
13.
Moon
Woher soll ich denn wissen wie lange sie mich gesucht haben? "Nein, aber das ist mir nach elf Jahren egal.", sagte ich. "Das sollte dir aber nicht egal sein!", sagte Jerry, ich glaube so mindestens das er so hieß, wütend. "Ist es aber und man sollte niemals Mate's trennen.", sagte ich, obwohl ich immer noch nichts spürte. "Du bist noch nicht mal Markiert also kannst du auch lügen,das er dein Mate ist.", sagte er und zeigte auf Ian. Ian fing an zu knurren und schaute Jerry wütend an. "Sie ist meine Mate.", sagte Ian. "Sie wird trotzdem mit kommen.", sagte Jerry. "Das werde ich nicht!", sagte ich. Kann er es nicht verstehen? Nach elf Jahren soll ich zu meinem alten Rudel, wovon ich noch nie gehört habe? . "Ich will nicht weiter diskutieren, du kommst mit und damit ist jetzt Schluss.", sagte er und wollte wieder gehen. "Werde ich nicht und du kannst mich auch nicht zwingen.", sagte ich und stand auf. "Willst du wetten das ich es kann?", fragte Jerry und drehte sich wieder zu mir. Ich schüttelte den Kopf. "Was soll sie überhaupt bei dir? Bloß weil sie deine Schwester ist? Irgendwann hätte ich sie auch so gefunden und dann hätte sie auch gehen müssen.", sagte Ian und stellte sich vor mich. "Wenn sie damals nicht verschwunden wäre, hättest du sie niemals gefunden und wenn doch, dann hättest du sie nicht mitnehmen dürfen.", sagte Jerry bedrohlich. "Jungs, Jungs, streitet euch doch nicht gleich wegen einem Mädchen.", sagte Jenny und kam rein. Die beiden schauten sich immer noch wütend an. "Moon ist jetzt in dem Rudel, wenn Frida damals sich nicht für sie eingesetzt hätte wäre sie schon längst verhungert oder erfroren. Sie hat hier ihren Mate gefunden und ich glaube sie würde nicht mehr freiwillig von ihm weg gehen, auch wenn ihr Leben dabei abhängt.", sagte sie. Als Jenny geendet hatte schaute Jerry zu ihr auf. Er schaute sie komisch an und wollte auf sie zu gehen, als sie schnell hinter mir verschwindet. In ihren Augen sah man Verwirrung und etwas Angst. "Moon, hilf mir!", sagte sie und versteckte mir. Ich stand nur verwirrt und reglos da. Jerry knurrte mich leicht an und bekam ein lautes knurren von Ian zurück. "Maya!?",rief sie und rannte raus. "Warte auf mich.", sagte ich und rannte hinterher, dicht gefolgt von Ian und Jerry. "Maya! Jackson! Hilfe!", rief Jenny und rannte hinter die beiden. Jackson und Maya schauten verwirrt auf Jenny. "Jenny was ist denn los?", fragte Maya. Jenny sagte nichts dazu und schaute hilfesuchend sich um. Die beiden sahen jetzt mich fragend an. "Genau weiß ich jetzt nicht was los ist, aber als Jerry sie angeschaut hat und zu ihr wollte ist sie hinter mich gelaufen und dann ist sie hierher gerannt.", sagte ich. "Wisst ihr wo- Ach da bist du ja, ich habe dich schon die ganze Zeit gesucht.", sagte Alec und kam zu uns. "Wen?", fragte Jackson. "Es heißt: Wer so doof fragt ist es meistens.", belehrte Maya Jackson. Jackson verdrehte die Augen. Jemand legte seine Arme von hinten um meine Taille und zog mich an seine Brust. Ich war mir sicher das es Ian war und versteifte mich etwas. "Da hat sie recht.", sagte Alec grinsend. "Was gibt's?", fragte Jackson. Wo war eigentlich Jerry? Ach da! Er steht mit Abstand neben uns und schaut Jenny an. "Schau meine Schwester nicht so an!", sagte Maya im strengen Ton. "Mate.", knurrte Jerry. "Maya, tu was!", sagte Jenny und klammerte sich an Maya. Letztens wollte sie noch ihren Mate finden und jetzt? Ich verstehe die Welt nicht mehr. "Sie will nicht mit einem Alpha leben und außerdem will sie nicht von hier weg.", flüsterte Ian mir ins Ohr. Oh man, die arme Jenny. Moment mal... Jerry will mich doch auch von hier weg schaffen und woher wusste Ian was ich dachte? "Unsere Mate Bindung und ich bin immer noch ein Alpha.", flüsterte er wieder. Wieso flüsterte er eigentlich? Jeder kann es doch hören.
