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Kapitel 49

Am Morgen wachte ich vor James auf.
Zu meiner Überraschung hatte ich gut geschlafen - so gut wie schon lange nicht mehr. Die Tatsache, dass ich diese Umstände möglicherweise James' Arm, der immer noch um mich geschlungen war, zu verdanken hatte, ignorierte ich geflissentlich.
Es war noch zu früh, als dass die Sonne scheinen würde, und in dem schwachen Morgenlicht konnte ich nichts erkennen, aber ich konnte es fühlen:
James' Arm lag um meine Taille, seine Hand war so groß, dass sie meinen Bauch fast vollständig bedeckte und ich konnte seine langsamen Atemzüge in meinem Haar spüren. Er schnaufte wieder so lustig wie in der Nacht.
Ich erlaubte mir noch kurz, in dieser Stellung zu verharren und einfach an nichts anderes zu denken, dass ich in den Armen eines Jungen lag, den ich eigentlich nicht ausstehen konnte, aber in letzter Zeit irgendwie ... mochte?
Ich seufzte. Vielleicht war das doch kein gutes Thema zum drüber nachdenken.
Diese seltsamen Gefühle, die ich da entwickelt hatte, mussten fürs erste warten. Mein Leben lag zu sehr in Scherben.
Wenn ich diese wieder aufgesammelt und zusammengesetzt hatte, dann würde ich es mir erlauben können, an James Potter zu denken.
Aber erst dann.
Wenn überhaupt.
Ich zwang mich, den Tatsachen ins Auge zu sehen: Ich würde heute auf eine Beerdigung gehen. Auf die Beerdigung meiner Eltern.
Behutsam schob ich James' Arm von mir und schlüpfte lautlos unter der Decke hervor. In einem plötzlichen Anfall der Fürsorge legte ich die Decke wieder ordentlich über ihn. Dabei erlaubte ich es mir nicht, in sein süßes schlafendes Gesicht zu sehen.
Ich wollte nicht von meinem Vorsatz abkommen.
Also schlich ich mich ohne einen weiteren Blick auf James aus dem Zimmer. Die Tür ließ ich dabei offenstehen.
Nachdem ich einige Sachen aus meinem Zimmer zusammengeklaubt hatte verschwand ich im Badezimmer.
Beim Anblick der Badewanne musste ich unwillkürlich lächeln, aber es war ein trauriges Lächeln.
Wie Mary wohl gerade zurechtkam?
Vielleicht sollte ich ihr mal einen Brief schreiben. Oder wollte sie in Ruhe gelassen werden? Sie hatte Eltern, mit denen sie ihre Trauer teilen konnte.
Ich hatte ... Petunia? Mir entfuhr ein humorloses Lachen.
Dabei fragte ich mich, wer wohl zur Beerdigung meiner Eltern erscheinen würde.
Verwandte gab es nicht mehr viele; meine Großeltern waren bereits verstorben, und die Schwester meiner Mum geisterte irgendwo in Australien herum. Keiner hatte je etwas von ihr gehört.
Ob es sie interessieren würde, dass ihre Schwester verstorben war? Manchmal fragte ich mich, ob Petunia und ich auch irgendwann so enden würden: beide in unterschiedlichen Winkeln der Erde, und ohne Kontakt zueinander.
Ganz unmöglich erschien es mir nicht.
Eigentlich, dachte ich grimmig, ist es sogar ziemlich wahrscheinlich.
Resigniert schüttelte ich den Kopf. Vielleicht sollte ich mir die düsteren Gedanken nicht schon vor der Trauerfeier machen.
Was für ein paradoxes Wort: Trauerfeier. Ironischer gings ja gar nicht.
Doch, flüsterte mein Unterbewusstsein. Zum Beispiel, mit seinem Erzfeind in einem Bett zu schlafen.
Himmel, was hatte denn die Welt heute gegen mich!
Das fragte ich mich auch, als ich den Spiegel sah. Wenigstens hatte ich diese Nacht gut geschlafen, doch die dunkeln Ringe unter meinen Augen waren deshalb trotzdem nicht verschwunden. Mit Mühe unterdrückte ich einen weiteren Seufzer.
Klagen half schon lange nichts mehr. Stattdessen stellte ich mich unter die Dusche.
Eine halbe Stunde später ähnelte ich zum ersten Mal seit langem wieder einem gesunden Menschen und keiner – was hatte Mary noch gleich gesagt? – Wasserleiche.
Ich war kein großes Schminktalent, aber irgendwie hatte ich es geschafft, die Ringe unter meinen Augen wegzuzaubern und meiner Haut einen gesünderen Farbton zu verschaffen. Fragte sich nur, wie lange das Zeug in meinem Gesicht kleben blieb, sprich, wann ich wieder anfangen würde zu heulen.
Meine frisch gewaschenen Haare hatte ich in einen unordentlichen Dutt zusammengeknotet, und der Rest meines Körpers steckte in schwarzer Kleidung.
Mein Spiegelbild starrte mich mit ausdrucksloser Miene an.
Bereit? Ganz und gar nicht.
Ein Blick auf die Uhr – noch ein paar Stunden bis zum Beginn der Beerdigung. James sollte langsam mal aufstehen, wenn er mich wirklich begleiten wollte.
Immerhin konnte man auf dem Schlossgelände nicht apparieren, wir mussten also ein Stückchen Richtung Hogsmeade wandern.
Andererseits hatte ich wirklich keine Lust, ihn schon wieder zu wecken.
Im Mangel einer sinnvollen Beschäftigung setzte ich mich auf unser ausladendes Sofa (wobei ich mich fragte, wer eigentlich unsere Wohnung sauber gemacht hatte, nach Sirius' legendärer Party) und starrte die Wand an.

