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Zweiundfünfzig

Ich komme zuhause an. An mehr erinnere ich mich nicht. Mikael muss mich ins Bett gebracht haben. Vielleicht hat er mich noch zum Essen gezwungen, aber mein Magen schmerzt, er grummelt komisch, also schätze ich, dass er das nicht geschafft hat. Ich weiß nur, dass mein Kissen voller Mascara-Reste ist. Meine Augen fühlen sich geschwollen und verklebt an. Oh Wunder. Es ist ein Schultag oder eher Nacht? Draußen brennen noch die Straßenlampen, also gehe ich davon aus, dass es noch dauert, ehe mein Wecker klingelt.

Stöhnend drehe ich mich von links nach rechts und wieder zurück, nur um zu beschließen, dass ich genug geschlafen habe. Ich packe all meinen Mut zusammen und schicke Khan eine Nachricht.

Ist alles okay bei dir?

Es wundert mich nicht, dass er nicht sofort antwortet. Immerhin sollte er schlafen. Wir sollten beide schlafen. Kann auch sein, dass seine Familie wach und in einer Krisensitzung ist.

Vielleicht wird er mir nie antworten. Ich kann es ihm vermutlich nicht mal verdenken. Sofort fangen meine Augen noch mehr an zu brennen. Ich bin eine Heuchlerin. Nein, schlimmer. Sorge mich nur um mich selbst und um das, was zwischen Khan und mir war und was ich kaputt gemacht habe. Dabei geht es hier doch um so viel mehr. Um Khans Familie. Um seinen Vater. Wird Paul sterben? Es zerreißt mir das Herz.

Von plötzlichem Durst gepackt, schwinge ich mich aus dem Bett und lasse mir in der Küche ein Glas Wasser ein, das ich beinahe fallen lasse, als das Licht angeht.

„Probleme beim Schlafen?" Es ist Mum. Sie steht neben dem Lichtschalter, sieht aus wie ein Geist. So klein, so dünn, beinahe durchsichtig. Die weißen Schlafkleider tragen auch nicht weniger zu ihrer Erscheinung bei. Es überrascht mich nicht, dass sich mein müder Ausdruck auf ihrem Gesicht widerspiegelt.

Ich zucke mit den Achseln, weil ich es nicht zugeben will. Ich könnte ihren vorwurfsvollen Blick jetzt nicht ertragen. Zu meiner Verblüffung deutet sie auf den Küchentisch und zieht sich einen Stuhl heraus. Ich folge ihrer Anweisung und setze mich dazu.

„Dein Dad schnarcht furchtbar, ich brauchte eine kleine Pause", gesteht sie. Erneut bin ich überrascht.

„Ihr schlaft in einem Bett?", will ich wissen. Darüber habe ich mir all die Jahre keine Gedanken gemacht, zu beschäftigt war ich mit mir selbst und damit, wie sehr ich mich von ihnen verletzt fühlte. Bin ich nicht ein toller Mensch.

„Natürlich." Sie sieht mich an, als wüchse mir ein drittes Auge.

„Ach Stew", seufzt sie.

„Ich bin nicht tot. Ich bin bloß krank. Das ändert nichts daran, dass ich Gefühle habe und dass ich euren Dad liebe." Ich zucke zusammen. Noch nie habe ich sie das Wort Liebe laut aussprechen gehört. Es klingt zu... ernst. So gar nicht nach meiner Mutter, die, so dachte ich in den letzten Jahren, nicht mal ihr Leben wirklich ernst nahm.

„Auch wenn mich sein Schnarchen manchmal daran zweifeln lässt." Sie lacht leise.

„Das wusste ich nicht", sage ich schlicht und meine damit nicht Dads Schnarchen. Ich fahre mir unauffällig über die Augen, die vermutlich denen eines Pandas gleichen.

„Wir beschäftigen uns manchmal sehr gerne mehr mit unseren eigenen Problemen als mit denen der anderen. Das liegt in der Familie." Sie sagt es, als wäre das nichts schlimmes. Aber mir gefällt es ganz und gar nicht.

