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Zweiundvierzig

„Stew?" Lustig. Darren besitzt tatsächlich die Dreistigkeit mir zu folgen.

„Geh weg", rufe ich über meine Schulter. Ich dränge mich an ein paar Leuten vorbei, nicht wenige geben mir dabei einen genervten Blick. Aber Darren lässt sich nicht aufhalten. Plötzlich liegt seine Hand auf meiner Schulter.

„Fass mich nicht an", keife ich. Er hebt entschuldigend die Hand.

„Lass mich dich nach Hause fahren." Ich kneife die Augen zusammen, weil er vor meinen Augen verschwimmt. Mich nach Hause fahren?

„Nein!", rufe ich. Ich muss doch vergessen. Wieder legt er mir eine Hand auf die Schulter und will mich in Richtung Ausgang lotsen. Ich winde mich aus seinem Griff.

„Ich habe gesagt, du sollst mich nicht anfassen." Mittlerweile schauen die Menschen, die ich auf meinem Weg angerempelt habe, interessiert zu uns rüber. Wir machen eine Szene. Fantastisch.

„Ich will dir doch bloß helfen." Ich schnaube.

„Ohhhh, Darren möchte mir helfen. Habt ihr das gehört, Leute? Er möchte mir an dem Ort helfen, an dem er mich betrogen hat. Wie theatralisch!" Dann sehe ich ihn direkt an.

„Weißt du, was noch theatralisch ist? Dass du mich gerade nicht in Ruhe lässt. Geh irgendwo hin und lass es dir besorgen, mir doch egal. Aber berühr' mich nie wieder, sprich mich nie wieder an. Du... Du.." Ich zittere, mir fehlen plötzlich die Worte. Abwechselnd werden seine Gesichtszüge scharf und unscharf. Der Rand meines Sichtfelds färbt sich schwarz.

„Du bezeichnest mich als theatralisch?" Oho, der Herr ist sauer. Ich wanke rückwärts, als er einen Schritt auf mich zu macht. Dann spüre ich die Wand in meinem Rücken.

„Wer von uns macht denn hier gerade die Szene? Vielleicht war das ja der Grund, warum ich es getan habe. Weil du mir zu theatralisch bist. Zu viel Drama. Verdammt Stew, du kannst nicht alle Schuld auf mich schieben!" Ich schnappe nach Luft. So klar bin ich noch, dass ich genau weiß, was er mir unterstellt.

„Ich bin... Ich bin..." Bin ich schuld?

Weil ich nicht weiß, wie ich reagieren soll, schütte ich ihm den restlichen Inhalt meines Bechers auf das dürftige Unterhemd. Tränen brennen mir in den Augen.

Darren schnappt jetzt ebenfalls nach Luft. Bin ich wirklich schuld an alledem? Hat er mich betrogen, weil ich ihm nicht genug war? Weil ich nicht genug war...

Ich wünschte, der Boden würde sich auftun und mich verschlingen. Ich will nur noch in mein Bett, schlafen und nie wieder aufwachen. Er hat es also wirklich getan, weil er mich nicht mehr liebt. Ich bin schuld.

Mein benebeltes Hirn zählt eins und eins zusammen.

„Das reicht." Es ist Andrea, die auf einmal neben uns auftaucht und mich von Darren wegzieht. Tränen fließen mir über die Wangen, als sie mich zurück zu dieser Toilette bringt. Sie schubst einen Typen nach draußen, der sich die Hände gewaschen hat und platziert mich auf dem Klodeckel.

„Sitzen bleiben", kommentiert sie, reicht mir mehrere Taschentücher und lässt mich dann alleine. Sie lässt mich alleine? Wie kann sie mich gerade allein lassen? Ich beginne zu zittern, meine Lider flackern. Immerhin musste ich mich noch nicht übergeben.

Vielleicht hätte ich versuchen sollen Darren vollzukotzen. Darren.

„Ich bin schuld", murmle ich. Die Taschentücher fallen mir aus der Hand, als ich das Gesicht in meinen Händen vergrabe.

„Ich bin schuld", immer und immer wieder, bis es die einzigen Wörter sind, die mein Hirn kennt. Irgendwann, es fühlt sich an wie eine Ewigkeit, kommt Andrea zurück. Zumindest höre ich Schuhe, die auf den weißen Boden donnern. Ich blicke nicht auf, bin zu beschämt. Sie hat es mir ja gesagt.

