68.
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Wie weit muss man gehen? Das fragten sich auch die Winchester Brüder. Wie weit sie noch gehen würden um die Welt zu einem sicheren Ort zu machen. Sie kämpften Tagein Tagaus und es schien kein Ende in Sicht. Egal wie viele Wesen sie schon zur Hölle geschickt hatten, es kam ihnen vor, als ob die Welle an Monstern nie enden würde. Egal was sie auch taten. Und nun arbeiteten sie wieder mit Crowley zusammen. Notgedrungen. Doch was blieb ihnen für eine Wahl? Schliesslich hatten sie es hier mit einem Höllenfürsten zu tun. Einen von der Sorte, die hartnäckig waren und schwer zu töten. Dean strich über das Dämonenmesser, das er am Bund trug und das kalte Metall beruhigte ihn. Wenigstens hatten sie mehr als einen Vorteil. Denn im Kofferraum vom Impala, lag mit Runen geschützt, der Colt. Der berühmte Colt, der wirklich ALLES töten konnte. Damit hatten sie zumindest einige Vorteile. Dennoch würde es ein harter Kampf werden und Dean behagte es ganz und gar nicht, das Ashley mit dabei sein würde. Kurz blickte er zu ihr und als wenn sie seinen Blick gespürt hätte, sah sie ebenfalls auf und ihre Blicke begegneten sich. Sie sahen sich nur an. Und als Den kurz nickte, nickte Ashley und ein schiefes, knappes Lächeln umspielte ihre Lippen. Dean atmete kurz durch und wandte sich ab. „Dean?" die raue und tiefe Stimme von Cas liess ihn innehalten. „Kann ich Dich kurz sprechen?" fragte der Engel und sah wie immer dabei aus, als ob er demnächst an Verzweiflung vergehen würde. „Klar." sagte Dean und deutete an, Cas solle vorrangehen. Der Engel ging an ihm vorbei, nicht jedoch um noch ein Mal in die Runde zu blicken als er die Tür öffnete und hinaus ging.
„Also worum geht es?" fragte Dean und verschränkte die Arme, als er die Tür hinter sich schloss. Cas sah ihn mit gerunzelter Stirn an: „Glaubst Du..." begann er und kämpfte sichtlich mit sich selbst: „Glaubst Du das Zerakiel mich so sehr getäuscht hat und er der Verräter ist?" fragte er und sah dabei sehr mitgenommen aus. Dean seufzte und trat näher an seinen besten Freund ran. Er legte ihm die Hand auf die Schulter. Cas konnte ihn nicht ein Mal ansehen, so unwohl war ihm in seiner Haut. Er machte sich dafür verantwortlich, das Leraje entkommen war und er nicht mitbekommen hatte, das Zerakiel ihr dabei geholfen hatte zu fliehen. „Cas." sagte Dean und versuchte ein aufmunterndes Gesicht zu machen: „Ich kenn Zerakiel nicht. Aber vielleicht war er einfach zur falschen Zeit am falschen Ort und wurde gekidnappt. Das werden wir erst wissen, wenn wir diese Dämonenschlampe finden, okay?" Dean klopfte ihm auf die Schulter und sah seinen Freund an. Cas seufzte: „Ja, vielleicht hast Du recht und ich habe nur zu voreilig Schlüsse gezogen." meinte der Engel und nickte leicht: „Zerakiel ist ein treuer Diener und einer der Wenigen, der zu mir gehalten hatte nach allem, was wir erlebt hatten... Die Apokalypse, die Leviathane..." zählte Cas auf und ein kurzes schmunzeln setzte sich auf seine Lippen: „Er war für mich da, obwohl die Höheren meinen Tod wollten, stand er für mich ein und nun war es meine Aufgabe ihm einen Einblick zu geben in das was ich tue." Cas schüttelte kurz den Kopf: „Ich hätte besser aufpassen sollen. Ich hätte ihn nicht damit reinziehen sollen. Ich dachte wir würden nur ein paar Vampire oder etwas anderes jagen. Er sollte sehen wie Ihr und ich Gutes bewirken auf dieser Erde." Fast verzweifelt blickte Cas aus seinen blauen Augen Dean an.
Dieser konnte ihn nur allzu gut verstehen: „Keiner konnte ahnen, dass wir es mit einem Höllenfürsten zu tun bekommen würden. So ist das nun Mal. Wir wissen nie was wir jagen, bis wir alle Informationen zusammen getragen haben. Niemand hätte das vorhersehen können, Cas. Und niemand hätte vorhersehen können das einer von uns dabei gekidnappt wird. Okay? Es ist nicht Deine Schuld." versuchte Dean seinen Freund wieder aufzubauen. Knapp nickte der Engel und warf Dean ein kleines dankbares Lächeln zu. Dean nickte ihm zu: „Da wir das jetzt geklärt haben, können wir zu den anderen..." meinte er, drehte sich um und sah Elena auf dem Flur stehen sodass er seinen Satz vor Erstaunen nicht zu Ende sprach. Cas folgte seinem Blick und nun sahen beide Männer die junge Frau an, die etwas verloren wirkte und ertappt zurücksah. „Hi." Sagte sie schüchtern, hob die Hand vom gesunden Arm hoch und versuchte zu Grinsen. Dean sah sie mit offenem Mund an. Nicht wissend was er sagen sollte. Schloss ihn wieder und sah zu Cas. Dann wieder zu Elena und hob nun ebenfalls seine Hand: „Hey." Machte er zurück und Cas sah ihn fragend an ehe er sich zu Elena drehte: „Elena, warum bist Du nicht in dem Zimmer geblieben?" fragte der Engel streng und Elena schrumpfte angesichts dieser fast schon väterlichen Rüge.
