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Kapitel 8

Felix

Jisung starrte mich regungslos an. Seine geweiteten Augen und seine gehobene Augenbraue, waren die einzigen Anzeichen für das Chaos, das in ihm herrschen musste.

Verständlich.
Ich hatte gerade wahrscheinlich die größte Verwirrung in ihm ausgelöst seit langem. Wobei Minho könnte ihn vielleicht noch mehr aus der Fassung bringen als ich.
Bei dem Gedanken musste ich breit Grinsen, was meinen Gegenüber schließlich aus seiner Starre riss.

„Kannst du mir das mal bitte erklären?", fragte der einen Tag Ältere vorwurfsvoll und doch etwas verlegen nach. Er hatte bemerkt, dass ich da meine Finger im Spiel hatte, er war ja schließlich nicht dumm.

Noch immer grinsend tat ich auf unschuldig, genoss ich den Moment und die Möglichkeit ihn zu ärgern zu sehr, musste es voll auskosten. Wann hatte ich denn sonst wieder die Gelegenheit dazu?

„Was gibt es denn zu erklären? Was meinst du?"

Jisungs Augen verengten sich und der Abstand zwischen seinen Augenbrauen verringerte sich immer weiter. Es war so ein 'Du weißt genau was ich meine und jetzt rede'-Blick.

Doch auch wenn er für andere nun etwas beängstigend wirken konnte, wusste ich, dass er eigentlich nur ein harmloses Eichhörnchen war... wenn man sich seine unzähligen Standpauken wegdachte.

Er war der Älteste in unserer Freundesgruppe und auch wenn uns nur ein Tag trennte fühlte er sich verantwortlich für uns. Deswegen tendierte er dazu uns zu belehren und von Dummheiten abzuhalten, so wie ein Elternteil. Er hatte einen stark ausgeprägten Beschützerinstinkt was uns anging, was in mir manchmal ein ungutes Gefühl aufsteigen ließ.
Gelegentlich fragte ich mich, ob er zu früh erwachsen werden musste.

Nach ein paar Sekunden unter seinem durchdringenden, auf meiner Haut brennenden Blick seufzte ich, gab endlich nach.
„Willst du die Kurzfassung oder-"
„Wenn dann schon alles. Was hast du gemacht?"

Inzwischen hatte er seine Arme vor der Brust verschränkt und sah mich auffordernd an. Kurz überlegte ich womit ich am besten anfing bevor ich ihm schilderte wie es zu dieser Situation gekommen war.

„Du weißt ja, dass Innie und ich bei Bc1 zugeteilt sind. Und... jetzt versteh mich nicht falsch, aber irgendwie konnte ich nicht glauben, dass Minho so eine schlechte Person ist. Sagen wir ich wollte noch mal sichergehen, dass du recht hast. Oder eben gucken, ob Minho doch nicht so übel ist. Du wirktest nämlich als ob du ihn doch nicht so schlimm fändest. Tief in dir drinnen magst du ihn obwohl er sowas zu dir gesagt hat. Ich sag nur der Vorfall mit seinen Lippen-"

Jisung löste seine verschränkten Arme und versuchte mich mit fuchtelnden Armen davon abzuhalten diesen Vorfall weiter auszuführen.
„Erinnere mich nicht daran. Und jetzt komm bitte zum Punkt. Ich habe noch Arbeit, hier an meinem Arbeitsplatz, zu erledigen, genauso wie du."

Ich nickte, wieder mit einem Grinsen auf den Lippen. Innerlich weiß er selber, dass Minho ihm gefällt, er will es nur nicht zugeben.

„Naja jedenfalls habe ich mich mit ihm unterhalten, ihm gesagt, dass ich mit dir befreundet bin. Er hat mir sofort alles erzählt und sich entschuldigt. Und weil ich eine nette Person bin habe ich gefragt ob er dir das nicht alles persönlich erklären und sich bei dir entschuldigen möchte."

Während ich ihm das alles erzählte beobachtete ich seine Gesichtsregungen genaustens. Er wirkte zunehmend argwöhnischer und man konnte ihm problemlos ansehen, wie er plante mich für meine Handlungen zur Rede zu stellen, sobald ich sie ihm genauer erläuterte.

