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Fünf

„Hätte nicht gedacht, dass du auf Football stehst." Er verschränkt die Arme und tut so, als würden wir ein wahnsinnig interessantes Gespräch führen. Ich übergehe seine deutlich implizierte Frage. Dann besieht er sich meiner Schuhe und lacht.

„Flipflops", bemerkt er. Achselzuckend trinke ich von meinem Wasser. Ich liebe die Dinger.

„Die sind wahnsinnig bequem", erkläre ich ihm überflüssigerweise.

„Interessierst du dich für Biologie?", fragt er unvermittelt. Anscheinend redet er wirklich gerne.

„Warum fragst du?" Ich rutsche ein Stück weg und spiegele seine Geste, indem ich ebenfalls die Arme vor der Brust verschränke.

„Darf ich mich denn nicht ganz normal mit dir unterhalten?" Er scheint amüsiert. Und ich denke nach. Tatsächlich hat er innerhalb der letzten Tage keine weiteren Versuche gestartet mit mir zu flirten.

„Ich stehe nicht auf Football", beantworte ich ihm dann doch seine erste Frage. Aber auf den Typen, der unsere Schulmannschaft anführt, füge ich in Gedanken hinzu und verdrehe die Augen.

„Sondern?"

„Ich bin wegen Darren hier." Khan kennt Darren mittlerweile, saß sogar in der Mittagspause heute an unserem Tisch. Er weiß auch, dass Darren und ich ein Paar sind. Jedenfalls denke ich, dass er es weiß, immerhin ist das unübersehbar.

„Ahh", macht er, aber in seiner Stimme schwingt so ein sarkastischer Unterton mit.

„Das übliche Spiel also." Stirnrunzelnd warte ich darauf, dass er mir das erklärt. Aber er tut es nicht. Neben uns füllen sich langsam die Plätze, Mariah ist noch nicht zurück von ihrer Essens-Tour und so langsam mache ich mir Sorgen. Wie lang kann die Schlange dort denn sein?

„Was meinst du?" Ich merke, wie der Leiter der Sportabteilung unserer Schule ein paar weitere Scheinwerfer anschaltet. Unser Maskottchen rennt aufs Spielfeld. Die Cheerleader folgen ihm. Das Spiel fängt in wenigen Minuten an. Ich bekomme eine Gänsehaut und fahre mir unauffällig über die nackten Arme.

„Als seine Freundin bist du dazu verpflichtet zu seinen Spielen zu erscheinen." Er löst seine Arme wieder aus einander, zumindest sieht es so aus und lehnt sich in Mariahs Stuhl zurück. Hoffentlich kommt sie gleich wieder.

„Ich bin zu gar nichts verpflichtet." Meine Stimme ist ruhig. Es gab auch Spiele, zu denen ich nicht erschienen bin – zugegeben, entweder weil Darren und ich einen Streit hatten oder weil meine Familie mich brauchte. Trotzdem. Ich bin freiwillig hier.

„Und die Party?" Im dämmrigen Licht erkenne ich, dass er den Kopf schief legt.

„Was ist mit der Party?"

„Dienstag haben Darren und du über die Afterparty nachher geredet. Er wirkte bestürzt, dass du nicht vorhast zu kommen. Und du sagtest, er müsste – ich zitiere – diesmal ohne dich auskommen. Klingt, als wärst du sein Medikament und er abhängig." Ich zucke zusammen. Dass er sich so genau an meine Worte von vor mehreren Tagen erinnert, schockiert mich. Dennoch bleibe ich dabei; es ist nicht meine Pflicht Darren auf Schritt und Tritt hinterherzulaufen. Wieso nochmal unterhalten wir uns darüber? Ich seufze.

„Weißt du, als seine Freundin bin ich ihm nichts schuldig und schon gar nicht verpflichtet ihm hinterher zu dackeln. Er ist es nur gewohnt, dass ich zu diesen Partys komme, weil ich es schon tat, ehe wir zusammen waren." Ich bin mir nicht sicher, warum ich ihn diesbezüglich anlüge. Immerhin wusste ich nicht mal von der Existenz der Partys, bevor wir ein Paar waren. Ich war ja kaum eine Woche auf der Schule, bevor wir ein Paar waren...

„Wenn du das sagst." In seiner Stimme schwingt ein selbstgefälliger Unterton mit, weil er genau weiß, dass ich nicht ehrlich bin, weil er genau weiß, dass er mich gerade verwirrt. In diesem Moment kehrt Mariah endlich zurück, verfällt einen Augenblick in Schockstarre sowie sie Khan erblickt(worüber ich erleichtert bin, immerhin verhält sie sich damit doch nicht anders als sonst, wenn es sich um einen süßen Typen handelt) und setzt sich dann zu meiner anderen Seite auf den freien Stuhl.

