Wir haben nichts in der Hand.
Nein ich muss anders beginnen. Wir denken, wir könnten was verändern. Wir denken wir könnten über alles bestimmen. Wir können nichts. Wir haben nichts in der Hand. Absolut gar nichts.
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Anmerkung:
Dieses Kapitel basiert auf einen meiner Tagebuch Einträge. Ich behandele sensible Themen, mit denen ich mich erst mal selbst auseinandersetzen musste. Dieses Kapitel könnte psychisch beeinträchtigte/geschwächte/erkrankte Personen nachhaltig beeinflussen. Sogar mich als kerngesunder Mensch beschäftigt dieses Thema sehr und nagt tagtäglich an meinen Nerven. Wenn ihr euch nicht in der Lage fühlt euch mit Alleinsein und Unendlichkeit auseinanderzusetzen, dann überspringt dieses Kapitel bitte!
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Unendlichkeit. Was ist das?
Habt ihr euch jemals gefragt wie lange 'unendlich' ist? Da kommt man ans Ende der eigenen Nerven!
Dieser Gedanke ist so komplex, dass mein Gehirn damit schlichtweg überfordert ist. Es ist wie die Nachkommastellen von π.
Unglaublich. Unfassbar. Unendlichkeit.
Um dieses Kapitel jetzt mal ein wenig zu gliedern:
1. Unser Universum der (Un)endlichkeit
2. Der beängstigende Gedanke
3. Das Alleinsein
Let's go!
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Anhang: Ich möchte die Diskussionsfrage und die Ja-Nein Fragen gerne hier schon schreiben, weil sie am Ende des Kapitels irgendwie Stimmungskiller wären:
Yes or No (+Begründung wer will)
Schonmal Gedanken gemacht wie groß das Universum ist?
Schonmal das Gefühl von Alleinsein gehabt?
Schonmal das Gefühl von Alleinsein in Kombination mit der Unendlichkeit des Universums gehabt?
Diskussionsfrage:
Wie wichtig ist euch euer Leben?
(gerne mit einer Skala von 1 bis 10 bei der 1 "bedeutungslos" und 10 "sehr wichtig" ist und mit Begründung wer möchte)
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Part I:
Ich möchte hier mal ganz kurz Alexander von Schönburg zitieren der in seinem Buch "Weltgeschichte to go" folgendes schrieb:
„Das All gibt unserem Planeten Erde die Wichtigkeit einer Bazille im Nasenpopel eines Flohs auf einem Haar auf dem Schwanz eines von zigtausend Elefanten in der unendlichen Weite Afrikas"
Mal so kurz nebenbei - ich finde das den weitaus kreativsten, aber auch den wahrsten Vergleich, den ich in diesem Zusammenhang jemals gehört habe!
Dennoch bedeutet dieses Gleichnis nichts weiteres als die Unbedeutsamkeit unserer Erde. Es gibt da draußen unwahrscheinlich viele Planeten von denen wir noch nicht mal einen Bruchteil kennen. Selbst unsere getreuen Nachbarplaneten Mars und Venus sind noch nicht vollständig erforscht, da unsere Geräte noch nicht einmal für deren Vehältnisse ausgerichtet sind.
Geschweige denn das wir in naher Zukunft erfahren könnten ob es einen Erdgleichen Planeten gibt. Es müssen so unwahrscheinlich viele Komponenten stimmen, dass es kaum möglich ist, diesen Planeten nocheinmal zu finden. Um es mal ganz kurz anders zu beschreiben: Unsere Technologie ist aktuell noch nicht einmal darauf ausgerichtet in anderen Galaxien zu forschen. Unsere Teleskope reichen gerade so für die Milchstraße. Zumindest um die dort liegenden Sonnensysteme ein wenig näher zu erforschen.
Mit unseren Teleskopen können wir zwar etwa 50 Milliarden Galaxien beobachten, aber einzelne Sonnensystem dort herauszusuchen- Vergesst es. Und als wäre das nicht schon genug gibt es in etwa eine Billion Galaxien da draußen. Ach ja und um nochmal zurück zur Milchstraße zu kommen: Mal davon abgesehen, dass diese in etwa 170 000 bis 200 000 Lichtjahre breit ist und in etwa 300 Milliarden Sonnensysteme umfasst. Viel Spaß beim Durchkreuzen unserer Galaxis und entdecken dieser 300 Milliarden Sonnensysteme.
