Ein ganzes halbes Jahr...
Es sind nun 6 Monate vergangen.
6 Monate Schmerz, Tränen, Auf und Ab; wie eine Achterbahnfahrt.
6 Monate in denen ich durch die Hölle lief und es auch immer noch tue.
6 Monate in denen sich einiges geändert hat und dennoch ist es immer noch gleich geblieben.
Es war irgendwie komisch in in die Wohnung zu kommen, in der wir 4 Jahre gemeinsam gelebt hatten.
Komisch in dem Sinne; als er nach Hause kam...
Ich hörte wie sich die Eingangstür öffnete und drehte mich um. Da stand er und kam auf mich zu. Wir umarmten uns sehr lange. Ich sagte ihm wie sehr er mir gefehlt hatte und hielt ihn einfach fest.
Als er nichts erwiderte; drängte ich ihn - scherzhaft - fragte ob er mich auch vermisst hätte. Doch er konnte mich nicht ansehen. Konnte mir nicht direkt etwas sagen. Seine Antwort war schwammig und als ich ihn auf den Mund küsste, meine Hand über seine Wange streicheln liess und ihn dabei liebevoll ansah... da sah ich es.
Es war ein kleines Schmunzeln auf seinen Lippen. Es war der selbe liebevolle Blick; den ich so oft in den Jahren bei ihm gesehen hatte vor der Trennung. Es war als ob die Zeit stehen blieb. Für mich tat sie es in dem Moment.
Ich sah das Funkeln in seinen Augen; die Liebe die er empfindet und dann; wie ein Filmriss; flakerte das Licht und verschwand. Zurück blieben kalte, emotionslose, glasige Augen die ich seit der Trennung kannte.
Es war so schnell weg, wie es gekommen war. Schnerzhaft liess ich ihn los und wendete mich ab. Er zog seine Schuhe aus. Unterhielt sich mit mir; wie es gewesen war... obwohl er schon alles wusste. Denn in den Tagen, wo ich weg gewesen war, hatten wir immer wieder miteinander geschrieben.
Meist Belanglosen Kram über das Wetter oder wir haben rumgewitzelt über meine Eltern oder andere Dinge. Fast schon Normal.
Doch nun standen wir uns gegenüber. Waren wieder in einem Raum... zusamnen und dennoch getrennt.
Ein halbes Jahr ist vergangen. Erst schleichend langsam und nun so schnell, das ich mal wieder mich frage: Wo ist die Zeit nur hin?
Ich verbringe due erste Woche bei Ihm - er bat mich zu bleiben. Wir unterhielten uns; sahen Filme oder jeder für sich machte etwas anderes. Ab und an legte er seinen Kopf in meinen Schoss; nahm meine Hand oder in der Nacht wälzte er sich unruhig hin und her; solange bis er mich fand und umarmen oder festgalten konnte - selbst wenn es dann nur mein Arm oder meine Hand war; die er zu greifen bekam.
Dann atmete er erleichtert aus, schmiegte sich an mich und schlief danach ruhiger als davor. Und auch ich kann besser schlafen; wenn ich weiss das er neben mir schläft oder einfach nur da ist.
6 Monate sind vergangen.
Und noch immer habe ich mal mehr und mal weniger Hoffnung.
Je nach dem.
Es gibt Gute und weniger Gute Tage mit ihm.
Es vergehen manchmal nur Sekunden und er reagiert wütend oder ist angepisst, wegen nichts. Ein falsches Wort und bei ihm legt sich der Schalter um. Dann ist er nicht mehr der Mann; den ich kenne. Dann ist da kein Licht in seinen Augen. Nur glasige dunkle Dinger, die keine Emotionen zu kennen scheinen.
Und die nächsten 6 Monate fangen an.
Das nächste halbe Jahr.
Mit jedem Tag, der vergeht; frage ich mich ob es Richtig ist, was ich mache.
Mit jedem Monat, der vergeht; frage ich mich ob wir noch eine Chance haben.
Und die Frist wird vergehen.
Sie wird schneller vergehen, als wie mir lieb ist.
Und ich frage mich; ob ich das weiter azshalten kann. Ob ich es überleben werde, wenn er jemanden anderes finden würde....
Und was dann zwischen uns sein wird... ob es etwas geben wird... ob noch eine Freundschaft möglich ist.
Und vor diesem Tag fürchte ich mich... mehr noch als vor dem Tod.
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