern ansah. Als hätte ich ihn in die Realität zurückgerissen, sprang er auf und zog sich die Decke über seine intimste Stelle. Der augenscheinlich 16 Jährige wurde knallrot und blickte entsetzt zwischen mir und seinem Liebhaber hin und her, welcher mir nicht ganz unbekannt war. So wie ich es sah, handelte es sich um Kasko - ein guter und alter Freund des Wasserwyvern. Doch dass die beiden miteinander... Sie konnten es wirklich gut verbergen. Der Schwarzhaarige schnappte sich das andere Ende der Decke und legte es über sein steifes Glied, damit ich es nicht sah - etwas spät, doch besser als nie. Während wir alle unter Schock standen, ließ ich meinen Blick durch das recht leere Zimmer gleiten. Die Rüstung der Beiden lag überall verstreut auf dem Boden und das Bett war zerwühlt durch ihre Tätigkeiten. Aber wenn sie ihre Rüstung an hatten, dann hieße das, dass sie im Dienst waren. Ihre Aufgabe war es doch.. "Wo ist Sinan?!", stellte ich die beiden sofort und streng zur Rede. Sie erbleichten, tauschten vielsagende Blicke aus, welche einem ins Gesicht schrien 'Wir sind geliefert'. Levivathan wendete sich als erstes mir wieder zu und machte einen großen Schritt in meine Richtung. "Ich schwöre es Amar, ich wollt das eigentlich nicht! Also... irgendwie ja doch, da es ganz sicher keine Vergewaltigung oder so war.. aber ich wollte Sinan nicht aus den Augen lassen. Es war nur... keine Ahnung wie ich das sagen soll... er hat uns versichert dass es in Ordnung wäre, und er vor der Tür warten wird", versuchte er sich raus zu reden, während seine blauen Augen heller wurden, so hell wie der Himmel an einem wunderbaren Sommertag. "Bist du behindert?", entfuhr es mir entrüstet und meine Wortauswahl nicht mehr so genau kontrollierend. "Du kannst ihn doch nicht einfach frei rumlaufen lassen? Was wenn dieser Drache ihn erneut angreift oder noch schlimmer: Sinan ihm sogar noch hilft?", warf ich es ihm aufgebracht entgegen, enttäuscht und zutiefst schockiert von seiner unzuverlässigen Arbeit. Das sah ihm überhaupt nicht ähnlich. Einfach mit jemanden, während seinem Dienst zu schlafen, so ziemlich direkt vor meiner Nase.
Einfach unfassbar!
"Sucht ihn verdammt nochmal!", fauchte ich die beiden Jungs an und machte dann auf der Ferse kehrt. Bevor die sich angezogen haben, habe ich ihn wahrscheinlich schon selbst gefunden - wären da nicht die Bürgeranhörungen welche ich noch ertragen muss.



Tarims Sicht

Die letzten Tage hatte ich so gut wie keine Zeit mit Amar verbringen können, was wirklich schade war, doch Tamar musste sich schnell an mich gewöhnen, damit ich mit ihm auftreten konnte. Ich wollte dem Prinzen doch zeigen, dass er ihn nicht umsonst gekauft hat und dass es sich lohnte. Ihm wird mein Tanz mit Tamar bestimmt gefallen. Es wird die beste Vorstellung in seinem Leben werden, und das Nachspiel auch. Der Anblick, wie er mein Sperma von den Fingern leckte war einfach zu gut. Ich wollte es auch probieren, ihn mit meinem Mund zu verwöhnen, seinen Saft schmecken. Ich hatte mir bereits vorgenommen, es bei nächster Gelegenheit direkt auszuprobieren, doch irgendwie ergab sich nichts richtiges. Es war meine Schuld, schon klar, doch ich würde mich dafür entschuldigen.
