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{12} - Das Kind meines Freundes

Während ich zu Lee's Auto lief, das er mir heute Morgen freundlicherweise geliehen hatte, wachte Lucas langsam in meinen Armen auf. "Guten Morgen, Kleiner", flüsterte ich und strich ihm vorsichtig über den Kopf. Er rieb sich den Schlaf aus den Augen und blickte mich dann verdutzt an. "Wer bist du? Und wo ist Papa?" "Ich bin Clary. Die persönliche Assistentin von deinem Vater. Nur der muss heute lang arbeiten und deshalb passe ich heute auf dich auf", erklärte ich ihm ruhig. Er nickte zustimmend und lächelte mich an.

"Gut, dann setzten wir dich mal ins Auto", sagte ich und machte die Autotür für Lucas auf. Doch schnell merkte ich, dass ich ja gar keinen Kindersitz für ihn hatte. "Oh, wir haben jetzt ein kleines Problem...", meinte ich und ließ Lucas erst einmal von meinen Armen runter. "Was ist, Clary?", fragte er. "Ich habe keinen Kindersitz für dich. Und dein Papa hat anscheinend auch keinen im Auto. Mist...", murmelte ich und biss mir auf die Lippe. Dann musste ich wohl oder übel noch mal hoch zu Lee.
"Okay, Lucas, dann müssen wir jetzt noch mal zu Papa. Kommst du mit?", fragte ich ihn und nahm ihn an der Hand. Er nickte und folgte mir zurück ins Gebäude.

Wir liefen an den blonden Empfangsdamen vorbei, denen ich seit langem mal wieder meine volle Aufmerksamkeit schenkte. Sie blickten mich allesamt immer noch total komisch an, doch ich lief erhobenen Hauptes weiter, denn schließlich war ich es, die mit dem Chef der größten Bank Londons zusammen war und gerade dessen Kind an der Hand hielt.

Als wir vor dem Aufzug hielten, war Lucas ganz aufgeregt und wollte unbedingt auf den Knopf drücken, damit der Aufzug nach unten kam. Ich ließ ihm freien Lauf und erlaubte ihm auch noch, den Knopf im Inneren zu drücken, damit wir in den 20. Stock befördert wurden.

Oben angekommen, flitze Lucas sofort aus dem Aufzug und lief auf Lee's Büro zu. Geschwind sprintete ich hinterher und kam gleichzeitig mit Lucas an. Ohne zu klopfen betrat ich Lee's Büro, der gerade mit dem Rücken zu uns an seiner Glasfront stand, was er so oft tat. Als er sich zu uns umdrehte, entfuhr mir ein undefinierbarer Laut aus Belustigung und Überraschung. Denn Lee trug eine Brille. Er trug wirklich eine Brille.

"Na holla, so kenne ich dich ja gar nicht!", meinte ich und grinste. Lucas hingegen kam sofort auf seinen Papa zu gerannt und sprang in dessen Arme. "Papa!", rief er. "Lucas, mein Großer, da ist wohl jemand aufgewacht. Aber solltest nicht schon längst mit Clary auf einem Spielplatz sein?", fragte er und blickte mich lange an. Am Liebsten wäre ich auf ihn zu gerannt und hätte ihn geküsst, doch vor Lucas musste ich mich beherrschen. "Ja, das wollten wir eigentlich auch. Aber ich habe keinen Kindersitz für ihn", erklärte ich und kam den beiden ein Stückchen näher.
"Oh, das habe ich ja ganz vergessen! Ich habe einen in meinem Mercedes. Warte, ich gebe dir meine Schlüssel", meinte Lee, ließ Lucas von seinen Armen runter und lief zu seinem Schreibtisch. Er öffnete eine Schublade und überreichte mir den Autoschlüssel. "Gib ihn einfach den Empfangsdamen wieder, die sollen ihn zu mir hochbringen", meinte Lee und kam mir etwas näher. Und als Lucas mal kurz aus den Fenstern schaute, gab er mir einen flüchtigen Kuss. Ich musste Lächeln und biss mir auf die Lippe. "Die Brille steht dir übrigens fantastisch. Neu?", fragte ich belustigt. "Nein, ich brauche sie auch nur zum Lesen", erklärte Lee. Ich nickte nur und verließ dann mit Lucas an der Hand wieder sein Büro.
"Ich ruf dich an, wenn ich mit der Arbeit fertig bin!", rief mir Lee noch hinterher.

