Chào các bạn! Vì nhiều lý do từ nay Truyen2U chính thức đổi tên là Truyen247.Pro. Mong các bạn tiếp tục ủng hộ truy cập tên miền mới này nhé! Mãi yêu... ♥

XVII

Mein Blick hing an seinen Schultern und Händen. Vielleicht erinnerten sie mich an dessen des Killers... Wenn Fynn der Maskierte sein sollte, dann würde ich seinen Umriss sicherlich wiedererkennen. Jeder Typ hier könnte der Statur des Killers ähneln. Meine Augen fixierten Morris' Schultern. Sein Haar, welches ebenfalls bräunlich war, setzte ihn gleich mit auf die Liste der möglichen Mörder. Aber nein, seine Statur passte nicht ins Bild. Seine Schultern waren zu schmal und Morris war viel kleiner als der Schatten, der mich in jener Nacht überdeckt hatte.

Ich blieb an Kian hängen und schluckte. Vielleicht... Aber sein Haar. Ich visierte seine Hände an, die er gelassen vor sich auf dem Tisch liegen hatte, und erneut musste ich schlucken. Die Hände des Killers waren groß und rau, so, als würden sie dich innert wenigen Sekunden zermalmen und zerstören können. Kians Hände hingegen waren groß, aber sehr fein, sanft und beinahe schon elegant.

Er schien zu merken, dass ich ihn beobachtete und suchte meinen Blick, den er dann lächelnd erwiderte. Das Blau in seinen Augen ließ mich schwerelos fühlen. Augenblicklich erwiderte ich sein Lächeln und konzentrierte mich wieder auf Morris Worte. «Aya hat den Killer als groß und braunhaarig, vielleicht auch schwarzhaarig beschrieben. Wie groß bist du, Aya?» Ich zwang mich das angenehme Kribbeln, verursacht durch mein Gegenüber, zu ignorieren, und wandte mich zu Morris. «Es ist eine Weile her, dass ich mich gemessen habe, aber ich würde sagen knappe 1.60m. Vielleicht auch etwas kleiner. Ich würde den Killer mindestens um die 1.85m schätzen. Er hat mich bei Weitem überragt.» Morris nickte und schaute Valeria zu, wie sie sich alles notierte. Sie schrieb sehr schnell und ich fragte mich, ob man das im Nachhinein überhaupt lesen könnte.

«Wie groß schätzt ihr Fynn? Wer in diesem Abteil ist größer als 1.85m?» Als sie fertiggeschrieben hatte, hob sie ihren Kopf an und zusammen scannten wir das ganze Abteil ab. «Also ich bin mickrige 1.72m», murrte Morris, lächelte dann aber niedlich. «Hätte nie gedacht, dass ich mich mal darüber freuen würde.» Daraufhin schüttelte ich nur meinen Kopf und ich grinste vergnügt in mich hinein.

«Ich habe keine Ahnung, wie groß ich mittlerweile bin, aber sicher größer als 1.85m», meinte Kian und ließ seinen Blick ebenfalls durch die Räumlichkeiten schweifen. «Wenn ich mich recht erinnere, war er ein wenig kleiner als ich, als er meine Familie angegriffen hat», seufzte er und sah dann in Valerias Augen, die ihn skeptisch musterten.

Ich mochte sie mittlerweile wirklich, aber eine bestimmte Eigenschaft an ihr konnte ich gar nicht ab. Sie verdächtigte alles und jeden. Vor Kurzem meinte sie noch, dass der Killer auch einfach eine sehr große Frau sein könnte. Und das, obwohl ich explizit erwähnt habe, dass der Typ hinter mir gestanden hatte und mich beinahe wie ein fucking Vampir vernichtet hätte.

Wieder spürte ich seinen Atem an meinem Ohr und ich zuckte instinktiv zusammen. Kian neben mir tat mir gleich, weil ich ihn mit meinem Rumzucken erschreckt hatte. «Alles okay?» Seine Hand legte sich auf meine, die unruhig auf meinem Oberschenkel lag. «Ja, nur ein kleiner Flashback vom Zusammentreffen mit ihm

«Also von den Praktikanten bei uns sind es Kian, Fynn, Max und Joe, die mindestens 1.85m sind.» Ich lachte leise auf. «Eigentlich alle außer du», grinste ich frech und Morris zwinkerte mir verspielt zu. Ich mag ihn. «Wo warst du, als Aya dich angerufen hat?», warf Valeria plötzlich in die Runde und durchbohrte Kian mit eisernem Blick. Zuerst war er einfach nur verwirrt.