Ich war so sehr in Gedanken versunken, das ich gar nicht bemerkte das Alec und Jackson weg gegangen sind. Maya und Jerry stritten sich, wegen Jenny. "Du bist zwar ein Alpha, aber nicht unser und Jenny kann nicht von hier weg.", sagte Maya. "Sie ist aber meine Mate.", sagte Jerry. Das kann noch was werden. "Wie wäre es mit, das dein Rudel das Nachbar Rudel von Adam ist und wir haben beide unsere Mate's ohne sie vom Rudel zu trennen und vorallem mir nicht Moon wegzunehmen.", schlug Ian vor. "Denkst du wirklich das ich mein Rudel hierher bringe und uns vielleicht auch noch in den Tod?", fragte Jerry. "Wenn du von Ben redest, er kommt nicht mehr her wenn drei Rudel sich zusammen schließen.", kam es aus mir rausgesprudelt. "Woher willst du es wissen?", fragte Ian verwundert. Als mir klar wurde was ich gesagt habe machte ich große Augen und war verwirrt. "Das ist ihre Gabe, zwar nicht die die Adam und unsere Eltern damals erhofft haben, aber auch gut.", sagte Jerry. Er sah etwas nachdenklich aus und sagte dann zu Ian:"Ich muss mit dir alleine Reden." "Wenn du ihn verletzen willst dann komm ich mit.", sagte ich. "Nein, will ich nicht.", sagte er. Ian gab mir noch einen kurzen Kuss auf die Wange und ging mit Jerry raus. "Kannst du vielleicht dein Bruder zurück pfeifen wenn er mir zu nahe kommt?", fragte Jenny mich als die beiden draußen verschwunden sind. Ich schüttelte grinsend den Kopf. "Bitte bitte bitte bitte bitte
bitte.", sagte sie. "Jenny, wenn er dein Mate ist dann kann ich nichts dagegen tun.", sagte ich. Sie machte ein schmollmund und Maya und ich fingen an zu kichern. "Vielleicht ist er doch nicht so schlimm wie du denkst.", sagte Maya.
Nach einer Weile kamen die beiden wieder rein. "Karla, du musst morgen mitkommen.", sagte Jerry als erstes. "Wie war das nochmal mit langsam angehen?", fragte Ian. Worüber redeten sie. "Wir haben mit Adam geredet und er ist einverstanden. Wir sehen uns morgen früh eine Stunde nach Sonnenaufgang auf der Lichtung, wo du am Anfang trainiert
habt.", sagte Jerry und schaute nochmal zu Jenny bevor er ging. "Ich will aber nicht weg von
hier.", sagte ich zu Ian. "Es sind nur acht Tage bis du wieder hier bist.", sagte Ian und küsste mich. Ich löste den Kuss schnell und drehte den Kopf weg, dann zog er mich näher an ihn. Wann hatte er den seine Arme um mich gelegt? "Wir sind auch noch da.", sagte Jenny und bekam ein stupsen in die Seite von Maya. Wir lösten uns und schauten zu den beiden. "Ihr könnt oben im Gästezimmer schlafen.", sagte Jackson aus dem nichts und nahm Maya in den Arm. "Muss Ian nicht wieder zu seinem Rudel?", fragte Jenny. "Es ist bloß heute und ab morgen sehen sie sich acht Tage nicht mehr.", sagte Jackson. Ian und ich nickten und gingen hoch. Die anderen Rudelmitglieder waren wieder bei sich zu Hause. Als wir oben im Gästezimmer waren legten wir uns auf das Bett. "Wieso lässt du mich mit ihm gehen? Ich will nicht dorthin.", sagte ich. " Moon... Ähm Karla... wie soll ich dich eigentlich nennen?", fragte er. "So wie du willst.", sagte ich schmunzelnd. "Er will das Rudel mit her bringen, aber er würde es nicht schaffen wenn du nicht mitkommst.", sagte er und zog mich an sich. Ich kuschelte mich an ihn und er strich mir über das Haar. "Moon?", fragte er. "Hm?", fragte ich. "Ich will dich nicht gehen lassen ohne dich zu Markieren.", sagte er. Ich hob mein Kopf an und schaute ihn seine Blauen Augen. "Machs.", sagte ich. Dann küsste ich ihn und er erwiederte es. Als er sich löste fing er an mein Hals entlang zu küssen, bis zu meiner Schwachstelle. Ich spürte langsam spitze Zähne. Er stach ganz sanft und vorsichtig in meine Schwachstelle rein. Es bildeten sich kleine schwarze Punkte in meinem Sichtfeld. Nach ein paar Sekunden zog er sie wieder langsam und vorsichtig raus. Die schwarzen Punkte verschwanden wieder und Ian küsste nochmal über den Biss. "Ich liebe Dich.", sagte ich. "Ich dich auch.", sagte er und kam wieder hoch und küsste mich. Ich erwiderte ihn und ich hatte das verlangen seine Haut auf meine zu spüren. Ian spürte es wohl auch, den er rollte uns so das er über mir lag und ich unter ihm. "Nicht heute.", sagte er. Ich schaute ihn verwirrt an. Ich dachte er wollte auch. "Warum nicht?", fragte ich. "Du bist noch nicht bereit dafür, es ist nur durch die Markierung das du Lust hast.", sagte er. Ich schaute ihn beleidigt an. Er grinste nur und küsste mich. Als wir uns wieder lösten rollte er sich wieder runter von mir. Die Lust war eh schon wieder weg, also kuschelte ich mich an ihn und schloss die Augen.