James gähnte, so weit und unverschämt, dass ich den Blick abwandte.
„James, keiner will deine Zähne sehen."
„Wirklich? Seltsam, denn ich habe schon einige Komplimente für mein umwerfendes Lächeln erhalten." Er grinste mich, wenn auch etwas verschlafen, an.
„Von wem denn? Deinen alten Tanten, die dir in die Wangen kneifen und Bonbons verschenken?"
Er tat überrascht. „Woher weißt du, wie meine Tanten ticken?"
„Weil alle Tanten so sind."
Er griff sich an die Brust. „Autsch, mein Herz. Und ich dachte, nur ich hätte eine solche Behandlung verdient."
Ich verdrehte die Augen, musste aber wider Willen ein kleines bisschen grinsen.
„Arrogantes Arschloch."
„Zynische Zicke."
James zwinkerte mir zu, bevor seine große Gestalt im Badezimmer verschwand.
Ich atmete tief durch. Die kleine Diskussion hatte mir ein klitzekleines bisschen Normalität zurückgegeben. Ein gutes Gefühl. Fast, als würde ich die Kontrolle über mein Leben langsam zurückerlangen.
Aber nur fast.
Ich stand auf und klopfte ein paar Fussel von meiner schwarzen Jeans. Unruhig ging ich im Zimmer auf und ab, während ich darauf wartete, dass James endlich wieder aus dem Bad herauskam. Hoffentlich zog er sich etwas Gescheites an.
Meine Schwester würde entsetzt sein, dass ich noch einen „Freak" wie ich es ihrer Meinung nach war, zur Beerdigung unserer Eltern mitbrachte. Da sollte meine Begleitung sich wenigstens gescheit anziehen.
Allerdings- wenn Petunia ein Nilpferd mitbringen durfte, konnte ich auch einen Zauberer mitnehmen.
Er war vielleicht ein arroganter, selbstverliebter Idiot, aber immerhin hatte er keine dreißig Doppelkinne und rassistische Ansichten gegenüber allem, was anders war.
Und er war ganz nett anzusehen.
Und eigentlich auch gar kein Idiot.
Und- bei Merlin, er sah ziemlich gut in schwarzen Anzügen aus.
„Wo hast du den denn her?", platzte ich geschockt heraus.
Ich konnte nicht anders, als James anzustarren. Er trug einen Anzug.
Einen verdammten Anzug!
Ich musste zugeben, das war ein seltener Anblick.
Täuschte ich mich, oder lief James gerade wirklich rot an? Ja, ganz eindeutig.
Verlegen scharrte er mit der Schuhspitze über den Boden.
„Meine Eltern sind Auroren, und na ja, sie werden auf ziemlich viele schicke Partys eingeladen ... da trägt man so einen Fummel."
Er fühlte sich definitiv sehr unwohl in seiner Haut und fummelte an den Ärmeln des Jacketts herum.
„Hübsch", kommentierte ich. Es war nicht mal sarkastisch gemeint, aber James verdrehte dennoch die Augen.
„Jaja. Ich glaube, wir müssen los", setzte er etwas sanfter hinzu.
Ich schluckte.
Ja, da hatte er allerdings recht.
Und ich war sowas von nicht bereit dafür.
Aber James nahm mich einfach am Arm und dirigierte mich irgendwie nach draußen.

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