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Neunundvierzig

Und so schaffe ich es, zum ersten Mal zum Direktor gerufen zu werden – in der ersten Hälfte meines letzten Schuljahres. Dieser will nicht hören, dass Ashton Khan provoziert hat, dass Ashton anzügliche Kommentare mir gegenüber fallen gelassen hat. Er sieht das Blut in seinem Gesicht und das Blut an Khans Hand und zählt eins und eins zusammen.

Khan wird für die nächste Woche suspendiert. Das bedeutet, kein Footballspiel für ihn heute. Ashton kommt mit drei Mal Nachsitzen davon. Und ich? Ich werde darum gebeten, nächstes Mal etwas anderes als das Trikot eines Spielers zu tragen, damit nicht wieder jemand wie Ashton Kommentare reißen kann.

Wisst ihr, wie ich darauf reagiere? Könnt ihr es ahnen? Ich lache. Genau. Aber kein irres Lachen, wie es Ashton vorhin getan hat. Sondern ein ungläubiges.

„Geben sie mir gerade die Schuld für dieses Szenario?", frage ich. Währenddessen legt mir Khan eine Hand auf die Schulter. Ashton steht auf. Anscheinend ist dieses Gespräch für jeden bis auf mich geklärt.

„Sind sie da anderer Meinung, Miss Dexter?", möchte Direktor Silver wissen. Ich hole tief Luft.

„Natürlich!" Die Worte verlassen gereizt meinen Mund. Am liebsten würde ich ihm sagen, was für ein sexistisches Arschloch er doch ist und fragen, wie er nur so blind sein kann... Doch das würde mich vermutlich ebenfalls suspendieren. Vielleicht sollten Andrea und ich gemeinsam einen Feminismus-Club gründen.

„Meine Klamotten haben in keinster Weise etwas mit Ashtons Verhalten zu tun. Nur Ashton selbst hat etwas mit Ashtons Verhalten zu tun", sage ich schließlich, als ich mich soweit wieder gefangen habe. Direktor Silver lehnt sich in seinem riesigen Ledersessel zurück. Ich rümpfe die Nase.

„Führen sie das aus, Miss Dexter." Schnaubend lehne ich mich ebenfalls zurück. Wen interessiert schon eine Suspendierung?

„Ich hätte genauso gut eine Cheerleaderkluft oder eine Burka tragen können, und Ashton hier drüben hätte trotzdem einen seiner Kommentare gebracht. Nicht meine Schuld."

„Pardon?", macht dieser, sieht Direktor Silver unschuldig an. Diese Mimik wirkt grotesk, weil sein Gesicht immer noch Blut verschmiert ist.

„Ich kann ja wohl nichts dafür, dass Khan auf mich losgegangen ist", behauptet er.

„Dreist", murmelt Khan. Direktor Silver klatscht in die Hände, während ich mit offenem Mund zwischen den vor mir sitzenden Wesen der menschlichen Spezies hin und her schaue.

„Tragen sie dieses Kindergartengemetzel bitte draußen aus. Kein Blut mehr – oder die Suspendierung erweitert sich auf zwei Wochen, oder für immer, Mr. Mayfield. Haben sie das verstanden?" Khans Augen funkeln. Dennoch nickt er. Wir verlassen das Büro und ich muss mich heftig zusammen reißen, nicht diesmal selbst auf Ashton oder von mir aus auf Khan loszugehen.

„Wie kann man nur so... so...", verzweifelt suche ich nach einem Wort, das Direktor Silver am besten beschreibt. Mir fällt nichts ein.

„Man sieht sich ihr Turteltauben", grinst Ashton, ehe er davon stolziert.

„... so unglaublich dreist sein", murre ich. Und uns bleibt nichts übrig als Ashton gewähren zu lassen. Sobald er um die Ecke verschwunden ist, gebe ich Khan einen Stoß in die Seite. Er hebt beide Augenbrauen.

„Du hättest ihn nicht schlagen dürfen", sage ich und setze mich dann in Bewegung. Er mag ja suspendiert worden sein, aber ich bin eine gute halbe Stunde zu spät für meine erste Unterrichtsstunde. Seine Hand auf meiner Schulter hält mich zurück.

„Er hätte das nicht sagen dürfen." Er holt scharf Luft. Ich runzle die Stirn.

„Ich bin es gewohnt, dass Menschen komische Sachen sagen, Khan. Das ist lange kein Grund dafür, dass du... dass du..." Erneut fehlen mir die Worte. Wegen mir wurde er suspendiert. Ich bin schuld, dass er dieses Spiel verpasst, dass er die Theaterproben nächste Woche verpasst. Ich.

„Das ist allemal Grund dafür, okay? Ashton hat sich falsch verhalten."

„Du dich aber auch", murmle ich.