„So lieb ich dich auch hab Lix, aber erklär mir jetzt endlich was du mit Minho ausgeheckt hast. Und lass auch ja nicht aus warum du uns belauscht hast"

Der Ältere sah mich drängend an und brachte mich schließlich dazu, ihm meinen Plan darzulegen.

„Also erst haben wir Nummern ausgetauscht, weil meine ursprüngliche Idee war dich nach der Arbeit an einen Ort zu locken an dem du nicht so schnell abhauen kannst und ihm dann zu schreiben, wenn du da bist, damit er mit dir reden kann, aber-"
Ich unterbrach meinen Redefluss kurz um seine Reaktion auf meinen ehrlich gesagt schon etwas hinterhältigen Plan zu belächeln.

Seine Kinnlade war einfach nach unten geklappt und er blickte mich ungläubig an.
„Ich hätte dich auch danach zum Essen eingeladen damit du mir diesen Hochverrat verzeihst. Vielleicht auch zu diesem Café mit den leckeren Cheesecakes, das wir neulich entdeckt haben?"

Seine Augen funkelten bei der Erwähnung seines Lieblingsessens kurz auf, doch bemühte er sich schnell wieder das entsetzte und zu tiefst empörte Gesicht aufzusetzen. Das klappte allerdings mehr schlecht als recht.

„Essen entschuldigt nicht alles, Felix", gab er in seiner belehrenden Stimme von sich, doch konnte er nicht ganz verbergen, dass ihm die Idee eigentlich ganz gut gefiel.
„Ich weiß. Aber vieles."
Ich grinste ihn wissend an.

Er musste vor mir keinen auf hard-to-get machen. Ich wusste auch so, dass man seine Stimmung meistens mit Cheesecake bessern und sich so mit ihm gut stellen konnte. Ein Tipp den ich auch Minho gegeben hatte.

„Aber weiter im Text. Das war wie gesagt der eigentlich Plan. Doch dann war ich kurz auf dem Gang, wollte eigentlich noch ein Kleidungsstück für ein Stageoutfit holen, und habe dich mit deiner durchnässten Hose am anderen Ende des Gangs gesehen. Du hast mich gar nicht bemerkt so frustriert warst du. Jedenfalls konnte ich mir denken, dass du mit deiner Jogginghose auf die Männertoilette willst, damit du dich umziehen kannst und da habe ich meine Chance gesehen."

„Aber warum verdammt noch mal musstest du mit rein? Du hättest Minho auch so schreiben oder sagen können, dass ich auf der Männertoilette war."

Es herrschte kurz Stille, denn ich musste mir eine plausible Antwort auf seine Frage suchen. Ich konnte ihm ja schlecht sagen, dass ich einfach aus Neugier mithören wollte.

Innerlich hatte ich irgendwie gehofft, dass die beiden sich durch meinen Plan näherkommen und wollte es selbst hören, da Jisung mich sowieso anlügen würde, gerade wenn so etwas tatsächlich passiert wäre. Was das angeht ist er immer ziemlich verschlossen, er redet generell nie über sein Liebesleben. Deswegen habe ich auch so gehofft, dass sich da etwas zwischen den beiden entwickeln könnte. Er verdiente es einfach jemanden zu haben, der ihn glücklich macht, von uns, seinen Freunden, mal abgesehen.

„Naja, ich habe dann irgendwie Panik bekommen, dass du mich doch siehst, wenn ich länger auf dem Gang stehen bleibe deswegen bin ich dann in die Männertoilette, weil die näher war als der Stylingraum"
Das klang doch nachvollziehbar, lobte ich mich selber.

„Ich habe, aber niemanden gesehen als ich reingegangen bin."
Er hob verwundert seine Augenbraue und runzelte die Stirn.

„Ich habe auf dem Klodeckel gehockt, damit man meine Füße nicht sieht", meinte ich total ernst, als wäre es das normalste auf der Welt.

Jisung schnaubte nur belustigt und schien langsam zu akzeptieren, dass ich ihn in diese Situation gebracht hatte. Immerhin hatte er bei der Konversation mit Minho ziemlich fröhlich gewirkt, von dem was ich mitbekommen hatte, weil das durch den Hall gar nicht so einfach war.