Am nächsten Morgen hatte ich mich nur schnell fertig gemacht und hab gefrühstückt mit dem Rudel. Jetzt sitze ich auf der Lichtung, ein paar Minuten früher als ich da sein sollte. Wenn ich das gewusst hätte, das ich die Lichtung früher finde als erwartet, hätte ich mehr Zeit mit Ian verbracht und wäre später los gegangen. Es kam ein Sandgelber Wolf aus dem Gebüsch und verwandelt sich in Jerry. "Morgen Schwesterchen.", sagte er gut gelaunt. "Morgen.", sagte ich. " Gut, Ian hat dich schon Markiert. Dann brauch ich mir keine Sorgen machen. Wollen wir los oder willst du länger brauchen?", sagte er. "Am besten wäre ich hier geblieben.", sagte ich. Dann verwandelte er sich wieder in seinen Sandgelben Wolf und ich verwandelte mich ebenfalls. Dann fing er an zu rennen und ich ihn hinterher. An jeder Grenze die wir ankamen fragten wir nach Durchlass und Nachts schliefen wir in der Nähe eines Flusses.
Nach drei Tagen kamen wir in einem geheimen Tal an und liefen dort durch den Wald. Bis zu einer Lichtung, wo ein Dorf lag. Dort liefen ein paar Leute und ein etwas ältere Ehepaar saß auf einer Bank. "Das sind unsere Eltern.", sagte Jerry als er mein Blick bemerkte. Jetzt will ich wieder nach Hause. Jerry lachte in sich hinein. "Keine sorge.", sagte er. Ich schaute zu ihm mit dem Warum-sollte-ich-mir-sorgen-machen-Blick an. "Das sah so aus.", sagte er. Ich schnaubte, was ihm zum lachen brach. Dann verwandelte er sich wieder zurück und deutete mir an mich auch zurück zu verwandeln. Also verwandelte ich mich zurück.
Er ging voran, ins Dorf, geradewegs zu unseren Eltern. Ich folgte ihm nur und spürte die ganzen Blicke auf mir. "Mum, Dad?", fragte Jerry und blieb vor ihnen stehen und ich neben ihm. "Jerry, du bist wieder da. Wer ist das Mädchen neben dir?", sagte Mum und beide schauten mich neugierig an. Ich fühlte mich unwohl in meiner Haut. "Können wir ins Rudelhaus und dort weiter reden.", sagte Jerry. Dad und Mum nickten und standen auf. "Ist sie deine Mate?", fragte Mum. "Ähm nein, sie ist noch in ihrem Rudel.", sagte er. "Ist sie die Schwester von deiner Mate?", fragte sie. Man ist sie neugierig. "Nein.", sagte er. "Warum bringst du eigentlich jemand mit, die schon Markiert ist?", fragte Dad. "Könnt ihr vielleicht warten bis wir im Rudelhaus sind? Dann werde ich euch auch alles erklären und sie auch.", sagte Jerry. Was soll ich bitte erklären? Ich schaute ihn fragend an und er grinste nur. Was er wohl damit meint? Als wir im Rudelhaus ankamen setzten wir uns auf die Couch, naja ich blieb stehen. "Also, wie soll ich das denn jetzt am besten anfangen?", fragte er und schaute mich hilfesuchend an. "Jerry will das Rudel zum Nachbar Rudel von Adam und einem anderen machen, weil seine Mate bei ihrem Rudel bleiben will und ihrer Schwester.",sagte ich. "Was wieso? Sobald wir dieses Tal verlassen werden wir nach einer Zeit sterben und mein Bruder kann dagegen nichts tun und wer bist du eigentlich?", sagte Mum. "Mum und Dad, das ist Ka... Moon.", sagte Jerry. Jetzt blicke ich gar nicht mehr durch.
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