„Man löst nicht alle seine Probleme mit Gewalt." Khan legt den Kopf in den Nacken und lacht. Nicht das Lachen, dem ich stundenlang zuhören könnte. Nicht das Lachen, das ich so an ihm mag. Dieses Lachen erinnert mich mehr an Ashton als es mir lieb ist.

„Du bist sauer auf mich, weil ich Ashton geschlagen habe? Aber ihn lässt du einfach so ziehen. Der Kerl ist ein Idiot!"

„Ich bin nicht sauer auf dich", genervt fahre ich mir durch die Haare.

„Himmel Stew, du verwirrst mich." Er hat jedes Recht, sauer auf mich zu sein.

„Ich bin sauer auf mich selbst." Stille. Ich drehe mich von ihm weg, weil ich Angst habe, sein Gesicht könnte mir bestätigen, was ich längst weiß. Dass er es bereut. Dass er ebenfalls sauer ist. Auf mich.

„Du brauchst nicht sauer auf dich selbst sein, Stew." Er nennt mich bei meinem Namen. Heißt das, er ist nicht sauer?

„Ich treffe meine eigenen Entscheidungen. Und ich habe entschieden, einzugreifen."

„Und ich hab es zugelassen." Ich verschränke die Arme vor der Brust. Warum muss alles bloß so kompliziert sein? Sie sagen, die Highschool sei eine der besten Zeiten deines Lebens. Und doch ist diese Zeit voll von Intrigen, schlechten Gefühlen und entgangenen Chancen.

„Was hättest du tun wollen? Stew, sieh mich an." Kopfschüttelnd bleibe ich, wo ich bin.

„Du wurdest meinetwegen suspendiert."

„Die eine Woche wird mich nicht umbringen. Mum wird es verstehen. Bitte. Sieh mich an", fleht er.

„Aber ich bin schuld", beharre ich. Ein Seufzen seinerseits. Kein genervtes, sondern ein liebevolles.

„Ich mag ihn deinetwegen geschlagen haben, aber ich wurde nicht deinetwegen suspendiert", hält er dagegen.

„Das ergibt keinen Sinn", entgegne ich.

„Verdammt, Stew! Ich mag dich, ich habe ihn geschlagen, weil er so nicht mit dir, mit niemandem, umzugehen hat. Wirst du dich jetzt also bitte umdrehen und mich ansehen, damit ich keine Angst mehr haben brauche, dass du dich vor Schuldgefühlen aus dem Fenster stürzt?" Mein Herz rutscht mir in die Hose. Er mag mich. Langsam drehe ich mich um. Seine Wangen sind gerötet, seine Augen glitzern. Er ist aufgebracht. Und gleichzeitig sehe ich so etwas wie Erleichterung in seinem Gesicht, als sich unsere Blicke kreuzen.

„Danke", haucht er.

„Du magst mich?", frage ich, so leise, dass er es kaum gehört haben kann. Aber er hat es gehört.

„Natürlich tu ich das!", ruft er aus. Wie ein aufgeschrecktes Reh mache ich einen Schritt rückwärts.

„Also mag-mag?", hake ich nach, diesmal lauter. Er sieht aus, als wöge er ab, ob er mich küssen oder erwürgen solle. Letzten Endes tut er weder noch.

„Genau. Ich mag-mag dich."

„Wieso mich?" Warum nicht Anne, die doch viel hübscher ist als ich und den perfekten Körper hat? Wieso nicht Mariah, die so viel unkomplizierter ist und mehr Hobbys hat und...

„Dafür dass du so gute Noten schreibst, brauchst du manchmal echt lange, um etwas zu verstehen." Röte kriecht mir in die Wangen.

„Ich mochte dich schon, als ich dich an meinem ersten Schultag aufgefangen habe. Als du deine Highheels gegen Flipflops getauscht hast, wusste ich, dass du etwas ganz besonderes bist. Und es hat sich bestätigt." In seinem Blick liegt ein Feuer, das ich nicht ganz zuordnen kann. Er wusste es schon damals? Warte, was? Etwas besonderes.

„Aber-", setze ich an. Er unterbricht mich.

„Kein aber. Das ist die Wahrheit." Herzstillstand. Ich habe einen Herzstillstand. Kann er den Notarzt rufen?

„Lächeln, Blondie." Mit offenem Mund folge ich jeder seiner Bewegungen. Er beugt sich zu mir herab, gibt mir einen Kuss auf die Stirn, zwinkert mir zu und lässt mich dann einfach mitten im Gang stehen.

„Bis morgen, Prinzessin."

Erst am Ende des Ganges dreht er sich noch mal um und ruft, so laut, dass die Leute in den Räumen zu meiner Rechten bestimmt alles mitbekommen, „Das Trikot steht dir übrigens wirklich."

♧♧♧

Its a short one, but a looooot of Khan und stew :) naja sind jetzt auch nur noch 7 Stück glaub ich, leuddeeeee und ja dann der zweite Part hahah und ich muss zugeben, der hat bisher erst 30k words oder so ups...
wie dem auch sei...
xxx

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