„Warum erzählt mir Mikael, dass du wie in Trance heim kommst und dann sehe ich dich mit verquollenen Augen mitten in der Nacht in der Küche stehen?", will sie wissen. Ich höre doch tatsächlich so etwas wie Besorgnis in ihrer Stimme. Das könnte so ziemlich unser erstes Mutter-Tochter-Gespräch sein. Lustig. Hätte ich gewusst, dass es nur einer Tragödie mehr bedarf, wäre es vielleicht viel früher dazu gekommen.

„Ich habe einen Fehler gemacht. Und jetzt werde ich dafür bestraft."

„Du meinst, du bestrafst dich selbst dafür."

„Ist das nicht dasselbe?" Ich nehme einen großen Schluck von meinem Wasser, hauptsächlich weil ich etwas anderes tun will als sie anstarren.

„Möchtest du darüber reden?" Sie faltet ihre Hände. Ohne es steuern zu können, treten mir Tränen in die Augen. Dennoch schüttle ich den Kopf. Mit ihr über Khan zu reden, das scheint mir einfach verkehrt. Stattdessen hole ich also rasselnd Luft und beschließe eine andere Leiche aus dem Keller zu holen.

„Ich habe mit Miss Nadine über dich geredet." Sie nickt, spielt mit ihren Fingernägeln, die überraschend gepflegt und lang sind. Warum fällt mir das heute nur alles auf?

„Und ich muss ehrlich zugeben, ich verstehe es nicht, Mum." Bei meinem letzten Wort zuckt sie zusammen.

„Nur damit du Bescheid weißt. Ich liebe Darren nicht mehr. Vielleicht habe ich das nie. Unsere Beziehung ist vorbei."

„Weil er einen Fehler gemacht hat." Sie lehnt sich in ihrem Stuhl zurück und schaut mich aus großen Augen an.

„Verdammt, ja!", zische ich, unbeabsichtigt laut.

„Er hat mich betrogen. Das ist nicht einfach ein Fehler, den du so leicht weg-radieren kannst", füge ich hinterher. Dann, etwas leiser:

„Und selbst wenn es nie dazu gekommen wäre, unsere Beziehung hätte nicht mehr lange angehalten." Das ist mir mittlerweile klar. Es lag nicht an mir. Es lag nicht an Darren. Es lag an niemandem. Darren und ich, wir sind einander nicht für einander bestimmt. Wir haben uns gemocht. Vielleicht können wir uns irgendwann wieder mögen, wenn das alles lange der Vergangenheit angehört. Aber von Liebe war nie wirklich die Rede, schätze ich.

Schon bei unserer ersten Begegnung, wusste ich, dass Khan etwas besonderes an sich hatte. Saphir-Junge. Mit seinem Charme und dem Mysterium, das sich um alles bildete, was ich mit ihm verband. Es stand von vorn herein fest, dass ich mich früher oder später in ihn verlieben würde. Mariah wusste es schon vor mir.

Und ich hab es vermasselt. Die erste Träne tritt mir aus dem Augenwinkel. Ich wische sie unauffällig mit dem Ärmel meines Schlafhemds weg.

„Warum bist du so versessen darauf, dass ich ihm verzeihe?", frage ich, um von meinen Tränen abzulenken und weil es mich irgendwie interessiert. Meine Mutter tut nichts grundlos.

„Ich...", sie stockt.

„Bitte lüge mich jetzt nicht an", flehe ich leise. Ich habe genug Lügen und Geheimnisse hinter mir. Das reicht. Sonst platze ich irgendwann. Dann wird sie meine Überreste von den Wänden kratzen müssen. Und wie will sie das meinem Vater und Mikael erklären? Ich würde...

„Ich war selbst mal ein Darren", platzt sie auf einmal mit der Sprache heraus. Sprachlos. Baff. Überfordert. Diese Worte beschreiben meine derzeitige Gefühlslage am besten.

„Du... was?"

„Ich habe denselben Fehler gemacht. Und mir wurde verziehen. Daher denke ich, sollte Darren dasselbe verdienen."

„Das ist... krass", sage ich, mir fällt nichts besseres ein. Erstmal, wen hat sie betrogen? Wie lange liegt das zurück? War es Dad? Bitte, lass es nicht Dad gewesen sein. Zweitens, nur weil man ihr verziehen hat, muss Darren nicht automatisch dasselbe verdienen.

„Ich... Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass ich es bereue und wir uns zu sehr lieben als dass es unsere Beziehung zerstören sollte." Sie redet in der Gegenwart. Vom Lieben. Bitte.

