116.
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„Das war es?" hörte man ungläubig Ashley fragen, die noch immer auf den Fleck starrte, wo eben gerade noch Zerakiel, sein Bruder Derakiel und die Hülle der Dämonin Laraje gewesen waren. Doch mit diesem Gedanken war sie nicht alleine. Auch die Winchester Brüder starrten ungläubig auf die Stelle. Sie kannten ihr Glück und bekanntlich hielt es nie lange an. Elena schmiegte sich in die Arme von Sam, der ihr einen liebevollen Kuss auf den Scheitel setzte und sie näher an sich zog. Sie hatte einiges durchmachen müssen, ebenso wie die Anwesenden. Cas stand etwas abseits der Gruppe. „Man sollte den Tag nicht vor dem Abend loben..." sprach sich Dean aus, zog Ash an sich und Cas blickte kurz in den Himmel: „Ich denke es ist wirklich vorbei Dean." sagte der Engel mit seiner tiefen Stimme und verzog sogar den Mund zu einem schiefen Lächeln. Wie abgesprochen begaben sie sich alle zurück zum Bunker und betraten ihn einer nach dem anderen. So wirklich Stimmung kam jedoch nicht auf. Dabei sollten sie ihren Sieg doch feiern... oder etwa nicht? Aber jeder hing seinen eigenen Gedanken nach und als die schwere Metalltür quietschend ins Schloss fiel, löste sich der Bann etwas. „Also ich weiss nicht wie es euch geht, aber..." begann Ash und versuchte ein aufmunterndes Lächeln, was ihr jedoch nicht so wirklich gelang. Sie hatte die Schrecken der Dämonin am eigenen Leib erfahren, mehrmals sogar und dennoch. Sie konnte diesen Ausdruck in Derakiel's Augen nicht vergessen. „Ich könnte jetzt ein Bier und etwas im Magen gebrauchen." stimmte sie an und rieb sich wie zur Bestätigung den Bauch. Sam schmunzelte leicht: „Du bist ja schon genau so schlimm wie Dean." Murmelte er und Dean sah ihn giftig an. „Gar nicht wahr." schmollte Dean und erntete dafür ein Lacher von Sam.
Nur langsam tauten alle auf und es kam etwas mehr Bewegung in die Gruppe, dennoch blieb diese drückende Stimmung in der Luft hängen, wie nach dem Regen an einem heissen Sommertag, wenn die Luft beinahe schwer ein zu atmen war und sie einem so drückend vor kam. Dean gab Ash einen Kuss, als diese sich von ihm löste um in der Küche nach etwas essbarem zu suchen. Elena folgte ihr nur wenige Augenblicke später und Sam und Dean setzten sich an den grossen Tisch in der Bibliothek. Die eingeritzten Buchstaben nahmen Dean's gesamte Aufmerksamkeit in den Bann und Sam blickte nach einer Weile ebenfalls rauf. Cas stand wie hingestellt und nicht abgeholt da und blickte mehr auf seine Füsse. „Du hast Dich noch nicht für die kommenden Generationen verewigt." Kam es von Dean und der Engel blickte verwirrt hoch zu den Brüdern. „Bitte was?" fragte der Engel und seine Augenbrauen kräuselten sich nachdenklich. Sam rückte kurz vom Tisch: „Du solltest Dich auch verewigen Cas." stimmte Sam seinem Bruder zu und Dean holte ein Messer hervor. Langsam begab sich Castiel zu dem Tisch und behielt die eingeritzten Initialen dabei die gesamte Zeit im Blick. Auch als er nach dem Messer griff, blickte der Engel wie gebannt auf das D. W. und das S. W. „Aber... was soll ich den einritzen?" fragte der Engel vollkommen perplex und hielt das Messer etwas fester in seiner Hand. Dean sah kurz zu Sam, dieser lächelte und nickte kurz. „Na ist das denn nicht offensichtlich?" fragte der Hunter und grinste nun schelmisch: „C. W. natürlich. Für Castiel Winchester." meinte Dean und winkte kurz ab als der Engel ihn ungläubig anstarrte. „Du gehörst zur Familie Cas." murmelte er und sah seinen Freund gütig an.
Der Engel schluckte kurz. Sam rückte weg um den Engel an den Tisch zu lassen. Wie in Trance ging der Engel ein Stück näher an den Tisch, klappte das Messer auf und begann ein grosses C und nach einigem Zögern auch ein grosses W hinein zu schnitzen, unmittelbar in der Nähe von den Initialen seiner Freunde. Als der Engel fertig war kamen die Frauen zurück, beladen mit Bier und Essen. Dean stand auf um ihnen zu helfen, im vorbeigehen klopfte er Cas auf die Schulter ohne etwas zu sagen, doch das war auch nicht nötig. Sam wischte die entstandenen Holzspäne weg und lächelte. Als Elena ihm ein Bier und einen Teller reichte, griff der Mann nach ihrer Taille und zog sie auf seinen Schoss. Die junge Frau quietschte überrascht auf und klammerte sich an ihn, was ihn zum Lachen brachte, noch mehr sogar als sie ihn einen Idioten nannte. Dean und Ash setzten sich an den Tisch, als er ihr das Bier und seinen Teller abgenommen hatte und sie begannen zu essen. Das Eis war gebrochen, die Stimmung wurde ausgelassener und fröhlicher. Sie hatten es wirklich geschafft. Müde und vollkommen erschlagen begaben sie sich alle nach und nach in ihre Zimmer. Es war ein anstrengender Tag gewesen und wer wusste schon, was sie morgen erwarten würde...?