Doch schon nach wenigen Sekunden wollte er ihre Frage gerade beantworten, als ich ihm zuvorkam. «Er hat gepennt, als ich angerufen habe.» Sie ließ ihren Kugelschreiber einmal auf dem Tisch klicken und befeuchtete ihre Lippen mit einem Glas Wasser. «Das kann jeder behaupten, Aya.» «Ich war wirklich zu Hause, Val», meinte er und sah ihr todernst entgegen. «Gibt es Zeugen?», stocherte sie nach und Kians Augen fielen auf Morris, der seine Hand anhob.

«Wir wohnen nebeneinander. Wann hast du ihn angerufen, Aya?» «Um ca. 23 Uhr, denke ich.» Valerias Blick klebte förmlich an Kian und ich fand das langsam verdammt lächerlich. «Ich muss dich enttäuschen, Val. Ich habe Kian kurz nach 23 Uhr das Haus verlassen hören und ihn sogar dabei gesehen. Davor war er den ganzen Abend zu Hause.» Der Eisblauäugige nickte zustimmend und rieb sich seine Schläfen. «Aber wer weiß, vielleicht kann ich mich ja teleportieren», flüsterte er gespielt geheimnisvoll und Morris und ich begannen zu lächeln.

Valerias Lippen zogen sich keinen Millimeter nach oben und sie blickte Kian weiterhin ernst in die Augen. Dieser hatte versucht, diese unnötig düstere Stimmung aufzuheben, aber es war ein Misserfolg gewesen. Genau deshalb richtete er sich in seinem Stuhl auf und blickte Valeria geradewegs in ihre wunderschön geschminkten Augen. «Ich bins echt nicht. Du und auch die anderen beiden können mir glauben.»

«Ach ja, ganz vergessen zu erwähnen. Knapp eine Stunde nach dem Verlassen seines Hauses ist Kian mit Aya zurückgekommen. Valeria, er kann es nicht sein. Und er ist schließlich nicht der Einzige hier, der von der Größe her ins Muster passt.» Langsam nickend seufzte sie und blies somit die ganze ernste Stimmung vom Tisch. «Trotzdem muss jeder befragt werden. Und den Ersten haben wir jetzt schon hinter uns. Wenns Kian nicht ist, dann bleiben uns noch drei Weitere zum Befragen. Ganz zu schweigen von den anderen hundert jungen Männern hier und in den anderen Polizeistationen.»

Sie ordnete ihre Notizen an und sah dann wieder in Kians Augen, der nur sanft lächelte. Er nahm es ihr nicht übel. Schließlich war das ihr Job. Auch unserer, aber ich hatte das für wenige Sekunden vergessen, als ich wieder die sanfte, angenehm warme Hand meines Teampartners über meiner spürte. «Tut mir leid, Walker. Aber jeder muss befragt werden», neckte sie ihn dann und bekam ein grinsendes Kopfschütteln seinerseits als Antwort. «Verstanden, Boss.»

Wir alle erhoben uns und ein kalter Schauer jagte mir über den Rücken. Keine Ahnung wieso, aber ich drehte mich blitzschnell um. Es war so, als würde ich seine Anwesenheit spüren. Dieser plötzliche Druck, der mir das Atmen schwermachte. Oder bildete ich mir das alles nur ein? Verlor ich meinen Verstand? Fühlte man sich so, wenn man traumatisiert war? War ich es überhaupt?

Mir wurde kotzübel, als ich sah, wie Fynn zu mir herüberblickte und sich dann wieder von mir abwandte. Ist es wirklich er? Was, wenn schon?! Dann stand er hier unter all den Leuten, die ihn suchten, aber nicht finden konnten. Ein kranker Typ, der uns allen unzählige Schritte voraus war. Viel zu schlau für jeden Einzelnen hier.

Dieser unangenehme Druck ließ mich nicht mehr allein und meine Atmung beschleunigte sich ein wenig. Ich sollte hier raus. Frische Luft war im Moment am meisten benötigt, dann würde es mir besser gehen. Aber dann erneut. Dieser Schauer. Ich erstarrte, konnte mich keinen Zentimeter mehr bewegen, als ich mit meinem Blick auf seine Augen traf. Maximilian. Dieser stand neben Fynn und schmunzelte mir verspielt entgegen.

