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Vierundzwanzig

Bei ihm ist es sehr ruhig. In der Küche und im Wohnzimmer brennt kein Licht. Ein Blick auf die Uhr bestätigt, wie spät es schon ist. Elf. Demonstrativ gähne ich. Ich habe stillschweigend akzeptiert, dass er will, dass ich heute Nacht hier schlafe.

„Wenn du willst, leihe ich dir eine Hose von meiner Mutter und ein T-Shirt." Khan wartet. Ich nicke.

„Einen Moment." Er verschwindet oben und lässt mich allein in der Dunkelheit zurück. Am liebsten würde ich nach einer Schere suchen und das Kleid zerschneiden. Vielleicht sollte ich das auch tun. Als Khan mit einem Stapel Klamotten zurück kommt, deutet er nach oben.

„Du kannst dich in meinem Bad umziehen. Ich mache dir in der Zeit das Gästezimmer fertig." Wieder nicke ich. Wir schleichen die Treppe nach oben in sein Stockwerk. Er öffnet die erste Tür und lässt mich eintreten. Irgendwo macht er einen Lichtschalter an. Das Badezimmer ist recht durchschnittlich, keine Infinity-Dusche, wie ich bei diesem Haus eigentlich sofort erwartet habe, eine gewöhnliche Toilette plus Pissoir, eine Badewanne. Nicht mal Bilder hängen an den Wänden. Sehr... unbewohnt.

Bevor er gehen kann, frage ich: „Hast du eine... sehr große Schere für mich?" Betonung liegt auf sehr groß. Dieses Kleid muss leiden. Die Verwunderung zeigt sich nur für einen kurzen Moment auf seinem Gesicht. Dann greift er an mir vorbei in den Badezimmerschrank und holt eine Schere heraus.

„Ich frage jetzt besser nicht, warum du eine Nähschere in deinem Badezimmerschrank hast." Khan grinst wieder. Endlich grinst er wieder. Das Ernste steht ihm nämlich nur halb so gut.

„Mum eben", sagt er nur.

„Und ich frage besser nicht, wofür du die riesige Schere brauchst." Dann lässt er mich alleine, ohne eine Antwort zu erwarten. Wenigstens geht er nicht davon aus, dass ich mich selbst verletzten könnte. Ich befreie mich aus dem Kleid und ziehe die Hose und das Shirt über, die er mir gegeben hat. Das Shirt riecht nach... Weihnachten. Schon wieder. Es ist seines. Das merke ich sofort. Das ist das zweite seiner Shirts, das ich nun in meinem Besitz habe. Ich liebe diesen Geruch. Die Jeansjacke drapiere ich ordentlich über die weiße Badewanne zu meiner Rechten.

Ich schnappe mir die Schere, atme tief durch und schneide das Kleid in zwei. Für jeden Schnitt denke ich an eine Erinnerung, die Darren und ich teilen und zerschneide sie mit. Ein Schnitt an der Taille, dem Ort, an dem es nicht mal gepasst hat. Unserer erste Begegnung.

Verdammt, das tut mir leid."

Nein nein, ich hab den Kaffee verschüttet. Mir tut es leid."

Vielleicht hätte ich besser aufpassen sollen. Obwohl. Scheint nichts schlechtes zu sein, dass wir ineinander gelaufen sind."

Huh."

Ich hab dich noch nie hier gesehen. Bist du neu?"

Mein erster Tag."

Und da schüttest du direkt dem Kapitän der Footballmannschaft deinen Kaffee über. Tz."

Sorry-"

Quatsch. Ich scherze nur. Lass mich dir einen neuen kaufen, ..."

Stew."

Darren. Lass mich dir einen neuen Kaffee kaufen, Stew."

Ein Schnitt und die Träger sind weg. Tränen rinne mir über die Wangen. Unser erstes Date.

Du siehst wahnsinnig toll aus."

Danke."

Rosen. Für dich."

Rote Rosen."

Ich habe das Gefühl, die passen bei uns beiden ganz gut. Ich hätte dir auch einen Kaffee schenken können, aber..."

Den habe ich ja schon bekommen."

Exakt. Die Rosen stehen nicht für das, was in den letzten Tagen passiert ist, sondern für das, was noch passieren wird, Stew."

Dann der Busen. Unser erstes Mal.

Willst du das wirklich tun?"

Ja."

Bist du sicher?"

Darren. Es ist perfekt."

Du bist perfekt."

Ich trenne die Schichten des Rockes, sodass es schließlich drei einzelne Stoffe sind. Auch diese zerschneide ich. Unser erstes gemeinsames Weihnachten.

Darren! Ich weiß nicht was ich sagen soll."

Wie wär's mit Danke, mein Schatz, du bist der Beste?"

Das ist zu viel!"

