48.
Ashley
Ich lehnte mich gegen die Säule und wartete, das Darren den Anruf annahm. Ungeduldig blickte ich mich um. „Komm schon geh ran." murmelte ich und tippte ungeduldig mit dem Fuss gegen die Säule hinter mir. „Darren Frecks." hörte ich seine Stimme und lächelte: „Hey Darren, was geht? Ash hier." Antwortete ich und war erleichtert. „Ash? Wie komm ich denn zu der Ehre? Brauchst Du schon wieder neue Papiere? Mensch, Mädel Du verschliesst die Dinger ja schneller als wie ich arbeiten kann." scherzte er und ich rollte mit den Augen: „Nein, Darren, deswegen ruf ich nicht an. Es geht eher um eine Kundin von Dir." begann ich und erklärte ihm schnell die Situation. „Also, kennst Du sie?" fragte ich noch, ehe er mir ins Ohr schrie: „WAS?? Elena liegt im Krankenhaus?? FUCK. WO seid ihr? Ich komme sofort zu euch!" rief er aus, sodass ich das Handy von meinem Ohr weghalten musste: „Dee beruhig Dich es geht ihr gut." versuchte ich ihn zu beruhigen und merkte schnell, dass dem Jäger etwas an der Kleinen lag. „Sam und Dean sind bei ihr und auch Cas. Wir sind in Salt Lake City. Sie kann in Zwei Tagen gehen. Sie hat sich eine üble Wunde zugezogen, weisst Du vielleicht was sie gerade gejagt hat?" zumindest bestätigte mir sein Verhalten, das es sich bei der Kleinen um eine Jägerin handelte und ich wusste, das Dean bestimmt wissen wollte hinter was sie her war. Ich hörte wie Darren hin und her ging, das schnauben war unverkennbar und ich konnte mir bildlich vorstellen, wie er sich gerade überlegte auf dem schnellsten weg herzukommen. „Okay..." schnaufte er etwas ruhiger und ich hörte wie er sich setzte. „Okay... Also, es geht ihr auch wirklich gut?" fragte er nach und ich nickte: „Ja, sie hat zwar viel Blut verloren, aber die Ärzte haben sie wieder zusammengeflickt. Wir konnten schlecht Cas eine Wunderheilung vollziehen lassen, während eine Menschenmenge dabei ist." scherzte ich und für einige Sekunden war es Still am anderen Ende. Zu still.
„Darren?" fragte ich nach einigen Augenblicken und ich hörte seinen Atem: „Heisst das Du bist mit den Winchester's unterwegs?" seine Stimme klang monoton. Ich runzelte die Stirn. Hatte Darren etwa etwas gegen die Jungs? Ich fragte lieber nicht nach: „Ja, wir hatten einen Auftrag hier, doch leider hat unser Plan nicht funktioniert. Elena ist mehr zufällig in uns rein gerannt." erwiderte ich und hörte wie er tief ausatmete: „Soviel ich weiss war sie auf der Spur von einigen Vampiren. Sie jagt seit ich sie kenne nur Vampire. Jeder Fall, der nach Blutsaugern aussieht krallt sie sich und zieht los. Ich nehme mal stark an, das es etwas mit ihrer Vergangenheit zu tun hat..." begann er und wieder atmete er tief ein und aus. Er überlegte ob er mir alles erzählen sollte, das spürte ich instinktiv. Also wartete ich. Ich drängte ihn nicht und konnte nur hoffen, dass er gleich mit der Sprache rausrücken würde. „Elena's Eltern wurde von Vampiren getötet." Sagte er dann und ich nickte. Ja, so in etwa fing jeder an zu jagen, wie ich in der Zeit mit Andrew festgestellt hatte. „Sie war 16 und ein Vampir namens Gordon hat mit seiner Gruppe ihre Eltern vor ihren Augen abgeschlachtet." erzählte er weiter. Ich schlug mir die Hand vor den Mund: „Oh, Gott..." flüsterte ich und atmete heftig ein und aus. Es war fast wie bei mir nur, dass es bei mir ein Dämon war, der sich meinen Körper geschnappt hatte und meine Eltern umgebracht hatte, während ich hilflos zusehen musste. Ich spürte wie mir Tränen über die Wangen liefen und wischte sie weg.
„Ein Jäger kam dazu und Gordon verschwand. Elena erzählte mir sein Name sei Andrew gewesen. Dein Andrew um genau zu sein." sein Ton war nun traurig und man hörte sein Mitgefühl. „Andrew hat sie gerettet?" flüsterte ich, unfähig laut zu reden. „Ja. Er kam noch mehrere Male in das Krankenhaus und Elena hatte sich mit 21 irgendwann dann auf die Suche gemacht nach ihm, aber anders als wie bei Dir wurde sie nicht fündig. Du kanntest ihn, wenn er nicht will das man ihn findet..." meinte er und ich nickte mit einem wehmütigen Lächeln: „Dann findet man ihn auch nicht..." beendete ich den Satz und die Tränen liefen wieder über meine Haut. „Tja, seit dem ist Elena auf der Suche nach Gordon und will sich natürlich rächen. Doch bis jetzt ist jede Spur im Sand verlaufen. Vielleicht hat Andy ihn ja doch erwischt, oder ein anderer Jäger hat dem Blutsauger den Gar aus gemacht." meinte Darren und ich hörte wie er wieder aufstand, denn der Stuhl bewegte sich geräuschvoll. „Sag Elena, sie soll sich sofort bei mir melden, wenn sie aus dem Krankenhaus kommt." hörte ich ihn sagen und nickte: „Natürlich, ich richte es ihr aus." versprach ich und lächelnd wischte ich mir die Tränen weg. „Bei Dir und den Winchester's ist sie erst mal in guten Händen. Auch wenn es mir lieber wäre, sie wäre bei mir." seufzte er und ich schluckte. Ich hatte mit meiner Vermutung also recht gehabt, er empfand etwas für sie. „Die Jungs und ich werden schon dafür sorgen, dass sie wieder ins Nest kommt." neckte ich ihn und er schnaubte: „Also, bis dann Ash." verabschiedete er sich und ich hörte seiner Stimme an, wie unendlich schwer es ihm viel nicht sofort los zu fahren.
