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Prolog

Ich kann sie sehen.
Wie sie die Gänge entlanglaufen.  Sorglos lachend.
Sich unterhaltend.
Freude.
Schmerz.
Sie werden sehen, wie nahe beides beieinander liegt.
So wie wir es mussten.
Sie werden es sehen.


17:45
Christina

"Alle Jahre wieder..."
"Sei still oder ich hau dich!"
"...tun wir uns das an. Die Rede vom Direktor und zu viel Kuchen dann!"

Lachend boxte ich meiner schief singenden Freundin Robyn gegen den Arm.
"Pass bloß auf, dass Herr Sieder dich nicht hört!"

"Geht ihr schon mal ohne mich vor, ja? Ich geh noch schnell auf die Toilette und komme dann nach", schlug Elle, die dritte im Bunde, vollkommen unzusammemhängend vor.

"Beeil dich aber, ja? Wir halten dir einen Platz frei", stimmte ich zu.

"Genau genommen musst du uns beiden einen Platz frei halten", sagte Robyn zähneknirschend. "Ich hab doch gesagt, dass ich noch zu meinem Spind muss."

Sie klimperte mit dem Schlüssel vor meinem Gesicht herum.
Ich schob augenverdrehend ihre Hand beiseite:"Weil du auch immer irgendwas vergessen! Na gut, aber lauf bitte schnell. Sonst finden wir uns in den Gedränge gar nicht mehr!"

Sie lächelte mir dankend zu:"Du weißt doch, meine Schwester killt mich wenn ich ihr an Weihnachten sage, dass ihr Geschenk noch in der Schule liegt!"
Damit verschwand auch sie.

Seufzend machte ich mich auf den Weg zur Aula, in der unser Direktor die alljährliche Rede halten würde.
Niemand wollte diese wirklich hören, allerdings bestand der Rest des Weihnachtsfestes an unserer Schule aus Süßigkeiten und merkwürdigen Spielen.
Also ließen es die meisten doch über sich ergehen.

Die Aula war bereits halb gefüllt und aus den Gängen strömten noch immer Massen von Schülern herbei.
Links und rechts neben der Bühne standen die übrigen Lehrer in kleinen Grüppchen, während der Hausmeister noch mal die Technik überprüfte und Herr Sieder nervös auf und ab wippte.

Ich sah auf die Uhr, es war drei Minuten vor sechs und Robyn und Elle waren immer noch nicht da! Wo blieben die denn nur?

Gerade wollte Herr Sieder die Stufen zu der kleinen Bühne mit dem Rednerpult hinaufsteigen, da erklang plötzlich ein lauter Knall.

Dann ein zweiter.
Irgendwo weiter weg splitterte Glas.

Für einige Sekunden herrschte vollkommene Stille, dann erklang ein dritter Schuss und die Aula verwandelte sich in einen Höllenkessel.

Alle fingen an zu schreien und ohne Ziel hin und her zu rennen, die Lehrer hatten keine Chance gegen die riesige Menge, die panisch zum Ausgang drängte.

Ich hielt mir die Ohren zu und versuchte, dagegenzuhalten, doch es hatte keinen Zweck, ich wurde gnadenlos mitgerissen.

Jemand schrie ganz in der Nähe und ein roter Haarschopf knapp vor mir, bis dahin gut sichtbar über den Köpfen, verschwand auf einmal.

Ich erreichte eine eine der großen Flügeltüren in Richtung Pausenhof und quetschte mich hindurch.

Die anderen Schüler rannten weiter, während ich für einen Moment stehen blieb um zu verschnaufen.
Es lagen Scherben am Boden, ganz in der Nähe war ein Fenster zersprungen.

Eine ältere Lehrerin packte mich am Arm.
"Wir müssen außer Reichweite! Jemand soll die Polizei rufen, den Krankenwagen, irgendwas!", schrie sie laut, während sie mich immer weiter weg vom Gebäude zog.

Ich sah einige Fünftklässler, die sich im Laufen an den Händen hielten, und zwei Jungs aus meiner Klasse zusammen mit einem anderen Jungen, mit dem sie öfter rumhingen, die soeben aus der Aula stürzten.

"Bitte, meine Freunde sind noch da drinnen!", flehte ich die Lehrerin an. "Sie waren nicht in der Aula, wir müssen doch etwas tun!"

"Du musst dich erst mal selbst in Sicherheit bringen!", ordnete sie an und schob mich und einige weitere Schüler vor sich her.

Wir waren schon fast vom Gelände runter, doch ich wehrte mich noch immer.

"Aber Robyn und Elle...", setzte ich an und wurde plötzlich unterbrochen.

"Robyn ist da drinnen?"

Es war einer der Jungen aus meiner Klasse, Michael. Er blieb abrupt neben mir stehen und seine Freunde, Evan und der andere, rannten voll in ihn hinein.

"Das ist doch jetzt egal!", rief Evan. "Mach jetzt keinen Aufstand wegen irgend so ner dämlichen Schlampe, lauf einfach weiter!"

Bevor ich wegen seiner Wortwahl über ihm herfallen konnte, kam mir erneut Michael bevor, der ihn wütend am Kragen packte.

"Diese 'dämliche Schlampe' ist meine Freundin, du Arsch!", schrie er ihm ins Gesicht.
Dann drehte er sich um und rannte zurück zur Schule.

"Bitte was?", rief sein Freund ihm nach.

"Junge, was tust du denn da!", schrie die Lehrerin erschrocken auf. "Das ist doch nicht zu fassen!"

Ich stand nur mit offenem Mund da.
Robyn konnte ja sowas von was erleben.

In diesem Moment fiel ein vierter Schuss und rücksichtslos rannten die Leute um mich herum weiter.

Dieses mal folgte ich ihnen.

Robyn konnte was erleben - vorausgesetzt, sie kam da lebend raus.

Einen frohen ersten Advent euch allen, jetzt geht es offiziell los!
Ich wünsche euch die nächsten Wochen ganz viel Freude mit dieser Geschichte und hoffentlich auch ein bisschen Nervenkitzel...

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