-

"Clary, darf ich noch ein bisschen rutschen gehen?", fragte mich Lucas, der aufgeregt vor mir stand. Ich saß auf einer Bank im Stadtpark und schaute Lucas beim Spielen auf dem Spielplatz zu. Es war mittlerweile schon 17 Uhr und wir beiden hatten heute schon einige spannende Sachen zusammen erlebt. Erst waren wir Pizza essen, dann spendierte ich ihm ein Eis und sah mir mit ihm einen Kinderfilm im Kino an. Und vor einer halben Stunde wollte er dann unbedingt zu einem Spielplatz, auf dem wir uns nun seitdem befanden.

"Natürlich darfst du noch ein bisschen rutschen gehen. Aber nicht mehr so lange, ja? Dein Papa müsste im Büro bald fertig sein", meinte ich. "Danke, Clary!", antwortete Lucas freudig und gab mir einen Kuss auf die Wange. Ich lächelte und schaute ihm hinterher, als er zurück zum Klettergerüst rannte und sich auf die Rutsche begab. Wir beiden verstanden uns echt gut und ich hatte das Gefühl, dass er mich auch sehr mochte.

Hach, wie gerne hätte ich doch auch ein eigenes Kind mit Lee...

In diesem Moment klingelte mein Handy und ich kramte es auf meiner Tasche. Ich wartete schon die ganze Zeit auf Lee's Anruf, denn ich vermisste ihn wirklich sehr, aber als ich auf das Display schaute, seufzte ich nur laut. Es war Molly. "Hallo?", sagte ich in mein Handy. "Clary! Molly hier. Ich wollte mal fragen, wie es dir geht. Hab dich heute den ganzen Tag nicht mehr gesehen..." "Hey Molly. Mir geht es eigentlich sehr gut - ja, ich muss heute den ganzen Nachmittag auf Lee's Sohn aufpassen. Clara arbeitet anscheinend so viel und ich war die Einzige, die auf ihn aufpassen konnte. Wir sind gerade auf dem Spielplatz im Stadtpark", erklärte ich. "Du passt auf Lucas auf?", wiederholte sie skeptisch und ich konnte ihre hochgezogenen Augenbrauen schon förmlich vor mir sehen. "Jaha- meine Idee war es auch nicht. Aber was tut man nicht alles für den Mann, den man liebt.." "Da hast du auch wieder Recht. Hat er sich jetzt eigentlich schon von Clara getrennt?", fragte sie weiter. "Ich weiß es ehrlich gesagt nicht... Wie vorhin schon gesagt - er hat mir versprochen es heute noch zu tun." "Na dann hoffe ich mal, dass er sein Wort hält. Du, was Hanna und ich dich noch fragen wollten - schließlich kennst du ihn ja am Besten - was schenkst du ihm denn übermorgen zu seinem Geburtstag?"
Erschrocken ließ ich fast mein Handy fallen. "G-Geburtstag? Wer? Lee?", stotterte ich. Molly lachte am anderen Ende der Leitung auf. "Ja natürlich er! Sag bloß, du hast das nicht gewusst!", kreischte sie und lachte weiter. "Ähh..." Ihr Lachen verstummte plötzlich. "Du willst mir jetzt nicht ernsthaft erzählen, dass du nicht wusstest, wann dein Freund Geburtstag hat?", sagte sie tadelnd. Diese Worte regten mich plötzlich zum Nachdenken an. Eigentlich hatte Molly ja Recht - ich wusste so gut wie nichts über Lee, außer dass er verheiratet ist, einen Sohn hat und reich ist. "Um ehrlich zu sein - doch. Ich habe das nicht gewusst..", erwiderte ich kleinlaut und biss mir auf die Lippe. "Clary!! Also sowas gibt's ja nicht... Aber du weißt ja wenigstens wie alt er wird... Oder?" Auch bei dieser Frage musste ich passen. Ich hatte wieder keine Ahnung. Aber ich schätze ihn jetzt so zwischen 28 und 30 ein. "Eh...", war wieder das Einzige, das ich hervorbrachte. "Alter Clary, das ist jetzt nicht dein Ernst... Er wird 38, nur damit du das schonmal weißt", erklärte mir Molly, was mich an meiner eigenen Spucke verschlucken ließ. "Wie bitte?! Achtunddreißig?! Um Gottes Willen...", erwiderte ich und hielt mir geschockt die Hand vor den Mund. "Wieso überrascht dich das denn so? Hast du gedacht er wäre älter?", ertönte Mollys Stimme aus dem Handy. "Was - Nein! Jünger! So auf 28...", sagte ich laut und schämte mich ein klein wenig. Molly fing wieder an zu Lachen. "Ich bitte dich, Clary, soooo Jung sieht er jetzt auch wieder nicht aus. Also, meine Liebe Clary, ihr müsst euch eindeutig noch besser kennenlernen. Geht doch heute Abend essen oder so..." "Mal schauen, meine Erziehungsberaterin. Aber jetzt muss ich auflegen, es kommt gerade ein anderer Anruf rein", verabschiedete ich mich von Molly. "Oh na klar! Das ist bestimmt Lee, oder? Grüß ihn von mir!", sagte Molly und legte dann auf.
Und sie hatte Recht - es war wirklich Lee, der mich da anrief.