Der Countdown wird gestartet. Blau weiße Farben leuchten uns von der gegenüberliegenden Seite entgegen und mir fällt auf, dass Khan zwischen uns, einem Meer aus rot-schwarz gekleideten Schülern besonders heraussticht. Aber ihn scheint das nicht zu stören.

„Hi, Mary", grüßt Khan Mariah, die ihn nur schüchtern anlächelt.

„Mariah", korrigiere ich unter vorgehaltener Hand und schenke meine Aufmerksamkeit dann dem Spielfeld. Khan neben mir lacht leise in sich hinein. Und so vergeht ein quälend langes Spiel, das unsere Mannschaft letzten Endes verliert. Ich habe keine Ahnung, wie Khan darauf reagiert, da er zwischen den anderen Menschen verschwindet, die die Tribüne verlassen, sobald das Spiel zu Ende ist. Ohne mich eines weiteren Blickes zu würdigen.

Gemeinsam mit Mariah quetsche ich mich durch die Massen, um zu den Jungs-Umkleiden zu kommen. Genauer gesagt zu Darrens und meinem Treffpunkt. Das ist nach einem Footballspiel unsere Tradition. Wir treffen uns immer bei den Umkleidekabinen, damit ich ihn trösten oder beglückwünschen kann. Mariah atmet tief durch, als uns im Treppenhaus der Geruch nach betörendem Jungsdeo umhüllt. Auch ich genieße den Geruch. Darren riecht meistens eigentlich nach gar nichts.

„Warum saß Khan bei uns?", stellt sie die Frage, die ich die ganze Zeit schon erwartet habe.

„Ich habe keinen blassen Schimmer. Er war einfach da." Keine Lüge. Er hat sich ohne zu fragen einfach auf ihren Platz gesetzt.

„Ich hab kein Wort rausbekommen, wie peinlich." Mariah fährt sich durch den Pony, streicht ihn dann aber gleich wieder glatt.

„Vielleicht fand er es süß", sage ich leichthin, obwohl sich in mir bei dem Gedanken an Khan und Mariah zusammen etwas zusammen zieht.

„Bestimmt nicht." Dann prustet sie los und schüttelt den Kopf.

„Gott, wie lächerlich ich bin." Auf einmal lachen wir beide und es erinnert mich an die letzten Male, die wir gemeinsam diese Treppe hinab gelaufen sind. Meistens kommt Mariah mit und wartet hier im Treppenhaus, versucht nicht zu auffällig durch die offene Tür der Jungsumkleide zu starren. Einmal erwischte sie Noah, ein groß gebauter, sehr muskulöser Typ und Co-Kapitän, beim Starren, lud sie darauf hin ein mit in seine Wohnung zu kommen, um ein bisschen Spaß zu haben.

Die unschuldige Mariah ist seitdem total verstört und traut sich kaum noch ihn anzuschauen, wenn er an ihr vorbeigeht. Ich habe trotzdem schon mehrmals versucht sie zu verkuppeln. Dazu bin ich als ihre beste Freundin schließlich da. Mit einem Grinsen lasse ich sie im Treppenhaus stehen und geselle mich zu meinem Freund.

Darren schaut etwas betröppelt drein, als er aus der zweiten Umkleide gelaufen kommt. Vor mir bleibt er stehen und schenkt mir ein schwaches Lächeln, das seine Augen allerdings nicht erreicht. Seine Haare sind noch nass und er trägt ein etwas älteres schwarzes Hemd. Dazu dunkelblaue Jeans. Ich gebe ihm einen Kuss, bevor ich meine Arme um seinen Hals lege.

„Ihr habt toll gespielt", sage ich und schenke ihm ein aufmunterndes Lächeln.

„Mach dir keine Gedanken, weil ihr verloren habt, das passiert eben mal." Selbst in meinen Ohren hören sich meine Worte flach an. Irgendwie bin auch ich heute nicht ganz bei der Sache. Darren ist ruhig, zu ruhig. Dann bricht es wie Lava aus einem Vulkan aus ihm heraus.

„Das erste Saison-Spiel. Wir haben das erste Saison-Spiel verhauen." Er ballt die Hände zu Fäusten.

