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Achtzehn

Auch der Rest des Unterrichts verläuft in Ordnung, ich schaffe es Darren aus dem Weg zu gehen, indem ich die Mittagspause mit Mariah in der Bibliothek verbringe, wo wir ausgelassen über alle möglichen Leute lästern. Nur Drama, die einzige Stunde, die Darren und ich gemeinsam haben, liegt noch vor mir, dann darf ich den Bus heim nehmen(Andrea verzichtet lieber auf die Drama-AG, hat stattdessen das Gewächshaus als Wahl-Pflicht-Fach gewählt, was mittwochs stattfindet).

Wir versammeln uns also am Nachmittag im Drama-Raum und warten auf Mrs. Bonnefelder. Es ist unbehaglich still und ich spüre die Blicke der Leute auf mir. Darren steht gute fünf Meter von mir entfernt, auch seinen Blick spüre ich. Vermutlich kommt es den anderen merkwürdig vor, uns beide getrennt von einander zu sehen.

Anne steht bei Darren und sagt gerade etwas zu ihm. Den Teil von mir, der Darren am liebsten anspringen würde und ihn nach der ersten Entschuldigung zurück genommen hätte, beunruhigt diese Geste. Den anderen Teil, der, der Anne als gute Freundin ansieht, macht es bloß wütend.

Sie hat den ganzen Tag noch kein Wort mit mir gesprochen und ich komme nicht umhin, mich zu fragen, wieso. Kurz vor Mrs. Bonnefelder platzt auch Khan in den Raum, hat seine Unpünktlichkeit also wieder zurückgewonnen. Er stellt seinen Rucksack zu unseren in die Ecke neben der Tür und gesellt sich zu mir, an seinen Füßen immer noch meine Flipflops, die ihm komischerweise nicht viel zu klein sind. Nicht verwunderlich, immerhin befinden Khan und ich uns fast auf Augenhöhe, er ist vielleicht einen halben Kopf größer als ich. Ich beobachte immer noch Anne, die einfach nicht aufzuhören scheint, Darren zuzureden. Der wiederum mustert nun Khan mit einem undefinierbaren Blick.

Ich seufze. Indem ich ihn bat, mir Zeit zu geben, habe ich ihn wohl nicht darum gebeten, mich auch nicht mehr anzusehen.

„Dein Herzensprinz scheint mich nicht mehr ganz so sehr zu mögen wie noch letzte Woche", bemerkt auch Khan und zieht eine Augenbraue hoch. Ich zucke mit den Achseln.

„Wer weiß schon, wen und was er mag." Mrs. Bonnefelder hält einen riesigen Ordner und den Zettel von letzter Woche in die Höhe, auf dem wir abstimmen sollten. Ohne eine Begrüßung geht sie sofort zum Organisatorischen über.

„Ich finde es erstaunlich, dass ihr euch jeweils fast einig wart. Rotkäppchen und Cinderella hatten beinahe gleich viele Stimmen – ihr steht also auf Märchen, herzlichen Glückwunsch. Letztens Endes hatte Cinderella genau drei Stimmen mehr."

Ich unterdrücke einen Luftsprung. Genial.

„Falls ihr Vorschläge habt, das Märchen zu modernisieren, könnt ihr diese gerne machen. Ansonsten führen wir die altmodische Version auf. Vielleicht möchte ja einer von euch das Stück schreiben?" Sie blickt hoffnungsvoll in die Runde, die Hoffnung erlischt allerdings, sobald klar wird, dass wir dazu alle zu faul sind. Vielleicht hätte ich mich melden können. Wie gesagt, als Kind wollte ich immer in die Fußstapfen meines Dads treten. Ich schreibe gerne, aber nicht mehr viel.

„Gut, dann stellen wir jetzt einfach schon mal die Rollen auf. Um den Rest kümmere ich mich später." Und genau das tun wir dann auch. Letzten Endes einigen wir uns auf eine Idee und vier Hauptcharaktere.

Es hat auch niemand eine Idee, um das Stück zu modernisieren. Nicht mal Khan, der letzte Woche beim Abendessen die Klappe weit aufgemacht hat, schlägt seine Bikercinderella vor. Zum Glück. Da ich für die Rolle der Cinderella vorspielen werde, fände ich es echt schlimm, eine Bikerbraut darzustellen.

Alle, die vorsprechen wollen, werden in der nächsten Woche ins Sekretariat gerufen, um sich das Manuskript abzuholen, aus dem sie dann in der Woche darauf eine Stelle vorstellen sollen. Mein Herz macht sofort drei Sprünge, als wir diese Nachricht übermittelt bekommen. Es geht los. Endlich kommt der spannende Teil bezüglich des Stückes. Den Rest der Stunde verbringen wir wieder mit Theater-Übungen.