Mal angenommen:
Die Milchstraße hat 300 Milliarden Sonnen und jedes dieser Systeme hat (statistisch gesehen) 1,6 Planeten. Das wären also 480 Milliarden Planeten. So und jetzt zum Stand der Wissenschaft: Wir kennen etwa 4400 von diesen Planeten. Es dauert also sehr, sehr, sehr lange bis wir alle Planeten unserer Galaxie, der Milchstraße kennen.
Um zurück zum eigentlichen Thema zu kommen (ich bin ein wenig abgeschweift) es ist quasi erst mal unmöglich das "Ende" unseres Universums festzustellen wenn wir noch nicht mal das genaue Ende unserer Galaxie kennen, geschweige denn jeden Asteroiden unseres Sonnensystems, geschweige denn die Verhältnisse unserer Planeten in unserem Sonnensystem.
Dieser Gedanke macht mich Irre.
Part II:
Um meinen beängstigen Gedanken hier festzuhalten:
Es ist völlig egal was wir tun: Die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwer da draussen es mitbekommt geht gegen null.
Nochmal kurz wissenschaftlich:
Es ist höchst unwahrscheinlich, dass andere Lebewesen auf anderen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems mit ihrer Technologie weiter sind als wir, da das Universum "noch so jung ist".
Also mein Gedanke:
Selbst wenn unsere Welt untergehen würde oder wir aussterben würden oder oder oder und wir vorher noch ein Hilfesignal dort hinaussenden würden, würde es vermutlich kein anderer da draußen empfangen können.
Wir sind also völlig alleine hier. Uns kann niemand helfen AUẞER wir selbst!
Jedem der diese Art Ansichtsweise noch weiter interessiert sollte unbedingt das Buch "Nichts" lesen von Janne Teller. Sehr bedrückendes und aufwühlendes Buch über genau diese "Unbedeutsamkeit der Erde".
Part III:
Das Alleinsein.
Und vorallem die Unbedeutsamkeit aller Dinge die wir tun. Eigentlich ist doch alles egal!
Warum streiten wem welches Land gehört wenn unsere Menschheit doch auch nur ein winziger Abschnitt der Zeitgeschichte ist.
Warum Krieg führen und Menschen töten wenn wir doch früher oder später eh alle aussterben.
Warum Sorgen machen was Gestern war und Morgen ist, wenn Gestern unumkehrbar ist und es kein Morgen gibt.
Die Menschheit sollte beginnen nicht zurückzusehen und auch nicht die Zukunft zu prognostizieren sondern im Jetzt zu leben.
Die Menschheit sollte beginnen nicht dem hinterher zu trauern und zu begehren was man alles nicht hat, sondern sich über das zu freuen und um das zu kümmern was man hat.
Die Unbedeutsamkeit unserer Erde unseres Zeitalters und unser Leben ist kaum in Worte zu fassen.
Um das ganze an einem Beispiel zu verdeutlichen- Klimawandel.
Wir sollten nicht nach vorne sehen und prognostizieren, dass wenn wir so weiter machen die Welt in 20 vielleicht Jahren nicht mehr für uns bewohnbar ist, sondern wir sollten jetzt etwas ändern, dass es gar nicht so weit kommt!
Wir sollten nicht in die Vergangeheit blicken und betrauern was wir in früheren Zeiten in Sachen Klima hätten besser machen können - denn das Gestern ist unumkehrbar.
Wir sollten uns darum kümmern was Jetzt in dem Moment passiert. Und damit das schlimmste verhinden. Denn so unbedeutsam das Leben, unser Zeitalter, unser Planet, ja sogar unser Sonnensystem auch scheint, wir können nicht leugnen wie sehr wir daran hängen, und wie sehr wir das was wir machen können, geniesen.
Und bitte lasst uns alles dafür tun, dieses für uns vorbestimmte Ende so weit wie möglich hinauszuzögern.
Bye People
-Jackie
(Fragen siehe Anhang am Anfang des Kapitels. Ich bitte um eure Kommentare dazu, weil es mich sehr interessiert was eure Meinung dazu ist.)
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