Ich bekam Schnappatmungen und konnte meinen Schrei, den ich von mir geben wollte, weil mich ein brennender Stromschlag durchfuhr, nur knapp unterdrücken. Kians Arme umschlangen mich von hinten und besorgt sah er seitlich auf mich herab. Etwas unschlüssig nickte ich und wandte meinen Blick von den beiden Verdächtigen ab. Haze meinte, wir sollten uns nicht anders verhalten. Keine Aufmerksamkeit erregen. «Lass uns etwas an die frische Luft gehen», murmelte Kian, als er zusehen konnte, wie ich laufend meinen Verstand verlor.

Morris und Val beobachteten mich schweigend, handelten aber nicht, da sie Kian vertrauten. Genauso wie ich es tat, denn sanft ließ ich mich zur Garderobe und dann die Treppen herunterführen. «Atme tief durch. Er kann dir nichts tun», flüsterte Kian und strich mir unten vor dem großen Eingangstor eine Haarsträhne hinters Ohr. «Wie kannst du das behaupten? Du weißt ja gar nicht, wie es sich anfühlt! Dieser konstante Druck! Die Angst, dass er mich jederzeit finden und töten könnte! Du warst nicht dabei!»

Ich wollte ihn an seiner Brust wegstoßen, aber er war schneller und packte meine Handgelenke. «Doch, ich weiß es, Soraya!» Ich erstarrte. «Ich bin ihm auch gegenübergestanden! Ich bin auch nur knapp seinen dreckigen Händen entkommen! Ich weiß, welchen Druck du verdammt noch mal meinst!» Als hätte er mich durchgerüttelt sah ich ihm mit Tränen in den Augen in seine und meine Unterlippe zitterte, als wären die Temperaturen hier unter null Grad gefallen.

Seine sonst so klaren Augen wurden trüb. Dennoch spiegelten sich meine verängstigten Augen in seinen wider. Langsam begann ich zu verstehen, er hatte genauso Angst. Kian fürchtete diesen Killer genauso sehr, wie ich es tat. Seine Eltern waren traumatisiert von diesem Monster. Ihre Leben würden nie mehr dieselben sein. Kians Leben würde nie mehr normal werden.

Das Trübe in seinen Augen war nur eine Schutzmauer, denn ich merkte, wie sie langsam zu bröckeln begann. «Er hat meine Familie zerstört! Nur noch ich stehe hier! Nur noch ich funktioniere ohne Hilfe und ohne verdammte Maschinen!» Das Bröckeln wurde langsam zu einer Felslawine. Die Mauer zerfiel von der einen auf die nächste Sekunde. «Ich bin allein, Aya! Ich versuche seit Langem, alles in den Griff zu bekommen. Ich gebe wirklich mein Bestes! Ich versuche etwas aus dem, was von mir noch übrig ist, zu machen. Ich möchte meine Mutter stolz machen!»

Eine Träne rollte über seine Wange und völlig perplex sah ich zu, wie die eine Träne zu vielen wurde und der junge Mann sich vor mir öffnete. «Ich will einfach, dass alles wieder so wird wie früher! Ich will meine Familie zurück... Er hat sie mir genommen, Aya!» Das Blut, welches in meinen Adern gefroren war, begann langsam wieder zu fließen und ich hob meine Hände an, um meinem Gegenüber vorsichtig die salzigen Tränen von den Wangen zu streichen.

Sein zuerst noch gesenkter Blick hob sich an, als ich dies tat, und er blickte direkt durch mich hindurch. Dieser Schmerz. Kians Schmerz. Seine Angst. Es brachte mich zum Weinen und langsam begann ich meinen Partner vor mir zu verstehen. Ich wusste nicht, was ich darauf antworten sollte und zögerte eine lange Sekunde. Dann aber schlang ich meine Arme um seinen Hals und zog ihn zu mir herunter. Nähe. Diese brauchte er jetzt, denn er fühlte sich allein. Er begann zu beben und schluchzen.

Er ließ sich gehen und ich fragte mich, wie lange sich das in ihm aufgestaut hatte, denn es fühlte sich so an, als würde ihn ein Tsunami überkommen. Ein Tsunami voller Gefühle, Geständnisse und Ängste. Ein weiteres Mal wurde mir klar, dass jeder Mensch sein eigenes Päckchen zu tragen hat. Jeder musste sich durch seinen eigenen Scheiß durchkämpfen. Und wenn ich so darüber nachdachte, konnte ich es nicht vermeiden und mich fragen, ob es dem Killer genauso erging.

Sorry, dass es erst jetzt kommt... Hab gepennt...😂

Bạn đang đọc truyện trên: Truyen247.Pro