„Stew?" Es ist Anne, die mich am Ende des Unterrichts an unseren Rucksäcken aufhält. Ich werfe einen Blick auf die Uhr und will sie schon abwimmeln, um meinen Bus zu bekommen. Aber sie hält mich zurück.

„Wir haben uns lange nicht gesehen", sagt sie und wirft dabei ihre blonden Haare, die meinen so ähnlich sehen, über eine Schulter. Ich komme nicht umhin, sie ordentlich zu mustern. Sie ist hübsch, keine Frage. Ihre Oberweite ist weit größer als meine, sie hat mehr Kurven, ihre Wangen tragen diesen hübschen Rotton, der natürlich und nicht geschminkt ist.

Ich habe sie schon immer um ihre mandelförmigen Augen beneidet, die das Grün eines frischen Rasens haben – und natürlich von einem perfekten Eyeliner-Strich umrahmt werden. Mit meinen langweiligen blauen Augen zu den blonden Haaren falle ich nicht besonders auf. Anne hingegen sticht aus der Menge hervor. Obwohl sie mir nie sagen wollte, ob sie von Geburt an Blondine war oder ob ihre Haare gefärbt sind, was mich, nun ja, echt interessieren würde.

„Stimmt. Schätze, wir waren beide beschäftigt." Ich kratze mich am Kopf.

„Ist es wahr, dass Darren und du Schluss gemacht habt?", will sie wissen.

„Hast du ihn denn nicht gefragt?" Ich ziehe beide Augenbrauen hoch.

„Er antwortet mir nicht."

„Und warum ist dir das so wichtig?" Ich zwicke mich in die Innenseiten meiner Handflächen. Mein Herz macht einen Hüpfer, diesmal allerdings nicht aus Aufregung. Aus dem Augenwinkel sehe ich, dass Darren und Khan sich unterhalten. Sie wirken... nicht besonders glücklich – oder nett.

„Keine Ahnung. Ihr seid normalerweise halt ein Herz und eine Seele." Sie zuckt die Achseln.

„Ich dachte, als deine Freundin würde ich sowas als eine der ersten erfahren." Autsch. Sie spielt die Freundinnen-Karte aus.

„Abgesehen von Mariah und Andrea weiß es niemand", gestehe ich und gebe ihr damit die Antwort, die sie haben wollte. Erneut kratze ich mich am Kopf. Eigentlich ahnt es ja die ganze Schule. Das Gespräch ist mehr als unangenehm.

„Also stimmt es." Keine Frage. Eine Feststellung. Natürlich stimmt es, aber das sage ich nicht.

„Kannst du es bitte nicht an die große Glocke hängen?", frage ich.

„Es ist so frisch und irgendwie tut es immer noch weh." Mir fällt auf, dass ich bisher noch nie über etwas persönliches mit Anne geredet habe. Normalerweise sind unsere Gesprächsthemen ziemlich oberflächlich.

„Natürlich", sagt sie und spitzt die Lippen. Ihr Blick fällt auf Darren. Seine Augenringe gehören der Vergangenheit an, seine Lippen haben eine normale Farbe und er wirkt nicht länger so bleich wie ein Vampir. Auch seine Haare sind frisch gewaschen, haben vermutlich diesen Duft nach Apfel und Minze. Er trägt das altbekannte Lächeln auf dem Gesicht, das weder falsch noch echt wirkt – irgendwas dazwischen. Er wirkt... wie immer.

„Er wirkt so normal", bemerkt auch sie. Ich schlucke heftig. Das tut er. Aber das geht sie nichts an.

„Soll er heulend auf dem Boden liegen?" Meine Stimme ist schärfer als beabsichtigt und ich fühle mich sofort schlecht. Sie kann ja auch nichts dafür.

„Vielleicht", gibt sie zu, merkt nicht mal, dass das Gespräch für mich längst vorbei ist. Ich möchte nicht über Darren reden. Wie ich gesagt habe, das alles ist zu frisch, als dass ich darüber lachen könnte.

„Tut mir leid, Anne, aber ich verpasse meinen Bus." Und mit diesen Worten lasse ich sie stehen. Noch einmal sehe ich aus dem Augenwinkel, dass Darren und Khan sich unterhalten – obwohl es längst nicht mehr wie eine einfache Unterhaltung aussieht. Auweia.

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Auf Wunsch einer einzigen geschichtenelfe
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