Besonders am Ende konnte man hören, wie wohl er sich fühlte, weil er so entspannt redete und das war bei ihm mit fremden Menschen eigentlich nie der Fall. Und da konnte er mir jetzt auch nichts vormachen, weil ich es genau gehört hatte.

„Übrigens Glückwunsch zu deinem Date", erwiderte ich frech grinsend und klopfte ihm auf die Schulter.

Seine Reaktion auf meine Provokationen war einfach zu gut, als dass ich je eine Gelegenheit verpassen würde ihn zu ärgern.

Wie erwartet enttäuschte er mich nicht, denn seine Augen weiteten sich schlagartig und panisch erklärte er mir wie es eigentlich gemeint war...
wer's glaubt. Minho steht doch hundertprozentig auf Jisung. Niemand kann mir erzählen, dass er sich diese Mühen machen und dabei noch Risiken eingehen würde, obwohl die Person schon gesagt hatte, dass es nicht nötig ist, wenn er nicht in irgendeiner Weise Hintergedanken hätte. Er will einfach Zeit mit unserem Sungie verbringen und leugnet es wahrscheinlich auch noch selber.

„Das ist kein Date! Du hast doch selbst gehört, dass es nur als Entschuldigung ist, weil er sich so schlecht fühlt"

Er klang davon so überzeugt, dass ich nur über seine Begriffsstutzigkeit staunen konnte. Normalerweise war Jisung scharfsinnig und der Sherlock Holmes in unserer Gruppe, doch anscheinend schien er in Minhos Nähe nicht mal ansatzweise die Konzentration zu haben um diese Verbindungen zu knüpfen, die so offensichtlich auf der Hand lagen.

Sah ganz danach aus, dass Minho ihn nicht ganz unberührt ließ.

Mit einem Grinsen stellte ich fest, dass diese Situation genauso gut aus einem Teenie-Drama stammen konnte. Es freute mich aber zu sehen, dass Sungie, wenn auch nicht bewusst, Interesse an jemanden zeigte. Ich konnte einfach nur hoffen, dass das alles gut ausgehen wird und nicht mit einem Skandal und einer Kündigung.

Ich schob die Zweifel zur Seite und konzentrierte mich schließlich auf Jisung, der nun gedankenverloren Löcher in die Luft starrte.
Ein kurzer Blick auf die Uhr erinnerte mich daran wieder zum Stylingraum zu gehen, da ich dort sicher schon vermisst wurde.

„Ji, ich denke wir sollte uns wieder an die Arbeit machen. Wir sehen uns ja dann nachher"

Mit einem schnellen Winken ließ ich den geistlich abwesenden, aber trotzdem leicht nickenden Jisung auf der Toilette stehen und machte mich auf zu meinem ursprünglichen Ziel.

Während ich diesen bestimmten Ledergürtel holte, überlegte ich mir schon mal wie ich Innie meine auffällig lange Abwesenheit erklärte. Wahrscheinlich war es besser, wenn ich ihm die Wahrheit sagte. Ich kann nur hoffen, dass er die anfallende Arbeit in der Zwischenzeit noch bewältigen konnte.

Mit dem letzten fehlenden Teil des von mir zusammengestellten Outfits machte ich mich wieder auf den Weg zum Vorbereitungsraum von Bc1. Schon als ich die Tür aufmachte sah ich, dass bereits zwei Mitglieder der Boygroup im Raum standen, konnte allerdings nicht erkennen wer genau, da sie mir mit den Rücken zugewandt waren.

Ich schloss also schnell die Tür hinter mir und stellte mich zu Innie, der noch etwas an einem Outfit ausbesserte. Es schien zum Glück nicht so als hätte er viel zu tun gehabt während ich weg war.

„Wo warst du?", fragte er mich leise als er bemerkte, dass ich endlich wieder zurück war. Ich hatte Innie nicht eingeweiht, weil ich erstens nicht wollte, dass Jisung dann auf uns beide wütend ist und zweitens, weil er mich wahrscheinlich von meinem Vorhaben auch abgehalten hätte.

Er war der Jüngste von uns und irgendwie schaffte er es immer uns mit seinem Welpen-Bonus zu etwas zu bringen oder von etwas abzuhalten, sprich das bekam was er wollte.

