
Chapter 24
JIMIN
Ich dachte nach. Wie sollte man Suga erkennen, was wusste ICH über ihn...
Nichts. Ich wusste nichts über ihn, wie mir leider bewusst wurde...
„Geschlossen?"
Ratlos standen wir vor dem Café und schauten auf das bunt bemalte Schild (ich wette das hat Tae gemacht, obwohl es irgendwie so den Eindruck erweckte, dass es ein Volkschulkind gemalt hatte)
„Das... das ist wirklich neu. Das Café war noch nie geschlossen", jammerte Hoseok und drückte sein Gesicht an der Glasscheibe platt. Ich konnte mir ungefähr vorstellen, wie das von der anderen Seite aussehen muss.
Und genau so wie ich es mir auch vorstellte, tauchte neben dem Kopf von Hoseok auch so ein Gesicht auf.
„Ähm, Hobi", sagte ich, und er blickte nach rechts, wo sich das Gesicht befand.
Mit einen Aufschrei sprang der Ältere zurück und das Gesicht löste sich vom Glas um die Türe zu öffen.
„Verdammt Tae, du kannst mich doch nicht so erschrecken", schmollte der Ältere und Taehyung und ich lachten.
„Hier, Mrs. Kim sagte du solltest dein Gesicht vom Glas verschwinden lassen, sonst dürft ihr nicht rein", sagte der Barista und drückte Hoseok einen Lappen in die Hand.
Wenig später saßen wir dann mit Mrs. Kim, Taehyung und einem Stück Kuchen für jeden an einem Tisch.
„Wisst ihr, unsere Kaffeemaschine hat heute Morgen den Geist aufgegeben, und was für ein Café verkauft keinen Kaffee?", erklärte uns die ältere Dame, wieso das Café heute geschlossen hat.
„Und was führt euch hier her? Aber nicht wieder eine große Kaffee Bestellung für euer Team?", fragte sie uns dann und ich verneinte schnell.
„Wir sind auf einer besonderen Mission", sagte Hobi ernst und zwinkerte dann noch.
„Uh, Undercover oder so?", fragte Tae sofort laut und begeistert.
„Oh, ich meinte, Undercover oder?", korrigierte er sich, dann noch flüsternd.
„Haha, ganz so schlimm ist es nicht", lachte ich und klopfte dem Jüngsten auf die Schulter, welcher vor sich hin grinste.
„Auch ja, Jimin, ich möchte das ihr morgen gegen Abend alle ins Café kommt. Bis dahin ist der Reparateur für die Kaffeemaschine hoffentlich schon dagewesen, und dann könnt ihr gleich mal sehen, wie sich der neue Anstellt.", sagte Mrs. Kim und grinste mich an, da ich freudig nickte.
„Ihr bekommt einen Neuling?", fragte Hoseok interessiert nach.
„Ja, er geht noch zur Schule, macht aber dieses Jahr seinen Abschluss und wird ein paar Mal in der Woche für ein paar Stunden hier arbeiten. Um sein Taschengeld aufzubessern meinte er. Er scheint ein netter Junge zu sein", erklärte sie und Tae zuckte mit den Schultern: „ich kenne ihn bis jetzt noch nicht, ich hoffe er ist nett"
Wir unterhielten uns noch über einige anderen Themen, doch ich wurde von meinem Handy abgelenkt.
Suga: wieso hat das Café geschlossen? T.T
Jimin: Kaffeemaschine ist kaputt
Suga: nein T.T
Jimin: ... bist du beim Café?!
Suga: Vielleicht?
Jimin: lass mich raten, nicht der richtige Zeitpunkt oder die falsche Frage? -.- Wieso geb ich mir noch überhaupt die Mühe mit dir zu schreiben..
Dann kam einige Zeit lang nichts mehr und ich legte mein Handy auf den Tisch, nachdem ich es auf Vibration umgestellt hatte. Ich lauschte dem Gespräch der drei, doch es rückte immer mehr in den Hintergrund.