"So Süßer.. genug gekuschelt. Zurück ins Zimmer.", murmelte ich sanft an Tamar gewendet, und ließ ihn über meinen Arm auf seinen lieblings Ast gleiten. Als die Schlange es sich bequem gemacht hatte, verließ ich den ziemlich warmen Raum, mit einem großen Schritt über das eingelassene Becken, direkt vor der Glastür, welche extra eingebaut wurde, damit auch jeder der hier lebenden Tanzschüler beim vorbeilaufen einen Blick auf meinen kleinen Schatz werfen konnte. Sorgfältig verschloss ich diese, damit er nicht entkam, und machte einen kurzen Abstecher in mein Zimmer. "Ich bin im Schloss", trällerte ich kurz ins Innere, ohne wirklich die Tür auf zu machen. War aber auch nicht nötig, denn Tara riss diese auf, keine zehn Sekunden später nach meiner Aussage. Ihre Augen funkelten interessiert. "Wieder zu deinem Prinzen?", schmunzelte sie spielerisch und stieß mich mit dem Ellbogen an. Ertappt nickte ich nur, wobei ich spürte wie meine Wangen ein wenig warm wurden als sie sagte 'deinem Prinzen'. "Haha.. na gut. Ich will dich nicht aufhalten. Ich habe immerhin schon mit meinem Geburtstag euer gemeinsames Essen verhindert", lächelte sie etwas entschuldigend, doch mit einem kurzen Strubbeln durch ihre Haare meinerseits, verschwand es. Schon seit der Feier, für das ich das Essen verschieben habe, machte sie sich immer wieder Vorwürfe. Ich bereute es ein wenig es ihr erzählt zu haben, da sie es wohl ganz schön mitnahm. Aber ich gab auch gleichzeitig mein Bestes um sie aufzumuntern. "Das Essen konnte ich verschieben, aber Geburtstag hat man immerhin nur einmal im Jahr. Ich bin dir nicht böse deswegen", lächelte ich und drückte ihr einen kurzen freundschaftlichen Kuss auf die Wange. "Du bist der Beste!", quietschte die Blondine und warf sich um meinen Hals. Sie drückte ihr Gesicht an meine Brust, und auch ich umarmte sie sacht. Bestimmend drückte sie mich jedoch dann von sich. "Na gut! Zeit, dass du hier weg kommst, sonst sucht sich der Prinz wohlmöglich doch noch jemand anderen zum Zeitvertreib", grinste sie breit, nicht realisierend, welche gemischten Gefühle sie mit dieser Aussage in mir hervor rief. Allein der Gedanke, dass der prinz mich so leicht ersetzte erschien mir zwar unlogisch und unwahrscheinlich, löste aber dennoch ein leichtes Krampfen in meiner Magengegend aus und ein Ziehen in meiner Brust. Ich überspielte es gekonnt mit einem Lächeln und verabschiedete mich mit einem letzten Winken von Tara.
Ohne große Umwege trat ich meinen Weg zum Schloss an, wurde dort jedoch von einigen Wachen enttäuscht, als sie mir sagten der Prinz sei noch dabei die Klagen der Bürger entgegen zu nehmen. Ich musste mich also wohl oder übel noch ein wenig gedulden. Nicht so schlimm.. so konnte ich wenigstens einen Schlachtplan entwerfen wie ich ihm gegenüber trat. Vielleicht erlaubte man es mir in seinem Gemach zu verweilen, die dort stehenden Wachen kannten mich ja schließlich - genauso gut wie sie wussten, was genau der Prinz und ich taten. Die Türen waren wohl nicht die dicksten, doch das war nicht mein Problem. Sowas brachte mich nicht zum erröten, eher das Gegenteil. Als ich das erste mal von den Wachen erfahren habe, dass sie genau bescheid wussten, machten wir Scherze darüber - ähnlich wie Tara und ich.

Doch wer weiß ob er nach der Anhörung in seine Gemächer zurück kehrt? Vielleicht ging er danach ja auch in den Garten für eine Tasse Tee, oder besuchte seinen Freund im unteren Stockwerk. Ich war mir gar nicht mehr so sicher, wie der Terminkalender von Amar aufgebaut war, was ich wohl der wenigen Zeit die ich mit ihm verbracht habe zu verdanken hatte.

