
[-02-]
Endlich, nach weiteren endlosen Minuten, die sich wie Stunden angefühlt haben, hatte sie es geschafft.
Sie hatte es geschafft den Sturm hinter sich zu lassen.
Sie nahm das Tuch aus ihrem Gesicht und schüttelte es einmal kräftig aus.
Wie sie es schon erwartet hatte, war es voller Sand der nun zu einem kleinen Hügel wurde.
Ihre blonden Haare, in einem Zopf gebunden, fielen ihr den Rücken runter.
Ihre blauen Augen suchten nach dem Lebenszeichen aber es war weg.
Also grenzte sie ihre Aura der Macht wieder ein.
Sie schaute sich um.
Der kleine Marktplatz den sie schon auswendig kannte sowie die Hütte dahinter standen noch, wie gesagt noch.
Der Sturm würde alles kaputt machen und in den nächsten Tagen wäre dann Arbeit auf dem Plan.
Das kümmerte die Jedi nicht.
Niemand fragte nach ihrer Hilfe also war es ihr egal.
Sie existierte in einer friedlichen Koexistenz mit den Bewohnern Jakuu's und keinen schien das zu stören.
Wie beinahe jeden Tag lief sie direkt zu der großen Hütte und hatte jetzt schon den Drang wieder umzudrehen.
Ein Gefühl von Ekel stieg in ihr auf.
Das orangene, fette und hässliche etwas welches die Rationen verteilte war sehr streng und wollte ihr schon seit langer Zeit das Lichtschwert abkaufen.
Bis heute ist sie erstaunt das keiner versucht hat es zu stehlen.
Doch selbst wenn es jemand versuchen würde, wäre derjenige danach sofort tot.
Wenn es um ihren heiligen Schatz, ihr Lichtschwert ging verstand sie keinen Spaß.
Heute war keine lange Schlange weswegen sie sofort dran war und den Beutelinhalt auf dem Tresen ausschüttete.
Das hässliche Vieh oder Ekel, wie sie es nannte, begutachtete jedes einzelne Teil an Schrott vor sich.
Jedes einzelne Stück Metall wurde genaustens unter die Lupe genommen.
Es wurde nach irgendwelchen Kratzern oder anderen Beschädigungen gesucht, die den Verkaufs-, in diesem Fall den Tauschlreis sinken ließen.
Sie lebte als Schrottsammlerin und das schon sehr viele Jahre.
Es war kein Job, der wirklich Spaß machte aber sie musste ja irgendwas tun um zu überleben.
"6 Rationen Wert. Oder willst du dein Stück Metall loswerden? Dann setzte ich 74 weitere oben drauf."
Sagte es.
Da war es wieder.
Das egoistische grinsen welches dieses Vieh im Gesicht hatte, was sie nicht ausstehen konnte.
Sie hatte schon lange mit dem Gedanken gespielt, ihm das dänliche grinsen aus seiner nicht schön anschaubaren Visage zu schlagen.
Es wirkte so als wüsste er, dass er gewonnen hatte doch wie auch so ziemlich immer nahm sie sich ihre 6 Rationen.
Sie würde nicht mal im Traum daran denken ihren wertvollsten Besitz herzugeben.
"Danke aber nein danke. Dieses Stück Metall ist keine 80 Rationen Wert. Es mehr Wert als du an Rationen hast. Guten Tag."
Sagte sie und grinste zurück.
Mit den Rationen die sie in ihre Beuteltasche am Gürtel gepackt hat, ging sie wieder nach draußen und schaute sich auf dem Marktplatz um.
Hier konnte man mit Credits zahlen was sie erleichterte.
Davon hatte sie nämlich mehr als genug und gab den Marktverkäufern auch gerne mal eins, zwei Credits mehr.
An einem Stand mit Tüchern, Tunika und neuen Schuhen sah sie sich als erstes um.
Neue Klamotten konnte man immer gebrauchen, fand sie.
Abgesehen davon, war ihr ihre alte Tunika langsam zu klein also musste sie sich ja eine neue zulegen.
"Ich hätte gern die schwarze Tunika und das Paar Schuhe hier gnädige Frau."
Nannte sie der Verkäuferin höflich und gab ihr die 20 Credits, die sie bezahlen musste.
Es war eine ältere Frau die schon zu alt für das Sammeln von Schrott und Altmetall war.
Die Frau lächelte und packte alles fein säuberlich in eine Tüte.
Das Mädchen nahm diese, nickte dankend und lief dann weiter.
Bei einem Stand mit Wasserkanistern machte sie als nächstes Halt.
Ihre Kanister waren bald alle und 3 volle hatte sie noch.
Es waren 10 liter frisches Wasser drin, welches von Händlern hier her kam.
„Sollte ich 2 oder doch lieber 3 mitnehmen? Ich meine, wer soll das bitteschön tragen? Ein kleines Transportschiff besitze ich nicht ..”
Überlegte sie und entschied sich dann doch für die 3 Kanister.
Das würde zwar schwer werden alles zu transportieren aber irgendwie schafft sie es schon.
Auch hier bezahlte die junge Frau wieder mit Credits nur dieses mal waren es 88 Credits.
Wasser war nun mal teuer, daran war nichts auszusetzen.
Es würde sie ehrlicherweise überraschen, wenn das Wasser billig wäre.
Irgendwie mussten die einzelnen Verkäufer sich ja auch ernähren können und manche hatten ja auch noch eine Familie, die sie nähren mussten.
Ja, das Leben hier auf Jakuu war nicht einfach.
Die ältere Frau vom Klamottenstand lieh ihr netterweise den kleinen Schlitten, wo sie die Kanister drauf stellte.
"Ich danke ihnen, das wäre aber nicht nötig gewesen."
Sagte sie zu der Frau und kramte noch 15 Credits raus.
Erst wollte die ältere Frau das nicht annehmen doch das Mädchen bestand so sehr darauf das sie es doch tat.
"Ich helfe gern und wenn ich jemandem damit einen Freude machen kann reicht mir der Dank."
Meinte die alte Frau und winkte dem Mädchen zum Abschied.
Das Mädchen winkte ebenfalls und band sich schon mal das Tuch wieder in das Gesicht.
Dann ging es auf in den Sandsturm nach Hause...
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