Das L-Wort
Was sollte man niemals machen?
Richtig; das L-Wort sagen.
Das L-Wort ist in diesem Fall Liebe.
Was sollte man ebenfalls nicht machen?
Von 20 Uhr bis 02 Uhr am Morgen etwas trinken - damit meine ich Alkohol.
Und was sollte man niemals machen?
Neben Bier auch noch Shots trinken - Verschiedene Shots.
Und was sollte man definitiv und auf keinen Fall machen?
Richtig; betrunken miteinander schlafen.
Und was haben wir gemacht?
Genau DAS!
Und was ist dabei rausgekommen?
Das L-Wort.
Tja, wie heisst es doch so schön? Betrunkene und kleine Kinder sagen immer die Wahrheit. Oder nicht?
Es ereignete sich einfach. Wie Alle Dinge im Leben ereignet sich so einiges momentan und ehrlich gesagt weiss ich nicht mehr was ich davon halten soll....
Mitten Drinn hielt er inne; streichelte mir über den Kopf... sah mich liebevoll an und begann damit aufzuzählen was er alles an mir
Liebt.
Ja, ihr lest richtig: Liebt.
Angefangen bei meinen Lippen bis hin zu meinen Intimen Stellen. Es war verwirrend das zu hören. Das letzte Mal als er soetwas sagte, waren wir noch zusammen.
Da ich auch sehr viel getrunken hatte, kicherte ich; streichelte ihm über den Kopf, verharrte mit meiner Hand an seiner Wange und wir sahen uns an. Ohne Worte. Wie Liebende. Voller Zuneigung. Dann umschloss ich mit meinen Händen sein Gesicht und aus einem Impuls heraus begann ich zu reden...
"Auch auf die Gefahr hin; diesen Moment zu zerstöhren und das was wir haben... aber... Ich Liebe Dich."
Ich hatte nicht nachgedacht. Der Alkohol vernebelte mir den Kopf und kaum das ich realisieren konnte; was ich da gerade gesagt hatte; war es zu spät und die Worte waren gesprochen.
Er sah mich mit diesem Blick an: Voller Zuneigung. Lächelnd. Strich mir erneut über den Kopf um meine kurzen Haare zurück zu streicheln und sagte: "Ich Liebe Dich auch."
Dann küsste er mich. Wir umschlangen uns wie Ertrinkende. Als wollten wir diesen Moment mit aller Kraft festhalten. Ich begann zu weinen als diese Worte durch den Nebel in mein Bewustsein sickerte. Als hätte ich es gewusst; das er mich noch immer liebt und nie damit aufgehört hätte.
Dann machten wir weiter. Umschlungen; vereint; uns liebend.
Ich weinte.
Ich weinte; weil es so verdammt weh tat; das er dies sagte. Das er es nur sagen konnte, weil er betrunken war. Und ich weinte, weil ich wusste; das er sich am Morgen nicht mehr daran erinnern würde.
Es dauerte eine Weile; da hielt er erneut inne. Wieder mit diesem liebevollem Blick und es war wie ein Déjà-vu. Das selbe Ritual; wie einige Minuten zuvor. Doch dieses Mal runzelte er die Stirn; weil er sah, das ich weinte.
"Alles Okay?" fragte er mich besorgt; strich mir die Haare zurück und liess seine Hand dann an meiner Wange: "Hab ich Dir weh getan?" fragte er weiter und ich musste mich sammeln; denn ich bekam kaum ein Wort heraus.
Ich wischte mir die Tränen weg, was sinnlos war, denn kaum hatte ich dies gemacht; sprudelten schon Neue hervor.
"Nein; Du hast mir nicht weh getan... nicht wirklich." antwortete ich ihm, lächelte ihn an; streichelte ihm über die Wange und zog ihn kurz runter zu einem Kuss. Als er wieder hoch kam fragte er: "Was ist es dann?"
Ich schluckte. Ich wusste nicht ob ich erneut etwas sagen sollte und mal wieder übernahmen meine Gefühle das Sprechen, ehe ich darüber nachdenken konnte: "Ich Liebe Dich nur. Ich Liebe Dich über alles. Ich Liebe Dich mehr als mein Leben." presste ich unter Tränen hervor.
Verwirrt sah er mich an. Dann blickte er traurig und mitfühlend drein: "Das ist viel.... das ist verdammt viel." antwortete er nur und blickte einfach nur hilflos hin und her.