Elena blickte auf ihre Füsse und begann damit über den Boden zu wischen, wie ein Kind, das definitiv etwas ausgefressen hatte: „Ich..." begann sie und knabberte auf ihrer Unterlippe. Unsicher blickte sie kurz hoch, doch der strenge Blick von Cas liess sie sofort wieder auf ihre Schuhe blicken. Dean versuchte die Situation zu retten: „Du wolltest bestimmt zu Sam, hab ich recht?" meinte er und ein schelmisches Grinsen breitete sich unweigerlich auf seinen Lippen aus. „Nur hereinspaziert." winkte Dean ihr zu, öffnete die Tür und winkte sie weiter rein. Es dauerte etwas, bis Elena sich in Bewegung setzte. Unsicher sah sie immer wieder zu Castiel, der sichtlich nicht begeistert war. Doch als sie erst ein Mal an Dean vorbei war, schien die Anspannung von ihr zu weichen und etwas Selbstsicherheit kehrte zurück. „Ich bin übrigens Dean und das ist Ashley." Stellte sich Dean nun offiziell bei der jungen Frau vor. Das erste Mal als sie sich begegnet waren, war Elena nicht ansprechbar gewesen und in Sam's Armen ohnmächtig geworden. Als Dean auf Ashley zeigte, hob diese kurz den Kopf und winkte Elena freundlich zu. Sam war jedoch so vertieft in die Bücher und Schriftrollen, die auf dem Tisch lagen, das Ashley ihn an stupsen musste, damit er aufsah. Als er Elena sah wurden seine Augen auf ein Mal grösser: „Elena?" fragte er und richtete sich nun zu seiner vollen Grösse auf. „Du solltest doch im Zimmer bleiben." Meinte er sanftmütig und ging um den Tisch herum zu ihr.
„Ich weiss, ich weiss." winkte Elena ab und sah kurz zu Castiel: „Aber ich..." begann sie und suchte sichtlich nach Worten. Ashley sah zwischen den Beiden hin und her und sah dann fragend zu Dean, der mal wieder hinter Sam's Rücken faxen machte und somit andeutete das sein Bruder Elena mochte. Ashley fiel es schwer nicht laut los zu lachen. Sie ging zu Dean und gab ihm einen kurzen Klaps auf den Arm. Dean rieb sich übertrieben den arm, als wenn der wirklich sanfte Klaps schmerzhaft gewesen wäre und Ash drohte ihm Stumm gleich damit ihm noch eine zu verpassen. In dem Moment drehte sich Sam um und sah sie beide fragend an ehe er sich wieder an Elena wandte: „Setz Dich erst ein Mal." sagte er und sah sie besorgt an. Er wusste, das Cas zwar Elena soweit geheilt hatte, aber er machte sich dennoch Sorgen um die junge Frau. Elena verdrehte kurz die Augen, setzte sich jedoch auf den Stuhl, der ihr am nächsten war und studierte die Karten, Schriftrollen und Bücher auf dem Tisch: „Wooow. Was habt ihr denn vor?" meinte sie und staunte angesichts der grossen Sammlung an Wissen, das vor ihr lag. „Wollt ihr eine Razzia veranstalten?" meinte sie weiter, als niemand ihr antwortete – denn die Beteiligten sahen sich gerade alle nacheinander an und schienen Stumm auszudiskutieren, was sie Elena sagen sollten und was nicht.
„Ähm..." machte Sam und setzte sich auf den Stuhl neben Elena. Diese hatte gerade ein Pergament aus dem Haufen gezogen und blickte es mit regem Interesse an. „Wir wollen einen mächtigen Dämon vernichten und deswegen wollte ich, dass Du hier bleibst. Damit Du nicht auch noch in das Kreuzfeuer gerätst." Sagte Sam ehrlich und Dean seufzte, schlug sich die Hände über den Kopf und drehte sich weg: „Na ganz klasse..." murmelte er noch dabei und liess sich auf das Sofa fallen. Ash warf ihm einen Blick zu, der so viel wie: 'Das musste jetzt nicht sein' bedeutete und auch Cas sah aus, als wenn ihm das Ganze nicht gerade behagte. Doch Sam sah sie alle entschuldigend an: „Was nützt es wenn wir ihr die Wahrheit verschweigen? Das würde eh nichts bringen. Elena bleibt eh nicht in ihrem Zimmer." Sagte er prophezeiend und Elena nickte: „Stimmt genau. Ihr könnt mich nicht wie ein unwissendes Kind behandeln. Ich weiss was da draussen abgeht." meinte sie nur und bestätigte dies indem sie mehrmals mit dem Kopf nickte. „Aber Du bist noch erschöpft, von allem." versuchte Castiel nun einzugreifen: „Nur weil ich Dich geheilt habe, heisst es nicht, das Dein Körper auch schon wieder bereit dazu ist solche Anstrengungen wie eine Jagd auf sich zu nehmen." probierte er es weiter und sah hilfesuchend zu Dean. Der jedoch nur mit den Schultern zuckte: „ Sam hat Recht. Wir können nicht erwarten, dass Elena still und brav in ihrem Zimmer bleibt und Däumchen dreht. Auch wenn es mir genauso wenig gefällt sie ins Kreuzfeuer zu ziehen und sie damit zur wandelnden Zielscheibe zu machen..." begann er und sah wie Elena ihm ein triumphierendes Lächeln zuwarf als er die nächsten Worte aussprach: „Aber sie ist eine Jägerin und wir könnten Hilfe gebrauchen." schlussfolgerte er und sah wie Sam und Cas ihn wehmütig ansahen. 'Oh, man. Das kann ja was werden.' dachte Dean sich und hätte jetzt einen Drink vertragen können...
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