*
Der Tag brach schneller an, als wie erwartet. Dean und Ash, sowie Sam und Elena hatten noch lange nachdem sie in die gemeinsamen Schlafzimmer gegangen waren miteinander geredet. Unteranderem über die merkwürdige Beziehung zwischen dem Engel Derakiel und der Dämonin Leraje, aber auch was Zerakiel dabei für eine Rolle spielte. Sam war wie immer einer der Ersten, der wach war. Er sass am Tisch in der Halle und genehmigte sich einen Kaffee, während er sich dem Laptop widmete um Recherchen anzustellen und vielleicht einen neuen Fall zu suchen. Dean kam mit einer Kaffeetasse in der Hand zu ihm: „Morgen." grummelte er uns sah noch recht verschlafen aus. Sam schmunzelte: „Guten Morgen." erwiderte Sam und Dean setzte sich. „Suchst Du nach einem neuen Fall?" fragte Dean und setzte den Becher an seine Lippen. Sam nickte: „Ja. Du weisst doch, das Böse schläft nie." antwortete der jüngere Bruder und Dean nickte zustimmend. Er blickte kurz auf den Bildschirm und runzelte die Stirn: „Suchst du etwa nach Ringen?" fragte Dean und grinste. Sam wurde knallrot und klickte verzweifelt auf das X um den Tab zu schliessen, doch zu spät. „Lass mal sehen." grinste Dean und schob Sam weg, der jedoch immer noch verzweifelt versuchte den Tab zu schliessen und Dean von sich weg schieben wollte, doch sein älterer Bruder war etwas stärker. „Der sieht gut aus." meinte Dean und öffnete ein neues Fenster. Sofort erschien der Ring in überdimensionaler Grösse auf dem Bildschirm und Sam wäre am liebsten im Boden versunken. Es war einer der Ringe, die er schon als Favorit markiert hatte. „Na Du lässt ja nichts anbrennen, Bruderherz." grinste Dean und wackelte mit den Augenbrauen. Sam seufzte und liess sich in den Stuhl zurück sinken.
„Ich... ich hab nur..." versuchte sich Sam herauszureden, doch Dean klopfte ihm nur auf die Schulter: „Glaub mir Sam, wenn Du es für Richtig hältst, dann habt ihr meinen Segen. Elena ist eine tolle Frau und ich finde ihr Zwei gebt ein gutes Team ab." meinte Dean nur und sah jetzt dabei etwas traurig aus. „Dean, ich..." begann Sam und Dean sah weg. „Ich weiss das ihr Zwei nicht..." begann der Jüngere und Dean blickte traurig auf die Tasse in seiner Hand. „Nur weil wir uns so entschieden haben, musst Du nicht denselben Weg einschlagen, Sam. Aber..." Dean seufzte. „Ich weiss, Dean. Mir ist bewusst, dass unsere Welt nicht unbedingt geeignet dazu ist, das man Glücklich bis an sein Lebensende zusammen ist, aber... ist es wirklich zu viel verlangt, das wir auch mal Glücklich sein dürfen?" fragte Sam und Dean seufzte erneut, während er den Kopf schüttelte. „Ich weiss was Du meinst. Ich möchte das du glücklich bist Sammy, glaub mir, ich wünsche es Dir von ganzem Herzen. Nach allem was wir gemeinsam durchgemacht haben, hätten wir es wirklich mal verdient. Aber Du musst auch meine Einstellung dazu verstehen... Nichts würde ich lieber tun, als Ashley zu heiraten... aber wie Du bereits sagtest: Unsere Welt ist nicht gerade dazu geeignet, das wir glücklich bis an unser Lebensende sein können. Solange es das böse auf dieser Welt gibt, solange werden uns Monster jagen, versuchen unsere Liebsten zu töten und uns ebenfalls. Das Risiko, das wir jemanden verlieren, den wir lieben ist... einfach zu gross... Doch das bedeutet nicht, dass Du so leben musst." Dean sah seinen Bruder liebevoll. „Wenn Du das wirklich durchziehen willst, dann hast Du wie gesagt meinen Segen." Dean lächelte traurig. „Aber dann will ich, dass Du Dir Elena schnappst und ihr Zwei nach England geht." sagte Dean und sah Sam dabei ernst an. Sam verschlug es die Sprache. Hatte sein Bruder das gerade wirklich gerade ernst gemeint? Perplex sah Sam seinen älteren Bruder an: „Dean...?" kam es leise aus ihm heraus. Dean lächelte traurig und sah wieder auf seine Tasse: „Das meine ich vollkommen ernst. Wenn Du wirklich glücklich werden willst, dann musst Du die USA verlassen. In England werdet ihr in Sicherheit sein und in Frieden leben können." erwiderte Dean. Sam schluckte. England...?!
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A/N: Aloha meine liebe Ravenarmy. Ich weiss, ihr habt LAAAAAAANGE darauf gewartet das es weiter geht. Es tut mir leid. Es ist einfach zu viel passiert und tja, das Leben ist eben kein Zuckerschlecken. Ich hoffe das Kapitel gefällt euch. Ich kann euch ehrlich gesagt nicht versprechen wann es weiter geht, aber ich bin dran. Bleibt gesund. Eure Raven
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