"Hallo?" "Clary! Hallo, mein Engel", ertönte Lee's weiche Stimme. Sofort musste ich anfangen zu grinsen. "Wo seid ihr? Ich bin im Büro fertig, ich komme euch abholen." "Wir sind auf dem Spielplatz im Stadtpark. Lucas spielt die ganze Zeit fleißig. Wann bis du da?", fragte ich. "So in circa 10 Minuten. Dann fahren wir Lucas zu Clara nach Greenwich, fahren wieder heim und dann machen wir es uns bei mir gemütlich...", raunte Lee. "Greenwich? Wieso nach Greenwich?", fragte ich verblüfft und zog die Augenbrauen hoch. "Clara hat dort ein kleines Appartement. Sie arbeitet manchmal 16 Stunden am Tag und hat nicht immer den Nerv dafür wieder zu meiner Villa zurückzufahren. Außerdem befindet sich Lucas' Kindergarten dort. Unter der Woche ist er immer bei ihr", erklärte Lee. "Achso. Heißt das, wir haben das Haus heute für uns alleine?", fragte ich. "Ja, dass heißt es", antwortete Lee und ich könnte schwören, dass er Wieder so verschwitzt grinste. "Na dann beeil dich mal. Bis gleich", sagte ich lachend in legte auf.

Und Punkt zehn Minuten später fuhr ein silberner Mercedes um die Ecke und hielt genau vor dem Spielplatz. Lee stieg aus und lächelte mich sofort an, als er mich sah. Ich stand auf, lief auf ihn zu, doch Lucas kam mir zuvor. Er sauste wie Flash an mir vorbei und sprang Lee in die Arme. "Hallo ihr zwei", begrüßte uns Lee und lachte. "Papa, Papa, Clary und ich haben heute so viel gemacht! Wir waren im Kino, Eis essen, Pizza essen", erzählte Lucas aufgeregt. "Na das hört sich doch toll an. Hast du dich gut mit Clary verstanden, ja?", fragte Lee und küsste ihn auf die Wange. "Ohja! Kann ich morgen wieder was mit ihr machen?", fragte Lucas. "Oh, mein Kleiner, sehr gerne, aber ich muss leider arbeiten", meinte ich, woraufhin Lucas betrübt dreinschaute. "Ich seht euch bestimmt ganz bald wieder", meinte Lee und schaute mich an. Ich wusste genau, was dieser Blick zu bedeuten hatte. Wenn er sich von Clara trennen wird, werde ich wohl oder übel Lucas 'Ersatzmutter' sein. Aber ich konnte mir echt schlimmeres vorstellen.