"Ich weiss. Tut mir leid." sagte ich erstickt und zog ihn an mich. Wir umarmten uns kurz und wollten weiter machen. Doch dann riss er sich los. Sagte das ihm schwindelig und schlecht sei. Wir beendeten den Sex, uns war beiden kangsam der Alkohol zu viel und ich kämofte mit den Tränen.
Er legte sich neben mich. Ich rannte ohne etwas zu sagen oder mich noch ein Mal umzusehen in das Bad. Nicht um mich zu übergeben; sondern um mich auszuheulen.
Ich weinte bitterlich. Bis mein Körper von Schluchtzern geschüttelt begann zu frieren und zu zittern. Wie lange ich im Bad war konnte ich nicht sagen; aber als ich zurück ins Schlafzimmer kam; lag er alle Viere von sich gestreckt auf dem Bett. Ich hievte ihn weiter rauf und machte mir Platz.
Er wurde von der Aktion wach und sagte ihm sei schlecht. Er kam plötzlich panisch hoch und meinte er müsste sich übergeben. Obwohl ich selber nicht ganz fit war, reagierte ich automatisch. Erneut lief ich ins Bad und brachte ihm einen Eimer.
Minuten lang sass er im Bett; den Eimer vor sich und umschlungen klammerte er sich an ihn. Ich streichelte seinen Rücken und so langsam rächte es sich; das ich so schnell hin und her gelaufen war.
Er legte sich wieder hin; reichte mir den Eimer und schlief wieder ein. Ich griff mir besagten Eimer und atmete tuef durch... irgendwann fand ich dann Schlaf.
Um 10 Uhr wachte ich auf. Mutter Natur rief gewaltig. Ich konnte mich noch an jede Einzelheit erinnern und verfluchte mein Gehirn; das es nicht vergessen hatte, was geredet wurde.
Ich packte mich warm ein und rauchte auf dem Balkon fast eine ganze Schachtel Zigaretten. Gegen halb 11 oder 11 Uhr ging ich zurück ins Bett. Schwankend. Schwindelig und schlecht. Uch hatte einen üblen Kater.
Gegen Mittag erwachte ich erneut. Wieder ging ich eine Rauchen. Und gegen Nachmittag war er dann auch wach. Wir waren wie gerädert und rauchten schweigend auf dem Balkon.
Als er meine verquollenen Augen sah; die rot vom Weinen und Alkohol waren; fragte er was los sei.
Ich fragte zurück ob er sich erinnern könnte was noch alles gewesen war in der Nacht. Doch er konnte sich nur noch schemenhaft und in Fetzen erinnern. Ich redete um den heissen Brei. Versuchte heraus zu bekommen ob er sich noch erinnerte; was er gesagt hatte....
Doch er sah mich nur fragend an. Verlangte dann von mir; das ich ihm erzähle was gewesen ist. Doch ich redete drum herum; spielte es runter und verweigerte ihm eine Richtige Antwort.
Er hätte mir eh nicht geglaubt, wenn ich es gesagt hätte. Und so schweige ich bis Dato über diesen Abend.
Seit dem sind fast 3 Wochen vergangen. Und noch immer nagt es an mir.
Ich bin Unsicher ob ich es ihm sagen soll.
Ich habe Angst es ihm zu sagen.
Aber andererseits will ich es ihm am liebsten an den Kopf werfen.
Ihn anschreien und schütteln.
Ich weiss nicht was ich tun soll. Und es zermürbt mich. Es nagt an mir. Doch ich weiss; das selbst wenn ich ihm die Wahrheit sagen würde... das er es nicht ernst nehmen würde.
Das er sagen würde: Wir waren beide sehr betrunken; bestimmt hast Du Dir das nur eingebildet....
Oder er würde sagen, das ich es geträumt hätte und das ich es nur so real gesehen habe; weil es Wunschdenken von mir ist, das er es sagt...
Und so schweige ich weiter. Verzweifle und ertränke meine Gedanken in mir... doch sie wollen einfach nicht untergehen.
Ich frage mich was ich tun soll.
Ich frage mich ob es nicht besser wäre; wenn ich mich nicht erinnern könnte... und ich frage mich langsam, ob sich ein Aufnahmegerät nicht doch irgendwie Lohnen würde... um ihm Beweise zu liefern; das ich es mir eben NICHT eingebildet habe...
Doch dann frage ich mich, ob wir je mals wieder so betrunken sein werden... und dann verwerfe ich den Gedanken sofort wieder.
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