„Mum?", frage ich vorsichtig.

„Hast du Dad betrogen?" Eine Träne läuft ihr über die Wange.

„Es ist viele Jahre her. Noch bevor du geboren wurdest." Aber Mikael war schon da.

„Und Dad hat dir verziehen?"

„Liebe ist etwas tolles." Sie schenkt mir ein trauriges Lächeln. Wie konnte er ihr verzeihen? Ihr je wieder vertrauen? Ich denke nicht daran, Darren zurück zunehmen, aber der Gedanke, jemandem noch mal dieselbe Macht, dasselbe Vertrauen zu schenken, nachdem er es missbraucht hat, dieser Gedanke jagt mir doch eine heiden Angst ein.

„Wow", hauche ich. So vieles, das ich nicht über meine Eltern wusste. Erst erfahre ich, wie sehr sie sich lieben und dann das.

„Wie habt ihr das hinbekommen?" Viel wichtiger, mir liegen die Worte „Warum habt ihr es nochmal versucht?", auf der Zunge.

„Geduld. Vertrauen. Ich habe deinem Vater Raum und Zeit gelassen. Irgendwann bin ich ihm nach gekrochen. Ein Jahr nachdem ich ihn betrogen hatte, machte er mir einen Heiratsantrag. Nicht alles läuft wie im Märchen, offensichtlich. Wir gaben uns unser Wort, unser gegenseitiges Vertrauen nie wieder zu zerstören." Unglaublich. Plötzlich bewundere ich meinen Vater. Nicht für seine Vaterqualitäten, weil die ja doch ziemlich eingerostet sind in den letzten Jahren. Doch für seine Güte. Keiner hat von ihm erwartet, Mum zurückzunehmen, schon gar nicht, sie zu heiraten. Mir wird etwas mulmig zumute.

„Aber ich... bin schon von uhm... ihm, oder?" Diese Frage ist mir unangenehm. Aber sie muss gestellt werden.

„Natürlich." Entsetzen spiegelt sich in ihren Augen.

„Das hätte ich ihm nicht antun können, Stew. Oder dir." Wir schweigen für eine ganze Weile. Ich denke über ihre Worte nach. Sie ändern nichts an dem, was ich für Darren empfinde. Oder was ich für Khan empfinde. Sie ändern nicht, wie ich handeln werde. Ich werde Darren nicht zurücknehmen. Punkt.

„Wieso hast du ihn betrogen?", flüstere ich, ehe ich mich zurück halten kann. Vielleicht hat sie mich nicht gehört. Dann sei es so. Aber ich habe das Gefühl, es geht mich doch irgendwie etwas an. Sie seufzt. Lange und laut.

„Ich könnte die Sache auf den Schwangerschaftsblues schieben, den ich nach der Geburt deines Bruders hatte. Du würdest mir nicht glauben, oder?" Ich schüttle den Kopf, komme mir prompt vor wie ein fünfjähriges Mädchen, das seine Mutter nach dem Sinn des Lebens fragt. Zugegeben, einem ziemlich bösen, schlechten und unwiderruflichen Sinn des Lebens.

„Ich war nicht ich selbst, schätze ich", gibt sie zu. Dabei belässt sie es. Komischerweise verstehe ich es. Es gibt Momente im Leben, da fühlen wir uns wie Außenstehende in unserem eigenen Leben. Da stehen wir dabei, wenn wir einen fatalen Fehler begehen, wir schreien uns an, sofort aufzuhören. Aber wir können es ja doch nicht ändern. Wir lassen es zu. Lassen zu, dass es unser Leben in die schlechte Richtung zieht. Als Außenstehende. Und das ist schlimmer als es tatsächlich bewusst mitzubekommen. Schlimmer als bewusst die Entscheidung zu treffen.

„Bereust du es?", hake ich weiter nach, ich fühle mich schuldig, weil ich sie dränge. Dennoch, innerlich rüge ich mich, sie hat es sich selbst zu verschulden. Immerhin hat sie meinen Dad damals betrogen, ich verdiene es, alles zu wissen. Ihre Schuld. Ich kann trotzdem nicht sauer auf sie sein. Selbst wenn ich es so wie noch vor wenigen Stunden wollen würde.

