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Kapitel 14

Unruhig wälzte Tyara sich hin und her. Albträume plagten sie. Nahmen ihr das Recht auf ruhigen Schlaf. Schließlich schreckte sie schweisgebadet hoch. Ihr Blick traf nichts außer Dunkelheit. Panik packte sie. Doch dann erhellte das silbrige Licht des Vollmondes die kahlen Wände ihrer Kammer. Durchbrach die beängstigende Dunkelheit.

Mit rasendem Puls saß Tyara auf ihrer Pritsche. Nicht fähig auch nur einen einzigen Muskel zu bewegen. Ihr Atem ging schnell. Das Bett knarzte leise. Ein Uhu schuhute durch die dunkle, wolkenverhangene Nacht. Panisch versuchte sie ihre Muskeln zu bewegen, aber sie gehorchten ihr nicht mehr. Kalte Angst ergriff sie.

Verzweifelt zwang sie sich ein paar mal tief durchzuatmen, Ruhe zu bewahren. Tief ein, tief aus. Sie merkte, wie sich ihr Puls langsam beruhigte. Ihre verkrampften Muskeln entspannten sich. Schnell griff Tyara zum kleinen Tischchen neben sich und nahm die dort bereitliegende Kerze an sich.

Sie wälzte sich aus ihrem Bett und tappte mit wackligen Knien zur Tür. Langsam stieß sie sie auf und schlich, langsam sichereren Schrittes, Richtung Wohnraum. Dort entfachte sie den Docht der Kerze mit dem bisschen Feuer, dass an der Feuerstelle noch brannte. Sofort wurde sie ruhiger, als der beruhigende, warme Schein der Kerze erstrahlte.

"Wieso ich?!", murmelte sie leise vor sich hin. In ihrem Traum war sie durch die langen, verzwickten Gänge der Burg gewandert. Auf der Suche nach dem Buch. Man hatte sie erwischt und in die Kerker gebracht. Und dort überlebte niemand sonderlich lange. Sie waren zwar nicht mehr in Benutzung, allerdings eben nur, weil sie nicht gebraucht wurden. Gut erhalten waren sie noch.

Schaudernd dachte Tyara an die vielen Skelette, die verdreckte Zelle und die Aussichtslosigkeit. Die Panik, die sie verspürt hatte, als ihr klar wurde, dass sie dort sterben würde. Sie schauderte. "Einfach nicht dran denken!", sprach sie sich selbst Mut zu.

Trotz der Aussicht, dass ihr Traum wahr werden könnte, hatte sie noch dieses Gefühl. Dieses Gefühl, das ihr Befahl das Buch zu holen. Das keine Wiederrede zuließ. Sie verstand es nicht. Was sollte an dem Buch so wichtig sein?

Dennoch. Es führte kein Weg daran vorbei. Geschlagen zog sie sich einen warmen Pulli über. Den einzige den sie besaß. Mit Schuldgefühlen bis zum geht nicht mehr, schlich sie aus dem Haus. "Es tut mir Leid", murmelte sie leise Richtung des Zimmers ihrer Eltern. Sie guckte noch einmal zurück, dann drehte sie sich endgültig um und ging.

Geduckt schlich sie an den Hütten vorbei. Der Mond wies ihr mit seinem hellen, gleißenden Licht den Weg. Warnte sie vor Wurzeln und nahm ihr die Finsternis. Dankbar schaute sie auf, murmelte ein paar Wörter und schlich weiter.

Sie kam auf einen ausgetreten Pfad. Jener, der zum Eingang der Burg führte. In geduckter Haltung rannte sie die letzten paar Meter, bis sie schließlich vor dem mächtigen Tor zum stehen kam. Es war mindestens fünf Mann hoch! Ehrfürchtig legte sie den Kopf in den Nacken, als auf einmal eine Stimme ertönte: "Was hast du denn hier zu suchen?"

Bis ins Mark erschrocken, zuckte Tyara ertappt zusammen und wagte nicht mehr zu Atmen. Sie war erwischt worden. Das hier war ihr Ende. Weil sie zu blöd war aufzupassen! Langsam drehte sie sich um - und starrte geradewegs in das wutentbrannte Gesicht Leanne's.

Sie hatte die Arme verärgert vor der Brust verschränkt und blitzte sie aus eisblauen Augen erbost an. Ihr Mund war kaum mehr als ein schmaler Strich. Steif stand sie auf beiden Beinen und versperrte Tyara jegliche Fluchtmöglichkeit.

Unter ihrem Blick wurde sie ganz klein. Sie wusste, dass sie ihrer Freundin - ihrer besten Freundin! - Unrecht getan hatte. Beschämt senkte sie den Blick. "Antwortest du mir noch?", brauste Leanne ungeduldig auf.

"Das, d-das ist nicht so einfach", stammelte Tyara. "Ach, ist es das?", entgegnete Leanne, mit derselben schneidenden Stimme wie zuvor. "Naja, also, eigentlich willst du das gar nicht wissen. Glaub mir", versuchte Tyara sich rauszureden.

"Ich denke schon, dass ich das wissen will. Sonst würde ich nicht fragen", erklärte Leanne kühl und machte keine Anstalten wegzugehen. Doch als sie in Tyaras verzweifelten Blick schaute, entspannte sie sich auf einmal und ihre Stimme wurde weicher.

"Wieso willst du es mir denn nicht sagen? Wir sagen uns doch alles!", rief sie. "Es tut mir Leid", sagte Tyara nur. Ein angespanntes Schweigen trat ein. Stille. Stille, die niemand durchbrechen wollte. Bis schließlich Leanne einen überraschten Aufschrei von sich gab und Tyara innerhalb von einem Sekundenbruchteil hinter einen Busch am Wegesrand zog.