„Hey." Es ist nicht Andrea. Im ersten Moment weiß ich nicht mal, wer es ist. Seine Stimme klingt zu weit weg und immer noch führe ich diesen Monolog.

„Ich bin schuld", die Worte verlassen meinen Mund in einem Krächzen.

„Stew." Das treibt mir noch mehr Tränen in die Augen. Doch, jetzt erkenne ich ihn. Khan nennt mich beinahe nie Stew, aber wie er meinen Namen ausspricht – da würde ich ihn mit niemandem verwechseln. Es ist ernst. Ist es ernst? Ja, immerhin bin ich schuld. An allem bin ich schuld. Er soll mich hier lassen. Ich verderbe ihm doch den ganzen Spaß. Immer ich.

„Geh weg", flüstere ich.

„Nein." Verdammt.

„Jedes mal, wenn ich zusammenbreche bist du da", schniefe ich, hoffe, er habe es nicht gehört.

„Ist da wirklich so schlecht?", will er wissen.

„Kannst du den Boden aufmachen und mich rein werfen?", stelle ich die Gegenfrage.

„Den Boden aufmachen und dich... was?" Sanft nimmt er meine Hände in seine und zieht sie von meinem Gesicht. Aus brennenden Augen starre ich zu ihm auf. Er ist so nah. Trotz des Alkohols kann ich jede einzelne Struktur seines Gesichts ausmachen. So schön. Für einen Moment vergesse ich tatsächlich, was eben passiert ist.

Und dann kommt alles auf einmal wieder.

„Wirf mich einfach weg", hauche ich.

„Ich hab keine Lust mehr." Keine Lust mehr auf das hier. Auf Darren. Auf... mein Leben. Darauf, dass immer ich schuld bin. An allem. Ein Schluchzen entfährt mir. Wieder. Er antwortet nicht und dafür bin ich dankbar. Ich ertrage es nicht ihn anzusehen, aus Angst er könnte mich genauso ansehen wie es Darren eben getan hat.

Stattdessen drückt er mich an sich. So sitzen wir eine Weile da. Seine Berührung ist in diesem Moment alles, an das ich mich klammere. Wann hat mich zum letzten Mal jemand so umarmt? Als hätte es Bedeutung? Als wäre das Leben nicht vorbei? Endlich wird mir warm, wärmer als nötig.

„Weihnachten", schniefe ich mit Tränen in den Augen. Ich liebe seinen Geruch. Er erinnert mich an die guten Zeiten.

Khan hält mich in den Armen und mein Atem wird gleichmäßiger, gewöhnt sich an diesen Duft nach Weihnachten. Ich spüre, dass ich im Begriff bin, in seinen Armen einzuschlafen.

„Khan", nuschele ich, bitte stumm um seine Erlaubnis.

„Schhh", er streichelt meinen Kopf.

„Schlaf ruhig. Ich pass auf dich auf." Er passt auf mich auf?

„Tut mir leid", flüstere ich, obwohl ich nicht sicher bin, wofür ich mich entschuldige.

„Vielleicht hat Mariah ja doch recht", sage ich, viel mehr zu mir selbst. Eine letzte Träne verlässt meine Augen, dann schlafe ich ein.

Das nächste Mal werde ich wach, als jemand langsam mit mir im Arm eine Treppe hoch schleicht. Ich weiß nicht, wo ich bin, wie viel Uhr es ist, warum mich jemand durch die Gegend trägt. Nur sein Duft sagt mir, wer hier meinen Retter spielt. In meinem Kopf dröhnt es.

Khan legt mich sanft auf ein Bett, bekommt gar nicht mit, dass ich nicht mehr schlafe. Meine Augen fallen mir auch wieder zu – abwechselnd bemühe ich mich darum, dennoch wach zu bleiben. Er legt mir eine Decke über den Körper, nimmt mir etwas vom Kopf. Ich erkenne nicht, was es ist. Dann will er gehen. Ich strecke eine Hand aus.

„Khan", krächze ich. Er hält inne. Seinen Blick kann ich in der Dunkelheit und meinem verschwommenen Gesichtsfeld nicht ausmachen.