Meine Eltern haben mich verletzt. Sie haben mir nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt. Das ist Fakt und sie werden mich in dieser Hinsicht nicht umstimmen können. Aber sie sind auch nur Menschen. Dieses Gespräch verdeutlicht das.

„Natürlich!" Sie klingt aufgekratzt, fast wütend.

„Was wäre ich für ein Mensch, wenn ich stolz darauf wäre?" Anne, schießt es mir durch den Kopf.

„Trotzdem kann ich es nicht rückgängig machen. Wir können nichts rückgängig machen." Ihre Augen werden glasig und sie starrt durch mich hindurch.

„Wir können es nur besser machen", beende ich das Zitat, das sie Miss Nadine gestohlen hat. Ihre Mundwinkel zucken.

„Wie oft mir Miss Nadine diese Worte wohl vorsagen musste, bis ich sie inhaliert hatte?", fragt sie und ich versuche mich an einem Grinsen. Es fühlt sich seltsam an zu grinsen, nach allem, was vorhin vorgefallen ist.

„Bestimmt nicht öfter als mir auch." Wir grinsen uns an. Mein Herz geht auf.

Dann stelle ich fest, dass ich doch tatsächlich zum ersten Mal eine von Miss Nadines Hausaufgaben erledigt habe. Ich habe mit meiner Mutter geredet.

Wir reden noch so lange mit einander, dass ich am Morgen nur mit Mühe die Augen aufhalten kann. Beinahe steige ich im Schlafanzug zu Andrea ins Auto. Auch dieses Gespräch fällt heute weit kürzer aus als gestern oder vorgestern oder den Tag davor. Andrea hat ein Gespür dafür, wenn ich mich schlecht fühle – jedenfalls scheint es manchmal so.

In der Schule halte ich den Kopf gesenkt, als ich zu meinem Schließfach gehe, aus Angst, die anderen Jugendlichen könnten mir vom Gesicht ablesen, was gestern Abend passiert ist. Khan hat mir nicht mehr geantwortet. Auch heute morgen nicht. Die Nachricht hat er nicht mal gelesen. Ich kann es ihm nicht mal verdenken. Ich erwarte nicht, ihn heute zu sehen, zu hören oder... ihr wisst schon, was ich meine. Ich erwarte gar nichts. Meine Lippe beginnt zu beben.

Der Rest des Tages folgt demselben Schema. Entweder ich wandere in Gedanken zu Khan oder zu meiner Mutter. Mariah versucht vergeblich aus mir herauszubekommen, was los ist. Das ist das erste Mal, dass ich sie sehen lasse, dass es mir schlecht geht. Die ganze Welt darf es sehen. Es geht mir wortwörtlich am Arsch vorbei. Ich hab es verdient.

In der Theater-Probe muss ich meine Szenen mit Darren spielen, weil Khan weiterhin suspendiert ist. Um dem ganzen einen Hut aufzusetzen, fängt dieser mich natürlich nach dem Unterricht ab.

„Können wir reden?" Darrens Hand liegt an meinem Arm, seine Berührung gibt mir einen Stromschlag. Sofort löse ich mich aus seiner Berührung. Ich verziehe keine Miene, als ich nicke, dabei würde ich so gerne die Augenbrauen hochziehen und eine spöttische Bemerkung abgeben. Er hat mir die Schuld gegeben, schon vergessen?

Dann fällt mir der Blick auf Mums Gesicht ein. Wir können es nur besser machen. Irgendwo hat sie recht.

Also folge ich ihm hinaus auf den Parkplatz, ziehe meinen Mantel enger zu, weil es langsam wirklich kalt draußen wird, und achte angestrengt darauf, ihm nicht zu nahe zu kommen. Nicht falsch verstehen, aber ich möchte wirklich nicht, dass Darren die falschen Signale empfängt.

„Worüber möchtest du reden?", frage ich, als er an seinem Wagen anhält. Der Wagen, aus dem ich noch vor wenigen Wochen selbst ausgestiegen bin. Wehmütig stelle ich mich neben ihn und blicke zum Schulgebäude hinauf. Es wirkte so friedlich damals. Ich habe mich so gefreut.