"Hey, was-", begann Tyara zu protestieren, doch da sah sie es auch. Die Gestalt, die immer näher kam. Meisterin Dorya. Angespannt hielten die beiden die Luft an. Doch die Meisterin schien anderes im Kopf zu haben. Jedenfalls eilte sie hastig vorüber ohne sich auch nur einmal umzuschauen. Wieso sollte sie auch? Normalerweise wurde sich an die Regeln gehalten...

"Also sagst du mir jetzt was los ist?", versuchte Leanne es erneut, während sie anfingen aus dem Gebüsch wieder hervorzukriechen. "Erst sagst du mir, wieso du hier draußen bist!", meinte Tyara plötzlich misstrauisch.

Doch Leanne zuckte mit keiner Wimper. "Ich bin nachts aufgestanden, um mir was zu trinken zu holen und da habe ich gesehen, wie du durch's Dorf geschlichen bist", lautete die schlichte Antwort. Tyara seufzte. Das war einleuchtend.

"Ich will in die Bibliothek. Dort gibt es ein Buch. Ich muss es einfach haben", platzte sie heraus. Sie wagte nicht, Leanne anzugucken. Stattdessen tat sie so, als würde sie ganz interessiert ein paar Erdkrümel und Astreste von ihren Klamotten entfernen.

Eine Weile folgte nichts. Erstaunt hob Tyara den Blick. Keine Streitereien? Kein entsetzter Ausruf? Nichts? Verwirrt blickte sie in Leannes nachdenkliches Gesicht. Schließlich hielt sie es nicht mehr aus und fragte einfach: "Und?".

"Bin dabei!", flüsterte Leanne entschlossen. "Was?", rutschte es Tyara heraus. "Wenn du es schon machen musst, dann wenigstens nicht alleine!", meinte Leanne nur und schlich voraus. Dankbar schlich Tyara ihr hinterher. "Wo willst du hin?", fragte sie leise. Sie hatte absolut keinen Plan, wohin sie gerade gingen.

"Zum Hintereingang", kam es prompt zurück. "Es gibt einen Hintereingang?", fragte Tyara verwundert. Davon hatte sie noch nie etwas gehört. "Ja und jetzt leise!", zischte ihre Freundin und lief noch schneller, als sie ohnehin schon unterwegs waren.

Immer neben der grauen Steinwand der Burg entlang. Neben ihnen ein Feld in welches nahtlos der dunkle Wald überging. Kein Mensch weit und breit.

Sie schlichen um den großen Ostturm der Burg herum und schließlich durch ein verdecktes Tor in den Hinterhof. Geschickt hielten sie sich im Schatten und liefen keinen Wächtern über den Weg. Ohne weitere Zwischenfälle kamen sie schließlich vor der Bibliothek an.

"Und jetzt bist du dran", flüsterte Leanne nervös. "Ich habe keine Ahnung, wie das Tor aufgeht". Angespannt versuchte Tyara sich an das Klopfmuster zu erinnern, dass Meisterin Dorya benutzt hatte. Nach einigen Augenblicken des Nachgrübelns, fiel es ihr wieder wie Schuppen vor den Augen! Mit Leichtigkeit verfolgte sie die teils hauchdünnen Linien und klopfte exakt dort, wo es sein sollte.

Nach nur wenigen Augenblicken, schwang das riesige Tor auf und ließ die beiden herein. "Wow!", stieß Leanne hervor. Auch Tyara war wieder fasziniert von diesem Anblick. Einzig das Mondlicht erhellte einen kleinen Teil des endlosen Raumes.

Allerdings riß Tyara sich schnell los. Sie wollte nicht unbedingt länger als unbedingt nötig hier drin bleiben.

Eine innere Stimme flüsterte ihr irgendetwas zu. Leise horchte sie darauf. Sie hatte das Gefühl gerufen zu werden. Gerufen von eben diesem Buch. Mit geschlossenen Augen folgte sie dem Flüstern. Schon kurz darauf prallte sie volle Kanne gegen etwas hartes. "Aua! Verdammt!", fluchte sie, rieb sich den schmerzenden Kopf und schlug die Augen wieder auf. Vor ihr war eine längliche Theke. Sie musste springen, um überhaupt darauf gucken zu können - und dabei war sie nicht mal klein!

Doch tatsächlich entdeckte sie das Buch. Das Buch, weshalb sie sich überhaupt hier aufhielt und etwas tat, das komplett untypisch für sie war. Triumphierend nahm sie es und rauschte schnell zu Leanne zurück. Diese hatte währenddessen an der Tür Wache gehalten und schien erleichtert, dass sie nun wieder da war.

"Komm schnell!", rief sie panisch. Anscheinend hatte auch sie langsam Angst erwischt zu werden.

Hastig nahmen sie denselben Weg zurück und entspannten sich erst, als sie vor Leannes Hütte standen. "Danke", murmelte Tyara. "Ohne dich hätte ich das nicht geschafft.

"Ich heiße es trotzdem nicht für gut, dass du das Buch gestohlen hast. Ich habe dir nur geholfen, weil du es sowieso getan hättest!", antwortete Leanne kühl, drehte sich un und ging.

Das war Tyara so gar nicht von ihr gewöhnt. Von ihrer so ruhigen und freundlichen Freundin. Da hatte sie sich ja ganz schön was eingebrockt. Traurig schlenderte sie zurück zu ihrer Hütte. Wohlwissend, dass sie gerade ihre Freundschaft gefährdet hatte.

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