„Oh, come on!", ruft er aus, sodass die Wände erbeben. Dann schlägt er neben mir gegen die Wand, hört sich an wie ein Donner. Schnell hält ich seine Hände zurück, damit er sich nicht verletzt. Ich erkenne bereits einen blauen Fleck, der sich auf seinem Handrücken bildet.

„Darren", hole ich ihn in die Gegenwart zurück.

„Es ist bloß ein Spiel!", versuche ich es weiter. Aber er schüttelt stumm den Kopf.

„Bloß ein Spiel... Wenn ich es dieses Jahr versaue, kriege ich dieses Stipendium nie!" Fast schon bin ich gewollt zu schnauben. Er könnte sich auch ein normales Studium leisten. Was macht das für einen Unterschied? Außerdem lieben die Scouts ihn, alle lieben ihn – das Stipendium bekommt er so oder so, ein gewonnenes Spiel mehr oder weniger macht den Kohl da nicht fett. Aber ich halte mich zurück. Schließlich ist er gerade sehr emotional und ein Streit würde ihn noch mehr aus der Bahn werfen.

„Du kriegst das Stipendium. Mach dir mal keine Gedanken darum." Untertreibung des Jahrhunderts. Ich schlinge ihm meine Arme um den Hals und drücke ihn an mich.

„Bist du dir sicher, dass du nicht mit auf die Party kommen willst?" Seine Stimme bekommt diesen verführerisch sexy Tonfall, sein Mund wandert hinab zu meinem Ohr und neckt mich leicht. Ich schließe für einen Moment die Augen und presse die Lippen auf einander.

Ich weiß, worauf er hinaus will, immerhin tun wir das immer, wenn er ein schlechtes Spiel hatte, aber heute verneine ich, auch wenn es mir unheimlich schwer fällt. Ich brauche das Geld. Ausnahmsweise stelle ich mein Studium und meine Zukunft vor meinen Freund. Die Angst, er könnte jetzt sauer auf mich sein, veranlasst meinen Magen sich zu drehen.

„Tut mir leid", werfe ich hinterher. Darren löst sich sanft von mir und beißt sich auf die Lippe. Dann zuckt er mit den Achseln. Keine saure Miene. Beinahe atme ich erleichtert aus, kann es mir im letzten Moment aber noch verkneifen. Ich hasse es, mich mit ihm zu streiten. Dennoch versetzt mir die Gleichgültigkeit in seinem Gesicht und in seiner Stimme, als er das nächste Mal spricht, einen Stich.

„Damit muss ich wohl leben." Er strafft die Schultern, bevor wir uns zu Mariah gesellen, die mit geröteten Wangen auf der untersten Treppenstufe sitzt. Als ich sie fragend ansehe, lacht sie leicht panisch auf. Sie wirkt total verstört und gleichzeitig merkwürdig... lebendig.

„Noah", sagt sie. Oh. Also hat er es noch mal versucht. Süß. Ich unterdrücke ein Kichern, ziehe sie hoch und lege jeweils einen meiner Arme auf die Schultern meines Freundes und meiner besten Freundin.

„Vielleicht solltest du seiner Bitte nächstes Mal nachgehen", scherze ich, während wir die Treppen nach oben laufen.

„Niemals", Mariah schüttelt sich gespielt stark. Darren zu meiner rechten Seite lacht nur freudlos und schüttelt den Kopf. Er weiß alles über das letzte Mal, als Noah sie vor der Tür abgefangen hat. Dann stehen wir plötzlich vor der Sporthalle unserer Schule und ein Schatten fällt über Darrens Gesicht. Mariah geht vor zu seinem Wagen, da sie ebenfalls selbst noch keinen hat, alldieweil ich ihn noch einmal küsse, ehe ich mich zur Bushaltestelle aufmache.

Glücklicherweise liegt das Haus der Mayfields in einer Seitenstraße ganz in der Nähe von Darrens zuhause, sodass ich im Anschluss daran nachsehen kann, ob der schon daheim und nüchtern ist. In diesem Falle würde ich bei ihm übernachten, muss nachts kein Taxi rufen. Ich fahre also mal wieder die altbekannte Strecke, die ich allerdings seit dem letzten Jahr kaum noch fahren musste, und lasse den Blick über die Landschaft schweifen, die im Licht der untergehenden Sonne aussieht, als würde sie gleich im roten Feuer verbrennen.

Alles wirkt so wunderbar lebendig, in Fenstern der am Straßenrand stehenden Häuser werden Lampen angeschaltet, ich erkenne Schemen hinter geschlossenen Vorhängen. Menschen auf den Bürgersteigen, streunende Katzen.

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