
[-01-]
( „ - ” ) = Gedanken
( " - " ) = Wörtliche Rede
-----------------------------------
Der Wind, der schon seit Tagen wehte, brachte Sand mit sich was zur Folge hatte, dass es einen Samdsturm gab.
Etwas, was so gut wie jede Woche passierte.
Das Mädchen, welches sich in diesen Samdsturm befand, hatte, im Unterschied zu sonst, heute Probleme damit.
Und auch wenn sie ein Jedi war, bedeutete das ja nicht, dass sie nie Schwierigkeiten hatte.
Der heutige Samdsturm war stärker als die, durch die sie davor schon laufen musste.
Aber ihr Vater lehrte sie:
„Jedes Lebewesen trägt die Macht in sich. So kannst du dich immer orientieren, selbst wenn sie schwach ist.”
Diesen Tipp hatte sie am anfang nicht wirklich ernst genommen.
Umso überraschter war sie, dass sie ihn heute zum ersten mal so richtig wahr nahm und gebrauchen würde.
Der Sturm war noch mehrere stunden von dem kleinen Markt entfernt, zu dem sie eigentlich wollte.
Obwohl der Sand sie störte und es eigentlich auch keine gute Idee war, blieb sie mitten im Sturm stehen.
Sie versuchte sich, trotz des starken Windes, des herumfliegenden Sandes zu konzentrieren.
Versuchte trotz der Ablenkungen irgendein ein Zeichen von Lebensenergie ausfindig zu machen.
Sie musste sich umdrehen, um zu finden wonach sie suchte.
Eine kleine Ansamnlung an Menschen, wie sie, und Wesen, dessen Namen sie sich immer noch nicht merken konnte.
Mit einem kleinen Lächeln auf den Lippen, welches man sowieso nicht sah, fing sie an in diese Richtung zu laufen.
Sie hatte ihr Gesicht fast vollständig mit einem Tuch bedeckt.
Das Tuch sollte ihren Mund, ihre Nase sowie auch ihre Augen vor dem Sand schützen und bisher hatte das auch gut geklappt.
Unbeirrt und mit einem klaren Ziel vor Augen, lief sie weiter, den fleck Energie verlor sie dabei nicht aus den Kopf.
Wenn sie einmal ein Ziel hatte, tat sie alles dafür um es auch zu erreichen.
Das war schon immer so gewesen.
Eine Eigenschaft, die weder ihr noch ihren Vater sonderlich gefällt oder gefallen hat.
Unbewusst wurden ihre Schritte von Zeit zu Zeit immer größer mit dem Ziel so schneller aus dem Samdsturm raus zu sein.
Dennoch waren es bestimmt noch dreißig minuten bis sie den Samdsturm endgültig verlassen würde.
Stürme auf Jakuu waren, auch wenn das schwer zu glauben ist, eine Seltenheit.
Dieser Planet war mehr wie eine Wüste.
Eine große, mit Schrott beladene Wüste ohne Samstürme.
Auf Tatooine hingehen war es das normalste der Welt in einen Sandsturm zu landen.
Dort gab es fast täglich einen.
Bei diesem Gedanken konnte sie nicht anders als zu schmunzeln.
„Was hättest du wohl dazu gesagt Vater? Sandstürme waren ja noch nie dein Ding gewesen, genau wie das Fliegen.”
Sie vermisste ihren Vater.
Sehr sogar.
Die beiden hatten so vieles Abenteuer zusammen bestritten, dass es ein Wunder war, wie viel Zeit sie zusammen hatten.
Es hatte sie nie gestört wenn er sich lieber mit Anakin als wie mit ihr unterhalten hat.
Seine bloße Anwesenheit war für sie schon genug gewesen um ein Lächeln auf den Lippen zu haben, um sich wohl zu fühlen.
Und auch wenn es viele Streitereien gab, hatte sie ihren Vater nie gehasst.
Sie konnte es nicht, egal wje streng und konsequent er gewesen war.
Er war der einzige Halt den sie noch hatte, sonst würde sie wahrscheinlich schon tot sein.
Selbst erstochen, in der Wüste, dort wo sie keiner finden würde.
Doch sie vermisste ihren besten Freund Anakin genau so sehr.
Die beiden haben sich wirklich immer alles erzählen können, egal wie dunkel das Geheimniss war.
Sie war auch die einzige gewesen, die bei Padme's und seiner Hochzeit dabei war.
Anakin hat ihr vom ersten Moment an blind vertraut, sie ebenso.
Die beiden hatten so vieles durchgemacht, sie und er.
Das er von seinem eigenen Sohn getötet würde war zumindest ein kleiner Trost.
Denn das war immerhin besser als irgendein halbstarker Vollidiot, der nur Rache im Kopf hat.
Sie würde ihren Vater und Anakin nie vergessen, sie konnte es nicht.
Und sie wollte es auch nicht.
Der Samdsturm würde schwächer je weiter sie lief was bedeutete, dass sie bald am anfang des Sturms war.
Und das wiederum bedeutete, dass sie den Sturm bald überwunden hatte.
Ohne einen wirklichen Grund zu haben, strich sie sanft über die Narbe, die ihr rechtes Auge zierte.
Sie fing über der Augenbraue an, ging runter über ihr Auge und endete auf der Höhe ihrer Nasenspitze.
Es hatte lang gedauert bis alles wirklich verheilt war.
Sie erinnerte sich noch genau an den Tag an den sie diese Narbe bekommen hatte.
Ein erbitterter Kampf gegen Darth Vader hatte dazu geführt.
Einen Moment der Unachtsamkeit hatte dazu gefürht, dass sie diese Narbe hatte.
Weil sie geglaubt hatte, Anakin noch retten zu können.
Eigentlich hatte dieser Angriff tödliche Folgen aber das wirkte nicht bei ihr.
Nicht so etwas.
Nein, sie starb dadurch nicht.
Ihre, wo auch immer sie herkam, Fähigkeit nicht zu altern und praktisch unsterblich zu sein hatte sie vor dem Tod bewahrt.
Weder ihr Vater, noch irgendein anderer weise Jedi hat ihr erklären können so diese Fähigkeit herkam.
Nicht einmal Meister Yoda wusste etwas.
Sie ist also seit dem in ihrem damals neunundzwanzig-jährigem Körper gefangen, ist aber bestimmt um die fünfzig Jahre älter.
Doch wie bei jeder anderer außergewöhnlichen Fähigkeit gab es auch bei ihrer eine Schwachstelle.
Sobald etwas durch ihr Herz gebohrt wird, egal ob Messer, Lichtschwert, Laserschwert, stirbt sie innerhalb von Sekunden.
Man könnte also sagen, dass sie nicht wirklich unsterblich war.
Und insgeheim beruhigte es sie, zu wissen, dass auch sie irgendwann sterben kann.
„Diese Fähigkeit ist der Horror, wenn du allein lebst. Wäre mein Vater oder R2D2 vielleicht noch hier, hätte das ganze anders ausgesehen.”
Dachte sie sich und nahm ihre Hand von der Narbe.
Sie erinnerte sich nicht gern an den Tag, kann ihn aber auch nicht vergessen.
Das Tuch, welches sie um ihr Gesicht geschlungen hatte, war nun voll mit Sand.
Das würde wohl später beim ausschütten einen kleinen Hügel ergeben.
Eine lustige Vorstellung.
Langsam aber sicher erreichte das Mädchen den Anfang des Sturms und je weiter sie geradeaus ging desto klarer wurde ihre Sicht.
Bald hatte sie den lästigen Samdsturm überwunden.
Bạn đang đọc truyện trên: Truyen247.Pro