Während ich weiterhin ziellos durch das Schloss wanderte und dabei meine Blicke schweifen ließ, fiel mir eine bekannte Person auf, mit der ich auch schon lange nicht mehr Kontakt hatte. Er wusste bestimmt mehr über den Terminkalender des Prinzen. "Sinan!", rief ich ihm zu, und meine Schritte beschleunigten sich um zu ihm aufzuholen. Der Junge, dessen Augen eine starke rote Färbung angenommen hatten seit der Verwandlung, und dessen blondes Haar ebenfalls um ein paar Töne gebleichter wirkte, drehte sich zu mir um. Sein Gesicht hatte sich auch ein wenig geändert. Die kaum bemerkbaren Sommersprossen, welche sich ehemals über seine Nase und Wangen ausgebreitet haben, waren mit allen anderen Makeln nun endgültig verschwunden. Selbst viele seiner kleineren Narben waren verheilt. "Oh, Tarim!", überrascht sah er mich an und legte ein sachtes Lächeln auf das Gesicht. "Wie geht es dir?", erkundigte ich mich, nicht um zu versuchen ein Gespräch ins Rollen zu bringen, sondern weil ich ehrliches Interesse hatte. "Ganz gut. Und dir? Du warst in letzter Zeit ziemlich viel beschäftigt", sprach er mich gleich auf meine viele Abwesenheit an. Erstaunlich wie sehr sie doch auffiel. Bisher war ich der Meinung, man bekäme meine Anwesenheit kaum mit, doch dem war wohl nicht so wenn sie selbst ihm auffiel. "Oh ja.. in letzter Zeit kümmere ich mich viel im Tamar - meine Schlange", gestand ich mit einem kleinen entschuldigenden Lächeln. "Ja.. Das bekam ich mit. Der Prinz war diesbezüglich etwas bestürzt", erwähnte er und mein schlechtes Gewissen nagte noch ein wenig mehr an mir. Er machte mir so ein großes Geschenk und als Dank vernachlässigte ich ihn - wirklich klasse gemacht, Tarim. "Wo wir beim Prinzen sind.. sagte er nicht, du stündest unter Beobachtung?", wechselte ich das Thema und blickte neugierig zu ihm rüber. Nun war er es der ertappt lächelte und eine Hand in seinen Nacken legte. "Ich brauchte etwas...Freiraum", ich merkte wie er haderte und wurde etwas skeptisch. Irgendwie hatte ich ein schlechtes Gefühl bei der Sache. Ich bezweifelte, dass seine beiden Wachen ihn einfach so frei rum laufen ließen. "Der Prinz ist bestimmt gleich fertig mit den Anhörungen, am besten bringen wir dich zurück", schlug ich vor und ergriff sein Handgelenk bevor er fliehen konnte. "Warum? Ich werde schon nicht das Schloss zerlegen oder der gleichen", verdrehte er die Augen, offensichtlich nicht besonders scharf drauf, dass ich ihn zurück brachte. Sein Verhalten bestärkte meine Vermutung, dass es nicht ganz rechtens war, dass er alleine war. "Amar hat dich nicht umsonst unter Beobachtung gestellt.", entgegnete ich nur, wobei ich versuchte mein Misstrauen nicht ganz so offensichtlich zu zeigen. "Ich bekomme das Gefühl, dass du mir nicht vertraust", runzelte der Blonde seine Stirn und kniff leicht seine Augen zusammen. "Nunja.. Du stehst halt mit dem Angreifer in Verbindung", sofort bereute ich es, wie diese Worte aus meinem Mund klangen, denn es hörte viel vorwurfsvoller als geplant an. Sinan blinzelte entrüstet und entriss sich aus meinem Griff. "Wirfst du mir vor, dass ich meinen Prinzen hintergehen könnte?!", schnaubte er aufgebracht. Besänftigend hob ich meine Arme, in der Hoffnung ihn beruhigen zu können. "So meinte ich das nicht, aber was wenn dieser Drache zurück kommt?", versuchte ich die Situation zu entschärfen. "Was soll dann sein? Wenn er mich töten will, dann werden ihn zwei Wachen nicht aufhalten", entgegnete Sinan unüberzeugt und verschränkte seine Arme vor der Brust. Dass er jedoch Informationen überbringen konnte, wollte ich ihm nicht vorwerfen, aus Angst er könnte dann wirklich ausrasten. Und abstreiten würde er es sowieso, also spar ich es mir am besten gleich. "Komm schon Sinan.. Du willst dich doch den Anweisungen deines Herren nicht wiedersetzen."