„Erzähle ich dir später, versprochen", gab ich ihm als Antwort, damit wir uns endlich unserer Arbeit widmen konnten. Er nickte stirnrunzelnd und zusammen drehten wir uns dann Richtung der beiden wartenden Idole.

Ich hatte mich vorher etwas informiert, wenn das überhaupt nötig gewesen wäre, da sie sowieso unglaublich bekannt sind und man so automatisch zumindest ein paar Mitglieder kennt. Und wenn ich mich jetzt nicht komplett täuschte waren das vor uns Chan und Changbin.

Ich musterte flüchtig den Leader bevor mein Blick zu seinem Bandmitglied schweifte. Changbin war zwar kleiner als Chan, wirkte deswegen aber nicht weniger stark. Er hatte relativ dunkle Kleidung an, was ihm zusätzlich noch mehr diesen starker-gefährlicher-Mann-Vibe gab, zusammen mit seinen Muskeln.
Oh, diese Muskeln.

Ich glaubte fast meine Augen wären an seinen Oberarmen festgeklebt, oder ich wollte sie einfach schlicht nicht von dieser Aussicht lösen. Schlussendlich konnte ich mich jedoch selbst ermahnen, denn ich arbeitete gerade. Solche Gedanken haben hier nichts verloren, rief ich mir noch mal ins Gedächtnis.

Doch hatte sich diese Mahnung auch ganz schnell wieder aus meinem Kopf verflüchtigt als ich in sein Gesicht aufsah. Dort war gerade nur Platz für meine Bewunderung für ihn. Wow, in echt sah er noch viel besser aus als auf den Fotos. Warum wurde mir erst jetzt bewusst, wie attraktiv er war?

Ich wurde aus meinem Bestaunen gerissen als Innie mich nicht gerade sanft mit seiner Schulter anrempelte.
„Ich bin Jeongin und das neben mir ist Felix. Ich würde sagen ich übernehme dich, Chan. Felix kümmert sich dann um dich, Changbin."

Er sah die beiden Idole nacheinander an, die nur bestätigend nickten. Danach schaute er etwas länger zu mir und raunte mir ein schnelles „Starr nicht so offensichtlich" zu bevor er frech zwinkerte und sich schließlich Chan widmete.
Mist, war ich so auffällig gewesen?

Nun mit versucht neutralen Gedanken drehte ich mich Changbin zu und lächelte ihn höflich an. Er erwiderte das Lächeln bevor ich ihm schließlich erklärte, wie er sein Outfit und einige Accessoires tragen musste.

Ich bemühte mich weiterhin meine Blicke nicht zu seinen Armen und den Rest seines trainierten Körpers gleiten zu lassen, was sich als ziemlich schwierig herausstellte. Mein Augen wanderten einfach automatisch dorthin, musterten seine Muskeln bewundernd und unbewusst schmachtete ich ihn regelrecht an.

Gerade warteten wir darauf, dass Innie und Chan fertig wurden damit ich gemeinsam mit dem Jüngsten den Raum verlassen konnte. Wir konnten ja nicht einfach danebenstehen und die beiden Idole beim Umziehen beobachten.

Ich konnte einfach nicht verhindern meinen Blick in der Wartezeit zu seinen Armen wandern zu lassen und langsam die sich leicht anspannenden Muskeln zu betrachten, als er diese vor der Brust verschränkte. Es war wahrscheinlich schon eine Meisterleistung bei diesem Anblick nicht zu sabbern.

„Willst du sie mal anfassen?"

Erschrocken wandte ich meinen Blick von seinen Armen ab und erwiderte entsetzt seinen Blick. Wow, das hatte ich toll hingekriegt mit dem nicht so offensichtlich Starren. Aber was hatte er da bitte vorgeschlagen?

Verwirrt und peinlich berührt, weil er mich beim Starren erwischt hatte, brach ich schnell den Blickkontakt ab und inspizierte stattdessen unruhig den Raum. Im Versuch meine Unsicherheit zu überspielen, lachte ich kurz krampfhaft auf und versuchte durch einen kurzen Blick zu Chan und Jeongin abzuschätzen, wie lange sie noch brauchen würden.
Warum dauert das denn so lange?

„W-was meinst du?", stotterte ich mit leicht zitternder Stimme und wich immer noch seinen Versuchen aus Augenkontakt zu schaffen.

