Chào các bạn! Vì nhiều lý do từ nay Truyen2U chính thức đổi tên là Truyen247.Pro. Mong các bạn tiếp tục ủng hộ truy cập tên miền mới này nhé! Mãi yêu... ♥

Die Flucht

Leise schleicht Sarah durch den Zellentrakt im ersten Stock. Sie ist erstaunt, wie lang diese Gänge sind, bedauert aber diejenigen, die in den Zellen gelebt haben. Es waren einfache Gefängniszellen, man konnte problemlos zwischen den Gitterstäben hindurchschauen. Wenn jemand schlief, aß oder gewisse Geschäfte verrichten musste, so war dies für alle sichtbar, die in diese Zelle entweder beim vorbeigehen oder durch das Hausen in gegenüberliegenden Gemächern möglich. Neben den mit Blut, Gedärmen schön verzierten Wänden, dem beschmutzten Boden und der mit Rissen und Blutspritzern übersähten Decke riecht es im gesamten Gang nach übergelaufenen Toiletten mit entsprechendem wiedergekehrten Inhalt, verfaulten Körpern und einer leichten Note von Gas. Sarah hält sich ihren schmutzigen Jackenärmel vor Mund und Nase. Angenehm ist es nicht, aber alles ist besser als dieser Gestank, der einem die Luft zum Atmen nimmt.

„Boah, stinkt das hier!", murmelt sie entnervt. „Da scheinen einige Rohre der Gasheizung undicht zu sein. Das macht's aber nicht wirklich besser...", und packt sich die Taschenlampe, die sie am Gürtel befestigt hat. Leise, aber nun mit Licht schleicht Sarah weiter in der Hoffnung, bald einen Ausgang zu finden. Beim Vorbeigehen leuchtet sie immer wieder in die meist türlosen Zellen. Überall liegen Leichenteile herum. Man kann nicht mal an den blutgetränkten Stoffresten erkennen, ob es sich um Eingewiesene oder Wärter handelt.

„Ob hier auch Wärter mit der Zeit verrückt geworden sind? Obwohl... Verrückte waren hier ja wenige, nur Versuchskaninchen. Wie das hier stinkt...", Sarah bleibt stehen.

Hat sich in der Zelle gerade etwas bewegt? denkt sie gerade noch, da schießt ein Monster auf sie zu. Sofort sprintet Sarah los. Obwohl dieses Monster noch eine Menschengestalt hat, ist es sehr schnell. Es holt auf. Nur noch wenige Meter trennen Sarah und ihren sicheren Tod. Durch ihr Gerenne wackelt sie mit der Taschenlampe zu stark, um etwas erkennen zu können. „Scheiß drauf!", flucht sie.

Im letzten Moment erkennt sie einen Tisch, der ihr im Weg steht. Mit einem gekonnten Sprung hechtet sie über das vermeintliche Hindernis, das Vieh hinter ihr prallt mit voller Kraft mit der Hüfte dagegen und rutscht über die Tischplatte. Nach einer unsanften Landung auf dem Boden steht dieses Ding mit einem sichtlich gebrochenen Kiefer wieder auf und setzt zum Sprint an. Sarah sieht eine weitere Gefängnistür auf sich zukommen. Sie rennt gegen die Tür und merkt schmerzlich, dass sie verschlossen ist. Sie rüttelt, flucht, dreht sich um und sieht, wie sich das Vieh nähert.

„Denk nach!", keift sie und schaut sich verängstigt, aber kontrolliert um.

„Da!", sie sieht ein Loch in der von ihr aus rechten Gefängniszelle. Klein, aber machbar. Sie schaut nach vorne. Mit ausgebreiteten Armen und messerscharfen, blutverschmierten Fingern rast das Monster direkt auf sie zu. Kurz bevor es sie erreicht, huscht sie in die Zelle und hört, wie dieses Untier ungebremst gegen das Eisengitter donnert und rückwärts taumelnd zu Boden geht. Mit einem kurzen Grinsen zieht sie den Rucksack ab, schiebt ihn durch das Loch und sich gleich hinterher. Als sie sich umdreht, sieht sie, wie dieses Ding sie zu packen versucht, dann aber hochgehoben wird. Danach hört man nur noch ein kurzes, unvergleichliches Geräusch, Blut tropft vor ihrem rettenden, kleinen Weg und dann geht der Körper des Untieres zu Boden. Kopflos. Einige Überreste des Schädels folgen ihrem überwiegendem Teil. Plötzlich schauen sie zwei gelb leuchtende Augen an. Ein langer, dürrer Arm huscht durch das Loch und die spitzen, blutverschmierten Krallen versuchen sie zu packen, aber Sarah ist inzwischen aufgesprungen und zur Tür dieses Lagerraumes gelaufen, hat aber ihre Taschenlampe fallen lassen. Ein grauenhafter Schrei des Monsters ist zu hören. Sie springt kurz vor der Holztür in die Luft und tritt sie gekonnt aus den Rahmen, landet und rennt rechts den Gang entlang.

,,Scheiße! Ich muss hier raus!", hechelt sie und fängt an zu laufen. Sie zieht die Pistole aus ihrem Gürtel und checkt das Magazin.

„Zwei Schuss? Ernsthaft?", schnauft sie, fühlt sich leicht verarscht. Sie läuft um eine Ecke des Ganges, hinter sich hört sie in Windeseile die Sicherheitstüren der einzelnen Gefängnistrakte aus den Angeln fliegen.

„Das schaff ich nicht!", sagt sie. Panik und Verzweiflung machen sich in ihr breit, die ersten Tränen fließen ihr über die Wangen.

