
Kapitel 23
Es waren zwei Stunden vergangen in denen ich aufgestanden bin und gefrühstückt habe. Schnell habe ich auch aufgeräumt und gestaubsaugt, da Marius gleich kommen würde. Er war ein sehr guter Freund von uns, doch wegen Taddl hatte ich natürlich keinerlei Erinnerung an ihn. Ich konnte mich nur jetzt an ihn erinnern, als ich zwanzig geworden bin. Seid dem kenne ich ihn und mochte ihn wirklich gerne. Er und Taddl waren ungefähr gleich alt und waren schon damals in der Schule vor zweihundert Jahren befreundet, doch dann konnte Taddl nicht widerstehen und hat ihn verwandelt. Mary hatte nur mal angedeutet gehabt, dass er mich als ich neunzehn war in einer Bar kennengelernt hatte mit Taddl zusammen, doch ich konnte mich einfach nicht erinnern.
Durch ein klingeln werde ich aus meinen Gedanken geholt und packte den Staubsauger weg, während ein starker Windstoß alles mögliche zum wackeln brachte. »Taddl, hör auf in der Wohnung so schnell zu sein.«, maulte ich im Normalton, wissend, dass er es gehört hatte. »Entschuldigung.«, rief er zurück und öffnete die Tür. Nachdem ich auch an der Haustür ankam, in der Marius stand, nahm ich ihn lächelnd in die Arme. Er selbst lächelt auch und löste sich dann langsam von mir. »Na du Mathematiker?«-»Halts Maul.«, lachte ich und boxte ihm fest gegen die Schulter. Es würde ihm eh nicht wehtun.
Zusammen gingen wir in das Wohnzimmer und ich schmiss mich auf meine alles geliebte Couch, während sich die beiden unterhielten und Pläne machten für ihre nächste Jagt. Sie würden heute Abend gehen, während ich schon fast blind vor Sorge werden würde. Was ist, wenn sie jemand erwischen wird? Als Mary dann kurz in der Küche verschwand hockte sich Taddl neben meinen Kopf, da ich auf dem Sofa lag. Unwissend was er jetzt von mir wollte, sah ich ihn an und überlegte. »Du machst dir sorgen oder? Ich spüre, dass du mega angespannt bist.« Ich nickte nur und drehte mich mit dem Gesicht zur Couchlehne. Die kalte Hand von Taddl legte sich auf meine Hüfte und strich sanft drüber. »Ardian, du brauchst dir echt keine Sorgen zu machen. Wir machen das schon seid so vielen Jahren.« Ich seufzte. »Das ist es nicht, Taddl. Ich habe ein anderes Problem.« Vorsichtig rappelte ich mich auf und verschwand nach oben ins Schlafzimmer, doch dort blieb ich nicht lange alleine, da Taddl mir sofort folgte und sich vor mich stellte. Seine Augen haben ein dunkelblau angenommen, so wie immer, wenn er Hunger hatte. Das war auch eines der Gründe warum Mary hier war. »Ardian, was ist los? Ist es wieder das? Haben wir das nicht tausend mal durchgekaut?« Ich schluckte und sah zu Boden. »Ich dachte eigentlich, dass du keine Angst mehr vor mir hast und damit klarkommst, dass ich Menschen umbringen muss.« Mein Blick blieb auf dem Boden. »Taddl, ich..«-»Nein, Ardian. Wir sind seid fast einem Jahr zusammen, du hast bald Geburtstag, den ich vollends für dich geplant habe und das wichtigste ist, dass ich dich liebe und du hast immer noch Angst vor mir, obwohl ich dir noch nie etwas angetan habe oder jemals vor habe? Ardian, weißt du wie verlockend du bist und ich es nicht tue, einfach aus dem Grund, dass dir meine Liebe gehört?« Ich traute mich aufzuschauen in die dunkelblauen Augen meines Gegenübers. »Davor habe ich ja Angst. Was ist, wenn du mich eines Tages nichtmehr lieben solltest?«, fragte ich mit zittriger Stimme und sah dann wieder auf meine Hände. Er seufzte. » Selbst dann würde ich dich nicht einmal anrühren.« Und damit verschwand er, sodass wieder alle Blätter aufwirbelten und verstreut im Raum rumlagen. Traurig setzte ich mich auf den Boden und zog meine Beine an meinen Oberkörper. Mein Kopf wurde schwer und ich legte ihn auf meine Knie. Die Tränen ließen nicht lange auf sich warten und flossen aus meinen Augen. Ich war auch echt bescheuert vor ihm Angst zu haben. Er hätte mich doch gleich nach meiner Geburt töten können, doch er hat zwanzig Jahre auf mich gewartet, da ich ihm nicht wehtat. Wenn ein Vampir einen Menschen anfasste brannte es meistens auf dessen Haut. Und bei einem Menschen, wo es nicht brannte, hieß es soviel wie, dass dieser Mensch zu einem gehörte. Und wenn diese Person ihm nicht wehtat, dann auch meistens die Eltern dieser Person nicht, außer ausnahmen.
Ich hörte noch wie die Haustür zuviel, was soviel hieß wie, dass sie jagen gegangen waren.
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