
»Seed of Corruption« von @Thalysra
~•💎•~
Heute geht es direkt schon weiter mit einem etwas kürzeren Feedback zu »Seed of Corruption« von @Thalysra (etwas kürzer, weil ich nur die ersten drei Kapitel wegen Warnung vor Erotik-Inhalten gelesen habe).
Worum geht es?
Wir haben als Protagonistin Nalayah Mondfang, eine Kommandantin der Nachtelfen. Soweit, wie ich das in den drei Kapiteln verstanden habe, befinden wir uns am Anfang im Eschental, wo die Brennende Legion (eine Armee von Dämonen) ihr böses Werk verrichtet. In den ersten Kapiteln geht es um einen Kampf zwischen der Dämonen-Armee von Azgaroth, einem dämonischen Schreckenslord und eben um Nalayah.
Unstimmigkeiten im Lesefluss
Fangen wir doch direkt einmal damit an. Zuerst muss ich sagen, dass du wirklich einen sehr schönen Schreibstil hast. Sehr flüssig und angenehm, auch während zum Beispiel rasanteren Kampfszenen. Gestolpert bin ich kaum, außer an einer Stelle in Kapitel 1:
[...] doch er arbeitete unermüdlich darauf hin, jede Spur von Ordnung im Universum zu zerstören.
Hier bin ich über das „darauf hin" gestolpert. Ich kann dir leider überhaupt nicht sagen, warum das so ist, aber auf jeden Fall wurde ich da aus dem Fluss gerissen. Mein Kopf hat mir dann direkt „daran" angeboten, und nach ein paar Mal lesen mit diesem Wortersatz, hat mir persönlich das besser gefallen. Wie gesagt, das ist eine persönliche Ansicht, aber da du mich gebeten hast, darauf zu achten, habe ich das mit reingenommen.
Was aber wirklich überwiegt, sind deine ausdrucksstarken Formulierungen, wie zum Beispiel in Kapitel 1:
Grüne Blitze zuckten am wolkenverhangenen Himmel und gingen wie Vorboten des nahenden Unheils auf die Erde nieder.
Sehr bildgewaltig, man hat es wie bei einem Film vor Augen und wundervoll düster im Kopf. Kurz gesagt, wirklich gut. Vor allem, weil das nicht die einzige deiner tollen Formulierungen ist.
Dann habe ich noch einen kleinen Punkt, den ich ansprechen würde. (❗️Spoiler❗️) Am Ende von Kapitel 2 schreibst du:
Mit einem Mal riss er sie fort, an einen anderen Ort.
An sich ein Satz, der von Sinn her normal ist, allerdings etwas weniger bildgewaltig, als so manch andere Beispiele. Es kommt plötzlich, aber ich als Leser habe das Gefühl, irgendwie festzustecken und nicht mitgerissen zu werden. Wenn man da nur ein bisschen hinzufügen würde, würde das Ganze schon anders aussehen.
Plötzlich, ohne Vorwarnung, zog er sie an sich und riss sie fort, an einen anderen Ort, und sie hätte ihn nicht daran hindern können, selbst wenn sie gewollt hätte.
Ich hoffe du verstehst, was ich meine?
Logik
Sehr viel kann ich zu dem Thema natürlich nicht sagen, immerhin sind drei Kapitel nicht wirklich genug, um eine Handlungslogik zu erkennen, aber eine Sache ist mir tatsächlich aufgefallen.
(❗️Spoiler❗️) Im 1. Kapitel bemerkt Nalayah ein Beben, das von einem vermeintlichen Kometen entstanden ist. Schlussendlich stellt sich heraus, dass es gar kein Komet ist, sondern eines dieser bösen Wesen. Wenn also dieses Wesen mit einem Kometen verwechselt wurde, muss es auch entsprechend groß sein. Ein Komet, der einen Durchmesser von mehreren Kilometern hat, verursacht nicht dieses verhältnismäßig leichte Beben. Folglich tut dieses Wesen das auch nicht. Im Buch wird das aber anders dargestellt. Zumindest nach meinem Empfinden war das Beben nicht annähernd so stark, wie es bei einem kometenähnlichen Wesen sein sollte.
Grammatik
Zu der Grammatik habe ich nur eine kleine Anmerkung. (❗️Spoiler❗️)
Einmal schreibst du:
„Ihr wollt mit mir verhandeln?", er lachte spöttisch.
Wenn nach dem Komma kein Verb folgt, das ein Synonym für sagen ist, funktioniert das nicht. Also schreibst du das „er" groß und lässt das Komma weg...
„Ihr wollt mit mir verhandeln?" Er lachte spöttisch.
...oder du tauschst das „er" mit dem „lachte"
Schlussendliches Fazit
Hier habe ich viel auf hohem Niveau geklagt, weil es erstens nicht sehr viel gab, was ich hätte „analysieren" können, und zweitens war es auch wirklich gut geschrieben. Ich bin mir sicher, dass das auch weiterhin so bleibt, für alle, die jetzt an dem Werk von @Thalysra interessiert sind. Also, um nochmal einen Strich drunterzuziehen: Es lässt sich weitestgehend sehr flüssig lesen, bis auf eben diese ein oder zwei Stellen, die ich angemerkt habe. Was aber natürlich wieder eher persönliches Empfinden ist.
So, wer möchte kann natürlich seine Meinung jetzt auch kommentieren.
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