Tödliches Umsteigen
"Müsst ihr auch nach London?", fragte ich die drei, als wir zurück zur Kabine gingen. "Ja, wir nehmen nämlich eine neue Weihnachtsplatte auf." "Seit ihr eine Band?" John nahm jetzt das ganze in die Hand: "Ja, erklär ich dir später." Angekommen, saß George immer noch vor dem Buch. In 5 Minuten dürften wir in Stafford ankommen. Ich zog mir schon einmal den schwarzen Mantel an und stellte meine zwei Gepäckstücke auf den Boden. "Jungs, Lageplan bevor wir aufs Schlachtfeld gehen.", rief John die anderen zusammen. "Nur noch eine Seite.", flehte George die anderen. Natürlich warteten sie. Er klappte das Buch zufrieden zu und gab es mir: "Danke. War extrem spannend." Ich steckte es noch schnell in den Koffer und horchte den Jungs aufmerksam zu. "Wenn der Zug steht, müssen wir raus und laufen. Einfach durchlaufen. Zum anderen Bahnhof der 5 Minuten entfernt ist. Müsste klappen." Langsam konnte man einen Bahnhof erkennen und die Jungs standen auf. Ringo schnappte meinen kleinen Koffer. "Wenn Sie gestatten Miss." "Hast du kein eigenes Gepäck?" "Schlagzeuger brauchen nur zwei Anzünder.", witzelte er. Ich verstand immer weniger. Ich schnappte den Gitarrenkoffer. Wo sind sie denn jetzt hin. Ich hatte die anderen verschlafen. Sie hatten jeweils zwei Koffer in der Hand, bis auf Paul, der John jetzt einen abnahm. "Komm, wir müssen uns beeilen." Wir warteten an der Tür, bis der Zug zum Stillstand kam. Ich konnte schon kreischende Kinder näher rennen sehen. George, Ringo und Paul sprangen und liefen los, nur ich blieb stehen. Ich konnte mich irgendwie nicht bewegen. Ich hatte Angst. "Ruby, komm jetzt." Ich schüttelte den Kopf. "Wenn du überleben willst, dann musst du mitkommen." Er hielt mir eine Hand hin. Ich legte meine hinein und wurde aus dem Zug gezogen. Hand in Hand rannte wir von der jungen Meute davon. Ich bekam schon leichte Kopfschmerzen von dem Gekreische. Nun hatten wir ein ernsthaftes Problem. Links, rechts oder durch die Mitte. Stark atmend sah er zu mir lächelnd: "Alles ok?" Ich nickte. "Weißt du wo wir hin müssen?", fragte ich. Er schüttelte den Kopf und schluckte hart. "Pauuulllll!!!!", schrie John. Ich war darauf nicht vorbereitet gewesen und zuckte ein wenig zusammen. "Joohhhhnnnn!!!", kam es wie ein Echo zurück. Also nach rechts. Wir lösten den Griff nicht. Es fühlte sich so wundervoll an, doch durch die anrollende Menge wurde diese Gefühl von der Angst übermannt. "Es wird alles gut.", schrie er zu mir zurück während wir liefen. Er hat es anscheinend bemerkt. Gespürt. Wie auch immer. Ich fühlte mich mit ihm verbunden.
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