Es ist genau richtig. Komm rüber, ich helfe dir es anzuziehen. Warum schaust du mich so an?"

Danke, mein Schatz, du bist der Beste."

Die Tränen verzerren meine Sicht. Wenn ich mir jetzt in die Hand schneiden würde, ich würde es nicht spüren.

Irgendwann sitze ich inmitten eines riesigen Stoffhaufens und verabschiede mich auch noch von der Erinnerung an das schönste Silvester meines Lebens.

10, 9, 8..."

Der Countdown. Darren, jetzt mach schon."

5, 4, 3..."

Ich liebe dich, Stew."

..."

Stew?"

Ich liebe dich auch. So sehr."

Die Einzelteile meines Kleides reichen nicht für die drei Jahre, die Darren und mich miteinander verbinden. Sie reichen nicht mal für die schönsten Momente unserer Beziehung. Sie reichen für die paar besten, perfektesten Momente. Sie reichen für die Oberfläche, das, was ich am liebsten in Erinnerung behalten habe. Die Schere fällt mir aus der Hand, landet glücklicherweise mit einem dumpfen Geräusch auf dem weißen Teppich des Badezimmers.

Grüner Tüll klebt an meinen Beinen und bestimmt auch in meinen Haaren.

Zum ersten Mal an diesem Abend habe ich wirklich das Gefühl frei atmen zu können. Es ist vorbei. Nichts ist mehr übrig außer meinem Herzen, das zum zweiten Mal gebrochen wurde. Ich schniefe, wische mir mit den Händen die Tränen aus dem Gesicht. Tief durchatmen. Mehrmals.

Nächster Schritt. Einen Mülleimer finden, der groß genug ist, ohne genauer über all das nachzudenken, was heute passiert ist.

Wie ein Roboter verlasse ich das Bad und begebe mich zu Khans Reich, klopfe leise an.

„Ja?" Leise öffne ich die Tür und erstarre. Khan trägt kein Shirt. Er steht in karierter Pyjama-Hose an seinem Schreibtisch und schaut zum Fenster hinaus. Diese Geste könnte Stalkerhaft wirken, aber er sieht einfach nur gedankenversunken hinaus. Ich schlucke und wende den Blick von seinem nackten Rücken.

„Ich habe da einen ganzen Haufen an Stoff in deinem Bad hinterlassen." Pause. Das klingt absolut irre. Traurig lachend fahre ich fort.

„Wohin mit dem Müll?" Da dreht sich Khan zu mir um. Sein Blick wandert über meinen Körper, der in diesen Klamotten praktisch verloren geht. Irgendwann gelangt er zu meinem Gesicht. Seine Augen scheinen jeden Zentimeter meines ramponierten Gesichts genau unter die Lupe zu nehmen. Ich würde mich am liebsten genauso zerschneiden wie ich es mit dem Kleid getan habe. Das Zerschneiden hatte etwas therapeutisches an sich, auch wenn es das Loch, das in meiner Brust klafft, nicht wieder schließen konnte.

Das Loch gerät allerdings beim Anblick seines Sixpacks leicht ins Wackeln. Wieder schlucke ich. Was ist bloß mit mir los? Es scheint nicht genug Spucke in meinem Mund zu sein, um seinen nackten Oberkörper zu verarbeiten. Ich trete unwillkürlich einen Schritt zurück. Sein besorgter Gesichtsausdruck wird ein bisschen von einem kleinen belustigten Grinsen durchgerüttelt. Ob wegen dem zerschnittenen Kleid oder weil ich so unfassbar verlegen wegen seines Oberkörpers bin, ich weiß es nicht.

„Lass es am besten liegen. Ich bring es morgen früh in die Mülltonne hinter dem Haus."

„Danke", sage ich kleinlaut. Schnell schlüpfe ich zurück ins Bad, wasche mir das Gesicht und entferne die restlichen Stofffetzen von meinen Klamotten. Dann werfe ich einen letzten Blick auf den Haufen, der einmal ein Kleid war, auf die Beziehung zwischen Darren und mir. Mein Herz krampft sich zusammen. Vielleicht gewöhnt es sich irgendwann daran, dass Darren kein Teil mehr von mir ist. Auch wenn ich nicht sicher bin, ob es je möglich sein wird, dass ich mich an diesen Gedanken gewöhne.

Ich träume wirres Zeug, Darren und ich beim Schlittschuh-fahren, Khan, der mich in seinem Auto durch die Stadt kutschiert. Ich, wie ich das grüne Kleid trage und immer kleiner werde, bis das Kleid meine Größe hat und ich die Größe eines Stofffetzens, den ich gestern Abend herausgeschnitten habe. Es verschlingt mich.