"Das mache ich ja auch nicht, immerhin hat er zwei Soldaten aufgetragen mich zu bewachen. Er verlor kein Wort darüber, dass ich mich in ihrer Nähe aufhalten muss. Wenn sie sich lieber für einander mehr interessieren, störe ich am liebsten nicht", er zuckte nur die Schultern, sein Blick etwas genervter und gewiss sich keiner Schuld bewusst. Ich konnte mir gut vorstellen, dass es nervig sein könnte, ständig unter Beobachtung zu stehen, aber es musste nun mal sein. "Du verstehst es einfach nicht. Komm jetzt einfach mit", seufze ich die Lust an einer Diskussion verlierend. Ein wenig ungeduldig ergriff ich seinen Oberarm und zog ihn mit mir mit. Sinan hat nicht damit gerechnet und stolperte einen Schritt hinter mir her, wobei er auch keinen richtigen Halt mehr fand um sich gegen mein Ziehen zu wehren. Protestierend versuchte er sich aus meinem Griff zu schummeln, doch ich war penetrant und packte sein Handgelenk. Er entwischte mir fast zweimal und der Weg zog sich ins schier endlose. Nach gefühlten Minuten des kleinen Kämpfens mit Sinans Sturheit, schafften wir es nur einen Gang hinter uns zu bringen. Wenn das so weiterging, und der Junge sich mit seinem ganzen Körpergewicht gegen mich lehnte, dann würden wir erst morgen beim Thronsaal ankommen. Allein bei dem Gedanken schnaubte ich genervt.
Erlösung kam jedoch wie gerufen. Amars Figur kam gerade um die Ecke geschossen und seine goldenen Augen erblickten uns fast im selbigen Moment, in dem auch wir ihn erblickten. Als Auch Sinan die Anwesenheit des Prinz bemerkte, gab er auf sich zu wehren und seine wenigen Muskeln erschlafften unter meinem Griff. Mit großen Schritten kam der braun gebrannte Schönling auf uns zu, warf Sinan strafende Blicke zu und verschränkte seine Arme vor der Brust. "Erklär dich, Sinan", forderte er nur hart und schlecht gelaunt. Schnell entfernte ich mich vom Diener um den Groll des Prinzen nicht auch auf mich zu ziehen. Ich hielt mich etwas im Hintergrund, wollte aber auch nicht ganz gehen, aus angst ich könnte den Prinzen erneut verlieren. "Levi und Kasko hatten wichtigere Dinge zu tun.. Ich wollte nur nicht daneben stehen während sie es tun", kam es untergeben von Sinan, welcher sich leicht verbeugte. "Du hast nichts mit ihnen angestellt oder? Ihnen irgendwas untergejubelt? Levi ist nicht der Typ, der sich einfach auf jemanden stürzt während er im Dienst ist", hackte Amar misstrauisch nach und seine rechte, gerade gezupfte Braue hob sich um wenige Zentimeter an. "Oh, natürlich nicht Prinz Amar. Ihr wisst doch, dass meine Gabe ist, Gegenstände in Eis zu verwandeln", beteuerte Sinan wobei seine Augen einen blauen Schimmer in sich bargen. "Ihr braucht euch keine Sorgen um mich oder meine Loyalität Euch gegenüber zu machen, mein Prinz. Ich würde euch niemals verraten", setzte Sinan nach und die blaue Färbung wurde stärker, gleichte sich dem Himmel an oder einem blauen Topas. "Im Gegensatz zu wem anders, diene ich nur euch", säuselte er auf einmal in einem verschlagenen Unterton, und seine Blicke trafen mich. Ich taumelte etwas überrascht nach hinten, da ich mit diesem offensichtlichen Angriff gegen mich nicht gerechnet habe. "Wie meinst du das?", wollte Amar wissen und auch er sah kurz zu mir herüber, richtete seine ernsten Blicke jedoch gleich wieder auf den blonden Wyvern vor sich. "Es kursieren Gerüchte, dass Tarim mehreren Herren dient - auf ganz intimer Ebene versteht sich", kam es von Sinan in einem unschuldigen Sing sang. Gleichzeitig mit dem Prinzen runzelte sich meine Stirn. Woher hat er denn diesen Blödsinn? "Er wurde des öfteren gesehen, wie er nachts die Tanzschule verlässt und sich vom Hof schleicht. Außerdem sprechen die Wachen über Edelmänner welche sich momentan in Calypso niedergelassen haben und wohl junge, hübsche Burschen gut entlohnen, wenn sie mit ihnen etwas 'Wein trinken'", sprach Sinan so doppelzüngig wie Tamar weiter, offensichtliche Lügen verbreitend. Wütend funkelte ich ihn an und schielte dann zu Amar, von dem ich hoffte er würde ihn genauso anblicken, doch sein Ausdruck war unleserlich, verwogen, fast so als würde er nicht wissen ob er diesen Gerüchten glauben schenken vermochte. In mir kam ein ungutes Gefühl auf, und der Verdacht schlug Wurzeln, dass Amar ihm tatsächlich glauben könnte, als seine scharfen Blicke für eine Sekunde auf mir lagen. Das war ein gewaltiger Stich ins Herz welcher mich traf. "Viele Diener werfen Tarim sogar vor, er nutze euch aus. Schwäntzen seiner Stunden, der Erhalt von Geschenken und den Luxus von Bäder, weichen Betten und schmackhaften Essen seien die einzigen Gründe, warum er sich in eurer Nähe aufhält", säuselte Sinan ungehindert weiter, erhärtete wohl damit den Glauben von Amar in ihm.