„Bitte", murmle ich, ehe ich mich enger in die Decke kuschle. Ich weiß gar nicht sicher, worum ich ihn bete. Dass er hier bei mir bleibt?

„Stew." Schweigen. Ich... Tränen treten mir in die Augen. Was ist bloß los mit mir? Oh Gott. Darren. Seufzend hebt er mich erneut hoch und rückt mich ein Stück zur Seite, als würde ich nichts wiegen. Meine Augen kleben, als ich sie das nächste Mal öffne. Er liegt jetzt neben mir.

„Schlaf", ganz sanft. Und das lasse ich mir nicht zweimal sagen. Ich sinke in einen tiefen Schlaf, der lange nicht mehr so angenehm und traumlos war.

♣♣♣

Grelles Licht weckt mich, ich kann meine Augen kaum öffnen, sie sind verklebt und brennen höllisch. Für einen Moment bin ich wie erstarrt, als ich einen Arm auf meiner Taille spüre.

Der Spruch ‚take it easy' begrüßt mich an einer Zimmerwand. Ich unterdrücke ein Schnauben, ahne, wo ich mich aufhalte.

Gleichzeitig bildet sich so ein Pochen in meiner Kopfgegend. Ich verziehe das Gesicht. Autsch. Ich werfe einen Blick über die Schulter und erkenne, dass ich mit dem Rücken zu Khan liege, der ein Pappkrönchen trägt und seelenruhig schläft – einen Arm um mich geschlungen. Wir befinden uns auf seinem Bett in seinem Reich. Mein Herz rutscht mir in die Hose.

Haben wir...?

Ich werfe einen Blick unter die Decke. Puh, wenigstens trage ich Klamotten – wenn man dieses Kleid wirklich ein Kleidungsstück und keine Unterwäsche nennen kann. Was ist passiert? Auf einmal bewegt er sich, zieht mich enger an sich. Mein Puls beschleunigt sich. Ich atme tief aus. Er scheint ein tiefer Schläfer zu sein. Unauffällig beobachte ich über meine Schulter hinweg, wie er das Gesicht im Schlaf zu einem Grinsen verzieht.

Ich widerstehe dem Drang, ihm über den Kopf zu fahren. Bevor ich etwas dummes machen kann, zieht er mich noch enger an sich. Verdammt, das wird langsam gruselig. Ich meine, seine Gegenwart ist atemberaubend, benebelnd, aber wenn er mich noch mehr drückt, quellen meine Eingeweide samt meines Gehirns aus meinem Körper. Noch dazu hilft das meinen atemberaubenden Kopfschmerzen auch nicht weiter. Ich versuche mich aus seinem Griff zu winden.

Ohne Erfolg. Himmel, sogar im Schlaf hat der Typ Kraft. Ein Stich fährt mir in den Kopf. Whoa. Ich muss echt viel getrunken haben. Normalerweise trage ich kaum mehr als einen kleinen Kater davon. Heute fühlt es sich zehnmal schlimmer an. Mein folgendes Stöhnen weckt Khan dann komischerweise endlich aus seinem Dornröschenschlaf.

Er gähnt und öffnet die Augen, sieht, dass er mich an sich presst wie einen Kuscheltierhasen und zuckt zusammen. Dabei zuckt er ein Stück zu weit nach hinten und fällt vom Bett. Ich lache. Ja, ich lache wirklich. Bei jedem Geräusch, das ich von mir gebe, nimmt der Kopfschmerz zu, sodass ich mir irgendwann nur noch den Kopf halten kann. Aber immerhin habe ich gelacht.

„Oww", macht er. Sein überraschter Gesichtsausdruck weicht einem Grinsen.

„Aber schön, dass du das so komisch findest." Ich zucke mit den Achseln.

„Nur fair – du hättest mich fast erdrückt, Dornröschen", gebe ich zurück.

„Soso, jetzt bin ich also nicht mehr der Prinz sondern eine Prinzessin?" Er hebt eine Augenbraue, ehe sein Grinsen zu einem sanften Lächeln wird.

„Der Prinz?" Ich runzle die Stirn. Und dann kommen die Erinnerungen zurück. Alle auf einmal und ohne Vorwarnung. Oh Gott. Seine Arme. Mein Herz bleibt stehen, als der Rest des abends vor meinem inneren Auge entlang läuft. Darren. Ich bin schuld. Innerlich zerbreche ich erneut, äußerlich bewahre ich den Schein und täusche einen weiteren plötzlichen Kopfschmerz vor.