Plötzlich ertönte ein süßes Kichern seinerseits, was mich schließlich dazu brachte doch zu ihm zu schauen.
Sein Gesicht wurde von einem strahlenden Lächeln erhellt, das gleichzeitig auch mein Herz weich werden ließ. Wie konnte er zugleich süß und heiß sein?

„Na meine Arme. Was hast du denn sonst die letzten Minuten angestarrt?" Sein Lächeln wich bei dieser Aussage kein bisschen, eher wurde es noch strahlender.
Mich allerdings brachte das Gesagte nur noch mehr aus der Fassung.

Er hatte bemerkt, dass ich so auf seine Arme gestarrt hatte und das laut ihm seit Minuten. Shit. Er schien die entstandene Stille falsch zu deuten, weshalb er wieder das Wort ergriff.

„Oder willst du nicht? Wobei ich es dir nur ans Herz legen kann. Die waren sehr viel Arbeit." Um seine Worte zu unterstreichen hob er einen seiner Arme und spannte ihn dann an. Sofort schnellte mein Blick dorthin und bevor ich mich versah hatte ich meine Hand schon darauf zu bewegt.

Kurz vor seinem Arm zögerte ich jedoch. War das wirklich ok? Aber er hatte es mir ja erlaubt, also kann es mir keiner vorwerfen. Mit einem bekräftigenden „Nur zu" seinerseits überbrückte ich schließlich die letzten Zentimeter und legte meine Hand auf seinen Biceps.

Erstaunt weiteten sich meine Augen als ich seine weiche Haut zusammen mit seinen harten Muskeln darunter spürte. Jetzt war es wirklich schwer nicht zu sabbern.

Ohne weiter darüber nachzudenken drückte ich leichte zu und strich mit meinen Fingern weiter über seinen Arm. Als sich dann durch meine Streicheleinheiten eine Gänsehaut auf seiner Haut ausbreitet, realisierte ich was ich hier tat. Das war nicht mehr nur einfaches Anfassen.

Verlegen räusperte ich mich und ließ meine Hand dann sinken. Zu meinem Bedauern. Auch von ihm glaubte ich ein leises enttäuschtes Seufzen zu hören, aber das bildete ich mir bestimmt nur ein, weil ich selber den Körperkontakt vermisste.

Gerade wollte er etwas erwidern als Innie auf uns zukam und mich dann mit einem schnellen „Bis gleich" an die Idole aus dem Raum zerrte. Ich hatte irgendwie vollkommen verdrängt, dass Changbin und ich nicht alleine waren.

„Was war das?" Innie musterte mich skeptisch dennoch konnte ich das Interesse in seinen Worten mitschwingen hören.

„Das... Ich habe seinen Biceps angefasst?" Es hörte sich mehr nach einer Frage an als nach einer Tatsache. Warum war ich denn so unsicher?
„Das habe ich gesehen, aber warum?"

Er meinte das nicht vorwurfsvoll, er wollte einfach nur den Grund wissen, aber ich fühlte mich trotzdem ertappt und hatte ein schlechtes Gewissen.

"Er hat gefragt ob ich seine Arme anfassen möchte..."

Die Augenbrauen des Jüngeren schnellten nach oben. Überrascht und zugleich verwirrt musterte er das gedanklich im Chaos versunkene etwas vor ihm.
Also mich.

Er musste das 'Warum' nicht aussprechen, wussten wir beide, dass diese Frage so offensichtlich und in der Situation selbstverständlich war.

„Er hat mich beim Starren erwischt", brachte ich schließlich unter angehaltener Luft hervor, was die sich aufgebaute Spannung zwischen uns in erneute Verwirrtheit umschwingen ließ.

"Und dann hat er dich gefragt ob du seinen Biceps anfassen willst. Der Typ ist ja noch komischer als wir!", lachte Innie in die Stille hinein, die durch das verarbeiten und realisieren meiner Aussage entstanden war.

Erleichtert stieß ich die angehaltene Luft aus und musste ebenfalls schmunzeln. Innie hatte schon Recht mit dem was er sagte. Normalerweise würde man nicht damit reagieren der starrenden Person anzubieten einen anzufassen. Aber ich konnte mich nicht beschweren, schließlich hatte ich deswegen das Privileg gehabt seine göttlichen Arme anzufassen.

