EPILOG
WRITER
Was war passiert? Was ist passiert? Wohin war Anna/Anael verschwunden? Werden Dean und Ashley wieder zusammenfinden? Werden sie ihr Gedächtnis zurück erlangen? Was wird jetzt mit Castiel passieren? Wird er weiterhin im Himmelsgefängnis festgehalten werden? Und was ist mit Crowley? Welche Pläne hat der Dämon? Es sind Fragen aufgetaucht, die noch nicht beantwortet wurden. Bis jetzt... Drehen wir an der Uhr und halten dort an, wo Azrael Ashley die Kehle zuschnürte...
Anna
Ich war so vertieft in meinen Gedanken, dass ich nicht ein Mal mitbekam was um mich herum passierte. Hilflos sah ich mit an, wie mein Bruder Ash die Kehle zuschnürte. Wie sollte ich sie gegen meinen viel stärkeren Bruder nur jemals beschützen? Wie könnte ich sie am besten beschützen? Ich sah durch die Augen von Ash hindurch direkt in Azrael's Gesicht. In diesem Moment fasste ich einen Entschluss: Er musste sterben. Denn wenn nicht, würde er nicht eher Ruhe geben, bis er bekam was er wollte: Mich. Meinen Tot, meinen endgültigen Tod.
Ich hörte Andrew rufen. Ich nutzte meine Chance. Ich entglitt dem Körper von Ashley und sendete meinen Brüdern Zerakiel, Derakiel und Efraim eine Nachricht. Sie sollten sich um Ashley kümmern, sollte sie jetzt sterben, denn ich hatte versagt. Aber ich hatte eine Idee. Ob sie klappen würde oder nicht, würde ich bald herausfinden.
"Ich bitte Dich, lass mich ein." ich starrte hilfesuchend auf die zusammengekauerte Gestalt. Die dunklen Augen sahen mich verängstigt an. "Ich werde dafür sorgen, dass er Deinen Körper verlässt. Ich verspreche es." sagte ich und die Gestalt nickte. Dankend stiess ich die Luft aus und lächelte. Die Astralebene verdichtete sich und die Gestalt verschwand. Ich fand mich im Körper von dem Mann wieder, den Azrael auserwählt hatte und betete das die Hülle stark genug sein würde um uns beide zu halten. Ich sah mich um und erblickte Andrew. Er hatte eines der Engelsschwerter in seinen Händen und wollte gerade zustechen. Ich musste also rasch handeln. Mir blieb keine Zeit nachzudenken. Ich schloss die Augen. 'Es tut mir Leid Ash...' Dann sendete ich meine Gnade in das Engelsschwert. Die Hülle brach. das Schwert bohrte sich in das Fleisch. Ich spürte den Schmerz, die Angst und die Wut. 'Nein!' hörte ich meinen Bruder sagen und er sah mich ungläubig an. "Du wirst nie wieder jemandem weh tun, Azrael!" sagte ich und sah ihm fest in die Augen. "Du opferst Dich? Für diese Homosapiens?" fragte er und sah verächtlich drein. "Ja." sagte ich nur und im nächsten Augenblick starben Er und ich.... Mein Werk war getan.
*
WRITER
Anna hatte sich also geopfert um Azrael zu vernichten. Ohne ihre Gnade, die sie in das Engelsschwert geschickt hatte, wäre es Andrew wohl nicht möglich gewesen den mächtigen Erzengel zu töten. Auch hatte sie den Menschen - einen Mann namens Martin Händers - der als Hülle hergehalten hatte für Azrael, angelogen und ihn somit ebenfalls getötet. Seine Seele stieg gen Himmel auf, so war es mit Zerakiel vereinbart. Und auch als Andrew darum gebeten hatte, seine Ziehtochter wieder zurück zu holen, so war Zerakiel sich uneins gewesen, ob er dies noch ein Mal verantworten könnte. Nach einer stummen Rücksprache, willigte der Rat der Engel ein und Andrew musste sterben, damit Ashley leben konnte. Ein trauriges Schicksal des alten Jägers. Aber anders hätte es nicht vonstattengehen können.