Ich war hingegen nur komplett schockiert, in einer Starr von Unglaube gefangen. Warum zu allen Höllen glaubt der Prinz ihm so einfach?! Und noch viel besser: Warum macht Sinan das und was will er damit bezwecken? Will er mich damit bestrafen, weil ich ihn zurück gezerrt habe? Wollte er einfach nur von sich ablenken und den Zorn des Prinzen auf mich lenken? Dabei dachte ich, wir haben uns gut verstanden..
Eins war jedoch klar: Ich musste intervenieren! Amar durfte diesen Falschaussagen keine weitere Sekunde Gehör schenken. Meine Hand schnellte vor, packte das warme Handgelenk vom Prinzen. Die goldenen Augen den Braunhaarigen, in welchen rote Funken tanzten, richteten sich auf mich, und das Rot verbreitete sich rasend in ihnen. So schnell, dass es mich ein wenig verblüffte. Noch nie habe ich diese Farbe in seinen Augen gesehen, diese sich langsam aufbauende, gefährliche Aura gespürt. Und eigentlich hatte ich das auch nie vorgehabt, doch Sinan schien seine Gedanken schon zu sehr mit seinen Worten vergiftet zu haben, dass er gar nicht anders konnte als wütend zu werden. "Amar.. das glaubst du ihm doch nicht oder? Ich habe gar keine Zeit um mit anderen Männer zu verkehren, und würde auch niemals ihre schleimigen Hände an mir dulden! Ich gewöhne Tamar an mich, an meine Bewegung um dir möglichst bald zu zeigen, dass ich dein Geschenk schätze und um dir was zurück zu geben", sprach ich und sah ihm fest in die Augen. Noch immer zierte Skepsis und Misstrauen seine Züge, was mich tatsächlich ein wenig verletzte. Man könnte meinen, wir hätten Vertrauen zwischen uns aufgebaut, doch dann stand er hier, hörte die Worte einer heimtückischen Ratte und glaubte diesen auch noch blind. Tatsächlich machte mich das selber auch ein wenig wütend. "Und die Sache mit dem ausnutzen ist aus den Wolken gegriffen! Wenn Ihr wollt verlange ich nichts mehr von Euch, weder Euer Bett noch Euer Essen oder Euer Bad. Mir reicht es bei Euch zu sein, und wenn ihr mich nur noch als Tänzer bei euch haben wollt, dann ist dies zwar schade, doch auch kein Problem. Hauptsache, ihr denkt nicht so schlecht von mir", setzte ich hinterher, mein Griff um sein Handgelenk wurde ein wenig fester und ich hoffte ich konnte ihn damit überzeugen. Das Rot in seinen Augen verschwand, und große Erleichterung überkam mich. Ich wollte Amar nicht wütend erleben, weder ihn noch einen weiteren Drachen. Man sagte, es könnte unschön enden wenn ein Drache wütend wird. "Lass diese Höflichkeitsform.. Es hört sich seltsam an. Ich glaube dir", bat er mich um einiges ruhiger, was mich endlich wieder aufatmen ließ. "Nichtsdestotrotz stelle ich euch Beide von nun an unter meine persönliche Obhut." verkündete er dann deutlich ernster.
Seine Worte und seine Taten widersprachen sich. Wenn er mir glaubte - mir vertraute, dann hätte er keinen Grund mich bewachen zu wollen - doch ich behielt es für mich. Ich war sein Eigentum, und wenn er Besitzergreifend ist, dann kann man wohl nichts machen. Außerdem wollte ich keinen erneuten Streit provozieren. 





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