„Ich..." Er seufzt. Das bin ich von ihm gewohnt. Darren braucht für gewöhnlich mehrere Anläufe, um das zu sagen, was er wirklich sagen will. Und wenn es dann kommt, ist es meist sehr durch dacht. Noch vor wenigen Wochen habe ich genau das an ihm geliebt.

„Ich möchte mich bei dir entschuldigen-" Schon wieder? Aber ich beiße mir auf die Lippe.

„Was ich auf dieser Party gesagt habe, es tut mir leid. Ich war betrunken und-"

„Das haben wir doch schon durch, Darren. Dir tut es leid, mir auch, Sache gegessen." Guten Appetit. Ich verschränke die Arme vor der Brust, schaue ihn aber nicht an.

„Gibt es irgendwas, das ich tun kann, um das alles wieder gut zu machen?" Er möchte...

„Nein", sage ich. Dann hole ich tief Luft.

„Du warst ein guter Freund, Darren, nimm das jetzt nicht falsch auf. Und ich glaube mit der Zeit werde ich dir verzeihen können. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass das mit uns beiden vorbei ist." Zum ersten Mal in der langen Zeitspanne, die ich Darren kenne, sehe ich, dass er aufgibt. Ich sehe es in seiner Haltung, in seinem Blick. Vielleicht war es ihm nicht bewusst, aber ich gehe davon aus, dass er insgeheim schon viel früher aufgegeben. es sich nur selbst nicht eingestanden hat.

Wenn ich ihm früher beim Football-spielen zugeschaut habe, habe ich das Selbstbewusstsein in seinen Bewegungen bewundert. Das Glitzern in seinen Augen. Genauso wirkte er in meiner Umgebung. Als wäre er sich meiner sicher, als kenne er mich seit Ewigkeiten, als wäre ich etwas besonderes. Und so habe ich mich gefühlt.

Dieses Glitzern erlischt, sobald die Worte meinen Mund verlassen. Darren hat den Kampf aufgegeben. Ich bin ihm dankbar, dass er es nicht noch schlimmer macht als es das so schon ist.

„Ich hoffe wirklich, dass wir nach vorne sehen können", flüstere ich, denke nicht nur an Khan, von dem ich die ganze Zeit dachte, er würde meine Zukunft werden, sondern auch an meine Familie, an meinen Abschluss und das, was danach kommt.

„Ich auch, Stew, ich auch." Seine Stimme ist ganz leise. Dann steht er auf einmal nicht mehr neben mir, zurück bleibt ein Lufthauch, ein eisiger. Ich erschaudere. Schon will ich weggehen, doch er kommt zurück, in seinen Händen ein kleines Schächtelchen.

„Das habe ich schon vor einem halben Jahr gekauft. Ich will es nicht zurück geben. Alles Gute zum Geburtstag, Stew." Jetzt ist er weg. Hinter mir erklingt der Motor seines Wagens, er braust davon. Mein Herz klopft, ein verwirrtes Klopfen. Ich öffne die Schachtel. Er hat mir schon vor einem halben Jahr ein Geburtstagsgeschenk gekauft? Ich sollte die Schachtel verbrennen. Nicht mal nachgucken sollte ich. Aber ich tue es.

Mir stockt der Atem. Tränen treten mir in die Augen. Schnell schließe ich die Schachtel wieder und setze mich in Bewegung. Ich muss rennen, um den Bus noch zu bekommen, doch das Rennen hilft mir dabei, die Tränen nicht-existent zu machen.

Ein Kettenanhänger in Form eines Kaffeebechers, der ein Bild von Darren und mir auf der Rückseite aufweist. Der Anhänger auf einem T-Shirt der Universität, die Darren und ich uns gemeinsam anschauen wollten. Er hat sich tatsächlich Gedanken um meinen Geburtstag gemacht, daran gedacht. Schon vor einem halben Jahr!

Ich lehne die Stirn an die Glasscheibe des Busses und lasse den Tränen doch noch freien Lauf. Wie gut, dass außer mir nur vereinzelte Grundschüler hier drin sitzen und zu beschäftigt mit sich selbst sind, um zu bemerken, wie ich abermals zusammenbreche.

♤♤♤

Der letzte Teil steht mal wieder up for grabs... bin mir auch hier nicht sicher, ob er wichtig für den Handlungsverlauf etc ist, von daher, bildet euch eure eigene Meinung: )
xxx

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