*
Zerakiel
"Trete ein." sprach ich und deutete auf die Tür vor mir. Andrew sah starr auf die Tür und öffnete sie. Das gleissende Licht blendete ihn und er schirmte seine Augen ab. Ich folgte ihm unmittelbar nach. "Willkommen in Deinem Himmel." sagte ich und deutete mit einer ausladenden Geste auf den grünen Garten. Andrew sah sich ungläubig um. Eine kleine Blockhütte geriet in sein Sichtfeld. Aus dem Schornstein waberte grauer Rauch. Er sah mich fragend an und ich lächelte leicht: "Nur zu, sie erwarten Dich bereits." sagte ich zu ihm und legte sanft meine Hand an seinen Rücken um ihm den Schubs zu geben, den er anscheinend benötigte. Langsam stolpernd ging er auf die Hütte zu. Ich blieb mit hinter dem Rücken verschränkten Armen auf der Wiese stehen und sah zu. Ich wollte mich nicht aufdrängen. Zumal ich wusste, dass Andrew jetzt erst ein Mal etwas Zeit benötigte, um das alles zu verarbeiten. Das war meistens so. Ich blieb also nur so lange wie nötig hier. Sobald sich der ehemalige Jäger daran gewöhnt hatte, würde ich gehen. Ich atmete tief ein und wieder aus, als die Tür sich öffnete und Johanna und Kathlynn herauskamen. Die Familie war wieder vereint. Andrew schloss sie in seine Arme und sah mich glücklich lächelnd an. Ich nickte. Es war Zeit zu gehen. Ich musste noch zu meinem Bruder...
Die Tür schloss sich leise hinter mir und ich ging den langen Gang entlang. Zu Beiden Seiten erstreckten sich Türen. Türen hinter der ein jeder Mensch, der in den Himmel kam, sein eigenes Paradies hatte. Ich kam an einigen Engeln vorbei und nickte oder grüsste jeweils. Es dauerte nicht lange und ich kam zu den Himmelszellen. Cas sass auf der Steinbank und starrte vor sich hin. "Hallo Bruder." grüsste ich ihn und er sah auf. Sofort kam er an die Gitterstäbe: "Was ist passiert?" fragte er sofort und ich hob die Hand: "Es ist alles wieder so, wie es sein sollte." beruhigte ich ihn und erzählte ihm alles. Er hatte ein Recht darauf es zu erfahren, besonders das mit Azrael. Als ich endete senkte er den Kopf: "Nun, das erklärt einiges." murmelte er und schüttelte diesen dann. Er atmete tief ein und sah mich wieder an: "Und was wird nun mit mir geschehen?" fragte er und ich sah ihn ruhig an: "Da Ashley und Dean durch einen miesen Trick von Crowley ihr Gedächtnis verloren haben, bleibt uns nichts anderes übrig als abzuwarten und zu sehen ob das Schicksal der Beiden sich erfüllt. Wir werden morgen den Rat einbeziehen und dann abstimmen was mit Dir geschehen wird, ob Du weiterhin hier drinnen bleiben musst..." ich machte eine kurze Pause und deutete auf die Umgebung. "Oder ob Du wieder zurück darfst. Es kommt ganz darauf an ob Du den Winchesters alles erzählen wirst oder nicht." eröffnete ich ihm und sah ihn streng an. "Der Rat wird Dich morgen verhören Castiel und ich rate Dir eines: Mach es nicht schlimmer als wie es schon ist." milde sah ich in seine Augen und er nickte. "Ich werde Dich morgen abholen." sagte ich und wendete mich ab. "Danke!" rief er mir nach und ich drehte mich noch ein Mal um: "Wofür?" fragte ich und runzelte die Stirn. "Das Du Andrew geholfen hast und Ashley ins Leben zurück geholt hast." antwortete er und ich sog die Luft ein. Ich nickte kurz und entfernte mich ohne noch ein Mal zurück zu blicken.