Nachdem der Jüngere sich wieder beruhigt hatte öffnete sich wie auf Kommando die Tür und Chan blickte zu uns.
„Wir sind fertig mit dem Umziehen"
Wir nickten schnell und betraten dann zusammen mit dem Leader wieder den Raum.

Ich ließ meine Augen langsam über Changbin in seinem Stageoutfit wandern. Er sah verdammt gut aus.
Und das war eine totale Untertreibung.

Bei meiner genauen Begutachtung fiel mir auf, dass er noch gar nicht den Ledergürtel trug, den ich extra geholt hatte. Nach kurzem Suchen fand ich ihn auf dem Tisch liegen, auf den ich ihn erst provisorisch abgelegt hatte.

Während Innie also überprüfte ob Chans Kleidung auch richtig saß, ging ich zu dem Tisch um den Ledergürtel zu nehmen und ihn anschließend zu Changbin zu bringen.

„Warte, Changbin. Der hier gehört auch noch dazu"

Ich kam mit dem schwarzen Accessoire auf ihn zu, wobei er mich, oder eher meinen Körper, fast schon observierte, den Blick dann aber doch zu dem Gegenstand in meiner Hand wandern ließ. In seine Augen war ein dunkles Funkeln getreten.

„Hilfst du mir ihn durch die hinteren Schlaufen zu fädeln?"

Ich nickte stumm und wartete bis er den Gürtel durch die erste Schlaufe zog um ihn mir dann hinter seinem Rücken hinzuhalten. Ich fasste den Gürtel unterhalb seiner Hand an, doch kaum hatte ich meine Hand dort platziert schob er seine nach unten, um meine zu berühren.

Er streichelte mein Fingerknöchel und schob seine Finger dann meinen Arm weiter nach oben, streichelte meinen Haut weiterhin behutsam. Mit weit aufgerissenen Augen starrte ich auf unsere Hände.
Mir wurde zugleich warm und kalt unter seinen sanften, dennoch bestimmten Berührungen.

Nach einer Weile wandte ich mit einem Räuspern meinen Blick ab und zog meine Hand weg um den Gürtel durch die nächste Schlaufe zu ziehen.

Als er den Gürtel dann geschlossen hatte drehte er sich mit einem Grinsen zu mir um.

„Ich will ja nicht aufdringlich sein, aber hättest du Interesse daran, dass wir uns mal treffen?"

Seine dunkle, raue Stimme ließ einen erahnen, was er wirklich damit meinte. Wollte er etwa...? Perplex blinzelte ich mehrmals um mir auch wirklich sicher zu sein, dass das kein Witz, sondern ernst gemeint war. Spielte er gerade auf einen One-Night-Stand an? Oder interpretierte mein Gehirn das nur so, weil ich ihn unglaublich ansprechend fand?
Weil ich mir nicht zu hundert Prozent sicher war, fragte ich vorsichtshalber nach.

„Ich bin mir nicht sicher ob ich das gerade richtig verstanden habe... Redest du von einem One-Night-Stand?", fragte ich ihn flüsternd um nicht die Aufmerksamkeit der anderen auf uns zu ziehen.

Bei meinen Worten ebbte sein Grinsen etwas ab und seine Augen blickten nachdenklich in meine.
„Ich würde es jetzt nicht unbedingt so nennen. Ich meine du spürst doch auch diese Spannung zwischen uns, nicht? Wie wäre es, wenn wir uns etwas kennenlernen und... etwas Stress abbauen?"

Ich konnte irgendwie nicht glauben, dass er mich nach so etwas fragte. Mein Verstand sagte mir, dass ich das doch nicht mache konnte - dass es keine gute Idee wäre als Stylist eine 'Affäre' mit einem Idol zu haben.

Mein Herz dagegen schlug schnell und heftig gegen meine Brust und wollte seinem Vorschlag zustimmen. Es war beinahe absurd, wie schnell mein Herz entschieden hatte, dass Changbins Vorschlag eine gute Idee war.