Suga gab mir die Nummer, damit ich mehr über ihn erfahren konnte. Doch es war schwer, mir selbst einzustehen, dass ich nichts, was uns weiterhelfen konnte, über ihn wusste.
Und noch schwerer war es für mich einzustehen, dass ich unsere kleinen Unterhaltungen genoss. Die Angst, Furcht oder Skepsis, die am Anfang da war, war schon länger verschwunden und ich ertappte mich oft genug dabei, wie ich mein Handy angrinste, wenn ich einen seiner Nachrichten erhielt.
Suga: ich wollte mir einen Kaffee holen auf den Weg nachhause. Wieso, bist du dort?
Er hatte mich nicht bemerkt? Er war nicht wegen mir dagewesen?
Jimin: ja, Mrs. Kim hat uns (mich und Hoseok) auf Kuchen eingeladen~
Suga: Unfair! Ich will auch Kuchen! Aber ich hab dich gar nicht gesehen ^^; war wohl zu verschlafen
Jimin: muss ich mir Gedanken machen?
Suga: nein nein~
Verwirrt starrte ich auf mein Handy, also kein weitere Mord?
Suga: ich kann dein Gehirn sogar durch die halbe Stadt rattern hören :D
Jimin: Pff
„Wir sollten vielleicht wieder gehen Jimin, wir müssen ja noch was tun.", sagte Hoseok und stupste mich an. Ich blickte auf und nickte leicht.
Wenig später standen wir wieder auf der Straße, und liefen willkürlich in eine Richtung.
„Was machen wir jetzt?", fragte ich und Hosek überlegte kurz.
„Du könntest doch mal wieder Haare färben, das Orange ist schon ziemlich ausgewaschen.", überlegte er und ich musste selber nicht lange überlegen um zu zustimmen.
Wir schlenderten zu meinen ‚Stammsalon' als mich jemand anrief. Eine Unbekannte Nummer.
„Hobi, kennst du die Nummer?", fragte ich ihn, doch er schüttelte nur den Kopf, weswegen ich abhob und unsicher: „Hallo?" sagte.
„Yo Jimin, hast du immer noch nicht meine Nummer eingespeichert? It's me, Daehyun!", fragte die andere Stimme genervt.
„Ich.. äh.. ja", sagte ich, als ich erkannte, wer es war.
„No shit Sherlock. Ich wollte dich eigentlich bloß daran erinnern, dass die Uni Kurse nächste Woche wieder beginnen.", sagte Jung Daehyun, ein Kumpel von mir mit dem ich auf die Uni ging.... Und eigentlich in jedem Kurs neben ihm saß.
„Im Ernst jetzt?! Schon?", fragte ich ungläubig nach. Es ist üblich, dass Ferien schnell vergehen, aber soo schnell?!
„Ja Dummerchen. Du kommst dieses Mal bitte, nicht wie das letzte Mal!", sagte er. Dass er mich jedes Mal daran erinnern muss. In den ersten Ferien habe ich vergessen, wann die Uni wieder anfing... und vielleicht auch die Ferien danach.
„Man sieht sich nächste Woche", grummelte ich und legte nach einem ‚Bye' auf. Gleich danach bekam ich eine Nachricht.
Suga: ich mag diesen Daehyun nicht
Woher wusste er von Daehyun?! Muss ich Angst haben um ihn?
SUGA
Ihr wundert euch, wie ich das von Daehyun wusste? Ganz einfach. Es war ein purer Zufall.
Ich war gerade auf den Weg nachhause, als ein Junge neben mir ging. Und dieser rief am Handy jemanden an und nannte ihn Jimin. Ich wusste, das Jimins Uni nächste Woche wiederbeginnt, und der Kriminalpsychologie Kurs war der einige Kurs, er in dieser Woche wieder begann.
Woher ich Daehyuns Namen wusste. Nach dem er das Telefon beendet hatte, ging er in sein Haus, Schlüssel gezückt. Mit einem Anhänger, wo die Wohnungsnummer drauf war, dann musste ich nur kurz auf das Klingelschild schauen.
Und woher ich wusste, dass es mein Jimin war? Es war auch auf gut Glück.
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