„DA!", ruft sie. Sie läuft geradewegs auf ein Fenster zu. Vor ihr bricht ein Stück der Decke ein. Eine Gasleitung ist geplatzt. Unbeeindruckend springt sie über die Trümmer. Nur noch wenige Meter trennen sie von ihrer vermeintlichen Freiheit hinter dieser dreckigen Scheibe. Sie richtet ihren Arm mit der Waffe in der Hand auf, schießt beide Patronen auf die Scheibe ab und springt durch die gerissene Scheibe, während hinter ihr der Gang in Flammen aufgeht.

Nach zwei Metern freiem Fall landet sie unsanft im wuchernden Gras. Die Pistole hat sie losgelassen, stattdessen hat sie jetzt Kratzer im Gesicht, auf den Armen und Händen. Sarah hört, wie das Monster schreit. Mit panischem Blick steht sie auf und rennt zu den Überresten der Mauer, die das Areal vom Wald trennt. Sie klettert darauf, springt hinunter und rennt in den Wald.

Nach einigen Metern dreht sie sich um. Sie sieht, wie ein Fenster nach dem anderen aufgrund der mit Flammen gefüllten Gänge zerbricht. Ein Trakt nach dem Nächsten geht in Flammen auf und man hört unzählige Schreie der vielen Monster. Kurz darauf steht das gesamte Gebäude in Flammen. Mit einem gewaltigen „ROMMS" und einer Feuerwalze, die aus jedem Fenster kommt, nimmt Sarah zufrieden zur Kenntnis, dass gerade der Gastank im Keller hochgegangen ist. Da er sich in der untersten Etage befindet und oben der Druck entwichen ist, ist nun jede Etage vom Feuer erreicht worden. Mit einem breiten Grinsen dreht sich Sarah wieder um und geht tiefer in den Wald hinein. Orientierungslos stolpert sie umher, doch es stört sie nicht. Sie hat gerade das schlimmste Kapitel ihres Lebens hinter sich gelassen mit einem filmreifen Abgang. Doch neben den Gefühlen der Zufriedenheit und des Glücks merkt sie ihre Trauer und das Wissen, dass es noch schlimmer werden wird, doch daran möchte sie grade nicht denken.

Nach zwei Stunden umherirren wird Sarah dezent müde, doch an Schlaf ist noch nicht zu denken.

„Bevor ich schlafen gehe, will ich aus diesem verdammten Wald raus!", fängt sie zu fluchen an.

„Das kann doch nicht so schwer sein... In welche Richtung lauf ich überhaupt?"

Hungrig, durstig, übermüdet und erschöpft fällt sie auf die Knie und stützt sich zusätzlich auf ihren Händen ab.

„Wo bin ich hier bloß gelandet? Und warum ist es eigentlich so still? Ich laufe seit Stunden hier herum und ich hab noch nicht einen Vogel gehört oder irgendetwas anderes..."

Sarah denkt nach.

Aus der Ferne ist ein Schrei zu hören. Genau genommen hinter ihr in der Ferne.

„Diesen Schrei kenne ich!", murmelt sie, ihre Augen werden sekündlich größer.

Blitzschnell springt sie auf und läuft los als wär sie gerade erst aufgebrochen.

Überall Äste, Blätter und Zweige, dir ihr ins Gesicht fliegen. Ihr Herz rast, ihre Augen sind weit aufgerissen, sie hat panische Angst, ihr Atem schnell und kurz. Sie sieht in dieser Dunkelheit nichts, das Geäst ist viel zu dicht. Sie stolpert, springt auf und rennt weiter. Über Stöcke, unter Baumstämmen hindurch, durch Büsche, in den eiskalten Bach und auf zum anderen Ufer. Sie rennt weiter.

Angst durchströmt ihren Körper. Panische Blicke suchen nach Rettung, nach Hilfe, doch sie weiß, sie ist allein. Nein, nicht allein. Nur allein gelassen. Sie stolpert, fällt, schreit. Sie versucht aufzustehen. Sie fällt erneut. Sie schaut sich ihre Beine an. Ihr linker Oberschenkel... er ist... da steckt ein Holzsplitter drin... Wie unter Schock schaut sie sich die Wunde an, macht aber nichts. Sie hört etwas. Es ist weit entfernt, aber dieses Geräusch... Das Monster! Sie steht mit schmerzverzogenem Gesicht auf und humpelt weiter. Diese Dunkelheit, dieses Dickicht, sie sieht nichts, sie spürt nichts, sie humpelt einfach nur weiter. Es kommt näher. „SCHNELLER!", ist ihr einziger Gedanke. Schmerzen spürt sie nicht mehr, die Angst ist stärker. Adrenalin durchströmt ihren Körper.

„Da, ein Geräusch! Ist das ... Wasser? Ein Wasserfall! RETTUNG!", sie beißt die Zähne zusammen und sprintet. Das Monster kommt näher.

„Schneller! SCHNELLER!", sie ist ganz nah. Das Geäst wird weniger. Licht!

„SCHNELLER!", sie sieht den Abgrund. Das Monster ist direkt hinter ihr. Sie dreht sich um, sieht die gelben Augen und ... SPRINGT! Sie fällt, schaut panisch nach unten, sieht das brausende Gewässer und stürzt hinein. Die Strömung zieht sie nach unten. Sie strampelt. Panik macht sich in ihr breit. Ihr wird schwarz vor Augen...

Bạn đang đọc truyện trên: Truyen247.Pro

Tags: #wattys2018