*
Crowley
Mein schönes Werk war dahin. Nun denn, die Winchesters hatten es mal wieder geschafft. Aber sei es drum, zumindest konnte ich mich daran ergötzen, das sich niemand mehr erinnern konnte. Eine kleine wenn auch überaus schöne Befriedigung, das wenigstens das funktioniert hatte. Aber auch dieser Kleine Trick würde nicht lange anhalten. Wenn es wahr ist, das diese kleine Ashley Morgan mit dem Schicksal von Dean verbunden war, dann würden sich die Beteiligten irgendwann wieder an Alles erinnern. Aber dieser Tag war nicht Heute und er würde sicherlich auch nicht Morgen eintreten. Aber irgendwann eben doch. Bis dahin konnte ich mir weitere kleine Gemeinheiten ausdenken, die ich mir für die Jungs einfallen liess. Ach, wo wäre ich nur ohne sie? Vermutlich würde ich mich zu Tode langweilen, wenn sie eines Tags nicht mehr auf dieser Erde sind, aber darum konnte ich mich noch kümmern, wenn es denn irgendwann ein Mal soweit war. Ich konnte weder mit ihnen leben, noch ohne sie. Nun denn. Zurück an die Arbeit. Die Hölle regiert sich schliesslich nicht alleine. Oder?
********* 3 Monate später ************
Dean
Ich stand an mein Baby gelehnt und setzte die Flasche an. Sam starrte auf den See und wir redeten nicht. Mussten wir auch nicht, es war eine gelungene Jagd gewesen und wir hatten ein Wandler dingfest gemacht. Was wollte man mehr? Mein Handy klingelte und störte die Stille. Seufzend zog ich es aus meiner Jacke und klappte es auf. Ein breites Grinsen bildete sich und ich stiess Sam mit dem Ellenbogen an. Fragend beugte er sich zu mir rüber und ich hielt ihm das Handy so hin, dass er im Display lesen konnte wer mich da anrief. In dunklen Pixeln stand "'Winchester Babe' calling" auf dem hellgrünen Untergrund. Ich nahm ab: "Jupp?" sagte ich und am anderen Ende der Leitung hörte ich die vertraute Stimme von Ashley: "Dean?" fragte sie vorsichtig und ich nickte: "Am Apparat, wie geht es Dir?" fragte ich und ich hörte ein erleichtertes Seufzen: "Oh, gut das ich Dich erwische. Ich könnte eure Hilfe gebrauchen..." sagte sie und ich drehte mich zu Sam: "Schiess los, wie können wir Dir helfen?" fragte ich und warf die Flasche in den Müll, nachdem ich den letzten Schluck genommen hatte. Ich öffnete die Wagentür, während Sammy ebenfalls einstieg und Ash mir alles erzählte, was wir wissen mussten. Als sie geendet hatte startete ich den Motor: "Wir sind unterwegs." sagte ich und fuhr los. "Danke Jungs." sagte sie und ich lächelte: "Dafür sind wir da." ich legte auf und fuhr auf die Strasse. "Auf zum nächsten Fall." sagte ich an Sam gewandt und erzählte ihm alles, was Ash mir gerade erklärt hatte. In meinem Magen machte sich dieses kribbelnde Gefühl breit, jedes Mal wenn ich an sie dachte, kam es zurück. Ich würde sie wiedersehen... Vorfreude bahnte sich an. Doch zuerst würden wir ihr bei dem Werwolf helfen. Danach sahen wir weiter...
WRITER
Das Lächeln auf den roten Lippen wurde breiter als sie auflegte. Ihre Stilethos klackerten über den grauen Betonboden: "Das war einfacher als ich dachte." sagte die Frau und kam auf Ashley zu. Sie packte die geknebelte Frau und drückte mit der Hand ihre Wangen: "Er muss Dich wirklich sehr gern haben. Er ist sofort losgefahren kaum, dass ich aufgelegt hatte." sagte sie und lächelte: "Es wird mir ein Vergnügen sein, ihn vor Deinen Augen zu töten." zischte sie und begann zu lachen. Das Lachen hallte durch die langen Gänge. Wütend bäumte sich Ashley in den Ketten auf, während die Frau den Raum lachend verliess und das Licht im Raum erlosch...
Bạn đang đọc truyện trên: Truyen247.Pro