In nüchternem Zustand gelingt es mir wesentlich besser meine Gefühle zu verstecken.

„Danke", sage ich schließlich.

„Du hast mir geholfen. Das hättest du nicht tun müssen." Er sitzt noch immer auf dem Fußboden vor seinem Bett. Ich rutsche zurück und lehne meinen Rücken an die Wand hinter seinem Bett.

„Du brauchst dich nicht zu bedanken", entgegnet er und steht auf. Auch er trägt noch sein Kostüm, das ich jetzt besser erkennen kann. Verrückt, dass ich ihn gestern nicht sofort als Prinzen identifiziert habe. Er öffnet ein Fenster und lässt die kühle Herbstluft zu uns hinein. Ich schließe die Augen und schaffe es sogar, den Kopfschmerz für eine Sekunde auszublenden.

Dann: „Ich mach es aber trotzdem." Sein Lachen erklingt, tief und durchdringend. Kurz nach dem Aufstehen gefällt mir sein Lachen noch besser als sonst, fällt mir auf.

„Also danke." Als ich die Augen wieder öffne, hat er sich gerade das Anzugoberteil über den Kopf gezogen.

„Was soll das werden?", frage ich und beiße mir in die Innenseite meiner Wange, um nicht zu grinsen. Das zweite Mal, dass ich ihn oben ohne sehe und es enttäuscht mich nicht. Mit hochrotem Kopf drehe ich mich weg, stehe auf und stelle mich vor das Fenster.

„Dieses Teil hat nach Bier gestunken", sagt er, als wäre es nichts besonderes, dass er sich gerade vor mir ausgezogen hat. Als wäre es nicht irgendwie... intim.

„Sag das wem anders." Ich kann den Mief, der von meinem eigenen Kostüm ausgeht, förmlich spüren. Vielleicht geht der Mief auch von mir aus. Ekelhaft. Und Khan musste neben sowas schlafen. Ich rümpfe die Nase, der hochrote Kopf stets da.

„Vielleicht solltest du es auch ausziehen", sagt er, ein verschmitztes Grinsen auf den Lippen. Ich verdrehe die Augen, was er nicht sehen kann, weil ich immer noch aus dem Fenster schaue.

„Ich kann dir was zum Umziehen geben", schlägt er schließlich vor. Wie viele Shirts habe ich mir schon von ihm geliehen? Und wie viele davon habe ich zurückgegeben? Keines. Achselzuckend schaue ich weiterhin hinaus. Es kann nicht später als neun Uhr sein. Die Straßen sind wie ausgestorben. Ein Vogel zwitschert. Sehr seltsam für diese Jahreszeit. Die kalte Luft, die mich einlullt, ist genau richtig.

„Keine Widerrede." Seine Präsenz ist jetzt zum Greifen nah. Er steht hinter mir, legt die Hände auf Höhe meiner Hüfte zu beiden Seiten auf dem Fensterbrett ab. Es könnte als unschuldige Geste durchgehen, tut es aber nicht. Sein Kopf liegt auf meiner Schulter und sofort bekomme ich eine Gänsehaut. Mein Puls beschleunigt sich. Erleichtert stelle ich fest, dass er inzwischen wieder ein Oberteil trägt.

„Ich habe gestern Abend nicht gelogen, das Kleid steht dir." Sein Mund ist so nah an meinem Hals, an meinem Ohr, dass mir für einen Augenblick die Sprache fehlt. Mein Hals ist staubtrocken. Nicht mal den Kopfschmerz spüre ich.

„Wenn du also nicht willst, dass ich dich anspringe, solltest du dich umziehen. Du kannst auch duschen." Mein bedröppelter Blick ist Grund genug für ihn, einen Lachanfall zu bekommen.

„Das mit dem Anspringen hast du also gehört?", frage ich unschuldig. Meine Schlagfertigkeit scheint zusammen mit meinem Stolz verschwunden zu sein.

„Wenn du betrunken bist, neigst du dazu, laut zu flüstern."

♡♡♡

das hier ist mein absolutes lieblingskapitelchen... dont ask me hahah xxx

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