Er schien meine Unsicherheit, die wohl eher ein verzweifelter Appell meiner Vernunft war, zu bemerken, weshalb er schnell zurückruderte, bemerkte, dass sein Gesagtes wohl unpassend war.
„Es tut mir leid. Das... Ich... Ich bin normalerweise nicht so, aber mein Kopf hat einfach abgeschaltet, weil du so zum verrückt werden schön bist und-"

Er brach ab als er das Lächeln auf meinen Lippen sah. Ich wusste selber nicht, wann es auf meinen Lippen aufgetaucht war. Wahrscheinlich während mein Körper und meine Gedanken sich von meinem Herz leiten ließen.
Ich fand es komischerweise gar nicht so extrem schlimm, dass er mich das gefragt hatte. Das lag wahrscheinlich daran, dass ich der Sache nicht ganz abgeneigt war.

Doch ein anderer Gedanke ließ mich nicht los.

„Ruinierst du dir damit nicht dein Image?", fragte ich ihn also, während ich seinen Blick ernst erwiderte.
Zu meiner Überraschung schien er erst jetzt darüber nachzudenken, weil es auf einmal still zwischen uns wurde.

Während ich also auf seine Antwort wartete, überdachte ich die ganze Sache nochmal. Es war riskant und mein Verstand versuchte mir von Anfang an einzublechen, dass das die schlechteste Idee aller Zeiten war. Doch in Teil von mir fühlte sich geehrt und genoss diese Spannung zwischen uns, diese kleinen elektrisierenden Schauer, die über meine Haut jagten, wann immer wir einen intensiven Blick oder Berührungen teilten.

„Es sollte einfach nicht irgendwie öffentlich werden. Es ist riskant, ich weiß, aber auch wenn das komisch klingt ist es mir das wert. Weißt du, ich kann meine Augen nicht von dir lassen, weil du so verdammt hübsch bist und gleichzeitig so heiß in diesen engen Sachen" Mit dieser Aussage und seinem, meinen Körper genauestens musternden, Blick riss er mich aus meinen Gedanken und brachte mich zudem auch komplett aus der Fassung.

Er wollte sein Image und Job für einen One-Night-Stand riskieren?

„Aber auch wenn du nur einen Prozent daran interessiert bist: bitte stimme nicht dieser Idee zu nur weil ich ein Idol bin und du dich deswegen geehrt und auserkoren oder so fühlst, aufgrund meiner Bekanntheit. Ich will nicht, dass du das alles später bereust."

Ich lächelte ihn beruhigend an teilt ihm dann mit wie ich zu der ganzen Sache stand. Eventuell beachtete ich die Stimme in meinem Kopf nicht, die mich anschrie abzulehnen. Das Verlangen ihm nah zu sein, dieses Prickeln erneut auf meiner Haut zu spüren überwog im Moment.

„Ich mache das nicht, weil du berühmt bist, sondern weil du attraktiv und verdammt heiß bist. Ich mache da aber nur mit, wenn du alles möglich dafür tust, dass das nicht rauskommt, was natürlich auch in deinem Interesse ist. Und ich möchte auch, dass du das klar durchdenkst, was das für Folgen für dich haben könnte. Ist es dir das wirklich wert?"

Zum Ende hin wurde ich immer nachdrücklicher und sah ihn eindringlich an. Er nickte, nahm einen tiefen Atemzug.

„Ich möchte es wirklich. Es ist zwar nur einmal, aber du bist verdammt attraktiv. Wir sollten es halt einfach nur nicht in der Öffentlichkeit treiben."

Bei seinen letzten Worten bildete sich ein anzügliches Grinsen auf seinen Lippen. Ich atmete tief durch und traf dann meine Entscheidung. Was könnte schon bei einer Nacht schiefgehen? Die Wahrscheinlichkeit, dass genau bei diesem einen Mal irgendeiner etwas mitbekommt, war schließlich sehr gering... und mein Körper verzehrte sich regelrecht nach seinen Berührungen.

„Wenn du dir damit sicher bist, soll ich dir meine Nummer geben?"

Das Grinsen auf seinem Gesicht wurde noch breiter und schaffte es schließlich auch mich anzustecken. Er nickte heftig und wir holten darauf beide unsere Handys raus auf denen wir gegenseitig unsere Nummern einspeicherten, darauf bedacht, dass die anderen beiden nichts davon mitbekamen.