Ich denke auch noch über die komischen Traumfetzen nach, als ich am nächsten Morgen in Khans Wagen sitze, auf dem Weg nach Hause. Heute Morgen war das Kleid zum Glück nicht mehr im Bad, als ich mich dort fertig gemacht habe. Khan trug auch wieder ein T-Shirt und ich ging einem DejaVu des gestrigen Abends somit aus dem Weg.

Da sein Bruder und sein Vater noch nicht wach waren, hat mir Khan einen Kaffee gemacht, mir einen Apfel in die Hand gedrückt – er erinnert mich wirklich in vielerlei Hinsicht an Mikael – und dann beschlossen, mich nach Hause zu fahren. Natürlich nicht, ohne dass ich ihn darum gebeten hätte. Wenn es nach Khan gegangen wäre, hätte er mich vermutlich noch ein paar Tage bei sich behalten, um sicherzugehen, dass ich mir nichts antue.

Seine Sorge ist wirklich niedlich, und wäre sie nicht berechtigt, würde ich ihn damit aufziehen. Naja, ich werde mir nichts antun, das habe ich ihm mehrmals versichert. Ihm scheint die Rolle des Über-fürsorglichen, die er sich selbst gegeben hat, zu gefallen. Mir eher weniger.

„Ein schöner Tag heute", sagt Khan, während er auf die Autobahn fährt. Es klingt nicht nach einem Versuch von Smalltalk. Viel mehr einfach nach einer Aussage. Ich folge seinem Blick aus dem Fenster. Es ist noch so früh, dass die Sonne den Himmel in ein leuchtendes Rot tunkt. Ein beruhigendes und gleichzeitig aufrührendes Rot. Die Farbe, die auch rote Rosen haben.

„Stimmt", sage ich bloß. Zumindest sieht Der Himmel schön aus. Ich weiß jetzt schon, dass der Tag alles andere als schön sein wird.

„Um wie viel Uhr soll ich zum Babysitten kommen?", frage ich, einer Eingebung folgend. Ich verbringe meine Freizeit mittlerweile häufiger bei Khan als in meinem eigenen Haus. An sich eine Sache, die mir nicht missfällt, aber trotzdem habe ich das Gefühl ihm auf die Pelle zu rücken.

„Easy there... Du kannst dich auch einfach ausruhen und ich passe heute auf Aiden auf." Ich schüttle energisch den Kopf.

„Ich brauche das Geld." Außerdem... Hat er nicht neuerdings samstags zu tun?

„Und ich habe sowieso nichts besseres zu tun. Gönn dir deine Freizeit." Das meine ich ernst. Khan hat sehr viel für mich getan. Da kann er die Zeit, die ich ihm durch das Babysitten gebe, gerne nutzen. Für was auch immer, dahinter bin ich nämlich noch nicht gestiegen. Khan und sein Dad sind die letzten Male, die ich gebabysittet habe, zusammen nach draußen gegangen und erst spät wieder gekommen. Ich hatte noch keine Möglichkeit ihn diesbezüglich auszuquetschen.

„Willst du nicht Filme schauen, Schokolade essen und dich in deinem Elend suhlen?", scherzt er. Ich lache leise, auch wenn ich mich bei dem Wort Schokolade an den Riegel von gestern erinnere, den er mir gegeben hat. Ich lege unauffällig eine Hand auf meinen Bauch.

„Das habe ich letzte Woche gemacht. Glaub mir, ich habe keine Lust, heute zehn Stunden im Bett zu liegen, Löcher in die Decke zu starren und mich zu fragen, warum Darren mich betrogen hat." Meine Stimme klingt jetzt hart. Aber es ist, wie es ist.

„Einverstanden. Gegen sechs passt." Er sieht nicht zu 100 Prozent überzeugt aus. Ich lehne mich erleichtert zurück.

„Siehst du? Dann musst du dir auch keine Gedanken darum machen, ich könnte mich von der nächsten Brücke werfen." Als ich ihn mit einem selbstgefälligen Grinsen ansehe, stocke ich. Er grinst nicht zurück. Stattdessen mustert er mich mit diesem undefinierbaren Blick. Ich habe das Gefühl, würde er jetzt etwas sagen, dann würde er mich wohl nicht Blondie sondern Stew nennen.

♤♤♤

lolz oben drüber stand eben noch 11 weil das der Anfang des elften (richtigen) Kapitel ist...

und ich bin grad so mega glibberish und will dass dieses Buch irgendwann in einem Regal steht und argh es ist fast fertig(oder auch nicht) also hier ist es nicht fertig, aber geschrieben schon und oh mein Gott, ich möchte stews Geschichte mit der Welt teilen do not judge me for it

bc life can be beautiful and pure and everything you want it to be and at the same time it can be dark and grim and seem like nothing is ever gonna be okay again but thats okay because its life and...

ich ramble on and on and on - hab grad gute Laune und überlege, wann ihr dieses Kapitel bekommt(2.7.19 9:10)
xxx

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