„Pass auf Dich auf." sagte ich noch und hörte ihn lachen: „Klar, ich werde jeden Dämon, der zu meiner Tür rein kommt mit meinem in Weihwasser getränkten Gips schlagen." scherzte er und ich horchte auf. Also das war der Grund, warum er sich so verhielt, er konnte gar nicht kommen. „Gute Besserung und bis dann." sagte ich und er lachte erneut und legte auf. Ich sah an der Fassade hoch und steckte mein Handy wieder weg. Dann stiess ich mich von der Säule ab und betrat das Krankenhaus. Ich lief zurück zu dem Zimmer in dem Elena und die Jungs waren. Als ich die Tür öffnete sah mich Cas dankbar und erleichtert an. Ich runzelte kurz fragend die Stirn und sah zu Dean, der Cas erwartungsvoll ansah und den Mund gerade schloss. Er räusperte sich: „Und, was in Erfahrung gebracht?" fragte er und ich nickte. Langsam ging ich in das Zimmer hinein und setzte mich wieder auf den Stuhl neben ihm. „Ja, wie ich es mir schon gedacht hatte ist Elena eine Jägerin. Darren hat es bestätigt." meinte ich und bückte mich nach der Plastiktüte unter meinem Stuhl. Ich holte die zweite Tüte hervor und Dean sah mich neugierig an. Ich packte einen Donut aus und seine Augen wurden sofort grösser. Lachend sah ich wie er nach seiner Tüte griff und drinnen rumwühlte.
„KUCHEN!!" rief er wie ein kleines Kind, das gerade sein Geschenk erhalten hatte, aus und sah mich mit leuchtenden Augen an: „Ich könnte Dich küssen." meinte er und ich lief sofort rot an. Ich begann künstlich zu lachen und winkte ab: „Na, nun übertreib mal nicht, es ist nur Kuchen." erwiderte ich und drehte mich mit erhöhtem Herzschlag weg. Himmel, natürlich wäre es schön wenn er mich noch ein Mal küssen würde... aber doch nicht hier und jetzt. Während er seinen Kuchen mampfte, erzählte ich ihm kurz und bündig, wie Darren mir gerade, Elena's Geschichte. Dean kaute noch einige Male und schluckte dann runter. Er sah zu seinem Bruder rüber, der es irgendwie geschafft hatte in dem unbequemen Stuhl zu schlafen und wischte sich mit einer Serviette über den Mund, ehe er diese in den kleinen Abfalleimer warf: „Fuck." stiess er aus und atmete geräuschvoll aus. Er massierte sich die Nasenwurzel und wischte sich mit der Hand durch das Gesicht. Er sah auf ein Mal sehr erschöpft aus.
„Okay..." begann er und schielte zu Cas: „Cas Du bleibst hier bei Sam. Sobald die Kleine aufwacht holst Du uns ja?" meinte er und der Engel nickte. „Ash..." begann er, ohne mich anzusehen: „Wir Zwei werden uns jetzt eine Mütze Schlaf gönnen. Vielleicht vorher noch ein Bier, wer weiss." Dean stand auf und knüllte die Tüte zusammen. Ich konnte ihn nur fragend ansehen und schwieg. „Also? Was ist? Kommst Du?" fragte er und warf mit einem eleganten Wurf die Tüte ebenfalls zielgenau in den Abfalleimer, der um die 2 Meter entfernt von uns an der Wand stand. Ich blickte auf den Korb und schluckte: „Klar." meinte ich und hörte, wie rau sich meine Stimme anhörte. Ich nahm den letzten Schluck aus dem Becher und warf diesen in die Tüte hinein. Cas reichte ich die letzte Tüte und sah ihm in seine Babyblauen Augen: „Wenn Sam aufwacht... dann gib ihm das hier." meinte ich und der Engel warf mir ein schiefes Lächeln zu. „Klar, mach ich. Ruht euch aus." sagte Cas und sah weg. Ich runzelte die Stirn, zuckte jedoch mit den Schultern. Ich kannte Cas zwar noch nicht so lange, aber ich hatte schon mitbekommen, dass der Engel dazu neigte, seine Gefühle nicht immer zu äussern und Eigenarten zu haben schien, die wir Menschen nicht immer verstanden. Und so folgte ich Dean aus dem Krankenzimmer...
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Salüt Ihr Lieben ^~^
Ich wünsche Euch ein frohes neues Jahr. Ja, ich bin wieder da mit einem neuen Kapitel :) und wie immer hoffe ich, dass es Euch gefallen hat :)
Glg
Eure Raven
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