Nachdem wir beide unsere Handys weggesteckt hatten, beugte Changbin ich zu meinem Ohr und raunte mir mit rauer Stimme etwas zu.
„Schreib mich an, wenn du bereit bist. Wir finden einen 'Termin'."
Dabei spürt ich seinen warmen Atem an meiner empfindlichen Haut, was mir eine Gänsehaut bescherte.

Seine rechte Hand legte sich derweil auf meine Hüfte und kurz bevor er sie wegzog, strichen seine Finger auch leicht meinen Hintern.
Unter seinen Berührungen erstarrt und von seinen Worten berauscht hielt ich die Luft an und konzentrierte mich auf das Kribbeln, dass durch meine Körper zuckte, aufgrund seiner Berührung.

Gott, ich hätte sein Angebot gar nicht ablehnen können so wie ich jetzt schon auf seine einfachen Worte und Berührungen reagierte.

Während ich beobachtete wie Chan und Changbin mit einem letzten „Tschüss" den Raum verließen, wich das dümmliche Grinsen nicht mehr aus meinem Gesicht.

„Worüber habt ihr denn geredet, dass du so grinst als hättest du im Lotto gewonnen?" Innie hatte sich zu mir gestellt und musterte mich nun nachdenklich und mit zusammengezogenen Augenbrauen.

Bei seiner Formulierung musste ich automatisch etwas lachen, da er damit irgendwie Recht hatte. Unter all den Menschen fand Seo Changbin, den ich ebenfalls richtig heiß fand, mich attraktiv und fragte mich nach einer gemeinsamen Nacht. Wenn das nicht noch besser als ein Lottogewinn ist, weiß ich auch nicht.

„Ich werde einen One-Night-Stand mit dem attraktivsten Mann haben, der mir je begegnet ist." Innie wirkte volkommen verwirrt, schien nicht zu verstehen, was ich damit meinte.

„Was? Und wer ist das bitte?"

„Seo Changbin"

_____________

Hello,
es ist lange kein Kapitel mehr gekommen. Und das tut mir sehr leid :(

Ich hing erst mit dem Schreiben zurück und dann hat mir das W-Lan im Urlaub einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Aber dafür habt ihr ein 4000+ Wörter Kapitel und Changlix bekommen ;)

Ich hatte auch schon angefangen das 9. Kapitel zu schreiben aber weil das auf dem Handy etwas scheiße ist, (Ich habe nicht direkt auf Wattpad geschrieben) ist das einfach weg. Es hat nicht gespeichert und mir das aber auch nicht mittgeteilt...
*Nervenzusammenbruch*
Aber inzwischen habe ich es wieder neu geschrieben und bin eigentlich ganz zufrieden. Weil ich das ganze noch Korrekturlesen muss kommt das 9. Kapitel morgen.

Ich habe halt einfach schon bis Kapitel 11 oder so alles durchgeplant, muss es 'nur noch' schreiben.
Dadurch, dass meine Kapitel immer so lang sind, ist es schwierig so schnell eins fertig zu kriegen ( besonders wenn man eins "löscht"), weil ich euch hier Kapitel mit so wenig Fehlern wie möglich bieten möchte und gleichzeitig auch die Storyline etwas spannend gestalten.

Die Beziehungen der Nebencharaktere werden übrigens nicht so intensiv beschrieben und thematisiert wie Minsung.
Es wird aber vorkommen, dass es immer Mal erwähnt oder angedeutet wird.
Dementsprechend sind bspw. Felix' Sicht und die der anderen Nebencharaktere nicht so häufig wie Jisungs und Minhos.

Ich habe übrigens ein neues Cover gemacht, vielleicht ist es euch aufgefallen (ich denke Mal schon weil es das Cover des Buches ist hahaha) und ich mag es voll. Jisung mit seinen Engelsflügeln ist einfach zu viel für mein Herz TT
Ich hoffe ihr könnt das Cover sehen, weil mein Handy es teilweise nicht checkt, dass die Geschichte ein neues Cover hat. Um vorzubeugen, dass irgendwer den Anblick von Angel Sungie nicht sehen kann (was wirklich ein großer Verlust wäre) :

Good day, Stay

Eure EinwildesStay <3

Me when I realized the the first two pages of chapter 9 were gone

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