"Na dann kommt, wir bringen dich mal zu deiner Mama", meinte Lee. "Äh der Kindersitz ist noch im Aston Martin. Ich hole ihn schnell", meinte ich. "Achso, stimmt, du bist ja mit dem Aston da. Ja, dann bring ihn mal kurz her", sagte Lee. Ich holte den Kindersitz und er setzte Lucas in seinen Mercedes und machte die Autotür zu, damit er für ein paar Minuten ungestört mit mir reden konnte.

"Ich hab ganz vergessen, dass du auch mit dem Auto da bist", murmelte er und kratzte sich am Kinn. "Sonst hätten wir jetzt beide zu Clara fahren können, hätten Lucas absetzten können und dann einen tollen Abend miteinander verbringen können." "Lee, dass ist doch kein Problem. Fahr du zu Clara, schließlich hast du ja auch noch was zu erledigen. Und ich fahr einfach zu dir, stell dein Auto in die Garage und warte auf dich", sagte ich und streichelte ihn am Unterarm. "Okay gut, so machen wir es. Hier ist der Ersatzschlüssel für mein Haus, schließlich kommst du per Gesichtserkennung nicht rein", sagte er, drückte mir einen silbernen Schlüssel in die Hand und lächelte mich an. "Bis dann", meinte ich und biss mir auf die Lippe. "Ich freue mich", erwiderte er, stieg dann zu Lucas ins Auto und fuhr davon.
Auch ich begab mich zu dem Aston Martin und steuerte Lee's Villa an.

-

Ich saß in Lee's Villa auf der Couch und wartete sehnsüchtig darauf, dass er endlich nachhause kommen würde. Als ich die Haustür zuschlagen hörte, sprang ich ruckartig auf und wollte auf ihn zulaufen, doch leider verschüttete ich vor lauter Freude mein Rotweinglas. Der teure Lambrusco landete auf Lee's Teppich und hinterließ einen großen, dunkelroten Fleck. "Shit!", rief ich und lief sofort zur Küche, um das Schlamassel vielleicht noch mit einem feuchten Lappen zu retten. "Clary, alles in Ordnung?", fragte er verwundert, als er mich auf dem Teppich knien sah. "Äh - ja", erwiderte ich und lächelte gespielt. "Mir ist hier nur was passiert...", fügte ich noch hinzu. Doch anstatt wütend zu sein und mich anzuschreien, setzte sich Lee zu mir auf den Teppich und nahm mir den Lappen aus der Hand. Verwirrt blickte ich ihn an. "Es ist nur ein Teppich. Dann kaufe ich eben einen Neuen", sagte sanft und strich mir über die Wange. "Hat alles geklappt mit Lucas? Und... Hast du mit Clara geredet?", fragte ich vorsichtig. "Ja, ich habe mit ihr Schluss gemacht", meinte Lee und küsste mich. Ich unterbrach kurz den Kuss und blickte ihn an. "Ehrlich? Und was hat sie gesagt? Und Molly meinte heute übrigens auch, dass-" "Clary, meine Liebe, lass uns wann anders darüber reden. Jetzt habe ich nämlich etwas ganz anderes im Kopf", raunte er, beugte sich über mich und küsste mich innig. Ich erwiderte den Kuss, musste aber trotzdem noch darüber nachdenken, dass ich ihn morgen noch einmal auf die Sache mit Clara und auf die Tatsache, dass er 18 Jahre älter war als ich, ansprechen musste. Doch jetzt vergaß ich das für einen Moment und lehnte mich nach hinten, um schon nach kurzer Zeit Körper an Körper mit Lee auf dem Teppich zu liegen.

Den ganzen Abend lang genossen wir die gemeinsame Nähe und verlegten unsere Tätigkeiten irgendwann in sein Schlafzimmer. Wie auf Samthänden trug er mich in sein Bett und schon bald waren wir beide Arm in Arm  eingeschlafen.

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