
[-03-]
Nach dem Sandsturm, dem sie sich erneut stellen musste, und einem 45 minuten Marsch war sie nun endlich an den Trümmern eines alten TIE-Jägers angekommen.
In diesem hatte sie sich eine kleine Bleibe hergerichtet.
Sie wollte nicht unter den anderen Bewohnern von Jakuu leben.
Diese würden es bestimmt komisch finden, wenn sie mitten in der Nacht auf einem Samdhügel sitzt und meditiert.
Hier draußen, wo niemand war und auch niemand sie beobachtete, fühlte sie sich wohl.
Zwar wäre sie lieber in ihrem alten zuhause aber dieses gab es nicht mehr.
Es war kein gewöhnlicher TIE-Jäger, sondern mehr einer von der Sorte die die Sith nutzten.
Mit Anführer Qualitäten, wie Darth Vader.
Dort angekommen brachte sie die 3 Kanister zu den anderen drei und legte ihre 6 Rationen zu den anderen 20.
Sie sammelte diese nicht aber es blieben immer welche übrig da sie jeden Tag Schrott sammeln ging.
So hatte sie genug zu essen und konnte pro Tag drei Rationen futtern.
„Ob es auch noch andere Jedi gibt nachdem das mit Luke passiert ist? Naja, dank Palpatin wurde der ganze Rat ausgelöscht aber glücklicherweise ist das schon Jahre her ...”
Dachte sie und musste auf einmal an ihren Vater denken.
Er selbst hatte auch einen Padawan.
Nämlich Anakin Skywalker, ihren ehemaligen besten Freund.
Sie schnappte sich eine Schüssel und füllte warmes Wasser hinein.
Dann öffnete das Mädchen eine der Tüten und ein grau-braunes Pulver rieselte ins Wasser.
Sekunde später war dort ein klumpen Brot den sie sich nahm und sich ins Cockpit setzte.
Hier war es am angenehmsten da hier die Klimaanlage noch funktionierte.
"Ich vermiss dich mit jeden Tag mehr Papa ... meine Hoffnung auf andere Jedi zu treffen sinkt, doch ich gebe nicht auf. Das hast du mir nicht beigebracht."
Flüsterte sie und ließ die einzelne Träne in Gedanken an ihren Vater über ihre Wange laufen.
Dann biss sie herzhaft in das Brot.
In all den Jahren war ihr dieses Brot nie zu Kopf gestiegen.
Sie hatte es variiert und mit verschiedenen Kräutern und Gewürzen gemischt weswegen ein pures Brot mal eine Abwechslung war.
Die junge Frau schaute in den Himmel.
Man konnte die Sterne klar erkennen, das war eine Sache die sie an Jakuu und auch an Tatooine geliebt hatte.
Die Sterne waren für sie nirgends besser zu sehen als hier.
Sie leuchteten hell am dunklen Himmel und das Licht der Sterne faszinierte sie.
In ihren Augen sah man die Sterne und das funklen in ihnen auch.
Ein kleines Lächeln zierte ihre Lippen und sie nahm sich die Decke.
Das Brot hatte sie vertilgt und nun wollte sie schlafen gehen.
"Gute Nacht Vater, gute Nacht Anakin ... schlaft gut."
Sagte sie bevor sie in einen ruhigen aber traumlosen Schlaf fiel.
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Sonnenstrahlen scheinten ins Cockpit des TIE-Jägers und sie wurde dadurch wach.
Das Mädchen gähnte einmal herzhaft und streckte sich ausgiebig.
Sie hatte nichts geträumt und das war auch gut so.
Seit her träumt sie von dem Massaker.
Alle Padawane Luke's wurden getötet und der halbe Planet wurde verwüstet.
Jedes mal sah sie ihren Tod und an der Stelle wo ein rotes Lichtschwert sie durchbohrt wacht sie jedes mal auf.
Rotes Lichtschwert ... oder war es ein blaues gewesen?
Sie wusste es nicht mehr genau.
Der Traum hörte immer an der selben Stelle auf.
Sie machte sich auch so schon viel zu viele Gedanken darüber, wie sie dieses Massaker hätte verhindern können.
Daran wollte sie nicht denken.
Aber sie konnte diese Gedanken, diese Taten auch nicht vergessen.
Ohne etwas zu sagen, zu wem denn auch, stand sie auf.
Mit dem Kanister von gestern, der noch halb voll war, ging sie raus und wusch sich.
Ihr Gesicht, ihre Achseln, ihren Oberkörper und auch ihre Beine.
Dafür musste sie zwar einen Großteil ihrer Klamotten ausziehen aber hier draußen lebte keiner.
Ein großer Vorteil und außerdem fürchteten die meisten die Wüste.
Ihre Angst sich zu verirren war zu groß als das sie sich hier raus trauen würden.
Sie zog sich schnell eine weiße Hose an, dazu ein weißes armloses Shirt.
Darüber kam die schwarze Tunika, die bei der Brust über Kreuz gelegt wurde.
Der braune Gürtel hielt alles zusammen und die kleine Tasche befestigte sie auch wieder.
Ihr Lichtschwert kam versteckt unter die Tunika denn sie wollte nicht auffallen.
Es gab immer noch die, die Jedi jagten.
Sich zu verstecken, unerkannt zu bleiben war seit her die oberste Priorität von ihr.
Seit dieser schrecklichen Tat, die Order 66, der Befehl alle Jedi zu töten.
Es kam ihr so vor als wäre das erst gestern passiert.
Die Erinnerungen an diesen Tag wird sie wohl nie richtig verarbeiten können.
Natürlich hatten welche überlebt, aber die, die überlebt haben wurden dann von Darth Vader und seinen Anhängern gejagt bis auch sie tot waren.
Keine Gnade war das Motto.
Selbst jetzt, Jahre später, lief ihr immer noch ein unangenehmer Schauer über den Rücken, wenn sie daran zurück dachte.
Ein Umhang mit Kapuze noch um die Schultern, sowie in die neuen Schuhe schlüpfen und schon war sie bereit für den Tag.
Schnell machte sie sich noch ein Brot und lief damit, den Schlitten hinter sich her ziehend, wieder zum Marktplatz.
Der kleine aber feine Schlitten gehörte ja immerhin nicht ihr.
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